Seminar Tetragon – Kompakt: Einführung, Betrieb und Basispolicies

Seminar / Training

Das Kompaktseminar bündelt die wesentlichen Grundlagen für einen eigenständigen Einstieg in Tetragon. Architektur, Installationseinordnung, Ereignisse, CLI, Basispolicies und Betriebsprüfung werden in einem zusammenhängenden Praxispfad vermittelt.

Die Inhalte sind stärker verdichtet als in den Einzelseminaren. Detailthemen wie fortgeschrittene Hook-Punkte, umfangreiches Enforcement und individuelle Integrationsentwicklung werden eingeordnet, jedoch nicht in derselben Tiefe behandelt.

Inhaltsverzeichnis

  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Schritt 1: Sicherheitsziele und Einsatzbild festlegen
  • Schritt 2: Architektur und eBPF-Grundidee verstehen
  • Schritt 3: Bereitstellungsmodelle vergleichen
  • Schritt 4: Installation und Grundzustand validieren
  • Schritt 5: Ereignis- und Prozessmodell lesen
  • Schritt 6: Tetra CLI zielgerichtet einsetzen
  • Schritt 7: TracingPolicy-Struktur aufbauen
  • Schritt 8: Prozesspolicy entwickeln
  • Schritt 9: Datei- und Netzwerkpolicy ergänzen
  • Schritt 10: Monitoring und Performance-Grundlage schaffen
  • Schritt 11: Betriebs- und Änderungsprozess festlegen
  • Schritt 12: Enforcement sicher einordnen
  • Schritt 13: Integrationswege bewerten
  • Schritt 14: Pilotplan und Lernpfad erstellen
  • Praxisübungen
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen

Lernziele

  • Tetragon fachlich und technisch einordnen
  • eine Testinstallation prüfen und grundlegende Betriebszustände bewerten
  • Ereignisse mit der Tetra CLI filtern und Prozessketten lesen
  • beobachtende Basispolicies für Prozesse, Dateien und Netzwerk erstellen
  • Monitoring, Tests, Rollout und nächste Vertiefungsschritte planen

Seminarinhalte

Schritt 1: Sicherheitsziele und Einsatzbild festlegen

Runtime-Beobachtung, Alarmierung und Durchsetzung werden voneinander abgegrenzt.

  • Typische Fragen zu Prozessen, Dateien, Netzwerk und Privilegien werden priorisiert.
  • Ein begrenztes Pilotziel wird für die Übungen festgelegt.

Schritt 2: Architektur und eBPF-Grundidee verstehen

Agent, Sensoren, Policies, Ereignisexport und CLI werden in einem Datenfluss angeordnet.

  • Kernel-Hooks und eBPF werden auf dem für Policy-Entwurf notwendigen Niveau erklärt.
  • Technische Voraussetzungen und Grenzen werden benannt.

Schritt 3: Bereitstellungsmodelle vergleichen

Kubernetes-, Container-, Paket- und systemd-Betrieb werden nach Einsatzbereich unterschieden.

  • Kernel-, Rechte- und Konfigurationsvoraussetzungen werden mit einer Checkliste geprüft.
  • Für eine Beispielumgebung wird ein geeignetes Modell ausgewählt.

Schritt 4: Installation und Grundzustand validieren

Komponentenstatus, Knotenabdeckung, Sensorladung und Export werden kontrolliert.

  • Ein definiertes Prozessereignis bestätigt die grundlegende Funktion.
  • Häufige Start- und Berechtigungsfehler werden eingegrenzt.

Schritt 5: Ereignis- und Prozessmodell lesen

Exec, Exit, Elternprozess, Benutzer, Container und Workload-Kontext werden analysiert.

  • Host- und Containerprozesse werden unterschieden.
  • Eine einfache Prozesskette wird rekonstruiert.

Schritt 6: Tetra CLI zielgerichtet einsetzen

Live-Ausgabe, Ereignistypen, Filter und strukturierte Formate werden verwendet.

  • Ausgaben werden auf Namespace, Workload oder Binärdatei begrenzt.
  • Ein kleines Diagnose-Runbook wird erstellt.

Schritt 7: TracingPolicy-Struktur aufbauen

Metadaten, Scope, Hook, Argumente, Selektoren und Aktionen werden schrittweise ergänzt.

  • Die erste Policy bleibt beobachtend und eng begrenzt.
  • Status und Diagnosemeldungen werden geprüft.

Schritt 8: Prozesspolicy entwickeln

Ein sicherheitsrelevanter Prozessstart wird mit Herkunfts- und Workload-Kontext erfasst.

  • Positive und negative Selektoren werden getestet.
  • Ereignismenge und Signalqualität werden bewertet.

Schritt 9: Datei- und Netzwerkpolicy ergänzen

Ein sensibler Dateizugriff und eine ausgehende Verbindung werden als getrennte Signale modelliert.

  • Pfade, Ziele und Prozesskontext werden präzise gefiltert.
  • Typische Fehlannahmen bei Containerpfaden und dynamischen Zielen werden geprüft.

Schritt 10: Monitoring und Performance-Grundlage schaffen

Komponentenzustand, Ereignisrate, Fehler und Ressourcenverbrauch werden als Mindestmetriken festgelegt.

  • Eine zu breite Policy wird anhand ihrer Datenmenge erkannt.
  • Filterung und Scope werden zur Lastreduktion verbessert.

Schritt 11: Betriebs- und Änderungsprozess festlegen

Policies und Konfigurationen werden versioniert, getestet und freigegeben.

  • Pilot, Beobachtungszeitraum, Abbruchkriterien und Rollback werden geplant.
  • Verantwortlichkeiten und Standardprüfungen werden dokumentiert.

Schritt 12: Enforcement sicher einordnen

Beobachtung, Warnung, Signal und Beendigung werden nach Risiko verglichen.

  • Eine Regel wird nur konzeptionell auf eine spätere Durchsetzungsstufe vorbereitet.
  • Ausnahmen, Notfallzugang und Wiederherstellung werden als Pflichtbestandteile festgelegt.

Schritt 13: Integrationswege bewerten

Dateiexport, zentrale Logging-Pipeline, SIEM, OpenTelemetry und gRPC werden nach Bedarf eingeordnet.

  • Benötigte Felder, Volumen und Datenschutz werden vor der Auswahl betrachtet.
  • Ein Zielbild für die weitere Integration wird erstellt.

Schritt 14: Pilotplan und Lernpfad erstellen

Geeignete Workloads, Basispolicies, Messwerte und Abnahmekriterien werden ausgewählt.

  • Vertiefungsbedarf wird nach Installation, Policy Engineering, Integration und Security Operations geordnet.
  • Der Pilot endet mit einer dokumentierten Entscheidung über den weiteren Ausbau.

Praxisübungen

  1. Testumgebung mit Prozessereignis und Zustandsprüfung abnehmen
  2. Prozesskette mit Tetra CLI filtern und dokumentieren
  3. Basispolicies für Prozess, Datei und Netzwerk erstellen
  4. Policy-Datenmenge messen und durch Selektoren reduzieren
  5. Pilotplan mit Monitoring, Freigabe, Rollback und Vertiefungspfad ausarbeiten

Zielgruppe

Technische Projektteams, Linux- und Kubernetes-Administration, Security Engineering, DevOps, SRE und SOC-Einsteiger in Tetragon.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse in Linux; für Kubernetes-Übungen zusätzlich Basiswissen zu Pods, Namespaces und Workloads.

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Technische Projektteams, Linux- und Kubernetes-Administration, Security Engineering, DevOps, SRE und SOC-Einsteiger in Tetragon.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Linux; für Kubernetes-Übungen zusätzlich Basiswissen zu Pods, Namespaces und Workloads.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
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