Seminar GADS – Unternehmensübergreifender Datenaustausch

Seminar / Training

Beschreibung

Die Schulung behandelt den Austausch von GADS-Daten über Unternehmens- und Organisationsgrenzen. Technische Übertragung allein genügt nicht: Datenprodukt, Vertrag, Qualität, zulässiger Zweck, Empfängeridentität, Zugriff, Frist, Weitergabe, Widerruf und Audit müssen als zusammenhängender Prozess gestaltet werden.

Seminarziel

Ein sicherer Partneraustausch mit Datenvertrag, Freigabeworkflow, technischen Kontrollen, Qualitätsnachweis und Rücknahme- beziehungsweise Löschverfahren soll entworfen werden können.

Lernziele

  • Den Themenbereich „Austauschszenario und Vertrauensmodell klären“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
  • Den Themenbereich „Datenvertrag und Qualitätsmerkmale definieren“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
  • Den Themenbereich „Freigabe und Zugriff gestalten“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
  • Den Themenbereich „Technische Übertragung absichern“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
  • Den Themenbereich „Zweckbindung und Lebenszyklus kontrollieren“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.

Inhaltsübersicht

  1. 1. Austauschszenario und Vertrauensmodell klären
  2. 2. Datenvertrag und Qualitätsmerkmale definieren
  3. 3. Freigabe und Zugriff gestalten
  4. 4. Technische Übertragung absichern
  5. 5. Zweckbindung und Lebenszyklus kontrollieren
  6. 6. Audit und Störungen behandeln

Zielgruppe

Data Owner, Partner- und Lieferantenmanager, Integrations- und Security-Architekten, Compliance- und Vertragsverantwortliche

Voraussetzungen

Grundkenntnisse in Datenmanagement, IAM, APIs und organisatorischer Partnersteuerung

Seminarinhalte

1. Austauschszenario und Vertrauensmodell klären

Kapitelinhaltsverzeichnis: Absender, Empfänger und Rollen; Datenprodukt und Zweck; Standorte und Rechtsräume; Vertrauensstellung und Identität; Risiken und Schutzbedarf; Owner und Freigabestelle

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Absender, Empfänger und Rollen erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Datenprodukt und Zweck festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Standorte und Rechtsräume entwerfen.
  4. Vertrauensstellung und Identität schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Risiken und Schutzbedarf prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Owner und Freigabestelle verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Ein Austauschprofil für OEM, Zulieferer und Entwicklungsdienstleister erstellen.

2. Datenvertrag und Qualitätsmerkmale definieren

Kapitelinhaltsverzeichnis: Inhalt und Schema; Metadaten und Semantik; Qualitäts-SLA; Aktualität und Version; zulässige Nutzung; Änderung und Beendigung

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Inhalt und Schema erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Metadaten und Semantik festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Qualitäts-SLA entwerfen.
  4. Aktualität und Version schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für zulässige Nutzung prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Änderung und Beendigung verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Einen kompakten Datenvertrag mit Abnahmekriterien formulieren.

3. Freigabe und Zugriff gestalten

Kapitelinhaltsverzeichnis: Antrag und Zweckprüfung; Data Owner und Vier-Augen-Prinzip; Rolle, Attribut und Scope; Befristung und Widerruf; Weitergabe und Export; Rezertifizierung

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Antrag und Zweckprüfung erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Data Owner und Vier-Augen-Prinzip festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Rolle, Attribut und Scope entwerfen.
  4. Befristung und Widerruf schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Weitergabe und Export prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Rezertifizierung verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Einen Freigabeworkflow vom Antrag bis zum automatischen Ablauf modellieren.

4. Technische Übertragung absichern

Kapitelinhaltsverzeichnis: API, Datei oder Datenraum; Verschlüsselung und Schlüssel; Prüfsumme und Signatur; Pufferung und Wiederaufnahme; Quarantäne und Malwareprüfung; Empfangs- und Vollständigkeitsnachweis

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für API, Datei oder Datenraum erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Verschlüsselung und Schlüssel festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Prüfsumme und Signatur entwerfen.
  4. Pufferung und Wiederaufnahme schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Quarantäne und Malwareprüfung prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Empfangs- und Vollständigkeitsnachweis verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Einen sicheren Transfer mit positiver und negativer Empfangsbestätigung planen.

5. Zweckbindung und Lebenszyklus kontrollieren

Kapitelinhaltsverzeichnis: Nutzungszweck und Datensparsamkeit; Speicherort und Kopien; Retention und Rückgabe; Löschung und Nachweis; Legal Hold und Ausnahme; Vertragsende und Offboarding

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Nutzungszweck und Datensparsamkeit erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Speicherort und Kopien festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Retention und Rückgabe entwerfen.
  4. Löschung und Nachweis schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Legal Hold und Ausnahme prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Vertragsende und Offboarding verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Einen Partner-Offboarding-Prozess mit Entzug und Löschbestätigung ausarbeiten.

6. Audit und Störungen behandeln

Kapitelinhaltsverzeichnis: Austausch- und Zugriffsprotokoll; Policy- und Qualitätsnachweis; Verstoß und Datenabfluss; Eindämmung und Benachrichtigung; Beweissicherung; Korrektur und Wiederfreigabe

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Austausch- und Zugriffsprotokoll erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Policy- und Qualitätsnachweis festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Verstoß und Datenabfluss entwerfen.
  4. Eindämmung und Benachrichtigung schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Beweissicherung prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Korrektur und Wiederfreigabe verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Ein Szenario mit unzulässiger Weitergabe untersuchen und Maßnahmen dokumentieren.

Praxisanteile

Die Übungen bauen auf einem konsistenten Automotive-Datenszenario auf. Konfigurationen, Architekturentscheidungen, Prüfprotokolle und Betriebsmaßnahmen werden so dokumentiert, dass sie in ein eigenes Einführungs- oder Betriebskonzept übertragen werden können.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Data Owner, Partner- und Lieferantenmanager, Integrations- und Security-Architekten, Compliance- und Vertragsverantwortliche
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Datenmanagement, IAM, APIs und organisatorischer Partnersteuerung
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Stream gespeichert 2 Tage
Luzern 2 Tage
Bern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
Stream live 2 Tage
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Stream gespeichert 2 Tage
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