Seminar Tetragon – Prozess-, Privilegien- und Credential-Monitoring

Seminar / Training

Das Seminar konzentriert sich auf sicherheitsrelevante Veränderungen von Prozessidentität und Privilegien. Prozessstarts, Elternbeziehungen, Benutzer- und Gruppenwechsel, Capabilities und Credential-bezogene Kernelvorgänge werden zu nachvollziehbaren Erkennungsszenarien verbunden.

Die Regeln werden so aufgebaut, dass legitime administrative Abläufe von verdächtigen Privilegienketten unterschieden werden können. Dazu werden Prozessherkunft, Workload-Identität, Zielidentität und erlaubte Werkzeuge gemeinsam bewertet.

Inhaltsverzeichnis

  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Schritt 1: Identitäts- und Privilegienmodell erstellen
  • Schritt 2: Prozessherkunft rekonstruieren
  • Schritt 3: Prozessausführung beobachten
  • Schritt 4: Credential-Änderungen technisch erfassen
  • Schritt 5: Capability-Nutzung bewerten
  • Schritt 6: Container-Eskalationspfade untersuchen
  • Schritt 7: Erkennungsregeln formulieren
  • Schritt 8: Ausnahmen sicher verwalten
  • Schritt 9: Alarmierung und Reaktion staffeln
  • Schritt 10: Betriebsanalyse und Nachweis gestalten
  • Praxisübungen
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen

Lernziele

  • Prozessketten und Identitätswechsel technisch korrekt rekonstruieren
  • Benutzer, Gruppen, Capabilities und Credential-Vorgänge einordnen
  • privilegierte Ausführung mit Herkunfts- und Workload-Kontext bewerten
  • präzise Erkennungsregeln mit kontrollierten Ausnahmen erstellen
  • Alarmierung und Reaktion anhand des Risikos staffeln

Seminarinhalte

Schritt 1: Identitäts- und Privilegienmodell erstellen

Reale und effektive Benutzer- und Gruppenidentitäten werden voneinander unterschieden.

  • Capabilities, Set-ID-Mechanismen, Namespaces und containerbezogene Privilegien werden eingeordnet.
  • Für die eigene Umgebung werden zulässige administrative Wege dokumentiert.

Schritt 2: Prozessherkunft rekonstruieren

Elternprozess, Startprogramm, Interpreter, Argumente und Workload werden zu einer Prozesskette verbunden.

  • Shells, Wrapper und kurzlebige Hilfsprozesse werden berücksichtigt.
  • Vertrauenswürdige Herkunft wird nicht allein aus dem Programmnamen abgeleitet.

Schritt 3: Prozessausführung beobachten

Exec-Ereignisse werden mit Benutzer, Gruppen, Capabilities und Containerkontext erfasst.

  • Administrative Werkzeuge und ungewöhnliche Ausführungspfade werden gezielt markiert.
  • Grundlast und sicherheitsrelevante Abweichungen werden getrennt.

Schritt 4: Credential-Änderungen technisch erfassen

Identitäts- und Gruppenwechsel werden an geeigneten Kernel-Punkten beobachtet.

  • Ausgangs- und Zielidentität sowie Rückgabewert werden für die Bewertung genutzt.
  • Fehlgeschlagene und erfolgreiche Versuche werden unterschiedlich priorisiert.

Schritt 5: Capability-Nutzung bewerten

Erteilte, angeforderte und wirksame Fähigkeiten werden im Prozesskontext betrachtet.

  • Besonders kritische Fähigkeiten werden nach Workload und ausführender Binärdatei bewertet.
  • Erwartete Plattformprozesse werden kontrolliert von Anwendungsprozessen getrennt.

Schritt 6: Container-Eskalationspfade untersuchen

Privilegierte Container, Host-Namespace-Nutzung, Mountzugriffe und administrative Werkzeuge werden kombiniert bewertet.

  • Containeridentität und Hostwirkung werden nicht gleichgesetzt.
  • Szenarien mit ephemeren Debug-Containern werden gesondert behandelt.

Schritt 7: Erkennungsregeln formulieren

Ungewöhnlicher Benutzerwechsel, kritische Capability, verdächtige Prozesskette und unzulässiger Workload-Kontext werden als getrennte Regeln aufgebaut.

  • Listen für erlaubte Werkzeuge und Plattformkomponenten werden zentral gepflegt.
  • Regeln beginnen beobachtend und erhalten messbare Qualitätskriterien.

Schritt 8: Ausnahmen sicher verwalten

Administrative Jobs, Wartungsfenster und Notfallzugänge werden mit engem Scope erfasst.

  • Ausnahmen benötigen Eigentümer, Begründung und Ablaufdatum.
  • Negativtests prüfen, dass die Ausnahme nicht auf andere Prozesse oder Workloads übergreift.

Schritt 9: Alarmierung und Reaktion staffeln

Informationsereignis, Warnung, Prozesssignal und Beendigung werden nach Vertrauensgrad gewählt.

  • Kritische Identitätswechsel erhalten zusätzlichen Prozess- und Netzwerk-Kontext.
  • Reaktionsregeln werden mit Rollback und Wiederherstellung getestet.

Schritt 10: Betriebsanalyse und Nachweis gestalten

Prozesskette, Identitätswechsel, Policy-Treffer und Systemwirkung werden in einer Timeline zusammengeführt.

  • Fehlalarme und fehlende Treffer führen zu nachvollziehbaren Regeländerungen.
  • Kennzahlen für Abdeckung, Ausnahmen und hochkritische Ereignisse werden definiert.

Praxisübungen

  1. Prozesskette mit Benutzer- und Gruppeninformationen rekonstruieren
  2. Capability-Nutzung eines Testprozesses beobachten und bewerten
  3. Regel für einen unerwarteten Identitätswechsel erstellen
  4. Ausnahme für einen autorisierten Wartungsjob eng begrenzen
  5. Alarm- und Reaktionsstufen für einen Privilegienfall festlegen

Zielgruppe

Security Engineers, SOC und Incident Response, Linux- und Kubernetes-Administratoren, Plattformbetrieb und DevSecOps.

Voraussetzungen

Gute Linux-Prozesskenntnisse, Grundverständnis von Benutzerrechten und Capabilities sowie Grundkenntnisse zu Tetragon-Policies.

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Security Engineers, SOC und Incident Response, Linux- und Kubernetes-Administratoren, Plattformbetrieb und DevSecOps.
Voraussetzungen: Gute Linux-Prozesskenntnisse, Grundverständnis von Benutzerrechten und Capabilities sowie Grundkenntnisse zu Tetragon-Policies.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Ausführliche Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
Stream live 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Luzern 2 Tage
Bern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
Basel 2 Tage
Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
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Sankt Gallen 2 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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