Seminar ADOIT Intensivseminar: Enterprise Architecture und Portfoliosteuerung

Das praxisorientierte Format behandelt durchgängige Enterprise-Architecture-Praxis von ArchiMate und Capability Planning bis zu Anwendungs-, Technologie- und Transformationsportfolios. Methodische Einordnung, strukturierte Systemarbeit und ein durchgängiges Übungsszenario verbinden Architekturkonzept, Repository-Pflege, Analyse und nachvollziehbare Entscheidungen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einordnung und Lernziele
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Seminarinhalte
  5. EA-Arbeitsauftrag und Lean Repository
  6. ArchiMate und stakeholderbezogene Sichten
  7. Motivation, Strategie und Anforderungen
  8. Capability Map und Investitionsbedarf
  9. Anwendungsinventar und Portfoliozusammenhang
  10. Fitness, Kosten, Compliance und TIME
  11. Technologieportfolio und Scouting
  12. Szenarien und Transformationsroadmap
  13. Analysen, Dashboards und Kommunikation
  14. Governance und EA-Betriebsmodell
  15. Praxisaufgaben

Einordnung und Lernziele

Im Mittelpunkt steht die handlungsorientierte Anwendung von ADOIT im Themenfeld durchgängige Enterprise-Architecture-Praxis von ArchiMate und Capability Planning bis zu Anwendungs-, Technologie- und Transformationsportfolios. Die Inhalte führen von der fachlichen Zielsetzung über die konkrete Konfiguration oder Modellierung bis zur Qualitätsprüfung und zur Einbettung in einen wiederholbaren Arbeitsprozess. Alle Arbeitsschritte werden an einem konsistenten Unternehmensszenario nachvollzogen.

  • Fachliche Fragestellungen in geeignete ADOIT-Strukturen, Modelle, Workspaces oder Analysen übersetzen.
  • Arbeitsschritte in einer belastbaren Reihenfolge durchführen und Zwischenergebnisse gezielt prüfen.
  • Repository-Objekte, Beziehungen, Eigenschaften und Verantwortlichkeiten konsistent verwenden.
  • Qualitäts-, Governance- und Betriebsaspekte in die praktische Umsetzung integrieren.
  • Erarbeitete Strukturen auf einen eigenen organisatorischen Kontext übertragbar dokumentieren.

Zielgruppe

Enterprise Architects, Business Architects, Application Portfolio Manager, Technology Architects, Transformationsmanager und Mitglieder eines neu aufgebauten EA-Teams.

Voraussetzungen

Grundverständnis von Geschäfts- und IT-Architektur; praktische ADOIT-Erfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend.

Seminarinhalte

EA-Arbeitsauftrag und Lean Repository

Die Architekturarbeit wird auf konkrete Entscheidungen und einen schlanken, belastbaren Informationsumfang ausgerichtet.

  1. Schritt 1: Stakeholderfragen, Entscheidungssituationen und erwartete Informationsprodukte priorisieren.
  2. Schritt 2: Scope, Architekturdomänen und organisatorische Reichweite für ein EA-Vorhaben festlegen.
  3. Schritt 3: Kernobjekte, Beziehungen und Verantwortlichkeiten in einem Lean-Informationsmodell bestimmen.
  4. Schritt 4: Modell- und Objektgruppen sowie Benennungsregeln für den Arbeitsbereich anlegen.
  5. Schritt 5: Erfolgskriterien für Nutzung, Datenqualität und unterstützte Entscheidungen definieren.

Praxisübung: Aufbau eines fokussierten EA-Arbeitsraums für ein durchgängiges Transformationsszenario.

ArchiMate und stakeholderbezogene Sichten

Ein gemeinsames Modellierungsverständnis wird für verständliche, analysierbare Sichten eingesetzt.

  1. Schritt 1: Business-, Application- und Technology-Konzepte anhand des Übungsfalls abgrenzen.
  2. Schritt 2: Wiederverwendbare Objekte im Repository suchen, anlegen und korrekt ablegen.
  3. Schritt 3: Geeignete Beziehungen für Services, Realisierung, Nutzung und Informationsflüsse einsetzen.
  4. Schritt 4: Sichten für Management, Fachbereich und Technik aus derselben Datenbasis entwickeln.
  5. Schritt 5: Modelle durch semantische Prüfung und Peer-Review verbessern.

Praxisübung: Erstellung mehrerer ArchiMate-Sichten mit gemeinsam genutzten Objekten.

Motivation, Strategie und Anforderungen

Strategische Treiber werden bis zu überprüfbaren Architektur- und Transformationsanforderungen rückverfolgbar.

  1. Schritt 1: Stakeholder, Treiber und Assessments für den Übungsfall strukturieren.
  2. Schritt 2: Ziele und messbare Outcomes in einer Wirkungskette anordnen.
  3. Schritt 3: Prinzipien und Constraints als Leitplanken formulieren.
  4. Schritt 4: Anforderungen aus Zielen, Prinzipien und Lücken ableiten.
  5. Schritt 5: Traceability von strategischem Anlass bis zur Architekturanforderung prüfen.

Praxisübung: Aufbau eines Motivationsmodells mit priorisierten Anforderungen.

Capability Map und Investitionsbedarf

Strategie wird über Capabilities in konkrete Entwicklungs- und Investitionsfelder übersetzt.

  1. Schritt 1: Capabilities von Prozessen, Organisation und Produkten abgrenzen.
  2. Schritt 2: Eine mehrstufige Capability Map entwickeln und fachlich validieren.
  3. Schritt 3: Strategische Relevanz, Ist-Reife und Zielreife bewerten.
  4. Schritt 4: Anwendungen, Prozesse und Verantwortlichkeiten zu ausgewählten Capabilities zuordnen.
  5. Schritt 5: Priorisierte Capability-Lücken und Investitionsbedarfe ableiten.

Praxisübung: Erstellung einer Capability Heatmap mit priorisierten Entwicklungsfeldern.

Anwendungsinventar und Portfoliozusammenhang

Ein entscheidungsfähiges Anwendungsportfolio wird mit fachlichem und technischem Kontext aufgebaut.

  1. Schritt 1: Anwendungen und Services eindeutig abgrenzen, bereinigen und Verantwortlichen zuordnen.
  2. Schritt 2: Unterstützte Capabilities und Prozesse verknüpfen.
  3. Schritt 3: Schnittstellen, Technologien und kritische Abhängigkeiten ergänzen.
  4. Schritt 4: Datenqualität mit Kontrollabfragen und Stichproben prüfen.
  5. Schritt 5: Redundanzen, Versorgungslücken und Einzelabhängigkeiten analysieren.

Praxisübung: Aufbau und Analyse eines repräsentativen Anwendungsausschnitts.

Fitness, Kosten, Compliance und TIME

Mehrere Bewertungsdimensionen werden zu einer nachvollziehbaren Portfoliostrategie verbunden.

  1. Schritt 1: Business und Technology Fitness mit eindeutigen Skalen bewerten.
  2. Schritt 2: Vertrags- und Anwendungskosten zuordnen und auffällige Kostenkonzentrationen prüfen.
  3. Schritt 3: Prinzipien und Constraints für eine Compliance-Bewertung auswählen.
  4. Schritt 4: TIME-Strategien aus Fitness, Kosten, Risiko und Zielbeitrag ableiten.
  5. Schritt 5: Strategieentscheidung und begründete Abweichungen dokumentieren.

Praxisübung: Durchführung einer kombinierten Portfolio-, Kosten- und Compliance-Bewertung.

Technologieportfolio und Scouting

Bestehende Technologien und neue Kandidaten werden in einem gemeinsamen Steuerungskontext betrachtet.

  1. Schritt 1: Technologietaxonomie, Produktversionen und Lifecycle-Status strukturieren.
  2. Schritt 2: Technologien mit Anwendungen und geschäftskritischen Capabilities verknüpfen.
  3. Schritt 3: Lifecycle- und Konzentrationsrisiken in Matrix und Zeitdarstellung analysieren.
  4. Schritt 4: Neue Technologiekandidaten nach Nutzen, Reife, Risiko und Anschlussfähigkeit bewerten.
  5. Schritt 5: Standard-, Beobachtungs-, Pilot- und Ablöseentscheidungen vorbereiten.

Praxisübung: Erstellung einer kombinierten Lifecycle-Heatmap und eines kleinen Technologieradars.

Szenarien und Transformationsroadmap

Portfolioentscheidungen werden in alternative Zukunftsbilder und eine umsetzbare Veränderungsfolge überführt.

  1. Schritt 1: Ist- und Zielzustand für den ausgewählten Transformationsscope definieren.
  2. Schritt 2: Alternative Szenarien mit unterschiedlichen Investitions- und Risikoprofilen entwickeln.
  3. Schritt 3: Szenarien nach Zielbeitrag, Kosten, Risiko, Dauer und Abhängigkeiten vergleichen.
  4. Schritt 4: Plateaus, Gaps und Arbeitspakete für das bevorzugte Szenario bestimmen.
  5. Schritt 5: Meilensteine, Abhängigkeiten und Entscheidungstore in einer Roadmap anordnen.

Praxisübung: Aufbau einer abgestimmten Roadmap aus einer dokumentierten Szenarioentscheidung.

Analysen, Dashboards und Kommunikation

Entscheidungsinformationen werden rollenbezogen analysiert und verständlich bereitgestellt.

  1. Schritt 1: Managementfragen in Suchbedingungen und Kennzahlen übersetzen.
  2. Schritt 2: Matrizen, Portfoliodiagramme und Zeitdarstellungen passend auswählen.
  3. Schritt 3: Ein Dashboard aus Abfragen, Charts, Tabellen und Erläuterungen konfigurieren.
  4. Schritt 4: Datenqualität und Stichtag in der Darstellung sichtbar machen.
  5. Schritt 5: Portfolioempfehlungen für unterschiedliche Stakeholder konsistent aufbereiten.

Praxisübung: Konfiguration eines integrierten EA- und Portfolio-Dashboards.

Governance und EA-Betriebsmodell

Das erarbeitete Portfolio wird durch Rollen, Reviews und kontrollierte Pflege dauerhaft nutzbar.

  1. Schritt 1: Datenverantwortung, Pflegeereignisse und Aktualisierungsfristen festlegen.
  2. Schritt 2: Qualitätsregeln und Definition of Done für zentrale Inhalte formulieren.
  3. Schritt 3: Validierung, Review und Freigabestatus in einen praktikablen Ablauf überführen.
  4. Schritt 4: Regeltermine für Portfolio-, Technologie- und Roadmapreview planen.
  5. Schritt 5: Ein priorisiertes Einführungs- und Verbesserungsbacklog erstellen.

Praxisübung: Erstellung eines EA-Operating-Models für die Fortführung des Übungsszenarios.

Praxisaufgaben

  1. Aufgabe 1: Ein vollständiges Lean-EA-Repository mit ArchiMate-Sichten und Capability Map aufbauen.
  2. Aufgabe 2: Ein Anwendungs- und Technologieportfolio mit Fitness, Kosten, Compliance und Lifecycle bewerten.
  3. Aufgabe 3: Alternative Szenarien vergleichen und eine abhängige Transformationsroadmap entwickeln.
  4. Aufgabe 4: Entscheidungsorientierte Dashboards sowie ein belastbares EA-Governance-Modell erstellen.

Fachbereichsleitung / Trainingsleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Enterprise Architects, Business Architects, Application Portfolio Manager, Technology Architects, Transformationsmanager und Mitglieder eines neu aufgebauten EA-Teams
Voraussetzungen: Grundverständnis von Geschäfts- und IT-Architektur; praktische ADOIT-Erfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, moderierte Reviews
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Winterthur 5 Tage
Zürich 5 Tage
Stream live 5 Tage
Stream gespeichert 5 Tage
Luzern 5 Tage
Bern 5 Tage
Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
Sankt Gallen 5 Tage
Basel 5 Tage
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Winterthur 5 Tage
Zürich 5 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
Sankt Gallen 5 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
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