Das praxisorientierte Format behandelt technischer und methodischer Plattformbetrieb mit Administration, Repository-Design, Konfiguration, Datenversorgung, Integration, Governance, Reporting und AI. Methodische Einordnung, strukturierte Systemarbeit und ein durchgängiges Übungsszenario verbinden Architekturkonzept, Repository-Pflege, Analyse und nachvollziehbare Entscheidungen.
Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Lernziele
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Plattform-Betriebsmodell
- Konten, Gruppen und Rechte
- Authentifizierung und Provisionierung
- Repository-Architektur und Datenqualität
- Metamodellprofile und Eigenschaften
- Import, Export und Massenpflege
- ADOIT-ADONIS- und Drittsystemintegration
- Fehlerbehandlung, Sicherheit und Monitoring
- Validierung, Freigabe und Plattform-Governance
- Dashboards, AI und kontinuierliche Verbesserung
- Praxisaufgaben
Einordnung und Lernziele
Im Mittelpunkt steht die handlungsorientierte Anwendung von ADOIT im Themenfeld technischer und methodischer Plattformbetrieb mit Administration, Repository-Design, Konfiguration, Datenversorgung, Integration, Governance, Reporting und AI. Die Inhalte führen von der fachlichen Zielsetzung über die konkrete Konfiguration oder Modellierung bis zur Qualitätsprüfung und zur Einbettung in einen wiederholbaren Arbeitsprozess. Alle Arbeitsschritte werden an einem konsistenten Unternehmensszenario nachvollzogen.
- Fachliche Fragestellungen in geeignete ADOIT-Strukturen, Modelle, Workspaces oder Analysen übersetzen.
- Arbeitsschritte in einer belastbaren Reihenfolge durchführen und Zwischenergebnisse gezielt prüfen.
- Repository-Objekte, Beziehungen, Eigenschaften und Verantwortlichkeiten konsistent verwenden.
- Qualitäts-, Governance- und Betriebsaspekte in die praktische Umsetzung integrieren.
- Erarbeitete Strukturen auf einen eigenen organisatorischen Kontext übertragbar dokumentieren.
Zielgruppe
ADOIT-Administratoren, Plattformverantwortliche, Repository-Verantwortliche, Integrationsarchitekten, Methodikverantwortliche, technische Enterprise Architects und Betriebsteams.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse der IT-Administration und von Datenintegrationen; grundlegende ADOIT-Bedienkenntnisse sind hilfreich.
Seminarinhalte
Plattform-Betriebsmodell
Aufgaben, Rollen und Kontrollen für einen stabilen ADOIT-Betrieb werden strukturiert.
- Schritt 1: Fachliche Administration, technische Administration, Repository-Verantwortung und Support abgrenzen.
- Schritt 2: Regelaufgaben, Änderungen, Störungen und Freigaben in einer Betriebsrollenmatrix ordnen.
- Schritt 3: Serviceziele, Wartungsfenster und Eskalationswege festlegen.
- Schritt 4: Dokumentations- und Nachweispflichten für kritische Änderungen bestimmen.
- Schritt 5: Ein Betriebsbacklog mit priorisierten Verbesserungen aufbauen.
Praxisübung: Erstellung eines vollständigen RACI-ähnlichen Betriebsmodells für eine ADOIT-Plattform.
Konten, Gruppen und Rechte
Identitäten und Zugriffe werden nach Minimalprinzip und Benutzerlebenszyklus verwaltet.
- Schritt 1: Kontenattribute und Gruppenstruktur für Modellierende, Lesende, Portfolio- und Administrationsrollen definieren.
- Schritt 2: Konten und Gruppen anlegen sowie Eintritt, Wechsel und Austritt durchspielen.
- Schritt 3: Globale, komponentenbezogene und Repository-Rechte unterscheiden.
- Schritt 4: Vererbungen und unerwünschte Privilegien mit Testkonten prüfen.
- Schritt 5: Rezertifizierung und Behandlung verwaister Zugriffe organisieren.
Praxisübung: Aufbau und Test eines abgestuften Berechtigungsmodells.
Authentifizierung und Provisionierung
Zentrale Identitätsdienste werden kontrolliert angebunden und getestet.
- Schritt 1: Lokale Anmeldung, Verzeichnisdienst, Single Sign-on und automatisierte Bereitstellung vergleichen.
- Schritt 2: Attribut- und Gruppenmapping für LDAP, OIDC oder SCIM fachlich festlegen.
- Schritt 3: Standardwerte und Zielgruppen für neu bereitgestellte Konten definieren.
- Schritt 4: Testfälle für Anmeldung, Sperrung, Rollenentzug und fehlerhafte Zuordnung erstellen.
- Schritt 5: Rückfall, Supportdiagnose und kontrollierte Inbetriebnahme planen.
Praxisübung: Entwicklung einer Test- und Abnahmecheckliste für eine Identity-Anbindung.
Repository-Architektur und Datenqualität
Ablage, Identität, Verantwortung und Qualität werden als gemeinsame Plattformgrundlage gestaltet.
- Schritt 1: Modell- und Objektgruppen nach stabilen Kriterien strukturieren.
- Schritt 2: Benennungs-, Schlüssel- und Dublettenregeln für zentrale Objektarten festlegen.
- Schritt 3: Datenverantwortung und Pflegeereignisse in einer Matrix dokumentieren.
- Schritt 4: Qualitätsregeln und Kontrollabfragen für Vollständigkeit, Eindeutigkeit und Aktualität definieren.
- Schritt 5: Archivierung und Stilllegung von Inhalten kontrolliert organisieren.
Praxisübung: Entwurf einer Repository-Struktur mit Qualitäts- und Verantwortungsmodell.
Metamodellprofile und Eigenschaften
Die Benutzeroberfläche wird ohne unnötige Komplexität auf Rollen und Arbeitsaufgaben zugeschnitten.
- Schritt 1: Nutzerrollen und benötigte Modellierungsaufgaben analysieren.
- Schritt 2: Geeignetes vollständiges, schlankes oder portfoliospezifisches Metamodellprofil auswählen.
- Schritt 3: Eigenschaften nach Pflicht, optional, nur lesbar und sensibel strukturieren.
- Schritt 4: Empfehlungen und Hilfetexte für häufige Aufgaben gestalten.
- Schritt 5: Änderungen mit Testrollen, Auswirkungsanalyse und Rückfalloption prüfen.
Praxisübung: Konfiguration eines schlanken Profils und einer zielgruppengerechten Eigenschaftsansicht.
Import, Export und Massenpflege
Daten werden wiederholbar, kontrolliert und mit klaren Qualitätsnachweisen verarbeitet.
- Schritt 1: Feld-, Wert- und Beziehungsmapping für eine Quelldatei erstellen.
- Schritt 2: Dubletten, ungültige Werte und fehlende Schlüssel vor dem Import bereinigen.
- Schritt 3: Testimport durchführen und Importmeldungen systematisch auswerten.
- Schritt 4: Massenänderung über gefilterte Bearbeitung oder kontrollierten Import ausführen.
- Schritt 5: Export und ArchiMate-Austausch mit reproduzierbaren Filtern und Vergleichsprüfungen absichern.
Praxisübung: Durchführung eines End-to-End-Datenlaufs vom Quelldatencheck bis zur Abnahme.
ADOIT-ADONIS- und Drittsystemintegration
Datenflüsse werden über führende Systeme, klare Semantik und geeignete technische Muster definiert.
- Schritt 1: Integrationsnutzen, Systemgrenzen und führende Pflege je Datenart festlegen.
- Schritt 2: Datenvertrag mit Schlüsseln, Attributen, Beziehungen und Wertemapping erstellen.
- Schritt 3: Synchronisationsregeln für gemeinsam genutzte Prozess- und Architekturobjekte definieren.
- Schritt 4: API-, Datei- und Importmuster nach Aktualität und Kontrollbedarf auswählen.
- Schritt 5: End-to-End-Test mit Neu-, Änderungs-, Lösch- und Fehlerszenarien planen.
Praxisübung: Konzeption eines synchronisierten Prozess-Anwendungs-Datenflusses.
Fehlerbehandlung, Sicherheit und Monitoring
Produktive Datenflüsse werden durch Schutzmaßnahmen und messbare Betriebskontrollen abgesichert.
- Schritt 1: Technische, semantische und fachliche Fehlerklassen unterscheiden.
- Schritt 2: Wiederanlauf, Quarantäne und manuelle Korrektur für fehlerhafte Datensätze definieren.
- Schritt 3: Servicekonten und Berechtigungen auf notwendige Operationen beschränken.
- Schritt 4: Kennzahlen für Durchsatz, Verzögerung, Fehlerquote und Datenqualität festlegen.
- Schritt 5: Alarmierung, Diagnose und Betriebsübergabe in einer Supportanweisung dokumentieren.
Praxisübung: Bearbeitung eines simulierten Integrationsfehlers einschließlich Wiederanlauf und Nachkontrolle.
Validierung, Freigabe und Plattform-Governance
Änderungen und Architekturinformationen werden mit angemessenen Kontrollen freigegeben.
- Schritt 1: Definition of Done und Qualitätskriterien für Konfiguration, Daten und Modelle formulieren.
- Schritt 2: Validierungen ausführen und Befunde nach Kritikalität behandeln.
- Schritt 3: Status- und Freigabemodell mit zulässigen Übergängen aufbauen.
- Schritt 4: Änderungen an Konfiguration und Integrationen durch Review und Abnahme absichern.
- Schritt 5: Governance-Kennzahlen und regelmäßige Kontrolltermine festlegen.
Praxisübung: Entwurf eines kombinierten Change-, Daten- und Freigabeverfahrens.
Dashboards, AI und kontinuierliche Verbesserung
Betrieb, Qualität und Weiterentwicklung werden durch Transparenz und kontrollierte Innovation unterstützt.
- Schritt 1: Abfragen und Kennzahlen für Konten, Datenqualität, Freigaben und Integrationszustand definieren.
- Schritt 2: Ein Betriebsdashboard mit Tabellen, Charts und Schwellenwerten konfigurieren.
- Schritt 3: AI-Einsatzfelder für Recherche, Diagnoseunterstützung und Portfolioarbeit bewerten.
- Schritt 4: Datenklassen, menschliche Prüfung und Freigaberegeln für AI festlegen.
- Schritt 5: Verbesserungsmaßnahmen aus Kennzahlen, Fehlern und Nutzerfeedback priorisieren.
Praxisübung: Aufbau eines Plattform-Dashboards und eines kontrollierten AI-Pilotkonzepts.
Praxisaufgaben
- Aufgabe 1: Ein vollständiges Plattform-Betriebs-, Rollen- und Berechtigungsmodell entwickeln.
- Aufgabe 2: Repository, Metamodellprofile und Eigenschaften zielgruppengerecht gestalten.
- Aufgabe 3: Datenimporte und Integrationen mit Datenvertrag, Test, Fehlerbehandlung und Monitoring absichern.
- Aufgabe 4: Governance, Dashboards und einen kontrollierten AI-Einsatz in den Regelbetrieb integrieren.
Fachbereichsleitung / Trainingsleitung / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | ADOIT-Administratoren, Plattformverantwortliche, Repository-Verantwortliche, Integrationsarchitekten, Methodikverantwortliche, technische Enterprise Architects und Betriebsteams |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse der IT-Administration und von Datenintegrationen; grundlegende ADOIT-Bedienkenntnisse sind hilfreich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, moderierte Reviews |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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