Seminar / Training
Sicherheitsfunktionen benötigen eindeutig definierte Schutzziele, Zustände und Reaktionen. Komfortautomation kann unterstützen, ersetzt jedoch keine normativ geforderte Gefahrenmeldeanlage oder behördlich vorgeschriebene Sicherheitstechnik.
Zwei Tage ermöglichen die saubere Trennung von Einbruch, technischer Störung, Anwesenheit und Komfortsimulation sowie eine vollständige Störfall- und Fehlalarmprüfung.
Inhaltsübersicht
- Einordnung und Zielsetzung
- Zielgruppe und Vorkenntnisse
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praktische Übungen
- Qualitätssicherung
Einordnung und Zielsetzung
Ziel ist ein nachvollziehbares Sicherheits- und Meldesystem mit klaren Zonen, kontrollierten Alarmwegen und dokumentierten Grenzen.
Zielgruppe und Vorkenntnisse
Geeignet für Systemintegratoren, Elektrofachkräfte, Betreiber und technische Sicherheitsverantwortliche.
Schrittweise Seminarinhalte
- Schritt 1: Schutzziele und Systemgrenzen festlegen Einbruch, Zutritt, Brandhinweis, Wasser, Frost, Technik und Anwesenheit werden getrennt betrachtet. Funktionen mit rechtlichen oder normativen Anforderungen werden ausdrücklich von Komfort- und Informationsfunktionen abgegrenzt.
- Schritt 2: Zonen und Überwachungsbereiche bilden Außenhaut, Innenraum, Technikraum und einzelne Nutzungseinheiten werden gegliedert. Jede Zone erhält Sensoren, Aktivierungsbedingungen, Verzögerungen und verantwortliche Benutzergruppen.
- Schritt 3: Sensorik plausibel zuordnen Tür- und Fensterkontakte, Präsenz, Glasbruch, Rauch, Wasser und technische Kontakte werden nach Normalzustand und Ausfallverhalten dokumentiert. Fehlende oder widersprüchliche Signale erzeugen eine erkennbare Störung.
- Schritt 4: Anwesenheitszustände definieren Anwesend, abwesend, Nacht, Urlaub, Reinigung und Service werden als klare Betriebszustände behandelt. Übergänge berücksichtigen offene Kontakte, Personen im Gebäude und zeitlich begrenzte Ausnahmen.
- Schritt 5: Scharf- und Unscharfschaltung absichern Berechtigte Bedienwege, Ausgangsverzögerung, Eingangsverzögerung und Rückmeldung werden festgelegt. Eine Scharfschaltung mit nicht prüfbaren oder offenen kritischen Meldern wird kontrolliert behandelt.
- Schritt 6: Alarmstufen und Prioritäten entwickeln Voralarm, Hauptalarm, stiller Hinweis und technische Störung erhalten getrennte Reaktionen. Sicherheitsmeldungen übersteuern Komfortfunktionen, ohne notwendige Flucht- oder Servicewege zu blockieren.
- Schritt 7: Sirene, Licht und Audio ansteuern Akustische und optische Signale werden zonenbezogen geplant. Dauer, Lautstärke, Abschaltbedingung und Rückkehr in den Normalbetrieb werden dokumentiert und getestet.
- Schritt 8: Benachrichtigungen strukturieren Empfänger, Kanal, Text, Wiederholung und Eskalation richten sich nach Kritikalität und Betriebszeit. Meldungen enthalten Ort, Ereignis, Zeit und notwendigen Handlungsbedarf.
- Schritt 9: Technische Alarme integrieren Wasser, Frost, Pumpenstörung, Netzteilfehler und Kommunikationsausfall werden mit geeigneten Reaktionen verknüpft. Automatische Abschaltungen werden nur eingesetzt, wenn die Folge technisch sicher bewertet ist.
- Schritt 10: Sabotage und Ausfall berücksichtigen Sensorunterbrechung, Netzwerkausfall, Geräteverlust und Neustart werden als eigene Zustände behandelt. Das System zeigt an, wenn Schutz nicht vollständig verfügbar ist.
- Schritt 11: Benutzerrechte und Protokollierung prüfen Scharfschaltung, Quittierung, Service und Konfigurationszugriff werden getrennt berechtigt. Bedienhandlungen und relevante Zustandswechsel bleiben nachvollziehbar.
- Schritt 12: Fehlalarm- und Störfalltest durchführen Offene Tür, verspäteter Zutritt, Sensorausfall, Kommunikationsstörung, Stromwiederkehr und echter Alarm werden simuliert. Die Abnahme bestätigt Reaktion, Meldung, Quittierung und Rückkehr.
Praktische Übungen
- Erstellen eines Zonen- und Schutzzielplans
- Programmieren mehrerer Anwesenheits- und Alarmzustände
- Aufbauen priorisierter Licht-, Audio- und Benachrichtigungsreaktionen
- Durchführen einer Fehlalarm- und Störfallabnahme
Qualitätssicherung
Die Lösung wird nach klarer Systemgrenze, vollständiger Sensorzuordnung, beherrschten Zustandsübergängen, eindeutigen Meldungen und dokumentierten Fehlalarmtests bewertet.
Fachbereichsleitung und Seminarorganisation
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Systemintegratoren, Elektrofachkräfte, Betreiber und technische Sicherheitsverantwortliche |
| Voraussetzungen: | Loxone Config Grundlagen; Kenntnis der objektspezifischen Sicherheits- und gegebenenfalls normativen Anforderungen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Prüf- und Dokumentationsaufgaben |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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