Seminar Tetragon – Intensiv: Komplettkurs Security Observability und Runtime Enforcement

Seminar / Training

Der Komplettkurs fasst die Inhalte der Einzelseminare in einem fünftägigen, durchgängigen Lernpfad zusammen. Er richtet sich an erfahrene technische Teams, die innerhalb einer Woche eine gemeinsame Arbeitsgrundlage für Architektur, Betrieb, Policy Engineering, Integration, Security Operations und Runtime Enforcement schaffen müssen.

Die Breite erfordert einen hohen Arbeitsrhythmus. Jedes Themenfeld wird praktisch bearbeitet, jedoch stärker verdichtet als im jeweiligen Spezialseminar. Der Kurs endet mit einem integrierten End-to-End-Szenario von Installation und Ereignisgewinnung bis zu Detection, kontrollierter Reaktion, Monitoring und Rollback.

Inhaltsverzeichnis

  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Schritt 1: Zielarchitektur und Sicherheitsfragen festlegen
  • Schritt 2: eBPF- und Tetragon-Architektur verstehen
  • Schritt 3: Kubernetes-Bereitstellung mit Helm planen
  • Schritt 4: Standalone-Betrieb auf Linux aufbauen
  • Schritt 5: Ereignisse und Prozessmodell analysieren
  • Schritt 6: TracingPolicy-Grundstruktur entwickeln
  • Schritt 7: Selektoren, Listen und Tags beherrschen
  • Schritt 8: Fortgeschrittene Hook-Punkte einordnen
  • Schritt 9: Prozess- und Privilegienmonitoring umsetzen
  • Schritt 10: Datei- und Integritätsüberwachung entwickeln
  • Schritt 11: Netzwerkbeobachtung und Egress-Kontrolle entwickeln
  • Schritt 12: Kubernetes Identity-Aware Policies erstellen
  • Schritt 13: Security Profiles und Härtung ableiten
  • Schritt 14: Policy Engineering mit GitOps aufbauen
  • Schritt 15: Monitoring und Performance etablieren
  • Schritt 16: Logging-, SIEM- und OpenTelemetry-Pipeline integrieren
  • Schritt 17: gRPC-Integration einordnen und prototypisieren
  • Schritt 18: Security Operations und Threat Hunting durchführen
  • Schritt 19: Runtime Enforcement sicher aktivieren
  • Schritt 20: Upgrade und Troubleshooting beherrschen
  • Schritt 21: Integriertes End-to-End-Szenario abnehmen
  • Praxisübungen
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen

Lernziele

  • Tetragon end-to-end architektonisch, betrieblich und sicherheitstechnisch einordnen
  • Kubernetes- und Standalone-Bereitstellungen planen und validieren
  • Prozess-, Datei-, Netzwerk-, Privilegien- und Workload-Policies entwickeln
  • Ereignisse per CLI, Logging, OpenTelemetry und gRPC integrieren
  • Monitoring, GitOps, Security Operations und Enforcement zu einem Betriebsmodell verbinden

Seminarinhalte

Schritt 1: Zielarchitektur und Sicherheitsfragen festlegen

Einsatzumfang, Schutzobjekte, Datenverbraucher, Verantwortlichkeiten und Betriebsgrenzen werden definiert.

  • Sicherheitsfragen werden in beobachtbare Signale und messbare Akzeptanzkriterien übersetzt.
  • Beobachtung und Durchsetzung erhalten getrennte Risikostufen.

Schritt 2: eBPF- und Tetragon-Architektur verstehen

Kernel-Hooks, eBPF-Programme, Maps, Sensoren, Prozesskontext und Ereignisexport werden verbunden.

  • Hook-Arten werden nach Stabilität, Datenzugriff und Wirkung eingeordnet.
  • Eine Referenzarchitektur für Cluster und Hosts wird erstellt.

Schritt 3: Kubernetes-Bereitstellung mit Helm planen

Kernel- und Clusteranforderungen, Rechte, Scheduling, Ressourcen und Helm-Werte werden geprüft.

  • Agent, Operator, Knotenabdeckung und erste Basispolicy werden validiert.
  • Pilotierung, Rollback und Betriebsübergabe werden vorbereitet.

Schritt 4: Standalone-Betrieb auf Linux aufbauen

Paket-, Container- und systemd-Modelle werden verglichen und praktisch eingerichtet.

  • Dateien, Rechte, Konfiguration, Export und Dienststart werden abgesichert.
  • Host- und Containerereignisse werden eindeutig unterschieden.

Schritt 5: Ereignisse und Prozessmodell analysieren

Exec, Exit, Elternprozesse, Benutzer, Capabilities, Container und Workloads werden gelesen.

  • Tetra CLI filtert Live-Daten nach Scope und Sicherheitsfrage.
  • Eine Prozesskette wird als reproduzierbare Timeline dokumentiert.

Schritt 6: TracingPolicy-Grundstruktur entwickeln

Metadaten, Scope, Hook, Argumente, Rückgabewerte, Selektoren und Aktionen werden schrittweise aufgebaut.

  • Policy-Status, Sensorladung und Fehlerdiagnose werden geprüft.
  • Positiv- und Negativtests begrenzen die Reichweite.

Schritt 7: Selektoren, Listen und Tags beherrschen

Binärdateien, Argumente, Identitäten, Namespaces und Kubernetes-Metadaten werden kombiniert.

  • Wiederverwendbare Listen und Tags strukturieren das Regelwerk.
  • Selektivität und Performance werden gemessen.

Schritt 8: Fortgeschrittene Hook-Punkte einordnen

kprobes, Tracepoints, fentry, LSM, uprobes und USDT werden anhand konkreter Fälle verglichen.

  • Argumenttypen und Kompatibilitätsrisiken werden geprüft.
  • Ein Kernel- und ein User-Space-Signal werden korreliert.

Schritt 9: Prozess- und Privilegienmonitoring umsetzen

Prozessherkunft, Benutzerwechsel, Gruppen und Capabilities werden überwacht.

  • Administrative Werkzeuge und legitime Ausnahmen werden eng begrenzt.
  • Ein Eskalationssignal erhält Risiko- und Kontextbewertung.

Schritt 10: Datei- und Integritätsüberwachung entwickeln

Sensible Pfade, Schreibzugriffe, Ausführung und Prozesskontext werden verbunden.

  • Host- und Containerpfade werden korrekt zugeordnet.
  • Eine Integritätsregel wird mit Wartungsausnahme getestet.

Schritt 11: Netzwerkbeobachtung und Egress-Kontrolle entwickeln

Sockets, Ziele, Ports, Protokolle, DNS und Workload-Kontext werden ausgewertet.

  • Eine Baseline trennt Normalverhalten von Abweichungen.
  • Eine Egress-Regel wird zunächst beobachtend und anschließend in einer Pilotzone getestet.

Schritt 12: Kubernetes Identity-Aware Policies erstellen

Namespace, Workload, Pod, Container, Labels und Service-Kontext werden in den Scope aufgenommen.

  • Clusterweite und namespaced Regeln werden organisatorisch getrennt.
  • Runtime-Hooks und kurzlebige Workloads werden einbezogen.

Schritt 13: Security Profiles und Härtung ableiten

Prozesse, Capabilities, Dateien und Netzwerkverhalten werden zu einem Profil verdichtet.

  • Überflüssige Privilegien und unerwartete Abweichungen werden identifiziert.
  • Härtungsmaßnahmen werden mit Regressionstests abgesichert.

Schritt 14: Policy Engineering mit GitOps aufbauen

Repository, Namensregeln, Listen, Tests, Reviews und Freigaben werden definiert.

  • Schema-, Funktions-, Negativ- und Enforcement-Tests werden in eine Pipeline eingebunden.
  • Gestufter Rollout und Driftkontrolle werden umgesetzt.

Schritt 15: Monitoring und Performance etablieren

Gesundheit, Knotenabdeckung, Ereignisrate, Fehler, Ressourcen und BPF-Statistiken werden überwacht.

  • Breite Policies und langsame Exportpfade werden erkannt.
  • Dashboards, Warnungen und Performance-Runbooks werden erstellt.

Schritt 16: Logging-, SIEM- und OpenTelemetry-Pipeline integrieren

Ereignisse werden normalisiert, angereichert, gefiltert und geroutet.

  • Rückstau, Verlust, Dubletten, Kardinalität und Datenschutz werden behandelt.
  • Ein End-to-End-Test verfolgt ein Ereignis bis zur zentralen Suche.

Schritt 17: gRPC-Integration einordnen und prototypisieren

Streaming, Filter, Zustandsabfragen, TLS und robuste Wiederverbindung werden umgesetzt.

  • Ein kleiner Client verarbeitet ausgewählte Ereignisse.
  • Monitoring und Fehlerpfade machen die Integration betriebsfähig.

Schritt 18: Security Operations und Threat Hunting durchführen

Detection Cases, Triage-Felder und Hunting-Hypothesen werden definiert.

  • Tetra- und zentrale Abfragen rekonstruieren eine mehrstufige Timeline.
  • Evidenz, Scope und Reaktionsentscheidung werden dokumentiert.

Schritt 19: Runtime Enforcement sicher aktivieren

Baselines, Policy-Modi, Aktionen, Ausnahmen und Break-Glass werden geprüft.

  • Pilotdurchsetzung besitzt Abbruchkriterien und Rollback.
  • Anwendungswirkung und Wiederherstellung werden nachgewiesen.

Schritt 20: Upgrade und Troubleshooting beherrschen

Vorprüfung, Pilotupgrade, Rollback und Nachkontrolle werden geplant.

  • Fehlende Ereignisse, Policy-Ladefehler, hohe Last und Exportstau werden methodisch eingegrenzt.
  • Runbooks sichern den wiederholbaren Betrieb.

Schritt 21: Integriertes End-to-End-Szenario abnehmen

Eine Anwendung wird installiert, beobachtet, profiliert und mit Policies abgesichert.

  • Ereignisse gelangen in CLI und zentrale Pipeline, ein Vorfall wird analysiert und kontrolliert reagiert.
  • Monitoring, Rollback und Betriebsübergabe schließen den Gesamtprozess ab.

Praxisübungen

  1. Kubernetes- und Standalone-Referenzumgebung mit Abnahmekriterien planen
  2. Prozess-, Datei-, Netzwerk-, Privilegien- und Identity-Aware-Policies entwickeln
  3. Policy-Repository mit Tests, Review und gestuftem Rollout aufbauen
  4. Ereignisse über CLI, zentrale Pipeline und gRPC auswerten
  5. Monitoring- und Performanceanalyse für ein realistisches Lastbild durchführen
  6. Threat-Hunting- und Incident-Response-Szenario mit kontrolliertem Enforcement abschließen

Zielgruppe

Erfahrene Plattform-, Security-, DevOps- und SRE-Teams, technische Architekten, SOC Engineering sowie Verantwortliche für eine Tetragon-Einführung.

Voraussetzungen

Sichere Linux- und Kubernetes-Kenntnisse, Erfahrung mit YAML, Versionsverwaltung und Sicherheitsbetrieb; hohe Bereitschaft zu praktischen Übungen.

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Erfahrene Plattform-, Security-, DevOps- und SRE-Teams, technische Architekten, SOC Engineering sowie Verantwortliche für eine Tetragon-Einführung.
Voraussetzungen: Sichere Linux- und Kubernetes-Kenntnisse, Erfahrung mit YAML, Versionsverwaltung und Sicherheitsbetrieb; hohe Bereitschaft zu praktischen Übungen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Winterthur 5 Tage
Zürich 5 Tage
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Stream gespeichert 5 Tage
Luzern 5 Tage
Bern 5 Tage
Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
Sankt Gallen 5 Tage
Basel 5 Tage
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Winterthur 5 Tage
Zürich 5 Tage
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Luzern 5 Tage
Bern 5 Tage
Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
Sankt Gallen 5 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
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