Seminar Dissect – Automatisierung mit der Python API

Der Kurs überführt wiederkehrende Analyseaufgaben in belastbare Python-Workflows. Behandelt werden die Dissect-Abstraktionsschichten, Target.open und Target.open_all, Dateisystemzugriffe, Plugin-Aufrufe, Record-Verarbeitung, Fehlerbehandlung und Tests für batchfähige Forensikskripte.

Inhaltsverzeichnis

  1. Projektstruktur und reproduzierbare Laufzeitumgebung
  2. Container-, Volume- und Dateisystem-API
  3. Targets öffnen und initialisieren
  4. Plugin-Aufrufe und Betriebssystemabstraktion
  5. Records, Streaming und Datenmodelle
  6. Batchverarbeitung, Schlüssel und Caching
  7. Fehlerbehandlung, Logging und Qualitätskontrolle
  8. Tests und Bereitstellung

Lernziele

  • Container, Volumes, Dateisysteme und Targets programmatisch öffnen und untersuchen
  • Einzelne und mehrere Targets mit der Python API reproduzierbar verarbeiten
  • Plugin-Funktionen und Records kontrolliert in eigene Anwendungen integrieren
  • Fehler, unvollständige Targets und unterschiedliche Betriebssysteme robust behandeln
  • Getestete Automatisierungen für wiederkehrende DFIR-Aufgaben bereitstellen

Seminarinhalte

1. Projektstruktur und reproduzierbare Laufzeitumgebung

  1. Schritt 1: Virtuelle Python-Umgebung, Abhängigkeiten und Projektverzeichnis getrennt vom Fallmaterial anlegen.
  2. Schritt 2: Konfiguration, Eingabepfade, Ausgaben und Protokolle in klaren Bereichen strukturieren.
  3. Schritt 3: Framework- und Paketstände für reproduzierbare Ausführungen festhalten.
  4. Schritt 4: Ein minimales Kommandozeilenskript mit Typprüfung und kontrollierter Fehlerausgabe erstellen.

2. Container-, Volume- und Dateisystem-API

  1. Schritt 1: Einen Container öffnen und wie ein Python-Dateiobjekt lesen und positionieren.
  2. Schritt 2: Partitionen und logische Volumes erkennen und deren Metadaten ausgeben.
  3. Schritt 3: Ein Dateisystem öffnen und Verzeichnisse sowie Dateien über TargetPath untersuchen.
  4. Schritt 4: Ressourcen mit Kontextmanagern schließen und große Datenströme speicherschonend verarbeiten.

3. Targets öffnen und initialisieren

  1. Schritt 1: Ein einzelnes Target mit Target.open laden und seine Basisattribute prüfen.
  2. Schritt 2: Mehrere Targets mit Target.open_all aus einem Fallverzeichnis iterieren.
  3. Schritt 3: Disks, Volumes und Dateisysteme eines Targets inventarisieren.
  4. Schritt 4: Manuell zusammengesetzte Targets nur für begründete Sonderfälle erstellen und apply kontrolliert ausführen.

4. Plugin-Aufrufe und Betriebssystemabstraktion

  1. Schritt 1: Kompatible Plugin-Funktionen dynamisch auf einem Target aufrufen.
  2. Schritt 2: Generische Funktionen für Hostinformationen über verschiedene Betriebssysteme hinweg verwenden.
  3. Schritt 3: Betriebssystemspezifische Funktionen über Kompatibilitätsprüfungen absichern.
  4. Schritt 4: Plugin-Parameter, Warnungen und leere Ergebnismengen eindeutig behandeln.

5. Records, Streaming und Datenmodelle

  1. Schritt 1: Record-Deskriptoren, Feldtypen und automatisch ergänzte Target-Kontexte verstehen.
  2. Schritt 2: Record-Generatoren iterativ verarbeiten, ohne komplette Ergebnismengen im Speicher zu halten.
  3. Schritt 3: Felder normalisieren und in CSV-, JSON- oder Record-Ausgaben überführen.
  4. Schritt 4: Herkunft, Abfragefunktion und Verarbeitungsstand in jeder Ausgabestufe erhalten.

6. Batchverarbeitung, Schlüssel und Caching

  1. Schritt 1: Zielgruppen aus Verzeichnissen, Falllisten oder Inventardateien erzeugen.
  2. Schritt 2: Schlüsselmaterial über kontrollierte Keychain-Konfigurationen bereitstellen.
  3. Schritt 3: Caching für rechenintensive Plugin-Aufrufe bewusst aktivieren oder umgehen.
  4. Schritt 4: Fortsetzbare Läufe mit Statusdateien und eindeutigen Hostresultaten entwerfen.

7. Fehlerbehandlung, Logging und Qualitätskontrolle

  1. Schritt 1: Erwartbare Lade-, Kompatibilitäts- und Parserfehler getrennt behandeln.
  2. Schritt 2: Strukturiertes Logging mit Fallkennung, Target und Verarbeitungsschritt einführen.
  3. Schritt 3: Unvollständige Ergebnisse kennzeichnen, statt sie stillschweigend als leer zu übernehmen.
  4. Schritt 4: Plausibilitätsprüfungen für Hostanzahl, Recordmengen, Zeitbereiche und Pflichtfelder implementieren.

8. Tests und Bereitstellung

  1. Schritt 1: Kleine, kontrollierte Testdaten für Container-, Target- und Plugin-Pfade vorbereiten.
  2. Schritt 2: Unit-Tests für Filter, Normalisierung und Fehlerfälle schreiben.
  3. Schritt 3: Integrationstests mit repräsentativen Targets und erwarteten Records ausführen.
  4. Schritt 4: Versionierte Auslieferung mit Konfigurationsbeispiel, Aufrufhilfe und Betriebsdokumentation erstellen.

Praxisübungen

  • Python-Skript zur Inventarisierung eines Verzeichnisses mit mehreren Targets
  • Automatisierte Abfrage und Normalisierung ausgewählter Windows- und Linux-Artefakte
  • Robuste Verarbeitung eines verschlüsselten oder unvollständigen Targets mit kontrollierter Fehlerausgabe
  • Test und Paketierung eines batchfähigen DFIR-Werkzeugs auf Basis der Dissect API

Zielgruppe

Python-Entwickler, DFIR-Engineers, Incident Responder und Analysten mit Automatisierungsaufgaben

Voraussetzungen

Gute Python-Grundkenntnisse, sichere Arbeit mit Dateien und Iteratoren sowie praktische Erfahrung mit target-query

Fachbereichsleitung und Seminarorganisation

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Python-Entwickler, DFIR-Engineers, Incident Responder und Analysten mit Automatisierungsaufgaben
Voraussetzungen: Gute Python-Grundkenntnisse, sichere Arbeit mit Dateien und Iteratoren sowie praktische Erfahrung mit target-query
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Analysen und praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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