Seminar Trusted Firmware-A – Testing mit QEMU, FVP und TF-A Tests

Seminar / Training

Die Schulung baut eine reproduzierbare TF-A-Teststrategie auf. QEMU, Fixed Virtual Platforms und reale Boards werden nach Aussagekraft eingesetzt; Unit- und Hosttests, Test-Payloads, TF-A Tests, Bootmatrizen, Power-Management- und Sicherheitsprüfungen werden automatisiert und in auswertbare Ergebnisse überführt.

Inhaltsübersicht

  1. Teststrategie und Abdeckungsmodell
  2. Reproduzierbare Builds und Testartefakte
  3. QEMU als schnelle Prüfumgebung
  4. FVP für Architektur- und RAS-Funktionen
  5. TF-A Tests und Test-Payloads
  6. Boot- und Image-Matrix
  7. Power- und Multicore-Tests
  8. Sicherheits- und Negativtests
  9. Fehlertriage und Reproduktion
  10. Automatisierung und Bericht

Lernziele

  • Testebenen und Ausführungsumgebungen nach Risiko und Aussagekraft auswählen.
  • QEMU- und FVP-Boots reproduzierbar konfigurieren und automatisiert auswerten.
  • TF-A Tests beziehungsweise geeignete Test-Payloads bauen und ausführen.
  • Boot-, Runtime-, PSCI-, Sicherheits- und Negativtests in einer Testmatrix verbinden.
  • Fehlschläge mit Artefakten, Logs und reproduzierbaren Minimalfällen diagnostizieren.

Seminarinhalte

1. Teststrategie und Abdeckungsmodell

  1. Schritt 1: Architektur-, Plattform-, Sicherheits- und Betriebsanforderungen werden in prüfbare Aussagen überführt.
  2. Schritt 2: Hosttest, Modelltest und Hardwaretest erhalten jeweils klare Ziele und Grenzen.
  3. Schritt 3: Risiko und Änderungsumfang bestimmen Priorität und Wiederholungsfrequenz.

Praxis: Eine mehrstufige Testpyramide für ein TF-A-Produkt wird entworfen.

2. Reproduzierbare Builds und Testartefakte

  1. Schritt 1: Toolchain, Konfiguration, Commitstand und Payloads werden in einem Testmanifest festgehalten.
  2. Schritt 2: Buildausgaben werden mit eindeutigen Namen, Prüfsummen und Symbolinformationen archiviert.
  3. Schritt 3: Test und Produktbuild unterscheiden sich nur durch bewusst dokumentierte Optionen.

Praxis: Ein vollständiges Testartefaktpaket wird erzeugt und auf einem zweiten Arbeitsplatz reproduziert.

3. QEMU als schnelle Prüfumgebung

  1. Schritt 1: Maschine, CPU, Speicher, Firmwarepfad und serielle Ausgabe werden fest definiert.
  2. Schritt 2: Timeout, Exitcode und erwartete Logmarken werden maschinell ausgewertet.
  3. Schritt 3: Grenzen der Emulation werden dokumentiert, damit Erfolge nicht überinterpretiert werden.

Praxis: Mehrere QEMU-Bootvarianten werden per Skript ausgeführt und bewertet.

4. FVP für Architektur- und RAS-Funktionen

  1. Schritt 1: Modellparameter, Pluginstände und Plattformkonfiguration werden versioniert.
  2. Schritt 2: Trace, Breakpoints und modellbasierte Fehlerfunktionen werden gezielt eingesetzt.
  3. Schritt 3: Modellunterschiede zur Zielhardware werden in der Ergebnisbewertung berücksichtigt.

Praxis: Ein FVP-Boot wird mit Trace aufgezeichnet und ein definierter Fehler injiziert.

5. TF-A Tests und Test-Payloads

  1. Schritt 1: Testframework und Payload werden mit zur Firmware passenden Schnittstellen gebaut.
  2. Schritt 2: Testgruppen werden nach PSCI, Runtime Services, Interrupts und Plattformfunktionen ausgewählt.
  3. Schritt 3: Ergebnisse werden aus Konsolenprotokollen strukturiert extrahiert.

Praxis: Eine Test-Suite wird gebaut, gestartet und in einen maschinenlesbaren Bericht überführt.

6. Boot- und Image-Matrix

  1. Schritt 1: Cold Boot, Warm Boot, alternative BL32/BL33-Payloads und mehrere Konfigurationen werden kombiniert.
  2. Schritt 2: Fehlende, beschädigte und inkompatible Images bilden eigene Negativfälle.
  3. Schritt 3: Jede Variante besitzt eindeutige erwartete Übergabepunkte und Endzustände.

Praxis: Eine Bootmatrix wird automatisiert ausgeführt und auf unerwartete Pfade geprüft.

7. Power- und Multicore-Tests

  1. Schritt 1: CPU_ON/OFF, Suspend, System Suspend und Reset werden über Wiederholungsschleifen belastet.
  2. Schritt 2: Parallelität und wechselnde Kernreihenfolgen provozieren Race Conditions.
  3. Schritt 3: Hardwarezustand und PSCI-Ergebnis werden gemeinsam bewertet.

Praxis: Ein mehrstündiger verkürzter Stresstest wird mit Fehlergrenzen und Logrotation eingerichtet.

8. Sicherheits- und Negativtests

  1. Schritt 1: Authentisierungsfehler, ungültige Pointer, falsche Größen und unzulässige Zustände werden injiziert.
  2. Schritt 2: Kontrollierter Abbruch und Informationsminimierung werden als Erfolgskriterien definiert.
  3. Schritt 3: Tests prüfen auch, dass Recovery oder Debug keine Vertrauensabsenkung erlauben.

Praxis: Eine Negativtestreihe für Boot und Runtime Service wird durchgeführt.

9. Fehlertriage und Reproduktion

  1. Schritt 1: Fehlschläge werden nach Build, Modell, Plattform, Timing und Testfehler klassifiziert.
  2. Schritt 2: Ein Minimalfall reduziert Varianten und erhält alle notwendigen Artefakte.
  3. Schritt 3: Regressionstest und Fehlerreferenz werden nach der Korrektur dauerhaft ergänzt.

Praxis: Ein instabiler Test wird reproduziert, minimiert und als Regressionstest fixiert.

10. Automatisierung und Bericht

  1. Schritt 1: Build-, Start-, Timeout- und Auswertungsschritte werden als idempotente Pipeline umgesetzt.
  2. Schritt 2: Berichte zeigen Plattform, Konfiguration, Testgruppe und Abweichung ohne manuelle Nacharbeit.
  3. Schritt 3: Freigabegates unterscheiden Pflicht-, Quarantäne- und Informationstests.

Praxis: Eine lokale End-to-End-Testpipeline erzeugt einen Freigabebericht.

Zielgruppe

Firmware-Entwickler, Test- und CI-Teams, BSP-Integratoren, Plattformverantwortliche und Security-Tester für Arm-Firmware.

Voraussetzungen

TF-A-Build- und Bootkenntnisse, Linux-Shell oder Python, Grundlagen zu QEMU oder FVP sowie Verständnis von Testautomatisierung und Fehleranalyse.

Praxisumgebung

Linux-Arbeitsplatz mit TF-A, AArch64-Toolchain, QEMU, FVP oder vergleichbarem Modell, Test-Payloads, Skriptumgebung und Debugwerkzeugen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Firmware-Entwickler, Test- und CI-Teams, BSP-Integratoren, Plattformverantwortliche und Security-Tester für Arm-Firmware.
Voraussetzungen: TF-A-Build- und Bootkenntnisse, Linux-Shell oder Python, Grundlagen zu QEMU oder FVP sowie Verständnis von Testautomatisierung und Fehleranalyse.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Quellcodeanalyse, Demonstrationen, praktische Übungen am System und kontrollierte Fehlerfälle
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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