Seminar / Training
Beschreibung
Die Schulung behandelt Storage nicht als austauschbare Kapazitätsbox, sondern als Teil der GADS-Datenkette. Unterschiedliche Automotive-Datenarten erzeugen sehr verschiedene Anforderungen an Bandbreite, Latenz, Metadaten, Parallelität, Aufbewahrung und Kosten. Daraus entsteht eine mehrstufige Speicher- und Datenplatzierungsarchitektur.
Seminarziel
Storage-Optionen sollen workloadbezogen bewertet, dimensioniert und mit Tiering-, Replikations-, Schutz- und Betriebsregeln zu einer belastbaren GADS-Architektur verbunden werden können.
Lernziele
- Den Themenbereich „Daten- und Workloadprofile bestimmen“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
- Den Themenbereich „Storage-Technologien bewerten“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
- Den Themenbereich „Performance und Datenlokalität planen“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
- Den Themenbereich „Tiering und Lebenszyklus integrieren“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
- Den Themenbereich „Verfügbarkeit und Schutz gestalten“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
Inhaltsübersicht
- 1. Daten- und Workloadprofile bestimmen
- 2. Storage-Technologien bewerten
- 3. Performance und Datenlokalität planen
- 4. Tiering und Lebenszyklus integrieren
- 5. Verfügbarkeit und Schutz gestalten
- 6. Sizing und Kapazität berechnen
- 7. Betrieb und Fehleranalyse etablieren
Zielgruppe
Storage-Architekten und -Administratoren, Plattformbetreiber, Infrastruktur- und Cloud-Teams, Performance Engineers
Voraussetzungen
Gute Kenntnisse in Storage, Netzwerk, Linux und Kapazitätsplanung
Seminarinhalte
1. Daten- und Workloadprofile bestimmen
Kapitelinhaltsverzeichnis: Dateigröße und Objektanzahl; sequentieller und zufälliger Zugriff; Parallelität und Nutzer; Ingest und Analyse; Metadatenintensität; Aufbewahrung und Wachstum
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Dateigröße und Objektanzahl erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für sequentieller und zufälliger Zugriff festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Parallelität und Nutzer entwerfen.
- Ingest und Analyse schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Metadatenintensität prüfen.
- Ergebnis anhand von Aufbewahrung und Wachstum verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Mess-, Video-, Simulations- und Katalogdaten in Storage-Profile einordnen.
2. Storage-Technologien bewerten
Kapitelinhaltsverzeichnis: Scale-out-Dateisystem; Objektspeicher; Block- und Datenbankbedarf; lokaler Edge-Speicher; Cloud- und Archivspeicher; Protokolle und Zugriffspfade
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Scale-out-Dateisystem erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Objektspeicher festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Block- und Datenbankbedarf entwerfen.
- lokaler Edge-Speicher schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Cloud- und Archivspeicher prüfen.
- Ergebnis anhand von Protokolle und Zugriffspfade verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Eine Eignungsmatrix für fünf Speicherklassen erstellen.
3. Performance und Datenlokalität planen
Kapitelinhaltsverzeichnis: Bandbreite und Latenz; Caching und Vorpositionierung; kleine und große Dateien; Metadaten und Index; Netzwerk und Client; Nebenlast und Konkurrenz
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Bandbreite und Latenz erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Caching und Vorpositionierung festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für kleine und große Dateien entwerfen.
- Metadaten und Index schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Netzwerk und Client prüfen.
- Ergebnis anhand von Nebenlast und Konkurrenz verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Eine Datenplatzierung für interaktive Analyse und Batch-Verarbeitung vergleichen.
4. Tiering und Lebenszyklus integrieren
Kapitelinhaltsverzeichnis: Hot, Warm und Cold; Alter und Zugriff; Status und Freigabe; Policy und Übergang; Rückholung und Cache; Kosten und Egress
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Hot, Warm und Cold erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Alter und Zugriff festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Status und Freigabe entwerfen.
- Policy und Übergang schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Rückholung und Cache prüfen.
- Ergebnis anhand von Kosten und Egress verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Tiering-Regeln einschließlich Rückhol- und Ausnahmepfad formulieren.
5. Verfügbarkeit und Schutz gestalten
Kapitelinhaltsverzeichnis: Replikation und Erasure Coding; Failure Domains; Snapshot und Backup; Standortkopie; Konsistenz und Wiederanlauf; Integrität und Prüfung
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Replikation und Erasure Coding erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Failure Domains festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Snapshot und Backup entwerfen.
- Standortkopie schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Konsistenz und Wiederanlauf prüfen.
- Ergebnis anhand von Integrität und Prüfung verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Ein Schutzmodell für aktiven Datenbestand und Langzeitarchiv entwickeln.
6. Sizing und Kapazität berechnen
Kapitelinhaltsverzeichnis: Nettodaten und Overhead; Wachstum und Retention; Replikations- und Schutzfaktor; Performance- und Reservebedarf; Migration und Beschaffungszeit; Kosten pro Datenklasse
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Nettodaten und Overhead erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Wachstum und Retention festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Replikations- und Schutzfaktor entwerfen.
- Performance- und Reservebedarf schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Migration und Beschaffungszeit prüfen.
- Ergebnis anhand von Kosten pro Datenklasse verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Ein 24-Monats-Sizing mit Reserve- und Beschaffungsschwelle erstellen.
7. Betrieb und Fehleranalyse etablieren
Kapitelinhaltsverzeichnis: Health und Kapazität; IO- und Latenzmetriken; Rebalance und Wartung; Fehlerdomäne und Degradation; Firmware, Patch und Change; Runbook und Eskalation
- Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Health und Kapazität erfassen.
- Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für IO- und Latenzmetriken festlegen.
- Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Rebalance und Wartung entwerfen.
- Fehlerdomäne und Degradation schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
- Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Firmware, Patch und Change prüfen.
- Ergebnis anhand von Runbook und Eskalation verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.
Praxis: Ein Storage-Dashboard und ein Runbook für degradierte Performance ausarbeiten.
Praxisanteile
Die Übungen bauen auf einem konsistenten Automotive-Datenszenario auf. Konfigurationen, Architekturentscheidungen, Prüfprotokolle und Betriebsmaßnahmen werden so dokumentiert, dass sie in ein eigenes Einführungs- oder Betriebskonzept übertragen werden können.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Storage-Architekten und -Administratoren, Plattformbetreiber, Infrastruktur- und Cloud-Teams, Performance Engineers |
| Voraussetzungen: | Gute Kenntnisse in Storage, Netzwerk, Linux und Kapazitätsplanung |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
