Seminar Tetragon – Betrieb, Upgrade und Troubleshooting

Seminar / Training

Das Seminar behandelt den verlässlichen Tagesbetrieb einer Tetragon-Umgebung. Im Mittelpunkt stehen reproduzierbare Betriebsabläufe, sichere Konfigurationsänderungen, kontrollierte Versionswechsel und eine Diagnose, die Symptome konsequent auf Ursachen zurückführt.

Der Ablauf orientiert sich an einem vollständigen Betriebszyklus: Zustand erfassen, Änderung planen, technische Vorbedingungen prüfen, kontrolliert ausrollen, Wirkung messen und bei Abweichungen geordnet zurücksetzen.

Inhaltsverzeichnis

  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Schritt 1: Betriebszustand und Verantwortlichkeiten erfassen
  • Schritt 2: Gesundheits- und Bereitschaftsprüfungen standardisieren
  • Schritt 3: Konfiguration kontrolliert verwalten
  • Schritt 4: Policy-Lebenszyklus betreiben
  • Schritt 5: Upgrade vorbereiten
  • Schritt 6: Upgrade kontrolliert ausrollen
  • Schritt 7: Fehler methodisch eingrenzen
  • Schritt 8: Häufige Störungen beheben
  • Schritt 9: Runbooks und Diagnosepakete erstellen
  • Praxisübungen
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen

Lernziele

  • einen belastbaren Betriebsstandard für Tetragon aufbauen
  • Konfigurationen und Policies kontrolliert ändern und verteilen
  • Upgrades mit Vorprüfung, Rollback und Nachkontrolle durchführen
  • Fehler in Agent, Operator, Sensoren, Export und Policy-Ladung eingrenzen
  • Störungen mit verwertbaren Diagnosepaketen dokumentieren

Seminarinhalte

Schritt 1: Betriebszustand und Verantwortlichkeiten erfassen

Komponenten, Instanzen, Konfigurationsquellen und Abhängigkeiten werden inventarisiert.

  • Sollzustände, Zuständigkeiten und Eskalationswege werden für Normalbetrieb und Störung festgelegt.
  • Eine minimale Betriebsdokumentation wird aufgebaut.

Schritt 2: Gesundheits- und Bereitschaftsprüfungen standardisieren

Prozessstatus, Pods, DaemonSet-Abdeckung, Sensorzustand, Policy-Ladung und Exportpfade werden geprüft.

  • Warn- und Fehlerzustände werden von erwartbaren Übergangszuständen unterschieden.
  • Prüfkommandos werden in einer wiederholbaren Checkliste zusammengeführt.

Schritt 3: Konfiguration kontrolliert verwalten

Konfigurationsparameter, Umgebungswerte, Helm-Werte und Hostoptionen werden nach Verantwortungsbereich geordnet.

  • Änderungen werden versioniert, geprüft und mit klarer Rücksetzstrategie vorbereitet.
  • Konfigurationsdrift zwischen Umgebungen wird systematisch erkannt.

Schritt 4: Policy-Lebenszyklus betreiben

Einspielen, Aktualisieren, Validieren, Deaktivieren und Entfernen von Policies werden als eigener Betriebsprozess gestaltet.

  • Fehlerhafte oder nicht unterstützte Policies werden anhand von Status und Diagnosemeldungen erkannt.
  • Reihenfolge, Abhängigkeiten und Namenskonventionen werden festgelegt.

Schritt 5: Upgrade vorbereiten

Istversion, Zielversion, Kernel- und Plattformvoraussetzungen, Konfigurationsänderungen und Ressourcenbedarf werden abgeglichen.

  • Testfälle für Beobachtung, Export, Enforcement und Monitoring werden definiert.
  • Backup-, Rollback- und Wartungsfenster werden technisch vorbereitet.

Schritt 6: Upgrade kontrolliert ausrollen

Pilotknoten oder Pilot-Workloads werden zuerst aktualisiert und gegen definierte Messwerte geprüft.

  • Rolloutgeschwindigkeit, Verfügbarkeit und Ereignisqualität werden während der Umstellung beobachtet.
  • Abbruchkriterien und Rücksetzschritte werden praktisch angewendet.

Schritt 7: Fehler methodisch eingrenzen

Symptome werden den Bereichen Installation, Berechtigung, Kernel-Funktion, Policy, Export, Netzwerk oder Ressourcen zugeordnet.

  • Logs, Statusinformationen, Metriken und BPF-Statistiken werden zeitlich korreliert.
  • Hypothesen werden mit kleinen, risikoarmen Prüfungen bestätigt oder verworfen.

Schritt 8: Häufige Störungen beheben

Fehlende Ereignisse, nicht geladene Sensoren, übermäßige Datenmengen, Exportabbrüche und unerwartete Enforcement-Wirkungen werden bearbeitet.

  • Unterschiede zwischen lokaler, containerisierter und Kubernetes-Bereitstellung werden berücksichtigt.
  • Die Wiederherstellung endet erst nach technischer und fachlicher Nachkontrolle.

Schritt 9: Runbooks und Diagnosepakete erstellen

Für wiederkehrende Störungen werden Erkennung, Prüfung, Korrektur, Rollback und Eskalation dokumentiert.

  • Diagnosedaten werden vollständig, datensparsam und zeitlich nachvollziehbar zusammengestellt.
  • Die Runbooks werden anhand eines simulierten Vorfalls getestet.

Praxisübungen

  1. Betriebscheck für eine fehlerhaft wirkende Installation durchführen
  2. Upgradeplan mit Pilotierung, Abbruchkriterien und Rollback erstellen
  3. eine fehlerhafte Policy-Ladung anhand von Status und Logs eingrenzen
  4. Runbook für fehlende Ereignisse und Exportstörungen formulieren

Zielgruppe

Plattformbetrieb, Linux- und Kubernetes-Administration, DevOps, SRE, Security Operations und technische Anwendungsbetreuung.

Voraussetzungen

Praktische Grundkenntnisse in Linux oder Kubernetes sowie grundlegende Erfahrung mit Tetragon-Installation und Policies.

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Plattformbetrieb, Linux- und Kubernetes-Administration, DevOps, SRE, Security Operations und technische Anwendungsbetreuung.
Voraussetzungen: Praktische Grundkenntnisse in Linux oder Kubernetes sowie grundlegende Erfahrung mit Tetragon-Installation und Policies.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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Bern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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