Seminar Dissect – Datenexport und SIEM-Integration

Der Kurs zeigt, wie Dissect-Ergebnisse aus Record-Streams in konsistente Analyse- und Integrationsformate überführt werden. Behandelt werden Schemaerhaltung, Filterung, Normalisierung, CSV- und JSON-Ausgaben, Streaming sowie die Übergabe an zentrale Analyseplattformen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Exportanforderungen und Datenvertrag
  2. Record-Streams vorbereiten
  3. CSV-, JSON- und lokale Analyseformate
  4. Streaming an zentrale Analyseplattformen
  5. Normalisierung und Korrelation
  6. Betrieb, Wiederholung und Qualitätskontrolle

Lernziele

  • Record-Strukturen und Feldtypen vor dem Export korrekt interpretieren
  • Felder, Filter und Zeitbezüge für den jeweiligen Empfänger definieren
  • CSV-, JSON- und Record-Ausgaben reproduzierbar erzeugen
  • Datenströme kontrolliert an Splunk-, Elastic- oder lokale Analysespeicher übergeben
  • Exportqualität, Vollständigkeit und Wiederholbarkeit technisch absichern

Seminarinhalte

1. Exportanforderungen und Datenvertrag

  1. Schritt 1: Empfänger, Untersuchungsfrage, benötigte Felder und zulässige Datenmenge festlegen.
  2. Schritt 2: Record-Typen, Pflichtfelder, Zeitstempel und Hostkontext inventarisieren.
  3. Schritt 3: Benennung, Zeichencodierung und Nullwertbehandlung als Datenvertrag dokumentieren.
  4. Schritt 4: Sensible Felder nach Erforderlichkeit minimieren oder getrennt schützen.

2. Record-Streams vorbereiten

  1. Schritt 1: target-query-Ausgaben ohne verlustreiche Zwischenkonvertierung an rdump übergeben.
  2. Schritt 2: Record-Schemata und tatsächlich vorkommende Feldwerte stichprobenartig prüfen.
  3. Schritt 3: Felder auswählen, umbenennen oder ausschließen, ohne Herkunftsinformationen zu verlieren.
  4. Schritt 4: Filter zunächst an begrenzten Ergebnismengen testen und anschließend auf den Gesamtstrom anwenden.

3. CSV-, JSON- und lokale Analyseformate

  1. Schritt 1: CSV für tabellarische Auswertung mit stabiler Feldreihenfolge und passendem Trennzeichen erzeugen.
  2. Schritt 2: JSON für verschachtelte oder API-nahe Weiterverarbeitung einsetzen.
  3. Schritt 3: Record-Streams für verlustarme Archivierung oder spätere erneute Transformation bewahren.
  4. Schritt 4: Lokale Formate wie SQLite oder DuckDB für schnelle Fallanalysen strukturiert befüllen.

4. Streaming an zentrale Analyseplattformen

  1. Schritt 1: Zielindex, Quelltyp, Hostfeld und Zeitfeld vor dem ersten Import definieren.
  2. Schritt 2: Kleine Testmengen übertragen und Feldzuordnung sowie Zeitinterpretation kontrollieren.
  3. Schritt 3: Größere Datenströme mit Protokollierung, Wiederholungslogik und klarer Fehlerbehandlung übertragen.
  4. Schritt 4: Importierte Datensätze anhand von Recordanzahl, Hostverteilung und Stichproben gegen die Quelle prüfen.

5. Normalisierung und Korrelation

  1. Schritt 1: Betriebssystemspezifische Felder in ein gemeinsames Analysemodell überführen.
  2. Schritt 2: Zeitzonen und Zeitstempelformate vereinheitlichen, ohne Originalwerte zu verwerfen.
  3. Schritt 3: Host-, Benutzer-, Pfad- und Netzwerkidentitäten für Korrelationen normalisieren.
  4. Schritt 4: Ableitungen und angereicherte Felder deutlich von Originalartefakten trennen.

6. Betrieb, Wiederholung und Qualitätskontrolle

  1. Schritt 1: Exportjobs mit Fallkennung, Abfrageversion und Zielsystem protokollieren.
  2. Schritt 2: Idempotente Abläufe entwickeln, die bei Wiederholung keine unkontrollierten Duplikate erzeugen.
  3. Schritt 3: Abbruch- und Wiederanlaufpunkte für große Exporte definieren.
  4. Schritt 4: Abnahmecheck mit Vollständigkeit, Feldqualität, Zeitbereich und Zugriffsschutz durchführen.

Praxisübungen

  • Transformation eines Record-Streams in gefilterte CSV- und JSON-Ausgaben
  • Aufbau eines lokalen Analysedatensatzes mit normalisierten Host- und Zeitfeldern
  • Testweise Übergabe ausgewählter Artefakte an eine zentrale Analyseplattform
  • Entwicklung einer technischen Exportkontrolle mit Mengen- und Stichprobenvergleich

Zielgruppe

DFIR-Analysten, SIEM-Engineers, SOC-Analysten und Dateningenieure mit forensischen Integrationsaufgaben

Voraussetzungen

Praktische Erfahrung mit target-query und rdump, Grundkenntnisse strukturierter Datenformate und zentraler Loganalyse

Fachbereichsleitung und Seminarorganisation

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: DFIR-Analysten, SIEM-Engineers, SOC-Analysten und Dateningenieure mit forensischen Integrationsaufgaben
Voraussetzungen: Praktische Erfahrung mit target-query und rdump, Grundkenntnisse strukturierter Datenformate und zentraler Loganalyse
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Analysen und praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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