Seminar Exein Analyzer Intensivseminar: Firmware Security und Compliance

Einordnung: Dieses Intensivseminar fasst die vollständige Analyzer-Lernstrecke in einer zusammenhängenden Praxiswoche zusammen. Es reicht von der Artefaktvorbereitung über plattformübergreifende Scans, SBOM und CVE-Bewertung bis zu Firmware-Härtung, CI/CD-Automatisierung und prüfbarer Compliance-Nachweisführung.

Inhaltsübersicht

  1. Analyseauftrag und Produktkontext aufbauen
  2. Scans sicher durchführen
  3. Linux-, RTOS-, Android-, UEFI- und Containerartefakte unterscheiden
  4. SBOM und Komponentenbestand verifizieren
  5. CVE-Risiken priorisieren
  6. Credentials, Kryptografie und Härtung verbessern
  7. CI/CD-Automatisierung umsetzen
  8. Schwachstellenprozess betreiben
  9. Compliance-Nachweise erstellen
  10. Abschlussfallstudie bearbeiten

Zielgruppe

Firmware- und Product-Security-Spezialisten, Embedded-Entwickler, DevSecOps-Fachkräfte, Vulnerability Manager, Compliance-Verantwortliche und technische Projektleitungen mit breitem Aufgabenbereich.

Lernziele

  • Den Analyzer-Workflow für unterschiedliche Firmwareplattformen selbstständig durchführen.
  • Komponenten, CVEs, Credentials, Zertifikate und Härtungsdefizite belastbar bewerten.
  • Behebungen technisch planen und durch Differenzscan verifizieren.
  • Analyzer in Yocto-, Buildroot- und CI/CD-Prozesse integrieren.
  • Scanergebnisse in Schwachstellen-, Freigabe- und Compliance-Prozesse überführen.
  • Eine vollständige Sicherheitsbewertung für ein Beispielprodukt erstellen.

Seminarinhalte

Analyseauftrag und Produktkontext aufbauen

  1. Schritt 1: Produktvarianten, Einsatzumgebung, Angriffsflächen und gewünschte Nachweise erfassen.
  2. Schritt 2: Geeignete Firmware-Artefakte auswählen und mit Herkunft, Version und Prüfsumme dokumentieren.
  3. Schritt 3: Projektstruktur, Rollen und Bewertungsregeln für die gesamte Fallstudie festlegen.

Scans sicher durchführen

  1. Schritt 1: Images übergeben, Scanstatus kontrollieren und Verarbeitungsfehler systematisch beheben.
  2. Schritt 2: Ergebnisse nach Befundart, Komponente, Pfad und Kritikalität strukturieren.
  3. Schritt 3: Eine erste Triage durchführen und unklare Befunde für die Detailprüfung markieren.

Linux-, RTOS-, Android-, UEFI- und Containerartefakte unterscheiden

  1. Schritt 1: Plattformspezifische Strukturen, Metadaten und Aussagegrenzen erkennen.
  2. Schritt 2: Unvollständige oder proprietäre Images methodisch behandeln.
  3. Schritt 3: Befunde in einer gemeinsamen Bewertungsmatrix normalisieren.

SBOM und Komponentenbestand verifizieren

  1. Schritt 1: Komponenten, Versionen, Herkunft und Fundstellen zu belastbaren Einträgen zusammenführen.
  2. Schritt 2: Backports, statische Verlinkung und Herstellerpatches berücksichtigen.
  3. Schritt 3: Release-Deltas und unerwartete Komponenten sichtbar machen.

CVE-Risiken priorisieren

  1. Schritt 1: Betroffene Funktion, Konfiguration, Exposition und Angriffspfad prüfen.
  2. Schritt 2: Theoretische, erreichbare und nicht anwendbare Zuordnungen unterscheiden.
  3. Schritt 3: Behebung, Mitigation, Beobachtung oder Risikoakzeptanz begründet festlegen.

Credentials, Kryptografie und Härtung verbessern

  1. Schritt 1: Standardkonten, Geheimnisse, Zertifikate und unsichere Vertrauensanker bewerten.
  2. Schritt 2: Dienste, Dateirechte, Debug-Funktionen und Build-Härtung korrigieren.
  3. Schritt 3: Änderungen durch Wiederholungsscan und Negativtests verifizieren.

CI/CD-Automatisierung umsetzen

  1. Schritt 1: Scanpunkte in Yocto-, Buildroot- und allgemeinen Release-Pipelines bestimmen.
  2. Schritt 2: Artefaktübergabe, technische Konten, Fehlerbehandlung und Berichte automatisieren.
  3. Schritt 3: Qualitätsgrenzen und kontrollierte Ausnahmen als Release-Gates einführen.

Schwachstellenprozess betreiben

  1. Schritt 1: Triage, Zuweisung, Behebung, Verifikation und Abschluss als durchgängigen Prozess gestalten.
  2. Schritt 2: Fristen, Eskalationen, Ausnahmen und Wiederholungsprüfungen definieren.
  3. Schritt 3: Kennzahlen für Abdeckung, Behebungsdauer und Wiederholungsbefunde erstellen.

Compliance-Nachweise erstellen

  1. Schritt 1: Befunde technischen Kontrollzielen und Produktanforderungen zuordnen.
  2. Schritt 2: Scanbericht, Risikobewertung, Behebungsnachweis und Freigabeentscheidung zusammenführen.
  3. Schritt 3: Eine versionierte Produktakte für Varianten und Releases strukturieren.

Abschlussfallstudie bearbeiten

  1. Schritt 1: Ein neues Firmware-Release vollständig scannen und gegenüber dem Vorgänger vergleichen.
  2. Schritt 2: Kritische Befunde technisch entscheiden und erforderliche Änderungen priorisieren.
  3. Schritt 3: Eine Freigabevorlage mit Restrestrisiken, Nachweisen und Folgeaktivitäten erstellen.

Praxisübungen

  • Durchgehende Analyse eines mehrteiligen Embedded-Produkts mit unterschiedlichen Artefakttypen.
  • Aufbau einer automatisierten Scan- und Freigabestufe für ein vorbereitetes Build-Projekt.
  • Erstellung einer vollständigen SBOM-, Risiko-, Härtungs- und Compliance-Dokumentation.
  • Abschlussprüfung durch Differenzscan, Befundverifikation und technische Freigabeentscheidung.

Arbeitsweise

Die Woche ist als zusammenhängendes Produktprojekt organisiert. Theorieblöcke werden unmittelbar in Scans, Befundworkshops, Härtungsaufgaben und Pipeline-Labore umgesetzt.

Voraussetzungen

Solide Linux- und Firmwarekenntnisse sowie Erfahrung in Softwareentwicklung oder Security-Analyse. Eine vorbereitete Laborumgebung wird bereitgestellt.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Firmware Engineering, Product Security, DevSecOps, Vulnerability Management und Compliance
Voraussetzungen: Solide Linux- und Firmwarekenntnisse; Erfahrung in Entwicklung oder Security-Analyse
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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