Seminar ADOIT ArchiMate Grundlagen

Das praxisorientierte Format behandelt ArchiMate-Grundbegriffe, Modellierungskonventionen und praktische Erstellung verständlicher Architektursichten in ADOIT. Methodische Einordnung, strukturierte Systemarbeit und ein durchgängiges Übungsszenario verbinden Architekturkonzept, Repository-Pflege, Analyse und nachvollziehbare Entscheidungen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einordnung und Lernziele
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Seminarinhalte
  5. ArchiMate als gemeinsame Architektursprache
  6. Navigation und Arbeitsweise in ADOIT
  7. Business-Schicht modellieren
  8. Application-Schicht modellieren
  9. Technology-Schicht modellieren
  10. Schichten verbinden und Sichten gestalten
  11. Grundlegende Modellierungsqualität
  12. Praxisaufgaben

Einordnung und Lernziele

Im Mittelpunkt steht die handlungsorientierte Anwendung von ADOIT im Themenfeld ArchiMate-Grundbegriffe, Modellierungskonventionen und praktische Erstellung verständlicher Architektursichten in ADOIT. Die Inhalte führen von der fachlichen Zielsetzung über die konkrete Konfiguration oder Modellierung bis zur Qualitätsprüfung und zur Einbettung in einen wiederholbaren Arbeitsprozess. Alle Arbeitsschritte werden an einem konsistenten Unternehmensszenario nachvollzogen.

  • Fachliche Fragestellungen in geeignete ADOIT-Strukturen, Modelle, Workspaces oder Analysen übersetzen.
  • Arbeitsschritte in einer belastbaren Reihenfolge durchführen und Zwischenergebnisse gezielt prüfen.
  • Repository-Objekte, Beziehungen, Eigenschaften und Verantwortlichkeiten konsistent verwenden.
  • Qualitäts-, Governance- und Betriebsaspekte in die praktische Umsetzung integrieren.
  • Erarbeitete Strukturen auf einen eigenen organisatorischen Kontext übertragbar dokumentieren.

Zielgruppe

Einsteiger in Enterprise Architecture, Business Architects, Solution Architects, IT-Architekten, Prozessverantwortliche und fachliche Modellierende.

Voraussetzungen

Keine ArchiMate-Vorkenntnisse erforderlich; allgemeines Verständnis von Geschäftsprozessen, Anwendungen oder IT-Strukturen ist hilfreich.

Seminarinhalte

ArchiMate als gemeinsame Architektursprache

Zweck, Aufbau und Einsatzgrenzen von ArchiMate werden verständlich eingeordnet.

  1. Schritt 1: Enterprise Architecture, Modell, Sicht und Repository als unterschiedliche Konzepte abgrenzen.
  2. Schritt 2: Schichten und Aspekte des ArchiMate-Frameworks in einer einfachen Orientierungsmatrix einordnen.
  3. Schritt 3: Aktive Struktur, Verhalten und passive Struktur anhand praktischer Beispiele unterscheiden.
  4. Schritt 4: Stakeholderfrage und Modellierungsziel vor der Auswahl von Elementen formulieren.
  5. Schritt 5: Eine schlanke Auswahl geeigneter Elemente für den Einstieg festlegen.

Praxisübung: Zuordnung typischer Unternehmensbegriffe zu Schichten, Aspekten und ArchiMate-Elementen.

Navigation und Arbeitsweise in ADOIT

Die grundlegende Bedienung wird mit einer sauberen Repository-Arbeitsweise verbunden.

  1. Schritt 1: Modell- und Objektkatalog öffnen und persönliche von freigegebenen Bereichen unterscheiden.
  2. Schritt 2: Ein Modell im vorgesehenen Modellordner anlegen und eindeutig benennen.
  3. Schritt 3: Wiederverwendbare Repository-Objekte suchen, prüfen und in einer Sicht verwenden.
  4. Schritt 4: Neue Objekte kontrolliert anlegen und aus persönlichen Bereichen in die Zielstruktur verschieben.
  5. Schritt 5: Eigenschaften, Verantwortlichkeiten und Statuswerte vollständig pflegen.

Praxisübung: Anlage eines ersten Modells mit wiederverwendbaren Objekten in einer vorgegebenen Ordnerstruktur.

Business-Schicht modellieren

Geschäftliche Strukturen und Leistungen werden mit wenigen, klaren Konzepten beschrieben.

  1. Schritt 1: Business Actor und Business Role anhand organisatorischer Verantwortung unterscheiden.
  2. Schritt 2: Business Process, Business Function und Business Service anhand ihres Zwecks abgrenzen.
  3. Schritt 3: Business Object als fachlich verwendete Information einordnen.
  4. Schritt 4: Serving-, Assignment-, Access- und Flow-Beziehungen in einfachen Mustern einsetzen.
  5. Schritt 5: Eine Business-Sicht auf fachliche Plausibilität und Verständlichkeit prüfen.

Praxisübung: Modellierung eines Geschäftsservices mit Rolle, Prozess und verwendetem Informationsobjekt.

Application-Schicht modellieren

Anwendungen und ihre Leistungen werden so modelliert, dass Abhängigkeiten analysierbar werden.

  1. Schritt 1: Application Component, Application Function, Application Service und Interface unterscheiden.
  2. Schritt 2: Anwendungen mit bereitgestellten Services und unterstützten Geschäftsprozessen verbinden.
  3. Schritt 3: Data Objects und Informationsflüsse in angemessenem Detailgrad ergänzen.
  4. Schritt 4: Schnittstellen und Abhängigkeiten ohne unnötige technische Detailtiefe darstellen.
  5. Schritt 5: Wiederverwendung bestehender Anwendungsobjekte vor Neuanlage prüfen.

Praxisübung: Erstellung einer einfachen Application-Cooperation-Sicht für zwei integrierte Anwendungen.

Technology-Schicht modellieren

Technische Plattformen und ihre Abhängigkeit zu Anwendungen werden in Grundzügen abgebildet.

  1. Schritt 1: Node, Device, System Software, Technology Service und Artefact unterscheiden.
  2. Schritt 2: Technologiekomponenten zu Plattformen und Betriebsumgebungen strukturieren.
  3. Schritt 3: Anwendungsartefakte und technische Services mit passenden Beziehungen verknüpfen.
  4. Schritt 4: Lifecycle-Informationen als Grundlage für spätere Risikoanalysen pflegen.
  5. Schritt 5: Eine technische Sicht auf Übermodellierung und fehlende Aussage prüfen.

Praxisübung: Modellierung einer technischen Bereitstellung für eine Anwendungskomponente.

Schichten verbinden und Sichten gestalten

Einzelmodelle werden zu einer verständlichen, schichtenübergreifenden Aussage verbunden.

  1. Schritt 1: Eine konkrete Stakeholderfrage für die Gesamtsicht festlegen.
  2. Schritt 2: Benötigte Elemente aus vorhandenen Sichten und dem Repository wiederverwenden.
  3. Schritt 3: Geschäftsservice, Anwendung und Technologie über Serving und Realization verbinden.
  4. Schritt 4: Layout, Gruppierung, Beschriftung und Detailgrad auf Lesbarkeit ausrichten.
  5. Schritt 5: Die Sicht mit einer fachlichen Prüffrage und einem Peer-Review abnehmen.

Praxisübung: Aufbau einer durchgängigen Sicht vom Geschäftsprozess bis zur technischen Plattform.

Grundlegende Modellierungsqualität

Einfache Regeln sichern einheitliche und auswertbare Modelle.

  1. Schritt 1: Benennungsregeln für Modelle, Objekte und Beziehungen anwenden.
  2. Schritt 2: Dubletten durch Suche und eindeutige Verantwortlichkeit vermeiden.
  3. Schritt 3: Pflichtattribute und minimale Dokumentation je Objektart festlegen.
  4. Schritt 4: Unverbundene Elemente, falsche Beziehungstypen und unklare Modelle erkennen.
  5. Schritt 5: Änderungen kontrolliert speichern, prüfen und für die weitere Nutzung bereitstellen.

Praxisübung: Qualitätsprüfung und Korrektur eines vorbereiteten Modells mit typischen Anfängerfehlern.

Praxisaufgaben

  1. Aufgabe 1: Ein Business-, Application- und Technology-Modell mit passenden Elementen und Beziehungen aufbauen.
  2. Aufgabe 2: Repository-Objekte wiederverwenden und Dubletten durch strukturierte Suche vermeiden.
  3. Aufgabe 3: Eine schichtenübergreifende Sicht für eine konkrete Stakeholderfrage erstellen.
  4. Aufgabe 4: Ein Modell anhand einfacher semantischer und formaler Qualitätsregeln prüfen.

Fachbereichsleitung / Trainingsleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Einsteiger in Enterprise Architecture, Business Architects, Solution Architects, IT-Architekten, Prozessverantwortliche und fachliche Modellierende
Voraussetzungen: Keine ArchiMate-Vorkenntnisse erforderlich; allgemeines Verständnis von Geschäftsprozessen, Anwendungen oder IT-Strukturen ist hilfreich
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, moderierte Reviews
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Luzern 2 Tage
Bern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
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