Seminar / Training
Das Intensivseminar bündelt die sicherheits- und policyorientierten Themen in einem fünftägigen Arbeitsprogramm. Von der Sicherheitsfrage über Hook-Auswahl, Selektoren und Tests bis zu Detection Engineering, Threat Hunting und kontrolliertem Runtime Enforcement entsteht ein durchgängiger Prozess.
Die Übungen arbeiten mit Prozess-, Datei-, Netzwerk-, Privilegien- und Kubernetes-Szenarien. Jede Regel erhält technische Evidenz, Negativtests, Reviewkriterien, Betriebsmetriken und einen sicheren Rücksetzweg.
Inhaltsverzeichnis
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Schritt 1: Sicherheitsanforderungen in Policy-Design überführen
- Schritt 2: Tetragon- und eBPF-Architektur vertiefen
- Schritt 3: TracingPolicy-Grundstruktur standardisieren
- Schritt 4: kprobes, Tracepoints und fentry auswählen
- Schritt 5: LSM-Hooks und Durchsetzungsfähigkeit nutzen
- Schritt 6: uprobes und USDT einbeziehen
- Schritt 7: Selektoren, Listen und Tags entwickeln
- Schritt 8: Prozess- und Privilegienpolicies erstellen
- Schritt 9: Datei- und Integritätspolicies erstellen
- Schritt 10: Netzwerk- und Egress-Policies erstellen
- Schritt 11: Kubernetes Identity-Aware Policies entwickeln
- Schritt 12: Security Profiles und Härtung ableiten
- Schritt 13: Policy-Repository und GitOps-Prozess aufbauen
- Schritt 14: Automatisierte Tests implementieren
- Schritt 15: Review und Freigabe etablieren
- Schritt 16: Detection Cases und SOC-Kontext entwickeln
- Schritt 17: Threat Hunting durchführen
- Schritt 18: Incident Response bearbeiten
- Schritt 19: Runtime Enforcement stufenweise aktivieren
- Schritt 20: Persistente und zustandsabhängige Reaktionen prüfen
- Schritt 21: Monitoring und Betriebsübergabe abschließen
- Praxisübungen
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
Lernziele
- fortgeschrittene TracingPolicies methodisch entwickeln und prüfen
- Kernel- und User-Space-Hooks sowie Kubernetes-Identität gezielt einsetzen
- mehrere Laufzeitsignale zu hochwertigen Detection Cases verbinden
- GitOps, Tests, Reviews und gestufte Freigaben etablieren
- SOC-Analyse und Runtime Enforcement mit Rollback sicher verzahnen
Seminarinhalte
Schritt 1: Sicherheitsanforderungen in Policy-Design überführen
Schutzobjekt, Signal, Scope, zulässiges Verhalten, Aktion und Erfolgskriterium werden festgelegt.
- Datenbedarf und Datenschutz werden vor der Instrumentierung bewertet.
- Beobachtung und Enforcement bleiben zunächst getrennt.
Schritt 2: Tetragon- und eBPF-Architektur vertiefen
Sensoren, Hook-Punkte, Argumenterfassung, Selektoren und Aktionen werden im Datenfluss eingeordnet.
- Kernel- und Workload-Kontext werden verbunden.
- Stabilität und Performance werden als Designkriterien festgelegt.
Schritt 3: TracingPolicy-Grundstruktur standardisieren
Metadaten, Scope, Namensregeln, Verantwortlichkeit und Testreferenzen werden verbindlich aufgebaut.
- Clusterweite und namespaced Regeln werden nach Governance getrennt.
- Status- und Fehlerprüfung wird in den Arbeitsablauf integriert.
Schritt 4: kprobes, Tracepoints und fentry auswählen
Dynamische und statische Kernel-Hooks werden nach Semantik, Typinformation und Kompatibilität verglichen.
- Argumente und Rückgabewerte werden typgerecht erfasst.
- Ein Anwendungsfall wird mit mehreren Hook-Alternativen gemessen.
Schritt 5: LSM-Hooks und Durchsetzungsfähigkeit nutzen
Sicherheitsprüfpunkte werden für Datei-, Prozess- und Netzwerkszenarien bewertet.
- Beobachtung bestätigt zunächst Reichweite und Anwendungswirkung.
- Durchsetzung wird nur in begrenztem Scope aktiviert.
Schritt 6: uprobes und USDT einbeziehen
User-Space-Funktionen und statische Probes werden als zusätzliche Anwendungssignale genutzt.
- Symbole, Versionen, ASLR und Prozessbezug werden geprüft.
- User-Space- und Kernel-Ereignisse werden korreliert.
Schritt 7: Selektoren, Listen und Tags entwickeln
Prozesse, Argumente, Identitäten, Capabilities, Namespaces und Workloads werden präzise kombiniert.
- Listen und Tags schaffen Wiederverwendung und Eigentümerschaft.
- Ausnahmen erhalten engen Scope und Ablaufdatum.
Schritt 8: Prozess- und Privilegienpolicies erstellen
Exec-Ketten, Benutzerwechsel, Gruppen und Capabilities werden überwacht.
- Legitime administrative Pfade werden von verdächtigen Eskalationen unterschieden.
- Ein hochkritisches Signal wird mit Zusatzkontext angereichert.
Schritt 9: Datei- und Integritätspolicies erstellen
Sensible Pfade, Schreibzugriffe, Ausführung und Prozessherkunft werden verbunden.
- Container- und Hostpfade werden korrekt behandelt.
- Wartungsfälle und Umgehungsvarianten werden getestet.
Schritt 10: Netzwerk- und Egress-Policies erstellen
Sockets, Ziele, Ports, Protokolle, DNS und Prozesskontext werden modelliert.
- Baseline und Workload-Identität reduzieren Fehlalarme.
- Eine Pilotregel bewertet unerwartete ausgehende Kommunikation.
Schritt 11: Kubernetes Identity-Aware Policies entwickeln
Namespace, Workload, Pod, Container und Labels begrenzen die Regel.
- Runtime-Hooks und kurzlebige Workloads werden berücksichtigt.
- Mandanten- und Plattformgrenzen werden in Policy-Verantwortung übersetzt.
Schritt 12: Security Profiles und Härtung ableiten
Normalverhalten von Prozessen, Capabilities, Dateien und Netzwerk wird profiliert.
- Abweichungsregeln und Härtungsmaßnahmen werden priorisiert.
- Drift und neue Versionen lösen Regressionstests aus.
Schritt 13: Policy-Repository und GitOps-Prozess aufbauen
Verzeichnisse, Metadaten, Listen, Umgebungen und Ausnahmen werden strukturiert.
- Sollzustand und ausgerollter Zustand werden verglichen.
- Manuelle Drift wird sichtbar und kontrolliert korrigiert.
Schritt 14: Automatisierte Tests implementieren
Schema-, Qualitäts-, Positiv-, Negativ-, Grenz-, Last- und Regressionstests werden erstellt.
- Enforcement-Tests prüfen Anwendung, Ereignis, Aktion und Recovery.
- Kompatibilität wird über mehrere Plattformvarianten bewertet.
Schritt 15: Review und Freigabe etablieren
Fachlicher Zweck, Scope, Datenmenge, Datenschutz, Performance und Rücksetzbarkeit werden geprüft.
- Risikobasierte Freigaben und Vier-Augen-Prinzip werden angewendet.
- Notfalländerungen erhalten nachgelagerte Vollprüfung.
Schritt 16: Detection Cases und SOC-Kontext entwickeln
Policy-Treffer werden in Triage-Felder, Prioritäten und Analysefragen überführt.
- Prozess-, Datei-, Netzwerk- und Privilegienkontext werden zusammengeführt.
- Alarme enthalten klare Reproduktions- und Eskalationshinweise.
Schritt 17: Threat Hunting durchführen
Hypothese, Zeitfenster, Scope und Gegenbeispiele werden definiert.
- Tetra- und zentrale Abfragen werden schrittweise verfeinert.
- Ergebnis und geprüfte Ausschlüsse werden dokumentiert.
Schritt 18: Incident Response bearbeiten
Alarm, Triage, Scope, Evidenz, Reaktion und Wiederherstellung werden als Timeline durchgeführt.
- Anwendungs- und Plattformverantwortliche werden in Entscheidungen eingebunden.
- Erkenntnisse führen zu neuen Tests und Policy-Änderungen.
Schritt 19: Runtime Enforcement stufenweise aktivieren
Baseline, Policy-Modus, Aktion, Pilotzone und Beobachtungsfenster werden festgelegt.
- Ausnahmen, Break-Glass und Abbruchkriterien sind vor Aktivierung vorhanden.
- Blockierung oder Prozessreaktion wird mit Negativtest geprüft.
Schritt 20: Persistente und zustandsabhängige Reaktionen prüfen
Aktivierungs-, Aufhebungs- und Ablaufbedingungen werden eindeutig modelliert.
- Wiederanlauf und verwaiste Zustände werden getestet.
- Recovery stellt einen bekannten Betriebszustand her.
Schritt 21: Monitoring und Betriebsübergabe abschließen
Policy-Treffer, Fehlalarme, Blockierungen, Ausnahmen, BPF-Kosten und Datenqualität werden gemessen.
- Runbooks für Policy-Fehler, Fehlblockierung und Notfallfreigabe werden erstellt.
- Ein integriertes Szenario wird technisch und organisatorisch abgenommen.
Praxisübungen
- Advanced-Policy mit Kernel- und User-Space-Signalen entwickeln
- Prozess-, Datei-, Netzwerk-, Privilegien- und Kubernetes-Regeln mit Testmatrix erstellen
- GitOps-Repository mit Qualitätsprüfung, Review und gestuftem Rollout aufbauen
- Threat Hunt und Incident-Response-Timeline aus mehreren Ereignisarten durchführen
- Enforcement-Pilot mit Break-Glass, Rollback und Recovery abnehmen
- Policy-Monitoring und SOC-Runbook für den produktiven Betrieb erstellen
Zielgruppe
Security Engineers, Detection Engineers, SOC Engineering, Threat Hunting, Incident Response, DevSecOps, Plattform-Security und erfahrene Policy-Entwickler.
Voraussetzungen
Sichere Linux-, Kubernetes- und Tetragon-Grundkenntnisse, Erfahrung mit YAML, Versionsverwaltung und Sicherheitsanalyse.
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Security Engineers, Detection Engineers, SOC Engineering, Threat Hunting, Incident Response, DevSecOps, Plattform-Security und erfahrene Policy-Entwickler. |
| Voraussetzungen: | Sichere Linux-, Kubernetes- und Tetragon-Grundkenntnisse, Erfahrung mit YAML, Versionsverwaltung und Sicherheitsanalyse. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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