Interoperabilität entsteht nicht durch ein einzelnes Dateiformat. Erforderlich sind abgestimmte Transportmuster, Datenverträge, semantische Begriffe, Identifikatoren, Validierungen und Fehlerprozesse. Das Seminar entwickelt diese Ebenen anhand eines durchgängigen Austauschfalls.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: Integrationsszenarien und Austauschmuster
- Kapitel 2: Transportprotokolle und API-Profile
- Kapitel 3: Austauschformate und Schemas
- Kapitel 4: Semantik, Vokabulare und Identifikatoren
- Kapitel 5: Mapping, Provenienz und Datenqualität
- Kapitel 6: Versionierung, Validierung und Konformität
Zielsetzung
Die Lernziele verbinden fachliche Einordnung, strukturierte Modellierung und schrittweise Umsetzung. Nach Abschluss stehen dokumentierte Arbeitsartefakte für Projekt, Architektur, Datenmanagement oder Betrieb zur Verfügung.
- geeignete synchrone und asynchrone Austauschmuster auswählen
- maschinenlesbare Datenverträge und Schemas definieren
- semantische Eindeutigkeit über Vokabulare und Identifikatoren herstellen
- Mapping, Validierung und Provenienz nachvollziehbar gestalten
- Fehlerbehandlung, Versionierung und Konformitätstests operationalisieren
Zielgruppe
- Integration Architecture und API Management
- Data Engineering und Datenarchitektur
- DPP-Plattform- und Schnittstellenentwicklung
- Master Data Management und Semantic-Web-Teams
- Technische Projektleitung und Qualitätssicherung
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu Datenformaten oder Schnittstellen sind hilfreich. Programmierkenntnisse sind für konzeptionelle Übungen nicht zwingend.
Didaktische Einordnung
Drei Tage sind notwendig, um Transport, Formate, Semantik, Mapping, Validierung und Betrieb nicht isoliert, sondern als vollständigen Integrationsvertrag zu bearbeiten. Die Übungen umfassen mehrere Partnerrollen und positive sowie negative Testfälle. Vorgesehen sind 3 Seminartage mit Fachimpulsen, moderierter Modellierung, Demonstrationen, Fallstudien, Prüfschritten und dokumentierten Praxisarbeiten.
Kapitel 1: Integrationsszenarien und Austauschmuster
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Push, Pull und Resolverzugriff; Request-Response und Ereignisverteilung; Batch, Streaming und Änderungsdaten; Partner-, Behörden- und öffentliche Zugriffe
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Push, Pull und Resolverzugriff fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Request-Response und Ereignisverteilung als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Batch, Streaming und Änderungsdaten in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Partner-, Behörden- und öffentliche Zugriffe anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Für fünf Anwendungsfälle werden Austauschmuster, Auslöser, Latenz, Volumen und Verantwortlichkeiten ausgewählt.
Kapitel 2: Transportprotokolle und API-Profile
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: HTTP-Methoden und Statuscodes; Authentisierung, Signatur und Transportverschlüsselung; Retry, Idempotenz und Rate Limits; Event Broker und Webhooks
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: HTTP-Methoden und Statuscodes fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Authentisierung, Signatur und Transportverschlüsselung als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Retry, Idempotenz und Rate Limits in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Event Broker und Webhooks anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein technisches Profil mit Endpunkten, Headern, Fehlern, Wiederholungsregeln und Sicherheitsanforderungen wird erstellt.
Kapitel 3: Austauschformate und Schemas
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: JSON und JSON Schema; JSON-LD und Kontextmanagement; XML und XML Schema; CSV- und Dateischnittstellen für Übergangsszenarien
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: JSON und JSON Schema fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: JSON-LD und Kontextmanagement als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: XML und XML Schema in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: CSV- und Dateischnittstellen für Übergangsszenarien anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein gemeinsames Datenobjekt wird in mehreren Formaten abgebildet und auf Informationsverlust, Validierbarkeit und Erweiterbarkeit geprüft.
Kapitel 4: Semantik, Vokabulare und Identifikatoren
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Begriffsdefinition und URI-Strategie; Klassen, Eigenschaften und Codelisten; Einheiten, Sprachen und Wertebereiche; Mapping zwischen domänenspezifischen Modellen
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Begriffsdefinition und URI-Strategie fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Klassen, Eigenschaften und Codelisten als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Einheiten, Sprachen und Wertebereiche in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Mapping zwischen domänenspezifischen Modellen anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein kleines DPP-Vokabular mit Definitionen, Codes, Einheiten und Mappingregeln wird entwickelt.
Kapitel 5: Mapping, Provenienz und Datenqualität
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Quell-zu-Ziel-Mapping; Transformation und Normalisierung; Herkunft, Zeitstempel und Verantwortlichkeit; Qualitätsstatus und Ausnahmebehandlung
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Quell-zu-Ziel-Mapping fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Transformation und Normalisierung als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: Herkunft, Zeitstempel und Verantwortlichkeit in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Qualitätsstatus und Ausnahmebehandlung anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Mapping-Spezifikationsblatt einschließlich Lineage, Transformationsregel, Fehlerklasse und Prüfregel wird erstellt.
Kapitel 6: Versionierung, Validierung und Konformität
Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Schema- und Vokabularversionen; Abwärtskompatibilität und Erweiterungspunkte; syntaktische und semantische Validierung; Testpakete, Fehlerberichte und Freigabe
Das Kapitel verbindet fachliche Definitionen, Datenverantwortung, technische Umsetzung und überprüfbare Freigabekriterien zu einem nachvollziehbaren Arbeitsablauf.
- Schritt 1: Schema- und Vokabularversionen fachlich einordnen, Begriffe und Systemgrenzen abgrenzen sowie die Relevanz für den konkreten Anwendungsfall dokumentieren.
- Schritt 2: Abwärtskompatibilität und Erweiterungspunkte als Daten-, Rollen- und Regelwerk erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und messbare Prüfkriterien festlegen.
- Schritt 3: syntaktische und semantische Validierung in einen technischen oder organisatorischen Lösungsbaustein überführen, Schnittstellen, Zustände und Ausnahmefälle beschreiben.
- Schritt 4: Testpakete, Fehlerberichte und Freigabe anhand eines positiven und eines negativen Testfalls verifizieren, Abweichungen bewerten und die Freigabeunterlagen vervollständigen.
Praxisarbeit: Ein Konformitätspaket mit Testdaten, Validatorregeln, erwarteten Ergebnissen und Migrationsstrategie wird ausgearbeitet.
Arbeitsunterlagen
Enthalten sind strukturierte Checklisten, Rollen- und Datenmatrizen, Modellierungsvorlagen, Testfallmuster, Entscheidungstabellen und ein auf das Seminarthema zugeschnittenes Arbeitsbeispiel. Die Unterlagen unterstützen die unmittelbare Übertragung in Projekt- und Betriebsdokumentationen.
Fachbereichsleitung, Trainerleitung und Kontakt
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Integration Architecture und API Management; Data Engineering und Datenarchitektur; DPP-Plattform- und Schnittstellenentwicklung; Master Data Management und Semantic-Web-Teams; Technische Projektleitung und Qualitätssicherung |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Datenformaten oder Schnittstellen sind hilfreich. Programmierkenntnisse sind für konzeptionelle Übungen nicht zwingend. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachimpulse, moderierte Modellierung, Demonstrationen, Fallstudien, praktische Übungen und strukturierte Prüfschritte |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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