Seminar GADS – Datenqualität, Lineage und Rückverfolgbarkeit

Seminar / Training

Beschreibung

Die Schulung verbindet Datenqualität mit technischer und fachlicher Rückverfolgbarkeit. Für datengetriebene Fahrzeugentwicklung genügt es nicht, Daten zu finden; Herkunft, Verarbeitung, Version, Vollständigkeit, Integrität und Freigabestatus müssen entlang des Digital Thread nachvollziehbar sein.

Seminarziel

Qualitätskontrollen, Lineage-Erfassung und Traceability-Nachweise sollen für Datenprodukte und Engineering-Workflows entworfen, überwacht und bei Abweichungen systematisch korrigiert werden können.

Lernziele

  • Den Themenbereich „Qualitätsdimensionen und Kritikalität definieren“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
  • Den Themenbereich „Qualitätsregeln operationalisieren“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
  • Den Themenbereich „Lineage-Modell entwickeln“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
  • Den Themenbereich „Traceability im Digital Thread sichern“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.
  • Den Themenbereich „Integrität und Vertrauenswürdigkeit prüfen“ fachlich einordnen, strukturiert planen und kontrolliert umsetzen.

Inhaltsübersicht

  1. 1. Qualitätsdimensionen und Kritikalität definieren
  2. 2. Qualitätsregeln operationalisieren
  3. 3. Lineage-Modell entwickeln
  4. 4. Traceability im Digital Thread sichern
  5. 5. Integrität und Vertrauenswürdigkeit prüfen
  6. 6. Qualitätsabweichungen bearbeiten
  7. 7. Kennzahlen und kontinuierliche Verbesserung

Zielgruppe

Data Stewards, Qualitätsmanager, Dateningenieure, Safety- und Compliance-Verantwortliche, Engineering-Teams

Voraussetzungen

Grundkenntnisse in Datenprozessen, Metadaten und Qualitätsmanagement; Kataloggrundlagen hilfreich

Seminarinhalte

1. Qualitätsdimensionen und Kritikalität definieren

Kapitelinhaltsverzeichnis: Vollständigkeit und Gültigkeit; Genauigkeit und Plausibilität; Konsistenz und Eindeutigkeit; Aktualität und rechtzeitige Bereitstellung; Integrität und Manipulationsschutz; Use-Case-spezifische Schwellen

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Vollständigkeit und Gültigkeit erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Genauigkeit und Plausibilität festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Konsistenz und Eindeutigkeit entwerfen.
  4. Aktualität und rechtzeitige Bereitstellung schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Integrität und Manipulationsschutz prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Use-Case-spezifische Schwellen verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Qualitätsdimensionen für Mess- und Simulationsdaten gewichten.

2. Qualitätsregeln operationalisieren

Kapitelinhaltsverzeichnis: Schema- und Pflichtfeldprüfung; Wertebereich und Einheiten; Referenz- und Beziehungsprüfung; Duplikate und Ausreißer; Prüfzeitpunkt und Verantwortlicher; Fehlerstatus und Freigabe

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Schema- und Pflichtfeldprüfung erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Wertebereich und Einheiten festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Referenz- und Beziehungsprüfung entwerfen.
  4. Duplikate und Ausreißer schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Prüfzeitpunkt und Verantwortlicher prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Fehlerstatus und Freigabe verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Einen Regelkatalog mit Prüflogik, Severity und Reaktion erstellen.

3. Lineage-Modell entwickeln

Kapitelinhaltsverzeichnis: Quelle und Erfassungsereignis; Transformation und Werkzeug; Parameter und Version; Zwischen- und Endprodukte; Nutzer und Freigaben; Zeit und Standort

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Quelle und Erfassungsereignis erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Transformation und Werkzeug festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Parameter und Version entwerfen.
  4. Zwischen- und Endprodukte schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Nutzer und Freigaben prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Zeit und Standort verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Eine Lineage-Kette für einen mehrstufigen Analyseworkflow modellieren.

4. Traceability im Digital Thread sichern

Kapitelinhaltsverzeichnis: Anforderung und Testfall; Fahrzeug- und Bauteilbezug; Versuch, Simulation und Ergebnis; Entscheidung und Freigabe; Änderung und Wiederholung; Nachweis und Reproduzierbarkeit

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Anforderung und Testfall erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Fahrzeug- und Bauteilbezug festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Versuch, Simulation und Ergebnis entwerfen.
  4. Entscheidung und Freigabe schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Änderung und Wiederholung prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Nachweis und Reproduzierbarkeit verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Von einer Anforderung bis zum freigegebenen Ergebnis rückwärts und vorwärts navigieren.

5. Integrität und Vertrauenswürdigkeit prüfen

Kapitelinhaltsverzeichnis: Prüfsummen und Signaturen; unveränderliche Ereignisse; Zeitstempel und Identität; Übertragungs- und Speicherintegrität; Manipulationsverdacht; Beweissicherung und Eskalation

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Prüfsummen und Signaturen erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für unveränderliche Ereignisse festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Zeitstempel und Identität entwerfen.
  4. Übertragungs- und Speicherintegrität schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Manipulationsverdacht prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Beweissicherung und Eskalation verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Ein Integritätsereignis analysieren und die betroffenen Lineage-Abschnitte bestimmen.

6. Qualitätsabweichungen bearbeiten

Kapitelinhaltsverzeichnis: Quarantäne und Sperre; Owner und Benachrichtigung; Korrektur und Neuberechnung; Ausnahmefreigabe; Root Cause; Wiederveröffentlichung

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Quarantäne und Sperre erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Owner und Benachrichtigung festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Korrektur und Neuberechnung entwerfen.
  4. Ausnahmefreigabe schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Root Cause prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Wiederveröffentlichung verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Einen standardisierten Workflow für fehlerhafte Datenprodukte ausarbeiten.

7. Kennzahlen und kontinuierliche Verbesserung

Kapitelinhaltsverzeichnis: Qualitäts-SLA und Trend; Fehler nach Quelle und Regel; Lineage-Abdeckung; Durchlauf- und Korrekturzeit; Wiederholungsfehler; Maßnahmen und Priorisierung

  1. Ausgangslage, Datenquellen und Verantwortlichkeiten für Qualitäts-SLA und Trend erfassen.
  2. Anforderungen, Abhängigkeiten und Qualitätskriterien für Fehler nach Quelle und Regel festlegen.
  3. Zielmodell, Regeln und technische Umsetzung für Lineage-Abdeckung entwerfen.
  4. Durchlauf- und Korrekturzeit schrittweise konfigurieren oder anhand eines Referenzablaufs modellieren.
  5. Normalbetrieb, Fehlerfälle und Grenzbedingungen für Wiederholungsfehler prüfen.
  6. Ergebnis anhand von Maßnahmen und Priorisierung verifizieren und nachvollziehbar dokumentieren.

Praxis: Ein Datenqualitätsboard mit Entscheidungs- und Eskalationsregeln definieren.

Praxisanteile

Die Übungen bauen auf einem konsistenten Automotive-Datenszenario auf. Konfigurationen, Architekturentscheidungen, Prüfprotokolle und Betriebsmaßnahmen werden so dokumentiert, dass sie in ein eigenes Einführungs- oder Betriebskonzept übertragen werden können.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Data Stewards, Qualitätsmanager, Dateningenieure, Safety- und Compliance-Verantwortliche, Engineering-Teams
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Datenprozessen, Metadaten und Qualitätsmanagement; Kataloggrundlagen hilfreich
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Stream gespeichert 3 Tage
Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
Stream live 3 Tage
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