Seminar Dissect – Windows-Artefaktforensik

Der Kurs vermittelt die vertiefte Windows-Forensik mit Dissect. Registry, Eventlogs, Benutzerprofile, Ausführungsartefakte, Dienste, geplante Aufgaben, Dateisystem- und Sicherheitsdaten werden in reproduzierbaren Abfragen ausgewertet und zu einer belastbaren Host- und Incident-Timeline verbunden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Windows-Target und Systemaufnahme
  2. Registry-Grundlagen und Hives
  3. Systemkonfiguration und Gerätebezug
  4. Benutzerprofile und Kontoaktivität
  5. Windows Eventlogs
  6. Programmausführung und Nutzungsartefakte
  7. Persistenz: Dienste, Aufgaben und Autostarts
  8. Dateisystem- und Dateiaktivität
  9. Remotezugriff und laterale Bewegung
  10. Sicherheits- und Schutzartefakte
  11. Windows-Hosttimeline
  12. Befundprüfung und Fallabschluss

Lernziele

  • Windows-Targets und zentrale Artefaktgruppen vollständig inventarisieren
  • Registry- und Eventlogdaten gezielt nach System-, Benutzer- und Sicherheitsfragen auswerten
  • Ausführung, Persistenz, Anmeldung und laterale Bewegung aus mehreren Quellen rekonstruieren
  • Datei-, Prozess-, Konto- und Zeitbezüge in einer Hosttimeline korrelieren
  • Befunde gegen Quellartefakte prüfen und nachvollziehbar dokumentieren

Seminarinhalte

1. Windows-Target und Systemaufnahme

  1. Schritt 1: Target öffnen und erkannte Windows-Version, Hostname, Zeitzone und Architektur prüfen.
  2. Schritt 2: System-, Benutzer- und zusätzliche Volumes inventarisieren.
  3. Schritt 3: Verfügbarkeit zentraler Registry-, Eventlog- und Profilquellen kontrollieren.
  4. Schritt 4: Unvollständige Hives, Logs oder Benutzerbereiche im Fallprotokoll kennzeichnen.

2. Registry-Grundlagen und Hives

  1. Schritt 1: System- und Benutzerhives ihren Aufgaben und Zeitbezügen zuordnen.
  2. Schritt 2: Schlüssel, Werte und verfügbare Änderungszeiten strukturiert abfragen.
  3. Schritt 3: Control Sets, Benutzerzuordnung und Profilpfade plausibilisieren.
  4. Schritt 4: Registrybefunde mit Dateisystem- und Ereignisquellen gegenprüfen.

3. Systemkonfiguration und Gerätebezug

  1. Schritt 1: Computername, Netzwerkkonfiguration, Zeitzone und Systemparameter erfassen.
  2. Schritt 2: Installierte Software, Dienste und relevante Geräteartefakte untersuchen.
  3. Schritt 3: Änderungen an Sicherheits- oder Remotezugriffskonfigurationen priorisieren.
  4. Schritt 4: Konfigurationsstand mit bekannter Systemrolle oder Baseline vergleichen.

4. Benutzerprofile und Kontoaktivität

  1. Schritt 1: Lokale Konten, Profile, Gruppen und Anmeldeinformationen inventarisieren.
  2. Schritt 2: Profilnutzung und benutzerspezifische Registryspuren zeitlich einordnen.
  3. Schritt 3: Interaktive, Remote- und Dienstkontenaktivität unterscheiden.
  4. Schritt 4: Auffällige Konten oder Profile mit Eventlogs und Dateispuren verbinden.

5. Windows Eventlogs

  1. Schritt 1: Verfügbare Logs, Kanäle und Zeiträume erfassen.
  2. Schritt 2: Anmelde-, Prozess-, Dienst-, Aufgaben- und Sicherheitsereignisse auswählen.
  3. Schritt 3: Ereignisfelder in ein konsistentes Analysemodell normalisieren.
  4. Schritt 4: Loglücken, Rotation, Deaktivierung oder Zeitabweichungen dokumentieren.

6. Programmausführung und Nutzungsartefakte

  1. Schritt 1: Verfügbare Ausführungsartefakte für System und Benutzer abfragen.
  2. Schritt 2: Programmname, Pfad, Benutzer und Zeitbezug aus mehreren Quellen korrelieren.
  3. Schritt 3: Einmalige, wiederholte und bloß registrierte Programmnachweise unterscheiden.
  4. Schritt 4: Verdächtige Ausführung mit Datei-, Download- und Prozessereignissen bestätigen.

7. Persistenz: Dienste, Aufgaben und Autostarts

  1. Schritt 1: Dienste nach Binärpfad, Starttyp, Konto und Änderungsbezug untersuchen.
  2. Schritt 2: Geplante Aufgaben und zugehörige Dateien oder Registrydaten korrelieren.
  3. Schritt 3: Runkeys, Startup-Bereiche und weitere Autostartmechanismen prüfen.
  4. Schritt 4: Legitime Administration von unerwarteter Persistenz anhand Baseline und Kontext trennen.

8. Dateisystem- und Dateiaktivität

  1. Schritt 1: Relevante System-, Benutzer-, temporäre und Programmdatenpfade eingrenzen.
  2. Schritt 2: Dateimetadaten, alternative Datenbezüge und Löschhinweise fallbezogen untersuchen.
  3. Schritt 3: Verdächtige Dateien mit Herkunftspfad, Größe und Prüfsumme exportieren.
  4. Schritt 4: Dateiaktivität mit Registry-, Eventlog- und Ausführungsartefakten verbinden.

9. Remotezugriff und laterale Bewegung

  1. Schritt 1: Anmeldearten, Quellinformationen und verwendete Konten auswerten.
  2. Schritt 2: Remoteverwaltung, Dienstinstallation und Aufgabenplanung als mögliche Wege prüfen.
  3. Schritt 3: Quell- und Zielsystemereignisse zeitlich und anhand gemeinsamer Entitäten verbinden.
  4. Schritt 4: Administrative Routineaktivität durch Change- und Baselineinformationen abgrenzen.

10. Sicherheits- und Schutzartefakte

  1. Schritt 1: Verfügbare Schutz-, Erkennungs- und Richtlinienartefakte auswählen.
  2. Schritt 2: Erkennungen, Ausnahmen und Konfigurationsänderungen zeitlich einordnen.
  3. Schritt 3: Hinweise auf Deaktivierung oder Umgehung mit Systemereignissen korrelieren.
  4. Schritt 4: Fehlende Telemetrie nicht als Beweis für fehlende Aktivität interpretieren.

11. Windows-Hosttimeline

  1. Schritt 1: Relevante Records nach Untersuchungsfrage und Zeitfenster auswählen.
  2. Schritt 2: Zeitstempel und Entitäten in ein gemeinsames Schema normalisieren.
  3. Schritt 3: Ausführung, Persistenz, Anmeldung und Dateiaktivität als Ereigniskette verbinden.
  4. Schritt 4: Alternative Erklärungen und Datenlücken explizit prüfen.

12. Befundprüfung und Fallabschluss

  1. Schritt 1: Jeden Befund mit Quelle, Abfrage, Filter und Interpretation dokumentieren.
  2. Schritt 2: Kritische Befunde gegen Originalartefakte oder zweite Quellen validieren.
  3. Schritt 3: Bestätigte, wahrscheinliche und offene Punkte getrennt darstellen.
  4. Schritt 4: Technische Maßnahmen und weitere Erhebungen nach Dringlichkeit priorisieren.

Praxisübungen

  • Vollständige Windows-Systemaufnahme mit Registry- und Eventlogprüfung
  • Rekonstruktion einer Programmausführung aus mehreren unabhängigen Artefakten
  • Analyse einer Persistenzkette über Dienst, Aufgabe und Autostart
  • Aufbau einer Windows-Hosttimeline mit möglicher lateraler Bewegung

Zielgruppe

DFIR-Analysten, Incident Responder, SOC-Analysten und Windows-Administratoren mit forensischen Aufgaben

Voraussetzungen

Sichere Windows-Grundkenntnisse, Verständnis von Registry, Diensten und Ereignisprotokollen sowie Grundlagen digitaler Forensik

Fachbereichsleitung und Seminarorganisation

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: DFIR-Analysten, Incident Responder, SOC-Analysten und Windows-Administratoren mit forensischen Aufgaben
Voraussetzungen: Sichere Windows-Grundkenntnisse, Verständnis von Registry, Diensten und Ereignisprotokollen sowie Grundlagen digitaler Forensik
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Analysen und praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.

Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Nach oben
Seminare als Stream SRI zertifiziert
© 2026 www.seminar-experts.ch All rights reserved.  | Kontakt | Impressum | Nach oben