Seminar / Training
Das Seminar verbindet Tetragon-Ereignisse mit zentralen Logging-, SIEM- und Observability-Pipelines. Im Mittelpunkt stehen eine stabile Datenstrecke, ein nachvollziehbares Schema, gezielte Filterung und die Bewahrung des sicherheitsrelevanten Prozess- und Workload-Kontexts.
Die Integration wird vom Ereignisexport bis zur Suche und Alarmierung aufgebaut. Datenverlust, Rückstau, Dubletten, hohe Kardinalität und sensible Inhalte werden als eigenständige Betriebs- und Qualitätsfragen behandelt.
Inhaltsverzeichnis
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Schritt 1: Anforderungen und Datenverbraucher erfassen
- Schritt 2: Exportarchitektur auswählen
- Schritt 3: Ereignisschema analysieren
- Schritt 4: Normalisierung und Feldmapping erstellen
- Schritt 5: Anreicherung kontrollieren
- Schritt 6: Filterung und Routing umsetzen
- Schritt 7: OpenTelemetry-Pipeline gestalten
- Schritt 8: SIEM-Suche und Alarmierung vorbereiten
- Schritt 9: Datenschutz und Datensparsamkeit anwenden
- Schritt 10: Rückstau und Ausfälle beherrschen
- Schritt 11: Pipeline-Monitoring einrichten
- Schritt 12: End-to-End-Abnahme durchführen
- Praxisübungen
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
Lernziele
- Exportwege und Integrationsarchitekturen sachgerecht auswählen
- Tetragon-Ereignisse normalisieren, anreichern und routen
- SIEM- und Logging-Schemata mit Prozess- und Workload-Kontext abbilden
- OpenTelemetry-Pipelines für kontrollierten Weitertransport einsetzen
- Datenqualität, Datenschutz, Rückstau und Ausfälle überwachen
Seminarinhalte
Schritt 1: Anforderungen und Datenverbraucher erfassen
SOC, Betrieb, Forensik, Compliance und Observability erhalten klar getrennte Anwendungsfälle.
- Benötigte Ereignistypen, Felder, Latenz und Aufbewahrung werden festgelegt.
- Unnötige Vollerfassung wird durch konkrete Such- und Alarmfragen ersetzt.
Schritt 2: Exportarchitektur auswählen
Lokaler Export, Stream-Verarbeitung, Agent-Pipeline und API-basierte Integration werden verglichen.
- Vertrauensgrenzen, Puffer, Wiederanlauf und Netzwerkausfall werden im Datenfluss eingezeichnet.
- Ein zentraler Ausfallpunkt wird durch geeignete Entkopplung vermieden.
Schritt 3: Ereignisschema analysieren
Gemeinsame Prozessdaten, Kubernetes-Metadaten und ereignisspezifische Felder werden geordnet.
- Optionale und versionsabhängige Felder werden robust behandelt.
- Originalereignis und normalisierte Darstellung bleiben nachvollziehbar verbunden.
Schritt 4: Normalisierung und Feldmapping erstellen
Zeit, Host, Cluster, Namespace, Workload, Container, Prozess, Identität, Aktion und Ziel werden auf ein Zielschema abgebildet.
- Datentypen, Zeitformat und Feldnamen werden konsistent festgelegt.
- Unbekannte Werte werden kenntlich gemacht statt still verworfen.
Schritt 5: Anreicherung kontrollieren
Umgebungs-, Eigentümer-, Kritikalitäts- und Mandanteninformationen werden ergänzt.
- Anreicherung wird zeitlich und inhaltlich von Originaldaten getrennt.
- Fehlerhafte oder veraltete Stammdaten werden als Qualitätsstatus geführt.
Schritt 6: Filterung und Routing umsetzen
Ereignisse werden nach Typ, Policy, Umgebung, Kritikalität und Verbraucher verteilt.
- Frühe Filterung reduziert Volumen, ohne wichtige Kontextbeziehungen zu zerstören.
- Stichproben und Kontrollrouten prüfen, dass erwartete Daten nicht verloren gehen.
Schritt 7: OpenTelemetry-Pipeline gestalten
Collector-Rollen, Empfänger, Prozessoren, Batch-Verhalten, Exporter und Warteschlangen werden eingeordnet.
- Attribute mit hoher Kardinalität und sensible Inhalte werden gezielt behandelt.
- Wiederholungen und Ausfallverhalten werden nach dem gewählten Liefermodell konfiguriert.
Schritt 8: SIEM-Suche und Alarmierung vorbereiten
Normalisierte Felder werden für Prozessketten, Dateiaktivität, Netzwerkziele und Enforcement-Ereignisse nutzbar gemacht.
- Beispielabfragen prüfen Vollständigkeit und Feldkonsistenz.
- Alarme enthalten Referenzen auf Originalereignis, Policy und Workload-Kontext.
Schritt 9: Datenschutz und Datensparsamkeit anwenden
Argumente, Dateipfade, Benutzerdaten und mögliche Geheimnisse werden auf Erforderlichkeit geprüft.
- Maskierung, Reduktion, Zugriff und Aufbewahrung werden nach Schutzbedarf gestaltet.
- Testdaten und Produktionsdaten bleiben klar getrennt.
Schritt 10: Rückstau und Ausfälle beherrschen
Puffergrenzen, Warteschlangen, Wiederholungen, Dead-Letter-Verarbeitung und Lastabwurf werden definiert.
- Langsame Verbraucher und Netzwerkunterbrechungen werden simuliert.
- Verlust und Dubletten werden messbar gemacht.
Schritt 11: Pipeline-Monitoring einrichten
Eingang, Ausgang, Verarbeitungsdauer, Fehler, Rückstau, verworfene Ereignisse und Schemafehler werden überwacht.
- Dashboards trennen Tetragon-Quelle, Pipeline und Zielsystem.
- Warnungen besitzen klare Diagnose- und Wiederherstellungsschritte.
Schritt 12: End-to-End-Abnahme durchführen
Ein definiertes Testereignis wird vom Workload bis zur zentralen Suche verfolgt.
- Felder, Zeitbezug, Anreicherung, Alarm und Originalbezug werden geprüft.
- Abnahme und Betriebsübergabe enthalten Messwerte, Runbooks und Verantwortlichkeiten.
Praxisübungen
- Feldmapping für Prozess-, Datei- und Netzwerkereignisse erstellen
- Export- und Routingpipeline mit Volumenbegrenzung entwerfen
- OpenTelemetry-Verarbeitung mit Batch, Filterung und Fehlerpfad konfigurieren
- Ausfall eines Verbrauchers mit Rückstau und Wiederanlauf simulieren
- End-to-End-Test bis zur SIEM-Suche und Alarmierung durchführen
Zielgruppe
SIEM- und Logging-Teams, Security Engineering, SOC Engineering, Observability- und Datenplattformteams, DevOps und SRE.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu Tetragon-Ereignissen, strukturierten Logdaten und zentralen Datenpipelines; OpenTelemetry-Grundwissen ist hilfreich.
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | SIEM- und Logging-Teams, Security Engineering, SOC Engineering, Observability- und Datenplattformteams, DevOps und SRE. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Tetragon-Ereignissen, strukturierten Logdaten und zentralen Datenpipelines; OpenTelemetry-Grundwissen ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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