Einordnung: Das Grundlagenseminar führt in Pulsar als modulares Runtime-Security-Werkzeug für Linux-Geräte ein. eBPF und BTF werden soweit erläutert, wie es für Installation, Modulbetrieb, Ereignisanalyse, CLI-Nutzung, erste Regeln und eine belastbare Fehlerdiagnose erforderlich ist.
Inhaltsübersicht
- Runtime Security und eBPF einordnen
- Pulsar-Architektur verstehen
- Systemvoraussetzungen prüfen
- Installation und Dienststart
- CLI und Module bedienen
- Ereignisse analysieren
- Erste Regel entwickeln
- Grundlegendes Troubleshooting
Zielgruppe
Linux-Administratoren, Embedded-Entwickler, Security-Analysten, DevSecOps-Fachkräfte, Systemintegratoren und neue Pulsar-Anwender.
Lernziele
- Pulsar, eBPF, BTF, Kernelprobes und Userspace-Verarbeitung verständlich einordnen.
- Systemvoraussetzungen prüfen und Pulsar kontrolliert installieren.
- Daemon, CLI, Module, Konfiguration und Statusabfragen sicher bedienen.
- Prozess-, Datei- und Netzwerkereignisse untersuchen.
- Eine erste Regel erstellen, testen und gegen Fehlalarme verbessern.
Seminarinhalte
Runtime Security und eBPF einordnen
- Schritt 1: Laufzeitbeobachtung von statischer Analyse, klassischem Logging und Netzwerksensorik abgrenzen.
- Schritt 2: eBPF-Programme, Verifier, Maps und Userspace-Komponenten auf konzeptioneller Ebene verstehen.
- Schritt 3: BTF und Kernelmerkmale als Voraussetzung für portable und sichere Beobachtung einordnen.
Pulsar-Architektur verstehen
- Schritt 1: Daemon, CLI, Module, Ereignisbus, Regelengine und Logger als Komponentenmodell darstellen.
- Schritt 2: Ereignisweg von der Kerneloperation bis zur Bedrohungsmeldung nachvollziehen.
- Schritt 3: Modulare Aktivierung und unabhängige Konfiguration als Betriebsprinzip verstehen.
Systemvoraussetzungen prüfen
- Schritt 1: Kernelversion, BPF-, BTF- und LSM-Unterstützung mit geeigneten Systeminformationen verifizieren.
- Schritt 2: Architektur, Privilegien, Dateisystempfade und benötigte Werkzeuge kontrollieren.
- Schritt 3: Fehlende Voraussetzungen erkennen und zwischen Konfigurations-, Kernel- und Plattformproblem unterscheiden.
Installation und Dienststart
- Schritt 1: Passende Binärdateien oder Installationsmethode für das Laborsystem auswählen.
- Schritt 2: Daemon mit einer nachvollziehbaren Konfiguration starten und seinen Status prüfen.
- Schritt 3: Socket, Regelpfad, Protokollierung und administrative Rechte kontrollieren.
CLI und Module bedienen
- Schritt 1: Modulstatus, Version und Laufzustand über die CLI abfragen.
- Schritt 2: Module gezielt starten, stoppen, neu starten und konfigurieren.
- Schritt 3: Konfigurationsänderungen dokumentieren und ihre Wirkung auf Ereignisse überprüfen.
Ereignisse analysieren
- Schritt 1: Prozessausführung, Dateizugriff und Netzwerkaktivität mit kontrollierten Aktionen erzeugen.
- Schritt 2: Header-, Prozess- und Nutzlastfelder eines Ereignisses lesen.
- Schritt 3: Zusammengehörige Ereignisse zeitlich und über Prozessbeziehungen verbinden.
Erste Regel entwickeln
- Schritt 1: Ein einfaches unerwünschtes Verhalten als Ereignistyp und Bedingung formulieren.
- Schritt 2: Regeldatei anlegen, laden und durch einen positiven Test auslösen.
- Schritt 3: Einen legitimen Vergleichsfall prüfen und die Bedingung gezielt schärfen.
Grundlegendes Troubleshooting
- Schritt 1: Fehler beim Laden von BPF-Programmen, Berechtigungen, Pfaden und Regeln unterscheiden.
- Schritt 2: Modulstatus und Diagnoseausgaben systematisch auswerten.
- Schritt 3: Eine reproduzierbare Fehlerbeschreibung mit System-, Kernel- und Konfigurationsdaten erstellen.
Praxisübungen
- Kernel- und BPF-Voraussetzungen eines Linux-Systems werden vollständig geprüft.
- Pulsar wird installiert, gestartet und über die CLI administriert.
- Prozess-, Datei- und Netzwerkereignisse werden erzeugt und analysiert.
- Eine eigene Regel wird erstellt, positiv getestet und gegen einen Fehlalarm verbessert.
Arbeitsweise
Kurze Theorieeinheiten werden unmittelbar durch Systemprüfungen, CLI-Aufgaben, Ereignisanalysen und Regeltests umgesetzt.
Voraussetzungen
Sichere Linux-Grundkenntnisse und Erfahrung mit Kommandozeile, Prozessen, Dateien und Netzwerken. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Linux-Administration, Embedded-Entwicklung, Security-Analyse, DevSecOps und Systemintegration |
| Voraussetzungen: | Sichere Linux-Grundkenntnisse und Kommandozeilenerfahrung |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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