Zielsetzung
Migrationen werden als überprüfbarer Daten- und Geschäftsprozess geplant, sodass Vollständigkeit, Qualität, Rechte, Nachvollziehbarkeit und Betriebsübergabe nachweisbar sind.
Inhaltsübersicht
- Migrationsauftrag und Erfolgskriterien klären
- Quellbestände inventarisieren
- Datenqualität profilieren
- Zielmodell und Mapping festlegen
- Bereinigung und Anreicherung organisieren
- Dubletten und Versionen behandeln
- Berechtigungen migrieren oder neu modellieren
- Technischen Migrationslauf vorbereiten
- Testwellen und Fehlerbehandlung durchführen
- Delta-Übernahme und Cutover planen
- Vollständigkeit und Qualität abnehmen
- Altsystem und Betrieb geordnet übergeben
Seminarinhalte
Die Themen werden in einer festen Arbeitsfolge aus Einordnung, Konfiguration oder Durchführung, Kontrolle und dokumentierter Auswertung bearbeitet.
1. Migrationsauftrag und Erfolgskriterien klären
- Geschäftszweck, Umfang, Stichtag, Quellsysteme, ausgeschlossene Daten und Verantwortlichkeiten festlegen.
- Vollständigkeit, Qualität, Suchbarkeit, Rechte, Versionen und Nachweise als messbare Kriterien definieren.
- Entscheidungs- und Eskalationsweg für Datenfehler, Terminrisiken und fachliche Ausnahmen bestimmen.
2. Quellbestände inventarisieren
- Ablagen, Datenbanken, Archive, Dateifreigaben und persönliche Bestände systematisch erfassen.
- Mengen, Größen, Formate, Alter, Eigentümer, Rechte, Versionen und Änderungsraten messen.
- Unbekannte oder verwaiste Bestände kennzeichnen und einer fachlichen Entscheidung zuführen.
3. Datenqualität profilieren
- Leere, ungültige, widersprüchliche und doppelte Werte je relevantem Feld auswerten.
- Dateifehler, gesperrte Dateien, Sonderzeichen, lange Pfade und nicht unterstützte Formate identifizieren.
- Qualitätslage mit Kennzahlen und Stichproben statt nur mit subjektiven Einschätzungen dokumentieren.
4. Zielmodell und Mapping festlegen
- Quellstrukturen auf M-Files-Objektarten, Klassen, Eigenschaften, Beziehungen und Wertelisten abbilden.
- Jede Zuordnung mit Datentyp, Transformation, Standardwert, Pflichtlogik und Fehlerverhalten beschreiben.
- Nicht übernehmbare Informationen und fachlich neue Zielwerte ausdrücklich genehmigen lassen.
5. Bereinigung und Anreicherung organisieren
- Automatisierbare Korrekturen von fachlich zu entscheidenden Bereinigungen trennen.
- Verantwortliche, Bearbeitungswerkzeuge, Fristen und Qualitätskontrollen je Fehlerklasse festlegen.
- Anreicherung mit Stammdaten oder Objektbeziehungen anhand eindeutiger Schlüssel absichern.
6. Dubletten und Versionen behandeln
- Technisch identische Dateien, fachliche Dubletten und legitime Varianten unterscheiden.
- Regeln für Zusammenführung, Beibehaltung, Kennzeichnung und verantwortliche Entscheidung definieren.
- Versionsketten, Zeitstempel, Autoreninformation und gültige Fassung anhand Stichproben verifizieren.
7. Berechtigungen migrieren oder neu modellieren
- Quellrechte, Gruppen, Ausnahmen und historische Sonderfälle inventarisieren.
- Entscheiden, welche Rechte übernommen, vereinheitlicht oder aus dem M-Files-Modell neu abgeleitet werden.
- Sichtbarkeit mit repräsentativen Positiv- und Negativkonten nach jedem Testlauf prüfen.
8. Technischen Migrationslauf vorbereiten
- Extraktion, Staging, Transformation, Import, Protokollierung und Wiederanlauf als Prozesskette definieren.
- Eindeutige Quell- und Zielkennungen für Nachverfolgung und Wiederholung vorsehen.
- Laufzeit, Parallelisierung, Fehlergrenzen und Ressourcen zunächst mit repräsentativer Datenmenge messen.
9. Testwellen und Fehlerbehandlung durchführen
- Technischen Test, fachlichen Pilot, Volumentest und Generalprobe mit unterschiedlichen Zielen planen.
- Fehler nach Quelle, Mapping, Datei, Berechtigung, Beziehung und technischer Verarbeitung klassifizieren.
- Korrektur, Wiederholung und Regressionsprüfung mit lückenloser Fehlerliste steuern.
10. Delta-Übernahme und Cutover planen
- Änderungen zwischen Hauptlauf und Produktivsetzung eindeutig erkennen und nachziehen.
- Schreibstopp, Kommunikationspunkte, Verantwortlichkeiten und Rückfallentscheidung zeitlich festlegen.
- Den vollständigen Cutover in einer Generalprobe mit realistischen Laufzeiten durchspielen.
11. Vollständigkeit und Qualität abnehmen
- Quell- und Zielmengen, Kontrollsummen, Stichproben und fachliche Suchfälle miteinander vergleichen.
- Metadaten, Beziehungen, Versionen, Rechte und Workflowzustände getrennt prüfen.
- Offene Abweichungen mit Risiko, Eigentümer, Frist und genehmigter Behandlung dokumentieren.
12. Altsystem und Betrieb geordnet übergeben
- Aufbewahrung, Lesemöglichkeit, Abschaltung und Zugriff auf das Quellsystem verbindlich regeln.
- Betriebsdokumentation, Importprotokolle, Mapping und Fehlerhistorie an zuständige Rollen übergeben.
- Nach dem Start Datenqualität, Nutzerprobleme und Restmigrationen in einer Stabilisierungsphase steuern.
Praxisübungen
Erstellung eines Migrationskonzepts mit Quellinventar, Datenprofil, Mapping, Bereinigungsregeln, Testwellen, Kontrollsummen, Fehlerbehandlung, Delta-Strategie, Cutover-Plan und Abnahmeprotokoll.
Zielgruppe
Migrationsleitungen, M-Files-Administratoren, Datenverantwortliche, Informationsarchitekten, Fachbereiche, Integrationsentwickler, IT-Betrieb und Qualitätsmanagement.
Voraussetzungen
Kenntnis der Quellsysteme und des geplanten M-Files-Zielmodells. Grundverständnis von Datenformaten, Berechtigungen und Testverfahren wird empfohlen.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage, ca. 6 h/Tag, Beginn am 1. Tag: 10:00 Uhr, an den Folgetagen: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Migrationsleitungen, M-Files-Administratoren, Datenverantwortliche, Informationsarchitekten, Fachbereiche, Integrationsentwickler, IT-Betrieb und Qualitätsmanagement. |
| Voraussetzungen: | Kenntnis der Quellsysteme und des geplanten M-Files-Zielmodells. Grundverständnis von Datenformaten, Berechtigungen und Testverfahren wird empfohlen. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete praktische Übungen am System und Fallstudien |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop; alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch; bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen, wahlweise vegetarisch |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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