Seminar / Training
Die Schulung ordnet die Realm Management Extension in die Arm Confidential Compute Architecture ein und zeigt die Aufgaben von TF-A beim Übergang zwischen Root-, Realm-, Secure- und Non-secure-Welt. Granule-Schutz, GPT, RMM-Handoff, Bootanforderungen, Ressourcenaufteilung und Teststrategien werden schrittweise aufgebaut.
Inhaltsübersicht
- CCA-Architektur und Sicherheitszustände
- RME-Fähigkeiten und Plattformvoraussetzungen
- Granule Protection und GPT
- RMM-Image und Boot-Handoff
- Root-World-Laufzeitpfade
- Interrupts und gemeinsame Ressourcen
- Integration mit Hypervisor und Realm-Payload
- Sicherheits- und Isolationstests
- Abnahme und Betriebsgrenzen
Lernziele
- CCA-Sicherheitszustände und Verantwortungsgrenzen zwischen TF-A, RMM, Hypervisor und Realm verstehen.
- Granule Protection Tables initialisieren und Speicherzustände kontrolliert überführen.
- RMM laden, authentisieren, konfigurieren und mit gültigen Übergabedaten starten.
- Realm-bezogene SMC- und Interruptpfade in die Gesamtarchitektur einordnen.
- RME-Integration mit Positiv-, Negativ- und Isolationsprüfungen validieren.
Seminarinhalte
1. CCA-Architektur und Sicherheitszustände
- Schritt 1: Root, Realm, Secure und Non-secure werden nach Privileg und Speicherzugriff abgegrenzt.
- Schritt 2: TF-A, RMM, Hypervisor und Realm-Payload erhalten eindeutige Verantwortlichkeiten.
- Schritt 3: Boot- und Laufzeitgrenzen werden in einem Vertrauensdiagramm dargestellt.
Praxis: Ein vollständiges CCA-Komponenten- und Vertrauensmodell wird erstellt.
2. RME-Fähigkeiten und Plattformvoraussetzungen
- Schritt 1: CPU-, GIC-, Speicher- und Modellvoraussetzungen werden gegen die Zielplattform geprüft.
- Schritt 2: Buildoptionen und Firmwarekomponenten werden als reproduzierbares Profil festgelegt.
- Schritt 3: Nicht verfügbare Funktionen werden früh erkannt und mit geeigneten Alternativen dokumentiert.
Praxis: Eine RME-Fähigkeitsmatrix wird für Modell und Zielhardware erstellt.
3. Granule Protection und GPT
- Schritt 1: Physischer Speicher wird in Granules und anfängliche Sicherheitszustände eingeteilt.
- Schritt 2: GPT-Strukturen werden mit korrekter Größe, Ausrichtung und Abdeckung angelegt.
- Schritt 3: Übergänge zwischen Zuständen werden nur nach Ownership- und Lebenszyklusprüfung ausgeführt.
Praxis: Ein Speicherbereich wird kontrolliert zwischen Non-secure-, Realm- und Root-Zustand überführt.
4. RMM-Image und Boot-Handoff
- Schritt 1: RMM-Image, Ladeadresse, Größe und Authentisierungsanforderung werden definiert.
- Schritt 2: Manifest- oder Übergabedaten werden aus vertrauenswürdiger Plattformkonfiguration erzeugt.
- Schritt 3: RMM-Einstieg erfolgt erst nach GPT-, GIC- und Speicherinitialisierung in festgelegter Reihenfolge.
Praxis: RMM wird geladen und der erfolgreiche Initialisierungshandoff protokolliert.
5. Root-World-Laufzeitpfade
- Schritt 1: RMI- und SMC-bezogene Aufrufwege werden zwischen Hypervisor, TF-A und RMM verfolgt.
- Schritt 2: Registerkontext und Sicherheitszustandswechsel werden auf unerlaubte Datenübernahme geprüft.
- Schritt 3: Fehlercodes und Abbruchbedingungen bleiben über alle Schichten nachvollziehbar.
Praxis: Ein Realm-Management-Aufruf wird schrittweise durch alle beteiligten Komponenten verfolgt.
6. Interrupts und gemeinsame Ressourcen
- Schritt 1: Interruptgruppen und Zuständigkeiten werden für Root-, Realm- und Non-secure-Komponenten festgelegt.
- Schritt 2: Gemeinsame Timer, Konsolen und Debugpfade werden auf Informationsabfluss geprüft.
- Schritt 3: DMA-fähige Geräte und Speicherzugriffe werden in das Isolationsmodell einbezogen.
Praxis: Eine Ressourcenmatrix zeigt zulässige Zugriffe und notwendige Schutzmaßnahmen.
7. Integration mit Hypervisor und Realm-Payload
- Schritt 1: Bootreihenfolge und Versionen der beteiligten Komponenten werden auf Kompatibilität geprüft.
- Schritt 2: Hypervisor und Realm-Payload erhalten nur die vorgesehenen Schnittstellen und Speicherbereiche.
- Schritt 3: Fehler bei Realm-Erstellung oder -Zerstörung werden bis zur verursachenden Schicht zurückverfolgt.
Praxis: Ein einfacher Realm-Lebenszyklus wird gestartet, geprüft und beendet.
8. Sicherheits- und Isolationstests
- Schritt 1: Unerlaubte Speicherzugriffe zwischen den vier Zuständen werden als Negativtests definiert.
- Schritt 2: Fehlerhafte GPT-Zustände, ungültige Manifeste und falsche RMM-Adressen werden injiziert.
- Schritt 3: Die Plattform muss kontrolliert abbrechen oder einen eindeutigen Fehler melden.
Praxis: Eine Isolationstestreihe weist zulässige und unzulässige Übergänge nach.
9. Abnahme und Betriebsgrenzen
- Schritt 1: RME-Build, Plattformkonfiguration und Komponentenstände werden gemeinsam versioniert.
- Schritt 2: Debug- und Diagnosemöglichkeiten werden ohne Aufweichung der Vertraulichkeit festgelegt.
- Schritt 3: Bekannte Grenzen und Recovery-Pfade werden für Integration und Betrieb dokumentiert.
Praxis: Eine RME-Abnahmecheckliste wird mit Mess- und Lognachweisen ausgefüllt.
Zielgruppe
Firmware- und Virtualisierungsentwickler, Plattformarchitekten, Security Engineers, Hypervisor-Teams und Integratoren vertraulicher Rechenumgebungen.
Voraussetzungen
Sehr gute TF-A- und AArch64-Kenntnisse, Grundlagen zu Virtualisierung, MMU, GIC und Secure Monitor sowie C- und Debugging-Erfahrung.
Praxisumgebung
Linux-Arbeitsplatz mit RME-fähigem FVP oder geeigneter Hardware, TF-A, RMM, Hypervisor- und Realm-Testkomponenten, AArch64-Toolchain und Debugger.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Firmware- und Virtualisierungsentwickler, Plattformarchitekten, Security Engineers, Hypervisor-Teams und Integratoren vertraulicher Rechenumgebungen. |
| Voraussetzungen: | Sehr gute TF-A- und AArch64-Kenntnisse, Grundlagen zu Virtualisierung, MMU, GIC und Secure Monitor sowie C- und Debugging-Erfahrung. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Quellcodeanalyse, Demonstrationen, praktische Übungen am System und kontrollierte Fehlerfälle |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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