Seminar SAP LeanIX Anwendungsmodernisierung mit TIME und 6R

Anwendungsmodernisierung ist keine isolierte Technologiebewertung, sondern eine abgestimmte Portfolioentscheidung. Das Seminar bearbeitet eine durchgängige Fallstudie und führt Schritt für Schritt von der strategischen Zielsetzung über TIME- und 6R-Klassifikationen bis zu priorisierten Transformationen und einer belastbaren Roadmap.

Inhaltsverzeichnis

  1. Lernziele
  2. Zielgruppe und Voraussetzungen
  3. Seminarinhalte
    1. Schritt 1: Strategie und Modernisierungsauftrag präzisieren
    2. Schritt 2: Portfolio und Scope festlegen
    3. Schritt 3: Bewertungsdaten strukturiert erheben
    4. Schritt 4: Portfoliobaseline analysieren
    5. Schritt 5: TIME-Entscheidungen ableiten
    6. Schritt 6: 6R-Strategien konkretisieren
    7. Schritt 7: Zielarchitektur entwickeln
    8. Schritt 8: Transformationskandidaten bündeln
    9. Schritt 9: Roadmap und Auswirkungen planen
    10. Schritt 10: Business Case und Kostenwirkung aufbauen
    11. Schritt 11: Stakeholder-Entscheidungen moderieren
    12. Schritt 12: Umsetzung und Fortschritt steuern
  4. Praxisübungen
  5. Methodik

Lernziele

  • Modernisierungsziele in messbare Portfolioentscheidungen übersetzen
  • Anwendungen anhand fachlicher, technischer, finanzieller und risikobezogener Kriterien bewerten
  • TIME und 6R konsistent auf ein abgegrenztes Portfolio anwenden
  • Abhängigkeiten, Zielarchitektur und Transformationswellen gemeinsam planen
  • Roadmap, Business Case und Fortschrittskennzahlen in SAP LeanIX aufbauen

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Enterprise Architects, Application Portfolio Manager, Transformationsleiter, IT-Strategen, Cloud- und Plattformarchitekten sowie Programmverantwortliche

Voraussetzungen: Sichere Grundkenntnisse in SAP LeanIX, Fact Sheets, Reports und Application Portfolio Management; Erfahrung mit Anwendungslandschaften ist erforderlich

Seminarinhalte

Schritt 1: Strategie und Modernisierungsauftrag präzisieren

Geschäftliche Treiber werden in konkrete Architektur- und Portfolioziele überführt. Der Auftrag erhält klare Grenzen, Entscheidungsregeln und Erfolgskriterien.

  • Kosten, Agilität, Resilienz, Cloud-Nutzung und Innovationsfähigkeit gewichten
  • verbindliche Zielgrößen und Ausschlusskriterien definieren
  • Entscheidungsgremien und beteiligte Rollen festlegen
  • Zeithorizont und erwartete Ergebnisartefakte bestimmen

Schritt 2: Portfolio und Scope festlegen

Die zu untersuchenden Anwendungen werden anhand von Fähigkeiten, Organisationen, Regionen oder Technologiedomänen abgegrenzt.

  • vollständiges Portfolio von fokussiertem Entscheidungsscope unterscheiden
  • kritische Anwendungen und Abhängigkeiten früh identifizieren
  • Scope-Regeln im Inventory nachvollziehbar kennzeichnen
  • fehlende Owner und Informationslücken als Arbeitspaket erfassen

Schritt 3: Bewertungsdaten strukturiert erheben

Die Entscheidungsgrundlage wird mit standardisierten Kriterien aufgebaut und über Verantwortliche validiert.

  • funktionale Passung und technische Passung bewerten
  • Geschäftskritikalität, Nutzerwirkung und strategische Relevanz erfassen
  • Kosten, Vertrags- und Anbieterabhängigkeiten ergänzen
  • Technologierisiken, Lebenszyklen und Schnittstellen berücksichtigen
  • Datenqualität und Bewertungszeitpunkt dokumentieren

Schritt 4: Portfoliobaseline analysieren

Reports und Segmentierungen zeigen Redundanzen, Schwachstellen und Modernisierungskandidaten. Auffälligkeiten werden nicht direkt entschieden, sondern zunächst fachlich verifiziert.

  • Anwendungen nach Fähigkeit, Organisation und Kritikalität gruppieren
  • Kombinationen aus geringer Passung, hohen Kosten und hohem Risiko erkennen
  • Abhängigkeiten und gemeinsam zu verändernde Cluster identifizieren
  • Bewertungslücken und widersprüchliche Angaben bereinigen

Schritt 5: TIME-Entscheidungen ableiten

Anwendungen werden nach Investieren, Tolerieren, Migrieren oder Eliminieren kategorisiert. Jede Klassifikation erhält eine nachvollziehbare Begründung und einen Entscheidungsvorbehalt.

  • Bewertungskriterien in ein einheitliches Entscheidungsschema überführen
  • Grenzfälle und strategische Ausnahmen behandeln
  • TIME-Entscheidungen mit Fähigkeiten und Geschäftsprioritäten abgleichen
  • Entscheidung, Begründung und Gültigkeitszeitraum dokumentieren

Schritt 6: 6R-Strategien konkretisieren

Für Modernisierungskandidaten wird die geeignete technische und organisatorische Behandlungsstrategie bestimmt.

  • Rehost, Replatform, Refactor, Repurchase, Retain und Retire unterscheiden
  • Anwendungseignung, Daten- und Integrationsaufwand bewerten
  • Zielplattform, Anbieteroptionen und Architekturleitplanken berücksichtigen
  • Voraussetzungen, Risiken und Abhängigkeiten je Strategie festhalten

Schritt 7: Zielarchitektur entwickeln

Die Einzelentscheidungen werden zu einem konsistenten Zielbild zusammengeführt. Dabei werden neue Lücken, Übergangszustände und notwendige Plattformleistungen sichtbar.

  • Zielanwendungen und Zieltechnologien modellieren
  • Fähigkeitsabdeckung und Integrationsbeziehungen prüfen
  • Übergangsarchitekturen und Koexistenzphasen beschreiben
  • Architekturentscheidungen und Standards mit dem Zielbild verbinden

Schritt 8: Transformationskandidaten bündeln

Abhängige Änderungen werden in umsetzbare Initiativen und Wellen gegliedert. Die Reihenfolge berücksichtigt Nutzen, Risiko, Machbarkeit und organisatorische Kapazität.

  • Anwendungen, Schnittstellen und IT-Komponenten zu Veränderungsclustern bündeln
  • Voraussetzungen und kritische Pfade bestimmen
  • Quick Wins von strukturellen Modernisierungen trennen
  • Wellen nach Geschäftskalender und Ressourcensituation priorisieren

Schritt 9: Roadmap und Auswirkungen planen

Transformationen, Meilensteine und Auswirkungen werden zeitlich modelliert und in einer Roadmap visualisiert.

  • Start, Ziel, Übergang und Abschaltung eindeutig modellieren
  • Meilensteine und Entscheidungstore definieren
  • Auswirkungen auf Anwendungen, Fähigkeiten und Technologien darstellen
  • Szenarien und Verschiebungen auf Abhängigkeiten prüfen

Schritt 10: Business Case und Kostenwirkung aufbauen

Kostenannahmen und erwartete Effekte werden transparent dokumentiert. Ziel ist kein isoliertes Rechenmodell, sondern eine nachvollziehbare Priorisierungsgrundlage.

  • Ist-Kosten, Transformationsaufwand und erwartete Einsparungen unterscheiden
  • Risiko- und Nutzenannahmen explizit machen
  • Einmal- und Dauerwirkungen getrennt betrachten
  • Unsicherheiten und Sensitivitäten in Entscheidungen berücksichtigen

Schritt 11: Stakeholder-Entscheidungen moderieren

Bewertungen und Zielbilder werden mit Anwendungseigentümern, Fachbereichen, Architektur und Umsetzung abgestimmt.

  • adressatengerechte Entscheidungsansichten vorbereiten
  • Konflikte zwischen lokalem Nutzen und Portfoliowirkung sichtbar machen
  • Entscheidungen, Vorbehalte und offene Punkte protokollieren
  • Freigaben und Ausnahmen mit Verantwortlichkeit versehen

Schritt 12: Umsetzung und Fortschritt steuern

Die Modernisierungsinitiative wird in einen regelmäßigen Steuerungszyklus überführt.

  • Status, Meilensteine und Abweichungen aktuell halten
  • Portfolioeffekte und realisierte Abschaltungen messen
  • Roadmap bei neuen Abhängigkeiten kontrolliert anpassen
  • Lessons Learned in Bewertungs- und Modellierungsregeln übernehmen

Praxisübungen

  1. Abgrenzung eines Modernisierungsportfolios und Definition der Bewertungskriterien
  2. TIME-Klassifikation eines Anwendungssets einschließlich Begründung und Grenzfallprüfung
  3. Auswahl einer 6R-Strategie für mehrere Modernisierungskandidaten
  4. Entwurf von Zielarchitektur, Transformationswellen und zeitlicher Roadmap
  5. Aufbau eines einfachen Business Case und einer Fortschrittsansicht

Methodik

Fachliche Einordnung, Live-Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen, strukturierte Einzel- und Gruppenübungen sowie die Bearbeitung einer durchgängigen Fallstudie.

Fachbereichsleitung, Trainerleitung und Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Enterprise Architects, Application Portfolio Manager, Transformationsleiter, IT-Strategen, Cloud- und Plattformarchitekten sowie Programmverantwortliche
Voraussetzungen: Sichere Grundkenntnisse in SAP LeanIX, Fact Sheets, Reports und Application Portfolio Management; Erfahrung mit Anwendungslandschaften ist erforderlich
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur, wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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Luzern 4 Tage
Inhaus / Firmenseminar 4 Tage
Sankt Gallen 4 Tage
Basel 4 Tage
Winterthur 4 Tage
Zürich 4 Tage
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