Seminar Loxone Config – Aufbaukurs für Logik und Betriebsmodi

Seminar / Training

Fortgeschrittene Projekte scheitern selten an einem einzelnen Baustein, sondern an unklaren Zuständen, nicht dokumentierten Prioritäten und schwer nachvollziehbaren Datenflüssen. Der Aufbaukurs legt deshalb den Schwerpunkt auf systematische Logik statt auf isolierte Einzelfunktionen.

Drei Tage sind erforderlich, um digitale und analoge Logik, zeitabhängige Abläufe, Betriebszustände, Fehlersituationen und Optimierung mit ausreichender Übungszeit zu verbinden.

Inhaltsübersicht

  • Einordnung und Zielsetzung
  • Zielgruppe und Vorkenntnisse
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praktische Übungen
  • Qualitätssicherung

Einordnung und Zielsetzung

Ziel ist die Entwicklung modularer, testbarer und wartbarer Config-Programme für komplexere Wohn- und Gewerbeprojekte.

Zielgruppe und Vorkenntnisse

Das Seminar richtet sich an erfahrene Loxone-Programmierer, Systemintegratoren und technische Projektleiter.

Schrittweise Seminarinhalte

  1. Schritt 1: Datenarten und Signalverhalten analysieren Digitale Werte, Analogwerte, Texte, Impulse und Zustände werden hinsichtlich Aktualisierung und Weiterverarbeitung unterschieden. Für jede Logik wird festgelegt, welches Signal fachlich benötigt wird und wie ein ungültiger Wert erkannt wird.
  2. Schritt 2: Flanken, Impulse und Speicher gezielt einsetzen Steigende und fallende Flanken, Impulsverlängerung, Verzögerung, Monoflop und Speicherverhalten werden anhand typischer Fehlmuster verglichen. Die Auswahl erfolgt nach gewünschtem Verhalten bei Neustart und wiederholtem Eingangssignal.
  3. Schritt 3: Zeitfunktionen und Kalenderlogik strukturieren Tageszeiten, Wochenprogramme, Feiertage, Dämmerung und saisonale Freigaben werden modular aufgebaut. Zeitbedingungen werden von der eigentlichen Funktion getrennt, damit spätere Änderungen ohne Eingriff in die Kernlogik möglich bleiben.
  4. Schritt 4: Betriebsmodi als Zustandsmodell verwenden Anwesenheit, Abwesenheit, Nacht, Reinigung, Wartung und Sonderbetrieb werden als klar definierte Zustände geplant. Übergänge, Prioritäten und Rückkehrbedingungen werden dokumentiert und auf widersprüchliche Kombinationen geprüft.
  5. Schritt 5: Analogwerte skalieren und plausibilisieren Messwerte werden skaliert, begrenzt, geglättet und auf Ausreißer geprüft. Vergleicher, Hysterese und Totband verhindern flatternde Schaltvorgänge und unnötige Aktorbewegungen.
  6. Schritt 6: Formeln und abgeleitete Werte aufbauen Berechnungen werden in nachvollziehbare Teilschritte zerlegt und mit Einheiten versehen. Grenzwerte, Division durch null, fehlende Sensorwerte und Ersatzwerte werden ausdrücklich behandelt.
  7. Schritt 7: Status- und Meldemodelle entwickeln Technische Zustände werden als eindeutig benannte Statuswerte zusammengeführt. Texte, Prioritäten und Quittierungen ermöglichen eine verständliche Visualisierung und gezielte Benachrichtigung.
  8. Schritt 8: Verriegelungen und Prioritäten absichern Sicherheitsbedingung, Handbetrieb, Automatik, Zentralbefehl und Servicebetrieb werden in einer Prioritätsmatrix geordnet. Jede Übersteuerung erhält eine definierte Freigabe und einen sichtbaren Zustand.
  9. Schritt 9: Automatikregeln und Zentralfunktionen kombinieren Ereignisbasierte Regeln werden dort eingesetzt, wo Bedingungen und Aktionen klar abgegrenzt sind. Kritische Kernlogik bleibt in transparenten Bausteinverbindungen, während Komfortregeln kontrolliert ergänzt werden.
  10. Schritt 10: Programmseiten modular verknüpfen Merker, Kategorien, Zentralbausteine und standardisierte Schnittstellen verbinden Teilfunktionen. Verdeckte Querverbindungen werden reduziert, damit Signalwege auch bei großen Projekten auffindbar bleiben.
  11. Schritt 11: Simulation, LiveView und Grenzfalltest nutzen Normalbetrieb, Sensorfehler, Netzwiederkehr und widersprüchliche Bedienung werden systematisch simuliert. Beobachtete Werte werden mit einer Erwartungstabelle verglichen und Abweichungen unmittelbar korrigiert.
  12. Schritt 12: Performance und Wartbarkeit optimieren Unnötig häufige Telegramme, doppelte Berechnungen, zyklische Abhängigkeiten und überladene Seiten werden identifiziert. Das Abschlussprojekt wird nach Lesbarkeit, Reaktionsverhalten, Fehlerbehandlung und Wiederverwendbarkeit überarbeitet.

Praktische Übungen

  • Entwickeln eines Betriebsmodells mit klaren Übergängen und Prioritäten
  • Programmieren einer analogen Regel- und Plausibilisierungsstrecke
  • Aufbauen eines Status- und Meldemodells mit Quittierung
  • Durchführen eines Grenzfalltests und anschließender Performance-Optimierung

Qualitätssicherung

Die Programme werden nach eindeutigen Zuständen, kontrollierten Prioritäten, plausibilisierten Messwerten, dokumentierten Signalwegen, Grenzfallverhalten und messbarer Wartbarkeit beurteilt.

Fachbereichsleitung und Seminarorganisation

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Erfahrene Loxone-Programmierer, Systemintegratoren und technische Projektleiter
Voraussetzungen: Sichere Beherrschung der Config-Grundlagen und praktische Erfahrung mit mindestens einem vollständigen Projekt
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Prüf- und Dokumentationsaufgaben
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Stream live 3 Tage
Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Zürich 3 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
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Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
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