Seminar Trusted Firmware-A – PSCI und Power Management

Seminar / Training

Die Schulung behandelt PSCI als standardisierte Schnittstelle zwischen Betriebssystem, EL3-Laufzeit und Plattform-Power-Controller. Von CPU_ON und CPU_OFF über CPU_SUSPEND bis zu System Suspend, Reset und Off werden Zustandsmodelle, Affinitätsebenen, Race Conditions und Diagnosewege praktisch erarbeitet.

Inhaltsübersicht

  1. PSCI-Rollen und Aufrufpfad
  2. Power-Domänen und Zustandsmodell
  3. CPU_ON und sekundärer Einstieg
  4. CPU_OFF und CPU_SUSPEND
  5. System Suspend, Off und Reset
  6. Nebenläufigkeit und Synchronisation
  7. Validierung und Fehlersuche

Lernziele

  • PSCI-Aufrufmodell, Versionen, Rückgabewerte und Zustandsbegriffe sicher anwenden.
  • Plattform-Power-Domänen und Affinitätsebenen korrekt modellieren.
  • CPU- und Systemzustände einschließlich Suspend und Resume implementieren.
  • Nebenläufigkeit, Cachekohärenz und Warm-Boot-Einstieg kontrollieren.
  • Fehlerhafte Power-Transitions mit Logs und Test-Payloads eingrenzen.

Seminarinhalte

1. PSCI-Rollen und Aufrufpfad

  1. Schritt 1: Aufrufer, SMC-Transport, EL3-Dispatcher und Plattformoperationen werden getrennt betrachtet.
  2. Schritt 2: Funktions-IDs, Argumente und Rückgabewerte werden auf 32- und 64-Bit-Aufrufe abgebildet.
  3. Schritt 3: Unsupported-, Invalid- und Denied-Fälle werden mit nachvollziehbarer Ursache unterschieden.

Praxis: PSCI-Aufrufe werden aus einer Test-Payload erzeugt und bis zur Plattformoperation verfolgt.

2. Power-Domänen und Zustandsmodell

  1. Schritt 1: Core-, Cluster- und Systemebenen werden aus der realen Hardware abgeleitet.
  2. Schritt 2: Local State und zusammengesetzter Power State werden konsistent codiert.
  3. Schritt 3: Nicht unterstützte Kombinationen werden früh und deterministisch verworfen.

Praxis: Ein hierarchischer Power-State-Baum wird für eine Mehrclusterplattform modelliert.

3. CPU_ON und sekundärer Einstieg

  1. Schritt 1: Zielkern, Einstiegspunkt und Kontext-ID werden validiert.
  2. Schritt 2: Power-Controller, Mailbox und Cachewartung werden in sicherer Reihenfolge angesteuert.
  3. Schritt 3: Der Sekundärkern erreicht über den Warm-Boot-Pfad den übergebenen Entry Point.

Praxis: Mehrere Kerne werden parallel gestartet und auf doppelte oder verlorene Übergänge geprüft.

4. CPU_OFF und CPU_SUSPEND

  1. Schritt 1: Off- und Retention-Zustände werden nach Hardwarefähigkeit unterschieden.
  2. Schritt 2: Kontext, GIC-Zustand und plattformspezifische Register werden passend gesichert.
  3. Schritt 3: Rückkehrpfade vermeiden eine erneute Cold-Boot-Initialisierung.

Praxis: Ein Kern durchläuft Off, Retention und Resume mit definierten Prüfpunkten.

5. System Suspend, Off und Reset

  1. Schritt 1: Systemweite Vorbedingungen und Koordination aller Kerne werden festgelegt.
  2. Schritt 2: Wakeup-Quellen, DRAM-Erhalt und Resume-Vektor werden validiert.
  3. Schritt 3: Reset und Off erhalten getrennte Hardware- und Fehlerpfade.

Praxis: System Suspend und zwei Resetursachen werden reproduzierbar getestet.

6. Nebenläufigkeit und Synchronisation

  1. Schritt 1: Locks, Bakery-Mechanismen und atomare Zustandswechsel werden zielgerichtet eingesetzt.
  2. Schritt 2: Race Conditions zwischen Kernstart, Suspend und Interrupt werden provoziert.
  3. Schritt 3: Barrieren und Cachewartung werden anhand der tatsächlichen Speicherfreigabe platziert.

Praxis: Ein konkurrierender CPU_ON/SUSPEND-Test wird stabilisiert.

7. Validierung und Fehlersuche

  1. Schritt 1: PSCI-Statistiken, Tracepunkte und Plattformlogs werden korreliert.
  2. Schritt 2: Timeout, falscher MPIDR und Power-Controller-Fehler werden einzeln injiziert.
  3. Schritt 3: Testergebnisse werden gegen erwartete PSCI-Rückgabewerte und Hardwarezustände geprüft.

Praxis: Eine Power-Management-Testmatrix wird ausgeführt und dokumentiert.

Zielgruppe

Firmware-Entwickler, BSP- und Kernel-Integratoren, SoC-Teams sowie Entwickler von Power-Management- und Suspend-Funktionen.

Voraussetzungen

TF-A-Architekturgrundlagen, AArch64-Ausführungsmodell, C-Kenntnisse und Verständnis von Multicore-Systemen, Interrupts und Cachekohärenz.

Praxisumgebung

Linux-Arbeitsplatz mit TF-A, Test-Payload oder Betriebssystem, AArch64-Toolchain sowie QEMU, FVP oder Hardware mit zugänglichem Power-Controller.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Firmware-Entwickler, BSP- und Kernel-Integratoren, SoC-Teams sowie Entwickler von Power-Management- und Suspend-Funktionen.
Voraussetzungen: TF-A-Architekturgrundlagen, AArch64-Ausführungsmodell, C-Kenntnisse und Verständnis von Multicore-Systemen, Interrupts und Cachekohärenz.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Quellcodeanalyse, Demonstrationen, praktische Übungen am System und kontrollierte Fehlerfälle
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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