Seminar Trusted Firmware-A – Realm Management Extension und Arm CCA

Seminar / Training

Die Schulung ordnet die Realm Management Extension in die Arm Confidential Compute Architecture ein und zeigt die Aufgaben von TF-A beim Übergang zwischen Root-, Realm-, Secure- und Non-secure-Welt. Granule-Schutz, GPT, RMM-Handoff, Bootanforderungen, Ressourcenaufteilung und Teststrategien werden schrittweise aufgebaut.

Inhaltsübersicht

  1. CCA-Architektur und Sicherheitszustände
  2. RME-Fähigkeiten und Plattformvoraussetzungen
  3. Granule Protection und GPT
  4. RMM-Image und Boot-Handoff
  5. Root-World-Laufzeitpfade
  6. Interrupts und gemeinsame Ressourcen
  7. Integration mit Hypervisor und Realm-Payload
  8. Sicherheits- und Isolationstests
  9. Abnahme und Betriebsgrenzen

Lernziele

  • CCA-Sicherheitszustände und Verantwortungsgrenzen zwischen TF-A, RMM, Hypervisor und Realm verstehen.
  • Granule Protection Tables initialisieren und Speicherzustände kontrolliert überführen.
  • RMM laden, authentisieren, konfigurieren und mit gültigen Übergabedaten starten.
  • Realm-bezogene SMC- und Interruptpfade in die Gesamtarchitektur einordnen.
  • RME-Integration mit Positiv-, Negativ- und Isolationsprüfungen validieren.

Seminarinhalte

1. CCA-Architektur und Sicherheitszustände

  1. Schritt 1: Root, Realm, Secure und Non-secure werden nach Privileg und Speicherzugriff abgegrenzt.
  2. Schritt 2: TF-A, RMM, Hypervisor und Realm-Payload erhalten eindeutige Verantwortlichkeiten.
  3. Schritt 3: Boot- und Laufzeitgrenzen werden in einem Vertrauensdiagramm dargestellt.

Praxis: Ein vollständiges CCA-Komponenten- und Vertrauensmodell wird erstellt.

2. RME-Fähigkeiten und Plattformvoraussetzungen

  1. Schritt 1: CPU-, GIC-, Speicher- und Modellvoraussetzungen werden gegen die Zielplattform geprüft.
  2. Schritt 2: Buildoptionen und Firmwarekomponenten werden als reproduzierbares Profil festgelegt.
  3. Schritt 3: Nicht verfügbare Funktionen werden früh erkannt und mit geeigneten Alternativen dokumentiert.

Praxis: Eine RME-Fähigkeitsmatrix wird für Modell und Zielhardware erstellt.

3. Granule Protection und GPT

  1. Schritt 1: Physischer Speicher wird in Granules und anfängliche Sicherheitszustände eingeteilt.
  2. Schritt 2: GPT-Strukturen werden mit korrekter Größe, Ausrichtung und Abdeckung angelegt.
  3. Schritt 3: Übergänge zwischen Zuständen werden nur nach Ownership- und Lebenszyklusprüfung ausgeführt.

Praxis: Ein Speicherbereich wird kontrolliert zwischen Non-secure-, Realm- und Root-Zustand überführt.

4. RMM-Image und Boot-Handoff

  1. Schritt 1: RMM-Image, Ladeadresse, Größe und Authentisierungsanforderung werden definiert.
  2. Schritt 2: Manifest- oder Übergabedaten werden aus vertrauenswürdiger Plattformkonfiguration erzeugt.
  3. Schritt 3: RMM-Einstieg erfolgt erst nach GPT-, GIC- und Speicherinitialisierung in festgelegter Reihenfolge.

Praxis: RMM wird geladen und der erfolgreiche Initialisierungshandoff protokolliert.

5. Root-World-Laufzeitpfade

  1. Schritt 1: RMI- und SMC-bezogene Aufrufwege werden zwischen Hypervisor, TF-A und RMM verfolgt.
  2. Schritt 2: Registerkontext und Sicherheitszustandswechsel werden auf unerlaubte Datenübernahme geprüft.
  3. Schritt 3: Fehlercodes und Abbruchbedingungen bleiben über alle Schichten nachvollziehbar.

Praxis: Ein Realm-Management-Aufruf wird schrittweise durch alle beteiligten Komponenten verfolgt.

6. Interrupts und gemeinsame Ressourcen

  1. Schritt 1: Interruptgruppen und Zuständigkeiten werden für Root-, Realm- und Non-secure-Komponenten festgelegt.
  2. Schritt 2: Gemeinsame Timer, Konsolen und Debugpfade werden auf Informationsabfluss geprüft.
  3. Schritt 3: DMA-fähige Geräte und Speicherzugriffe werden in das Isolationsmodell einbezogen.

Praxis: Eine Ressourcenmatrix zeigt zulässige Zugriffe und notwendige Schutzmaßnahmen.

7. Integration mit Hypervisor und Realm-Payload

  1. Schritt 1: Bootreihenfolge und Versionen der beteiligten Komponenten werden auf Kompatibilität geprüft.
  2. Schritt 2: Hypervisor und Realm-Payload erhalten nur die vorgesehenen Schnittstellen und Speicherbereiche.
  3. Schritt 3: Fehler bei Realm-Erstellung oder -Zerstörung werden bis zur verursachenden Schicht zurückverfolgt.

Praxis: Ein einfacher Realm-Lebenszyklus wird gestartet, geprüft und beendet.

8. Sicherheits- und Isolationstests

  1. Schritt 1: Unerlaubte Speicherzugriffe zwischen den vier Zuständen werden als Negativtests definiert.
  2. Schritt 2: Fehlerhafte GPT-Zustände, ungültige Manifeste und falsche RMM-Adressen werden injiziert.
  3. Schritt 3: Die Plattform muss kontrolliert abbrechen oder einen eindeutigen Fehler melden.

Praxis: Eine Isolationstestreihe weist zulässige und unzulässige Übergänge nach.

9. Abnahme und Betriebsgrenzen

  1. Schritt 1: RME-Build, Plattformkonfiguration und Komponentenstände werden gemeinsam versioniert.
  2. Schritt 2: Debug- und Diagnosemöglichkeiten werden ohne Aufweichung der Vertraulichkeit festgelegt.
  3. Schritt 3: Bekannte Grenzen und Recovery-Pfade werden für Integration und Betrieb dokumentiert.

Praxis: Eine RME-Abnahmecheckliste wird mit Mess- und Lognachweisen ausgefüllt.

Zielgruppe

Firmware- und Virtualisierungsentwickler, Plattformarchitekten, Security Engineers, Hypervisor-Teams und Integratoren vertraulicher Rechenumgebungen.

Voraussetzungen

Sehr gute TF-A- und AArch64-Kenntnisse, Grundlagen zu Virtualisierung, MMU, GIC und Secure Monitor sowie C- und Debugging-Erfahrung.

Praxisumgebung

Linux-Arbeitsplatz mit RME-fähigem FVP oder geeigneter Hardware, TF-A, RMM, Hypervisor- und Realm-Testkomponenten, AArch64-Toolchain und Debugger.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Firmware- und Virtualisierungsentwickler, Plattformarchitekten, Security Engineers, Hypervisor-Teams und Integratoren vertraulicher Rechenumgebungen.
Voraussetzungen: Sehr gute TF-A- und AArch64-Kenntnisse, Grundlagen zu Virtualisierung, MMU, GIC und Secure Monitor sowie C- und Debugging-Erfahrung.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Quellcodeanalyse, Demonstrationen, praktische Übungen am System und kontrollierte Fehlerfälle
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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