Seminar M-Files Metadatenmodell und Informationsarchitektur

Zielsetzung

Ein schlankes, verständliches und erweiterbares Informationsmodell entsteht, das Suche, Prozesse, Rechte, Automatisierung, Integration und Berichtszwecke gleichermaßen unterstützt.

Inhaltsübersicht

  • Informationsfragen als Ausgangspunkt verwenden
  • Begriffe und fachliche Definitionen harmonisieren
  • Objektarten aus Geschäftsidentitäten ableiten
  • Beziehungen und Kardinalitäten modellieren
  • Eigenschaftsdefinitionen präzisieren
  • Klassen und Erfassungslogik gestalten
  • Wertelisten und Stammdaten konzipieren
  • Automatische Werte und Ableitungen planen
  • Modell für Suche und Ansichten prüfen
  • Modell für Workflows und Rechte prüfen
  • Qualitätsregeln und Migration vorbereiten
  • Governance und Weiterentwicklung verankern

Seminarinhalte

Die Themen werden in einer festen Arbeitsfolge aus Einordnung, Konfiguration oder Durchführung, Kontrolle und dokumentierter Auswertung bearbeitet.

1. Informationsfragen als Ausgangspunkt verwenden

  1. Typische Fragen nach Kunde, Projekt, Status, Verantwortlichkeit, Frist und Dokumentart sammeln.
  2. Such-, Prozess-, Rechte-, Integrations- und Berichtszwecke je Information kennzeichnen.
  3. Nur Metadaten aufnehmen, für die ein konkreter Nutzen und eine verantwortliche Pflege bestehen.

2. Begriffe und fachliche Definitionen harmonisieren

  1. Synonyme, Mehrdeutigkeiten und bereichsspezifische Begriffe in einem Glossar erfassen.
  2. Für zentrale Begriffe Definition, Beispiele, Gegenbeispiele und Eigentümer festlegen.
  3. Benennungen mit Anwendern testen und technische Kürzel aus sichtbaren Feldnamen entfernen.

3. Objektarten aus Geschäftsidentitäten ableiten

  1. Eigenständige Geschäftsobjekte anhand Identität, Lebenszyklus und Wiederverwendung erkennen.
  2. Dokumente von Kunden, Projekten, Verträgen, Vorgängen, Produkten und Personen sauber trennen.
  3. Zu feine und zu grobe Modellierung mit realistischen Such- und Pflegefällen vergleichen.

4. Beziehungen und Kardinalitäten modellieren

  1. Fachliche Verbindungen zwischen Objekten mit Richtung, Bedeutung und optionaler Pflicht festlegen.
  2. Einfach-, Mehrfach- und hierarchische Beziehungen anhand realer Fälle prüfen.
  3. Zirkuläre, redundante und schwer pflegbare Verknüpfungen vereinfachen.

5. Eigenschaftsdefinitionen präzisieren

  1. Datentyp, Format, Mehrfachwert, Pflichtstatus, Standardwert und Sichtbarkeit je Eigenschaft bestimmen.
  2. Freitext nur einsetzen, wenn kontrollierte Werte oder Objektbezüge fachlich ungeeignet sind.
  3. Bestehende Werte auf Formatvarianten, leere Einträge und semantische Dubletten untersuchen.

6. Klassen und Erfassungslogik gestalten

  1. Klassen nach fachlich unterscheidbaren Informationsarten statt nach Organisationsstruktur aufbauen.
  2. Pro Klasse nur relevante Eigenschaften anzeigen und Pflichtangaben auf den Erstellungszeitpunkt abstimmen.
  3. Erfassungsdialoge mit typischen Anwendern und Zeitmessung validieren.

7. Wertelisten und Stammdaten konzipieren

  1. Statische Auswahlwerte, zentrale Stammdatenobjekte und externe führende Systeme unterscheiden.
  2. Pflege, Freigabe, Gültigkeit, Deaktivierung und Dublettenbehandlung festlegen.
  3. Auswirkungen von Umbenennung oder Zusammenlegung auf bestehende Objekte und Integrationen prüfen.

8. Automatische Werte und Ableitungen planen

  1. Ableitungsregeln nach Datenquelle, Berechnungsreihenfolge und Änderungsverhalten dokumentieren.
  2. Manuelle Überschreibung nur mit klarer fachlicher Begründung zulassen.
  3. Fehlende Ausgangswerte, Änderungen verbundener Objekte und Altbestand als Testfälle einbeziehen.

9. Modell für Suche und Ansichten prüfen

  1. Reale Suchfragen mit den vorgesehenen Eigenschaften und Beziehungen beantworten.
  2. Rollenbezogene Ansichten nach Status, Verantwortlichkeit, Frist und Kontext prototypisch aufbauen.
  3. Nicht auffindbare Informationen auf Modell-, Datenqualitäts- oder Berechtigungsursachen zurückführen.

10. Modell für Workflows und Rechte prüfen

  1. Erforderliche Status-, Rollen- und Schutzinformationen im Modell eindeutig bereitstellen.
  2. Automatische Berechtigungen und Prozessentscheidungen mit stabilen, gepflegten Eigenschaften verknüpfen.
  3. Vertretung, Ausnahme, Vertraulichkeit und Lebenszyklusänderung als Grenzfälle testen.

11. Qualitätsregeln und Migration vorbereiten

  1. Vollständigkeit, Gültigkeit, Eindeutigkeit, Konsistenz und Aktualität mit messbaren Regeln beschreiben.
  2. Quellfelder auf Zielmodell abbilden und Bereinigungsbedarf transparent quantifizieren.
  3. Fehlerklassen, Korrekturverantwortung und Abnahmeschwellen für Bestandsdaten festlegen.

12. Governance und Weiterentwicklung verankern

  1. Eigentümer für Begriffe, Objektarten, Eigenschaften, Wertelisten und Qualitätsregeln benennen.
  2. Änderungsanträge mit Begründung, Auswirkungsanalyse, Test, Freigabe und Kommunikation bearbeiten.
  3. Modellnutzung, Datenqualität und unnötige Komplexität regelmäßig überprüfen.

Praxisübungen

Entwicklung eines vollständigen Domänenmodells mit Begriffsverzeichnis, Objektarten, Klassen, Eigenschaften, Beziehungen, Wertelisten, Qualitätsregeln, Beispielobjekten und Governance-Prozess.

Zielgruppe

Informationsarchitekten, Business Administratoren, Datenverantwortliche, Prozessmanagement, Qualitätsmanagement, Enterprise-Content-Management und M-Files-Projektteams.

Voraussetzungen

Sichere M-Files-Anwenderkenntnisse und Verständnis der betroffenen Geschäftsprozesse. Erste Administrationserfahrung ist hilfreich.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage, ca. 6 h/Tag, Beginn am 1. Tag: 10:00 Uhr, an den Folgetagen: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Informationsarchitekten, Business Administratoren, Datenverantwortliche, Prozessmanagement, Qualitätsmanagement, Enterprise-Content-Management und M-Files-Projektteams.
Voraussetzungen: Sichere M-Files-Anwenderkenntnisse und Verständnis der betroffenen Geschäftsprozesse. Erste Administrationserfahrung ist hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete praktische Übungen am System und Fallstudien
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop; alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch; bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen, wahlweise vegetarisch
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
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