Das Seminar behandelt Migration als kontrollierte Systemänderung und nicht als bloßes Umschreiben von SQL. Abhängigkeiten, Datenäquivalenz, Scheduling, Laufzeit und Rückfall werden von Beginn an in den Ziel-DAG und die Abnahme eingebaut.
Inhaltsverzeichnis
- Lernziele und fachliche Einordnung
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisübungen und Laborszenarien
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele
- Bestehende Prozesse vollständig inventarisieren und nach Risiko priorisieren.
- Quellen, Zwischenstufen und Abhängigkeiten in einen dbt-Ziel-DAG überführen.
- Monolithische SQL- und ETL-Logik schrittweise modularisieren.
- Alt- und Neuprozess über Datenvergleiche und Regressionstests nachweisbar abgleichen.
- Cutover, Backfill, Schedulerwechsel, Rollback und Stilllegung sicher planen.
Schrittweise Seminarinhalte
1. Bestandsaufnahme von SQL- und ETL-Prozessen
Schwerpunkt: Skripte, Stored Procedures, Scheduler, Abhängigkeiten, Parameter, temporäre Tabellen, Fehlerbehandlung, Laufzeiten und Eigentümer.
- Ausgangslage, Zielzustand und fachliche Grenzen für den Themenblock „Bestandsaufnahme von SQL- und ETL-Prozessen“ anhand des Laborprojekts erfassen.
- Relevante Dateien, Ressourcen, Rollen und Abhängigkeiten zu Skripte, Stored Procedures, Scheduler, Abhängigkeiten, Parameter, temporäre Tabellen, Fehlerbehandlung, Laufzeiten und Eigentümer identifizieren und in einer Arbeitscheckliste festhalten.
- Die erforderliche Konfiguration, den Code oder den Betriebsprozess schrittweise umsetzen und alle erzeugten Zwischenstände nachvollziehbar prüfen.
- Funktion, Sicherheit, Wiederholbarkeit, Datenwirkung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederanlauffällen bewerten.
- Als Arbeitsergebnis ein priorisiertes Migrationsinventar mit Komplexitäts- und Risikoklassen dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederverwendbaren Projekt- oder Betriebsstandard überführen.
2. Abhängigkeiten, Sources und Ziel-DAG ableiten
Schwerpunkt: Quelltabellen, Zwischenstufen, Zieltabellen, Ausführungsreihenfolge, zyklische Abhängigkeiten, Datenverträge und Cutover-Grenzen.
- Ausgangslage, Zielzustand und fachliche Grenzen für den Themenblock „Abhängigkeiten, Sources und Ziel-DAG ableiten“ anhand des Laborprojekts erfassen.
- Relevante Dateien, Ressourcen, Rollen und Abhängigkeiten zu Quelltabellen, Zwischenstufen, Zieltabellen, Ausführungsreihenfolge, zyklische Abhängigkeiten, Datenverträge und Cutover-Grenzen identifizieren und in einer Arbeitscheckliste festhalten.
- Die erforderliche Konfiguration, den Code oder den Betriebsprozess schrittweise umsetzen und alle erzeugten Zwischenstände nachvollziehbar prüfen.
- Funktion, Sicherheit, Wiederholbarkeit, Datenwirkung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederanlauffällen bewerten.
- Als Arbeitsergebnis einen belastbaren Ziel-DAG für die schrittweise Migration dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederverwendbaren Projekt- oder Betriebsstandard überführen.
3. Sources und Quelltabellenverträge
Schwerpunkt: Source-Namen, Datenbank und Schema, Tabellen, Identifier, Beschreibungen, Metadaten, Quoting und source()-Verwendung.
- Ausgangslage, Zielzustand und fachliche Grenzen für den Themenblock „Sources und Quelltabellenverträge“ anhand des Laborprojekts erfassen.
- Relevante Dateien, Ressourcen, Rollen und Abhängigkeiten zu Source-Namen, Datenbank und Schema, Tabellen, Identifier, Beschreibungen, Metadaten, Quoting und source()-Verwendung identifizieren und in einer Arbeitscheckliste festhalten.
- Die erforderliche Konfiguration, den Code oder den Betriebsprozess schrittweise umsetzen und alle erzeugten Zwischenstände nachvollziehbar prüfen.
- Funktion, Sicherheit, Wiederholbarkeit, Datenwirkung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederanlauffällen bewerten.
- Als Arbeitsergebnis eine vollständige Source-Definition mit nachvollziehbarer Herkunft und Namensauflösung dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederverwendbaren Projekt- oder Betriebsstandard überführen.
4. SQL zerlegen und in dbt-Modelle überführen
Schwerpunkt: CTE-Extraktion, Staging, Intermediate und Marts, ref, source, Makros, Materialisierung und Namenskonventionen.
- Ausgangslage, Zielzustand und fachliche Grenzen für den Themenblock „SQL zerlegen und in dbt-Modelle überführen“ anhand des Laborprojekts erfassen.
- Relevante Dateien, Ressourcen, Rollen und Abhängigkeiten zu CTE-Extraktion, Staging, Intermediate und Marts, ref, source, Makros, Materialisierung und Namenskonventionen identifizieren und in einer Arbeitscheckliste festhalten.
- Die erforderliche Konfiguration, den Code oder den Betriebsprozess schrittweise umsetzen und alle erzeugten Zwischenstände nachvollziehbar prüfen.
- Funktion, Sicherheit, Wiederholbarkeit, Datenwirkung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederanlauffällen bewerten.
- Als Arbeitsergebnis eine fachlich äquivalente, modularisierte dbt-Implementierung dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederverwendbaren Projekt- oder Betriebsstandard überführen.
5. Refactoring und technische Schulden
Schwerpunkt: lange SQL-Skripte, verschachtelte Unterabfragen, wiederholte Logik, Modellzuschnitt, Makrogrenzen, Tests und schrittweise Umstellung.
- Ausgangslage, Zielzustand und fachliche Grenzen für den Themenblock „Refactoring und technische Schulden“ anhand des Laborprojekts erfassen.
- Relevante Dateien, Ressourcen, Rollen und Abhängigkeiten zu lange SQL-Skripte, verschachtelte Unterabfragen, wiederholte Logik, Modellzuschnitt, Makrogrenzen, Tests und schrittweise Umstellung identifizieren und in einer Arbeitscheckliste festhalten.
- Die erforderliche Konfiguration, den Code oder den Betriebsprozess schrittweise umsetzen und alle erzeugten Zwischenstände nachvollziehbar prüfen.
- Funktion, Sicherheit, Wiederholbarkeit, Datenwirkung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederanlauffällen bewerten.
- Als Arbeitsergebnis einen priorisierten Refactoring-Plan mit kleinen, überprüfbaren Änderungsschritten dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederverwendbaren Projekt- oder Betriebsstandard überführen.
6. Datenprüfungen und Qualitätsregeln
Schwerpunkt: unique, not_null, accepted_values, relationships, Ressourcenzuordnung, Severity, Warn- und Fehlergrenzen sowie store_failures.
- Ausgangslage, Zielzustand und fachliche Grenzen für den Themenblock „Datenprüfungen und Qualitätsregeln“ anhand des Laborprojekts erfassen.
- Relevante Dateien, Ressourcen, Rollen und Abhängigkeiten zu unique, not_null, accepted_values, relationships, Ressourcenzuordnung, Severity, Warn- und Fehlergrenzen sowie store_failures identifizieren und in einer Arbeitscheckliste festhalten.
- Die erforderliche Konfiguration, den Code oder den Betriebsprozess schrittweise umsetzen und alle erzeugten Zwischenstände nachvollziehbar prüfen.
- Funktion, Sicherheit, Wiederholbarkeit, Datenwirkung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederanlauffällen bewerten.
- Als Arbeitsergebnis einen priorisierten Satz ausführbarer Datenqualitätsregeln dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederverwendbaren Projekt- oder Betriebsstandard überführen.
7. Parallelbetrieb, Ergebnisvergleich und Regression
Schwerpunkt: Dual Run, Zeilen- und Summenvergleich, Schlüsselabgleich, Zeitfenster, Performance, Datenqualitätsprüfungen und Abweichungsanalyse.
- Ausgangslage, Zielzustand und fachliche Grenzen für den Themenblock „Parallelbetrieb, Ergebnisvergleich und Regression“ anhand des Laborprojekts erfassen.
- Relevante Dateien, Ressourcen, Rollen und Abhängigkeiten zu Dual Run, Zeilen- und Summenvergleich, Schlüsselabgleich, Zeitfenster, Performance, Datenqualitätsprüfungen und Abweichungsanalyse identifizieren und in einer Arbeitscheckliste festhalten.
- Die erforderliche Konfiguration, den Code oder den Betriebsprozess schrittweise umsetzen und alle erzeugten Zwischenstände nachvollziehbar prüfen.
- Funktion, Sicherheit, Wiederholbarkeit, Datenwirkung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederanlauffällen bewerten.
- Als Arbeitsergebnis einen dokumentierten Paritätsnachweis zwischen Alt- und Neuprozess dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederverwendbaren Projekt- oder Betriebsstandard überführen.
8. Cutover, Rollback und Stilllegung
Schwerpunkt: Umschaltfenster, Scheduler-Wechsel, Backfill, Kommunikationsplan, Go-/No-Go-Kriterien, Rückfall und kontrollierte Deaktivierung.
- Ausgangslage, Zielzustand und fachliche Grenzen für den Themenblock „Cutover, Rollback und Stilllegung“ anhand des Laborprojekts erfassen.
- Relevante Dateien, Ressourcen, Rollen und Abhängigkeiten zu Umschaltfenster, Scheduler-Wechsel, Backfill, Kommunikationsplan, Go-/No-Go-Kriterien, Rückfall und kontrollierte Deaktivierung identifizieren und in einer Arbeitscheckliste festhalten.
- Die erforderliche Konfiguration, den Code oder den Betriebsprozess schrittweise umsetzen und alle erzeugten Zwischenstände nachvollziehbar prüfen.
- Funktion, Sicherheit, Wiederholbarkeit, Datenwirkung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederanlauffällen bewerten.
- Als Arbeitsergebnis ein ausführbares Cutover- und Rücksetz-Runbook dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederverwendbaren Projekt- oder Betriebsstandard überführen.
Praxisübungen und Laborszenarien
- Inventarisierung eines mehrstufigen Legacy-Prozesses mit versteckten Abhängigkeiten.
- Überführung eines monolithischen Skripts in Sources, Staging, Intermediate und Mart.
- Durchführung eines Paritätsvergleichs und Erstellung eines Go-/No-Go-Runbooks.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Data Engineers, Analytics Engineers, Datenarchitektur, ETL-Modernisierung, technische Projektleitung und Plattformbetrieb.
Voraussetzungen: Gute SQL-Kenntnisse, Verständnis der bestehenden Prozesskette und dbt-Core-Grundkenntnisse.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, geführte Konfigurationsschritte, Code-Reviews und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung arbeitet mit einem versionierten Laborprojekt, definierten Prüfpunkten und einer nachvollziehbaren Dokumentation.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Data Engineers, Analytics Engineers, Datenarchitektur, ETL-Modernisierung, technische Projektleitung und Plattformbetrieb |
| Voraussetzungen: | Gute SQL-Kenntnisse, Verständnis der bestehenden Prozesskette und dbt-Core-Grundkenntnisse |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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