Seminar Observability, Debugging und Testartefakte

Aus vielen Einzelartefakten eine belastbare Ursache ableiten

Ein fehlgeschlagener mobiler Test erzeugt häufig mehrere Artefakte, die isoliert betrachtet widersprüchlich wirken. Erst die zeitliche Korrelation von Testschritt, Video, Screenshot, Frameworklog, Geräteprotokoll und Netzwerkverkehr ergibt eine belastbare Diagnose.

Das Seminar etabliert eine feste Triage-Reihenfolge und trennt Produktfehler, Testcodefehler, Datenprobleme und Infrastrukturstörungen.

Inhaltsverzeichnis

  • Aus vielen Einzelartefakten eine belastbare Ursache ableiten
  • Lernziele
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Seminarmodule
    1. Modul 1: Sitzungsmodell und Metadaten
    2. Modul 2: Video und Screenshots
    3. Modul 3: Framework- und Testlogs
    4. Modul 4: Geräte- und App-Protokolle
    5. Modul 5: Netzwerkdaten und interne Ziele
    6. Modul 6: Triage und Fehlerklassifikation
    7. Modul 7: Aufbewahrung und Zugriff
  • Praxislabor
  • Qualitäts- und Abnahmekriterien

Lernziele

  • Verfügbare Sitzungsartefakte zielgerichtet auswählen.
  • Zeitstempel, Build- und Testmetadaten zu einer Diagnosekette verbinden.
  • Fehler zuverlässig einer technischen Klasse zuordnen.
  • Wiederholungen und Eskalationen auf Evidenz stützen.
  • Aufbewahrung und Zugriff auf sensible Artefakte kontrollieren.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: QA Engineers, Testautomatisierer, Entwickler, Supportteams, Plattformadministratoren und Incident-Verantwortliche.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse mobiler Tests; Erfahrung mit Logs oder CI/CD ist hilfreich.

Seminarmodule

Modul 1: Sitzungsmodell und Metadaten

Der Themenblock verbindet Planung, Konfiguration, Durchführung und Prüfung in einer nachvollziehbaren Arbeitsfolge.

  1. Schritt 1: Build, Commit, Suite, Testfall, Gerät und OS eindeutig erfassen.
  2. Schritt 2: Start-, Schritt- und Fehlerzeitpunkte synchronisieren.
  3. Schritt 3: Erwartung und beobachtetes Symptom knapp dokumentieren.
  4. Schritt 4: Unvollständige Metadaten vor der Analyse ergänzen.

Modul 2: Video und Screenshots

Der Themenblock verbindet Planung, Konfiguration, Durchführung und Prüfung in einer nachvollziehbaren Arbeitsfolge.

  1. Schritt 1: Video zur zeitlichen Einordnung und für sichtbare Zustände verwenden.
  2. Schritt 2: Screenshots mit Testschritt und Zeitpunkt verknüpfen.
  3. Schritt 3: Verdeckte Dialoge, Tastatur und Orientierung berücksichtigen.
  4. Schritt 4: Artefakte auf sensible Inhalte prüfen.

Modul 3: Framework- und Testlogs

Der Themenblock verbindet Planung, Konfiguration, Durchführung und Prüfung in einer nachvollziehbaren Arbeitsfolge.

  1. Schritt 1: Client-, Appium-, Maestro-, XCUITest- oder Espresso-Logs unterscheiden.
  2. Schritt 2: Ersten relevanten Fehler statt Folgefehler identifizieren.
  3. Schritt 3: Selektor-, Warte-, Sitzungs- und Kommunikationsfehler klassifizieren.
  4. Schritt 4: Logausgabe mit eindeutigen Testschritten verbessern.

Modul 4: Geräte- und App-Protokolle

Der Themenblock verbindet Planung, Konfiguration, Durchführung und Prüfung in einer nachvollziehbaren Arbeitsfolge.

  1. Schritt 1: App-Absturz, Prozessende, Berechtigung und Systemereignis erkennen.
  2. Schritt 2: Gerätezeit und Testzeit abgleichen.
  3. Schritt 3: Relevante Ausschnitte statt vollständiger Rohdaten sichern.
  4. Schritt 4: Plattformunterschiede bei iOS und Android berücksichtigen.

Modul 5: Netzwerkdaten und interne Ziele

Der Themenblock verbindet Planung, Konfiguration, Durchführung und Prüfung in einer nachvollziehbaren Arbeitsfolge.

  1. Schritt 1: Anfrage, Antwort, Status, Dauer und Fehlerpunkt prüfen.
  2. Schritt 2: DNS-, TLS-, Tunnel- und Backendfehler voneinander trennen.
  3. Schritt 3: Personenbezogene oder geheime Nutzdaten maskieren.
  4. Schritt 4: Netzwerksymptom mit App- und Serverzeitstempel korrelieren.

Modul 6: Triage und Fehlerklassifikation

Der Themenblock verbindet Planung, Konfiguration, Durchführung und Prüfung in einer nachvollziehbaren Arbeitsfolge.

  1. Schritt 1: Produkt-, Test-, Daten-, Gerät-, Netzwerk- und Plattformfehler unterscheiden.
  2. Schritt 2: Minimalen Reproduktionstest aus der vollständigen Suite ableiten.
  3. Schritt 3: Wiederholung nur bei begründetem transientem Verdacht ausführen.
  4. Schritt 4: Eigentümer, Priorität und nächste Prüfmethode festlegen.

Modul 7: Aufbewahrung und Zugriff

Der Themenblock verbindet Planung, Konfiguration, Durchführung und Prüfung in einer nachvollziehbaren Arbeitsfolge.

  1. Schritt 1: Artefakte nach Diagnose-, Audit- und Schutzbedarf klassifizieren.
  2. Schritt 2: Aufbewahrungsfrist und Löschprozess bestimmen.
  3. Schritt 3: Rollenbasierte Zugriffe für sensible Sitzungen einrichten.
  4. Schritt 4: Weitergabe in Tickets oder Reports auf notwendige Daten begrenzen.

Praxislabor

Die Übungen bauen aufeinander auf und enden jeweils mit einem dokumentierten Prüfpunkt.

  1. Übung 1: Einen fehlgeschlagenen mobilen Test anhand gemischter Artefakte zeitlich rekonstruieren.
  2. Übung 2: Fehler in Produkt, Testcode, Daten oder Infrastruktur klassifizieren und begründen.
  3. Übung 3: Eine Artefakt- und Aufbewahrungsrichtlinie für normale und sensible Tests formulieren.

Qualitäts- und Abnahmekriterien

  • Diagnosen beruhen auf zeitlich korrelierten Artefakten.
  • Der erste ursächliche Fehler wird von Folgefehlern getrennt.
  • Wiederholungen werden nicht als Ersatz für Ursachenanalyse verwendet.
  • Sensible Inhalte und Aufbewahrung sind kontrolliert.

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 1 Tag ca. 6 h, Beginn 10:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: QA Engineers, Testautomatisierer, Entwickler, Supportteams, Plattformadministratoren und Incident-Verantwortliche
Voraussetzungen: Grundkenntnisse mobiler Tests; Erfahrung mit Logs oder CI/CD hilfreich
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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Zürich 1 Tage
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