Produktpässe verbinden öffentliche Transparenz mit geschützten Lieferketten-, Produkt- und Unternehmensdaten. Das Seminar zeigt, wie diese widersprüchlichen Anforderungen durch Datenklassifikation, gezielte Offenlegung, belastbare Identitäten, Policies und sichere Betriebsprozesse beherrscht werden.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: Schutzbedarf, Datenklassifikation und Zweckbindung
- Kapitel 2: Bedrohungsmodell und Sicherheitsanforderungen
- Kapitel 3: Identitäten, Rollen und Autorisierung
- Kapitel 4: Datenschutz und gezielte Offenlegung
- Kapitel 5: Kryptografie, Signaturen und Schlüssel
- Kapitel 6: Protokollierung, Resilienz und Incident Response
Zielsetzung
Die Lernziele verbinden fachliche Einordnung, strukturierte Modellierung und schrittweise Umsetzung. Nach Abschluss stehen dokumentierte Arbeitsartefakte für Projekt, Architektur, Datenmanagement oder Betrieb zur Verfügung.
- DPP-Daten nach Schutzbedarf, Zweck und Empfänger klassifizieren
- Bedrohungen und Missbrauchsszenarien systematisch bewerten
- Identitäts- und Autorisierungsmodelle für mehrere Akteursgruppen entwerfen
- Datenschutz und Geschäftsgeheimnisse durch gezielte Offenlegung schützen
- Kryptografie, Schlüsselbetrieb, Audit und Vorfallmanagement integrieren
Zielgruppe
- Information Security und Cybersecurity Architecture
- Datenschutz und Legal
- DPP- und Plattformarchitektur
- Identity and Access Management
- Product Compliance, Data Governance und Betrieb
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu Informationssicherheit, Datenschutz oder DPP-Architektur sind hilfreich. Kryptografische Mathematik ist nicht erforderlich.
Didaktische Einordnung
Drei Tage sind erforderlich, weil Schutzbedarf, Bedrohungen, Datenschutz, Geschäftsgeheimnisse, Zugriffsmodell, Kryptografie und Betrieb gemeinsam entworfen und getestet werden. Ein kürzeres Format würde entweder die rechtlich-organisatorische oder die technische Ebene verkürzen. Vorgesehen sind 3 Seminartage mit Fachimpulsen, moderierter Modellierung, Demonstrationen, Fallstudien, Prüfschritten und dokumentierten Praxisarbeiten.
Kapitel 1: Schutzbedarf, Datenklassifikation und Zweckbindung
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: öffentliche, partnerbezogene und behördliche Daten; personenbezogene und vertrauliche Informationen; Geschäftsgeheimnisse und geistiges Eigentum; Zweck, Empfänger, Aufbewahrung und Minimierung
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: öffentliche, partnerbezogene und behördliche Daten fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: personenbezogene und vertrauliche Informationen als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Geschäftsgeheimnisse und geistiges Eigentum in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Zweck, Empfänger, Aufbewahrung und Minimierung anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Datenklassifikationsschema wird auf DPP-Felder angewendet und in Freigabe- sowie Aufbewahrungsregeln übersetzt.
Kapitel 2: Bedrohungsmodell und Sicherheitsanforderungen
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Manipulation und Fälschung; unberechtigter Abruf und Massendownload; Korrelation, Profilbildung und Metadatenleckage; Ausfall, Verlust und Lieferkettenangriff
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Manipulation und Fälschung fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: unberechtigter Abruf und Massendownload als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Korrelation, Profilbildung und Metadatenleckage in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Ausfall, Verlust und Lieferkettenangriff anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Bedrohungsmodell mit Assets, Angreifern, Angriffspfaden, Auswirkungen und priorisierten Maßnahmen wird erstellt.
Kapitel 3: Identitäten, Rollen und Autorisierung
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Organisation, Dienst, Nutzer und Gerät; Authentisierung und Vertrauensniveau; rollen- und attributbasierte Policies; delegierter Zugriff und Vertreterrollen
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Organisation, Dienst, Nutzer und Gerät fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Authentisierung und Vertrauensniveau als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: rollen- und attributbasierte Policies in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: delegierter Zugriff und Vertreterrollen anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Für Öffentlichkeit, Lieferant, Reparatur, Recycling, Behörde und Betreiber wird eine Policy-Matrix mit Testfällen entworfen.
Kapitel 4: Datenschutz und gezielte Offenlegung
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Datenminimierung und getrennte Sichten; Pseudonymisierung und Aggregation; Zustimmung, Rechtsgrundlage und Nachweis; selektive Offenlegung und zweckgebundene Credentials
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Datenminimierung und getrennte Sichten fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Pseudonymisierung und Aggregation als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Zustimmung, Rechtsgrundlage und Nachweis in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: selektive Offenlegung und zweckgebundene Credentials anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein datensparsames Abrufszenario wird modelliert, das nur die für eine konkrete Entscheidung notwendigen Aussagen offenlegt.
Kapitel 5: Kryptografie, Signaturen und Schlüssel
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Transport- und Datensicherheit; digitale Signaturen und Integritätsnachweise; Schlüsselverwaltung und Rotation; Widerruf, Kompromittierung und Wiederherstellung
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Transport- und Datensicherheit fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: digitale Signaturen und Integritätsnachweise als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Schlüsselverwaltung und Rotation in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Widerruf, Kompromittierung und Wiederherstellung anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Schlüssel- und Signaturlebenszyklus mit Rollen, Speicherorten, Rotation, Notfallprozess und Auditnachweisen wird festgelegt.
Kapitel 6: Protokollierung, Resilienz und Incident Response
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Audit Trail und manipulationsgeschützte Logs; Anomalieerkennung und Rate Limits; Backup, Wiederherstellung und Notbetrieb; Meldung, Eindämmung, Ursachenanalyse und Verbesserung
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Audit Trail und manipulationsgeschützte Logs fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Anomalieerkennung und Rate Limits als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Backup, Wiederherstellung und Notbetrieb in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Meldung, Eindämmung, Ursachenanalyse und Verbesserung anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Sicherheitsbetriebsplan mit Ereignissen, Alarmen, Runbooks, Wiederherstellungstests und Reviewzyklus wird erstellt.
Arbeitsunterlagen
Enthalten sind strukturierte Checklisten, Rollen- und Datenmatrizen, Modellierungsvorlagen, Testfallmuster, Entscheidungstabellen und ein auf das Seminarthema zugeschnittenes Arbeitsbeispiel. Die Unterlagen unterstützen die unmittelbare Übertragung in Projekt- und Betriebsdokumentationen.
Fachbereichsleitung, Trainerleitung und Kontakt
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Information Security und Cybersecurity Architecture; Datenschutz und Legal; DPP- und Plattformarchitektur; Identity and Access Management; Product Compliance, Data Governance und Betrieb |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Informationssicherheit, Datenschutz oder DPP-Architektur sind hilfreich. Kryptografische Mathematik ist nicht erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachimpulse, moderierte Modellierung, Demonstrationen, Fallstudien, praktische Übungen und strukturierte Prüfschritte |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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