Einordnung: Dieses Intensivseminar bündelt sämtliche Pulsar- und Runtime-Fachthemen in einer zusammenhängenden Engineering-Woche. Von eBPF-Grundlagen, Installation, Regel- und Modulentwicklung über Embedded-Deployment und Performance bis zu Runtime-Agentenintegration, aktiver Abwehr, Fleet Operations, Incident Response und Legacy-Systemen wird eine vollständige Laufzeitsicherheitsarchitektur umgesetzt.
Inhaltsübersicht
- Runtime-Sicherheitsarchitektur und eBPF-Grundlagen
- Pulsar installieren und administrieren
- Pulsar-Regeln entwickeln
- Eigenes Pulsar-Modul prototypisch umsetzen
- Embedded- und Container-Deployment
- Performance, Hardening und Troubleshooting
- Exein Runtime Agent integrieren
- Detection Engineering und aktive Abwehr
- Fleet Operations und Incident Response
- Runtime Lite und gemischte Flotten
- Abschlussübung und Produktionsentscheidung
Zielgruppe
Runtime- und Detection-Engineers, Embedded-Linux-Entwickler, Product-Security-Spezialisten, Plattformteams, SOC Engineering und technische Security-Leads.
Lernziele
- Pulsar auf geeigneten Linux- und Embedded-Plattformen installieren und produktionsnah betreiben.
- Regeln und ein einfaches eigenes Modul entwickeln und testen.
- Performance, Diensthärtung und Fehlerdiagnose methodisch durchführen.
- Exein Runtime in eine Firmware und Pilotflotte integrieren.
- Detection, aktive Reaktion, Fleet Operations und Incident Response verbinden.
- Moderne und Legacy-Linux-Geräte in einer gemeinsamen Schutzstrategie berücksichtigen.
Seminarinhalte
Runtime-Sicherheitsarchitektur und eBPF-Grundlagen
- Schritt 1: Bedrohungsmodell, Geräteklassen und Laufzeitkontrollen der Fallstudie festlegen.
- Schritt 2: eBPF, BTF, Kernel-Hooks, Userspace und Ereignisbus technisch einordnen.
- Schritt 3: Moderne, containerisierte und Legacy-Zielsysteme nach geeigneter Agentenstrategie segmentieren.
Pulsar installieren und administrieren
- Schritt 1: Kernel- und Systemvoraussetzungen prüfen und eine Referenzinstallation aufbauen.
- Schritt 2: Daemon, CLI, Module, Konfiguration und Statuskontrollen sicher bedienen.
- Schritt 3: Prozess-, Datei- und Netzwerkereignisse erzeugen und interpretieren.
Pulsar-Regeln entwickeln
- Schritt 1: Bedrohungshypothesen in Ereignistypen und stabile Felder übersetzen.
- Schritt 2: YAML-Regeln für Prozess-, Datei- und Netzwerkverhalten formulieren.
- Schritt 3: Positive, negative und Grenzfalltests automatisieren und Fehlalarme reduzieren.
Eigenes Pulsar-Modul prototypisch umsetzen
- Schritt 1: Anwendungsfall, Kernel-Hook und minimales Ereignisschema entwerfen.
- Schritt 2: Eine kleine eBPF- und Rust-Userspace-Erweiterung integrieren.
- Schritt 3: Ereignisverarbeitung, Regelanbindung und grundlegende Tests durchführen.
Embedded- und Container-Deployment
- Schritt 1: Architekturartefakte, Systemdienst, Pfade und Read-only-Dateisysteme vorbereiten.
- Schritt 2: Host- und Containerkontext in Ereignissen unterscheiden.
- Schritt 3: Module, Regeln und Logging auf Geräte- und Workloadprofile zuschneiden.
Performance, Hardening und Troubleshooting
- Schritt 1: Baseline und Pulsar-Ressourcenprofil unter reproduzierbarer Last messen.
- Schritt 2: Module, Regeln, Rechte, Dienst und Protokollierung optimieren und härten.
- Schritt 3: Kernel-, BPF-, Socket-, Modul- und Regelfehler mit einer festen Diagnosemethode beheben.
Exein Runtime Agent integrieren
- Schritt 1: Zielgerät, Build-Einbaupunkt, Privilegien, Identität und Kommunikationspfad festlegen.
- Schritt 2: Agent und Grundkonfiguration in eine vorbereitete Embedded-Firmware integrieren.
- Schritt 3: Pilotgruppe, Richtlinienbaseline, Gesundheitsprüfung und Rückfalloptionen einrichten.
Detection Engineering und aktive Abwehr
- Schritt 1: Gerätebedrohungen in Richtlinien für Prozesse, Dateien und Netzwerkaktivität überführen.
- Schritt 2: Beobachten, alarmieren und blockieren nach Risiko und Produktfunktion abstufen.
- Schritt 3: Angriffssimulationen durchführen und Richtlinien stufenweise produktionsreif machen.
Fleet Operations und Incident Response
- Schritt 1: Geräte gruppieren, Agenten- und Richtlinienstände überwachen und Abweichungen eskalieren.
- Schritt 2: Alarme mit Prozesshierarchie, Gerätehistorie und Produktkritikalität triagieren.
- Schritt 3: Eindämmung, Beweissicherung, Wiederherstellung, SIEM-Weiterleitung und Nachbereitung umsetzen.
Runtime Lite und gemischte Flotten
- Schritt 1: Legacy-Geräte auf Fanotify-, Netlink- und Capability-Voraussetzungen prüfen.
- Schritt 2: Deklarative Richtlinien und Prozessforensik für ein älteres Linux-System anwenden.
- Schritt 3: Koexistenz, gemeinsame Richtlinienziele und Betriebsgrenzen in einer heterogenen Flotte planen.
Abschlussübung und Produktionsentscheidung
- Schritt 1: Einen mehrstufigen Angriff auf Pilotgeräte erkennen und kontrolliert eindämmen.
- Schritt 2: Regel-, Agenten- und Betriebsänderungen dokumentiert ausrollen und verifizieren.
- Schritt 3: Produktionsfreigabe, Restrestrisiken, Kennzahlen und nächste Ausbaustufen präsentieren.
Praxisübungen
- Pulsar-Installation, Ereignisanalyse und Entwicklung eines vollständigen Regelpakets.
- Prototyp eines eigenen Pulsar-Moduls mit eBPF- und Rust-Anteil.
- Embedded- und Container-Deployment mit Performance- und Hardening-Prüfung.
- Runtime-Agentenintegration, aktiver Richtlinienrollout und simulierte Incident Response.
- Runtime-Lite-Labor und abschließende Architektur für eine gemischte Geräteflotte.
Arbeitsweise
Die gesamte Woche folgt einer gemeinsamen Geräteflotte. Entwicklung, Deployment, Messung, Angriffssimulation, Incident-Arbeit und Betriebsentscheidung bauen unmittelbar aufeinander auf.
Voraussetzungen
Gute Linux- und Netzwerkkenntnisse, Erfahrung in Systemadministration oder Entwicklung. Für die Modulprogrammierung sind Rust-Grundkenntnisse hilfreich.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Runtime und Detection Engineering, Embedded Linux, Product Security, Plattformteams und SOC |
| Voraussetzungen: | Gute Linux- und Netzwerkkenntnisse; Rust-Grundkenntnisse sind für Entwicklungsanteile hilfreich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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