Schwerpunkt und Nutzen
Das eintägige Format vermittelt eine belastbare Entscheidungsgrundlage für KNX-Projekte, ohne eine technische Inbetriebnahmeschulung zu ersetzen. Einsatzfelder, Projektphasen, Rollen, Kosten- und Betriebsfaktoren, Sicherheitsanforderungen und Qualitätsnachweise werden in einem Gesamtbild zusammengeführt.
Anhand eines Beispielgebäudes werden Funktionsumfang, Systemgrenzen und Projektorganisation entwickelt. ETS6 wird demonstriert, damit Planungsentscheidungen und spätere Lieferobjekte sichtbar werden. Der Tag endet mit einem konkreten Entscheidungs- und Anforderungskatalog für Ausschreibung oder Projektstart.
Inhaltsübersicht
- Schwerpunkt und Nutzen
- Lernziele
- Schrittweise Seminarinhalte
- Tag 1: Entscheidung, Planung und Projektanforderungen
- Praxisaufgaben
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele
- Geeignete und ungeeignete KNX-Einsatzszenarien unterscheiden
- Projektphasen und Verantwortlichkeiten realistisch planen
- Funktionsbeschreibungen und Qualitätsnachweise anfordern
- Betriebs-, Sicherheits- und Dokumentationsrisiken früh erkennen
- Aufwand für Projektierung, Inbetriebnahme und Betrieb einordnen
- Eine klare Entscheidungsvorlage für das eigene Vorhaben strukturieren
Schrittweise Seminarinhalte
Jeder Themenblock folgt derselben Arbeitslogik: Ausgangslage und Sollverhalten festlegen, relevante ETS6- und Anlagenobjekte modellieren, Konfiguration schrittweise umsetzen, Funktion mit Positiv- und Negativfällen prüfen und den technischen Prüfbefund dokumentieren.
Tag 1: Entscheidung, Planung und Projektanforderungen
- Schritt 1: Nutzen, Aufwand und geeignete Einsatzszenarien Anforderungen an Komfort, Energie, Flexibilität, Betrieb und Sicherheit werden gegen Projektgröße und Lebenszyklus betrachtet. Daraus entsteht eine nachvollziehbare Entscheidung, welche Funktionen mit KNX umgesetzt werden und wo einfachere, ergänzende oder übergeordnete Lösungen wirtschaftlicher und organisatorisch sinnvoller sind.
- Schritt 2: KNX-Einsatzfelder und Systemgrenzen Typische Aufgaben in Wohn-, Zweck- und Industriegebäuden werden nach Gewerken, Schutzbedarf und Verfügbarkeitsanforderungen geordnet. Danach wird entschieden, welche Funktionen dezentral im KNX-System, in übergeordneten Managementsystemen oder in angebundenen Fachsystemen liegen sollen; die Abgrenzung wird als belastbares Funktionsmodell dokumentiert.
- Schritt 3: Projektphasen, Rollen und Verantwortlichkeiten Bedarfsplanung, Fachplanung, Ausschreibung, Ausführung, Systemintegration, Abnahme und Betrieb werden als zusammenhängender Prozess dargestellt. Für jede Phase werden Eingaben, Entscheidungen, Lieferobjekte und verantwortliche Rollen festgelegt, damit technische Lücken nicht erst bei der Inbetriebnahme sichtbar werden.
- Schritt 4: Leistungsbeschreibung und Vergabeunterlagen Funktionen werden herstellerneutral mit Auslöser, Reaktion, Priorität, Rückmeldung, Betriebsart und Prüfkriterium beschrieben. Schnittstellen, Dokumentation, Secure-Anforderungen, Inbetriebnahme und Abnahme werden als verbindliche Leistungen aufgenommen, sodass Angebote fachlich vergleichbar bleiben.
- Schritt 5: Projekt-, Betriebs- und Sicherheitsrisiken Risiken aus unklaren Zuständigkeiten, fehlender Dokumentation, Netzwerkabhängigkeit, Schlüsselverlust, Produktabkündigung und ungetesteten Änderungen werden bewertet. Für kritische Punkte werden Prävention, Nachweis, Rückfallweg und verantwortliche Rolle festgelegt; reine Technikannahmen werden von organisatorischen Voraussetzungen getrennt.
- Schritt 6: Projektworkflow und Arbeitspakete Anforderungen werden in klar abgegrenzte ETS6-Arbeitspakete für Gebäude, Topologie, Geräte, Funktionen, Tests und Dokumentation überführt. Statuskennzeichen, Verantwortlichkeiten und Freigabepunkte schaffen einen nachvollziehbaren Ablauf, der auch bei mehreren Projektbeteiligten konsistent bleibt.
Tagesprüfung: Die am 1. Seminartag erstellten Konfigurationen und Unterlagen werden gegen definierte Sollwerte, Telegramme, Zustände und Dokumentationsanforderungen geprüft. Offene Abweichungen werden vor dem nächsten Themenblock eindeutig klassifiziert.
Praxisaufgaben
- Übung 1: Gebäudefunktionen nach Nutzen, Kritikalität und geeigneter Systemebene ordnen. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.
- Übung 2: Rollen und Lieferobjekte für Planung, Integration, Abnahme und Betrieb festlegen. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.
- Übung 3: Eine herstellerneutrale Funktionsanforderung mit Prüfkriterium formulieren. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.
- Übung 4: Die wichtigsten Projekt- und Betriebsrisiken in einer Maßnahmenliste priorisieren. Die Bearbeitung umfasst Bestandsaufnahme, Zieldefinition, kontrollierte Umsetzung, Funktionsprüfung, Fehlerkorrektur und dokumentierte Wiederholungsprüfung.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Bauherren, Projektentwicklung, Fachplanung, Architektur, Facility-Management, technische Leitung, Einkauf und Entscheidungsgremien für Gebäudeautomationsprojekte.
Voraussetzungen: Keine KNX- oder ETS-Vorkenntnisse. Grundkenntnisse der eigenen Gebäude-, Energie- oder Betriebsanforderungen sind hilfreich.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch ETS6-Demonstrationen, strukturierte Laboraufgaben und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Für jede Übung werden Ausgangsstand, Prüfkriterien und Dokumentationspflicht vorgegeben. Änderungen erfolgen einzeln und nachvollziehbar; eine Korrektur gilt erst nach Wiederholung des ursprünglichen Tests als bestätigt.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 1 Tag ca. 6 h, Beginn: 10:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt. Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Bauherren, Projektentwicklung, Fachplanung, Architektur, Facility-Management, technische Leitung, Einkauf und Entscheidungsgremien für Gebäudeautomationsprojekte. |
| Voraussetzungen: | Keine KNX- oder ETS-Vorkenntnisse. Grundkenntnisse der eigenen Gebäude-, Energie- oder Betriebsanforderungen sind hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, strukturierte ETS6- und Laborübungen, kontrollierte Fehlerfälle und technische Prüflisten |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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