Das praxisorientierte Format behandelt Ist-, Übergangs- und Zielarchitekturen, alternative Zukunftsszenarien, Abhängigkeiten und umsetzbare Transformationsroadmaps. Methodische Einordnung, strukturierte Systemarbeit und ein durchgängiges Übungsszenario verbinden Architekturkonzept, Repository-Pflege, Analyse und nachvollziehbare Entscheidungen.
Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Lernziele
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Planungsauftrag und Entscheidungshorizont
- Ist-Zustand und Veränderungstreiber
- Zielzustand und Architekturprinzipien
- Szenarien isoliert entwickeln
- Szenarien bewerten und entscheiden
- Plateaus, Gaps und Übergänge
- Roadmap und Abhängigkeitsplanung
- Fortschrittskontrolle und Planänderung
- Praxisaufgaben
Einordnung und Lernziele
Im Mittelpunkt steht die handlungsorientierte Anwendung von ADOIT im Themenfeld Ist-, Übergangs- und Zielarchitekturen, alternative Zukunftsszenarien, Abhängigkeiten und umsetzbare Transformationsroadmaps. Die Inhalte führen von der fachlichen Zielsetzung über die konkrete Konfiguration oder Modellierung bis zur Qualitätsprüfung und zur Einbettung in einen wiederholbaren Arbeitsprozess. Alle Arbeitsschritte werden an einem konsistenten Unternehmensszenario nachvollzogen.
- Fachliche Fragestellungen in geeignete ADOIT-Strukturen, Modelle, Workspaces oder Analysen übersetzen.
- Arbeitsschritte in einer belastbaren Reihenfolge durchführen und Zwischenergebnisse gezielt prüfen.
- Repository-Objekte, Beziehungen, Eigenschaften und Verantwortlichkeiten konsistent verwenden.
- Qualitäts-, Governance- und Betriebsaspekte in die praktische Umsetzung integrieren.
- Erarbeitete Strukturen auf einen eigenen organisatorischen Kontext übertragbar dokumentieren.
Zielgruppe
Enterprise Architects, Transformationsarchitekten, Programm- und Portfoliomanager, Solution Architects, Strategieverantwortliche und Planungsverantwortliche.
Voraussetzungen
ADOIT-Grundkenntnisse und ein abgegrenzter Transformationsfall mit bekannten Architektur- oder Portfolioobjekten.
Seminarinhalte
Planungsauftrag und Entscheidungshorizont
Szenarien und Roadmaps werden auf eine konkrete Entscheidung, einen klaren Scope und einen belastbaren Zeithorizont ausgerichtet.
- Schritt 1: Ausgangsproblem, Entscheidungsträger und erwartete Planungsentscheidung präzisieren.
- Schritt 2: Betroffene Capabilities, Anwendungen, Technologien und Initiativen als Scope festlegen.
- Schritt 3: Planungshorizont, Stichtage und notwendige Detaillierung bestimmen.
- Schritt 4: Nicht verhandelbare Constraints und kritische Abhängigkeiten dokumentieren.
- Schritt 5: Bewertungskriterien für den späteren Szenariovergleich definieren.
Praxisübung: Formulierung eines Planungsauftrags für eine mehrjährige Anwendungsmodernisierung.
Ist-Zustand und Veränderungstreiber
Die Ausgangslage wird mit ihren Risiken, Abhängigkeiten und Veränderungszwängen belastbar beschrieben.
- Schritt 1: Aktuelle Architektur- und Portfolioobjekte für den Scope zusammenstellen.
- Schritt 2: Lifecycle, Fitness, Kosten, Risiken und strategische Relevanz ergänzen.
- Schritt 3: Kritische Schnittstellen und technische oder organisatorische Einzelabhängigkeiten identifizieren.
- Schritt 4: Treiber wie Regulierung, Wachstum, Kosten oder Technologiewechsel zuordnen.
- Schritt 5: Annahmen und Datenunsicherheiten sichtbar kennzeichnen.
Praxisübung: Erstellung einer belastbaren Ausgangsbasis für einen Transformationsfall.
Zielzustand und Architekturprinzipien
Ein prüfbares Zielbild wird aus strategischen Zielen und verbindlichen Leitplanken abgeleitet.
- Schritt 1: Zielsetzungen und erwartete Outcomes für den Planungszeitraum konkretisieren.
- Schritt 2: Prinzipien und Constraints in überprüfbare Zielbedingungen übersetzen.
- Schritt 3: Zukünftige Capability-, Anwendungs- und Technologieelemente festlegen.
- Schritt 4: Zu ersetzende, zu konsolidierende und weiterzuführende Elemente kennzeichnen.
- Schritt 5: Zielzustand gegen strategischen Beitrag und operative Umsetzbarkeit prüfen.
Praxisübung: Modellierung eines Zielzustands mit klaren Architekturentscheidungen und Constraints.
Szenarien isoliert entwickeln
Alternative Zukunftsbilder werden erstellt, ohne die aktuelle Repository-Basis unkontrolliert zu verändern.
- Schritt 1: Szenario mit Zweck, Ausgangspunkt und Annahmen anlegen.
- Schritt 2: Relevante Elemente in den Szenariokontext übernehmen.
- Schritt 3: Änderungen wie Einführung, Ablösung, Zusammenführung und Abhängigkeitsänderung modellieren.
- Schritt 4: Varianten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, Investition oder Risikobereitschaft entwickeln.
- Schritt 5: Szenariointern Konsistenz und Vollständigkeit anhand definierter Prüffragen kontrollieren.
Praxisübung: Entwicklung zweier alternativer Modernisierungsszenarien für denselben Anwendungsausschnitt.
Szenarien bewerten und entscheiden
Alternativen werden mit einheitlichen Kriterien transparent verglichen.
- Schritt 1: Bewertungskriterien wie Zielbeitrag, Kosten, Risiko, Dauer und Abhängigkeit gewichten.
- Schritt 2: Szenarien auf dieselbe Datenbasis und denselben Zeithorizont abstimmen.
- Schritt 3: Auswirkungen auf Capabilities, Anwendungen, Technologien und laufende Vorhaben analysieren.
- Schritt 4: Sensitivitäten und kritische Annahmen durch Variantenprüfung untersuchen.
- Schritt 5: Bevorzugtes Szenario einschließlich Bedingungen und offenen Entscheidungen dokumentieren.
Praxisübung: Durchführung eines gewichteten Szenariovergleichs mit begründeter Auswahl.
Plateaus, Gaps und Übergänge
Die Lücke zwischen Ist und Ziel wird in realistische Zwischenzustände und Veränderungspakete zerlegt.
- Schritt 1: Ausgangs-, Übergangs- und Zielplateaus eindeutig beschreiben.
- Schritt 2: Gaps je Architekturdomäne und betroffener Capability identifizieren.
- Schritt 3: Arbeitspakete und Deliverables zur Schließung der Gaps definieren.
- Schritt 4: Technische, organisatorische und datenbezogene Voraussetzungen zuordnen.
- Schritt 5: Zwischenzustände auf Betriebsfähigkeit und Rest-Risiken prüfen.
Praxisübung: Aufbau eines Übergangsmodells mit zwei Plateaus und den zugehörigen Gaps.
Roadmap und Abhängigkeitsplanung
Arbeitspakete werden in eine zeitlich konsistente und steuerbare Veränderungsfolge überführt.
- Schritt 1: Meilensteine, Start- und Endbedingungen sowie verantwortliche Rollen festlegen.
- Schritt 2: Abhängigkeiten und Reihenfolgen zwischen Migration, Einführung und Stilllegung modellieren.
- Schritt 3: Ressourcen- und Terminengpässe in alternative Sequenzen übersetzen.
- Schritt 4: Entscheidungs- und Kontrollpunkte in die Roadmap integrieren.
- Schritt 5: Roadmapdarstellung für Management und Umsetzungsteams unterschiedlich aufbereiten.
Praxisübung: Erstellung einer mehrjährigen Roadmap mit Abhängigkeiten und Entscheidungstoren.
Fortschrittskontrolle und Planänderung
Roadmaps bleiben durch regelmäßige Reviews und kontrollierte Replanung aktuell.
- Schritt 1: Status-, Termin-, Risiko- und Nutzenkennzahlen für Arbeitspakete definieren.
- Schritt 2: Ist-Fortschritt gegen Plateau- und Zielbedingungen prüfen.
- Schritt 3: Auswirkungen von Verzögerungen und geänderten Annahmen analysieren.
- Schritt 4: Szenario oder Roadmap kontrolliert aktualisieren und frühere Entscheidungslage dokumentieren.
- Schritt 5: Review-Zyklus und Verantwortlichkeiten für laufende Planung festlegen.
Praxisübung: Simulation eines Roadmap-Reviews nach Verzögerung eines kritischen Arbeitspakets.
Praxisaufgaben
- Aufgabe 1: Ist- und Zielzustand für einen abgegrenzten Transformationsfall modellieren.
- Aufgabe 2: Zwei alternative Szenarien entwickeln und anhand einheitlicher Kriterien vergleichen.
- Aufgabe 3: Plateaus, Gaps, Arbeitspakete und Abhängigkeiten in einer Roadmap strukturieren.
- Aufgabe 4: Einen Review- und Replanungsprozess mit messbaren Kontrollpunkten etablieren.
Fachbereichsleitung / Trainingsleitung / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Enterprise Architects, Transformationsarchitekten, Programm- und Portfoliomanager, Solution Architects, Strategieverantwortliche und Planungsverantwortliche |
| Voraussetzungen: | ADOIT-Grundkenntnisse und ein abgegrenzter Transformationsfall mit bekannten Architektur- oder Portfolioobjekten |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, moderierte Reviews |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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