Seminar Testinium Device Farm – Sicherheit, Governance und Compliance

Seminar / Training

Reale Mobilgeräte, Anwendungsartefakte, Zugangsdaten, Testkonten und Aufzeichnungen bilden eine schutzbedürftige Testumgebung. Das Seminar überführt Sicherheits-, Governance- und Compliance-Anforderungen in konkrete Kontrollen für Testinium Device Farm.

Inhaltsverzeichnis

  1. Seminarziel
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Seminarinhalte
  5. 1. Schutzbedarf und Risikomodell
  6. 2. Governance und Verantwortlichkeiten
  7. 3. Identitäten und minimale Berechtigungen
  8. 4. Gerätehärtung und physischer Schutz
  9. 5. Sichere App- und Artefaktbehandlung
  10. 6. Testdaten, Konten und Geheimnisse
  11. 7. Aufzeichnungen, Logs und Datenschutz
  12. 8. Netzwerk- und Integrationssicherheit
  13. 9. Protokollierung, Audit und Nachweisführung
  14. 10. Sicherheitsvorfälle und Wiederherstellung
  15. Praxisübungen

Seminarziel

Ziel ist ein risikobasiertes Sicherheits- und Governance-Modell. Nach dem Seminar können Schutzbedarf und Datenflüsse bewertet, Rollen und technische Identitäten abgesichert, Geräte und Anwendungen kontrolliert, Protokollierung und Aufbewahrung geregelt sowie Sicherheitsvorfälle strukturiert behandelt werden.

Zielgruppe

Informationssicherheit, Datenschutz, Compliance, Plattformadministration, Testmanagement, DevOps, interne Revision und technische Projektleitung.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse von Informationssicherheit, Datenschutz und Zugriffssteuerung. Kenntnisse mobiler Testprozesse sind hilfreich.

Seminarinhalte

Die Inhalte werden anhand eines durchgängigen Übungsszenarios erarbeitet. Jeder Themenblock folgt einer nachvollziehbaren Arbeitsfolge aus Einordnung, Konfiguration, Durchführung, Kontrolle und Dokumentation.

1. Schutzbedarf und Risikomodell

Sicherheitsmaßnahmen werden aus konkreten Assets, Bedrohungen und Auswirkungen abgeleitet. Geräte und Testartefakte erhalten eine nachvollziehbare Klassifikation.

  1. Schritt 1: Assets wie Geräte, Apps, Testdaten, Zugangsdaten, Logs und Videos erfassen.
  2. Schritt 2: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit je Asset bewerten.
  3. Schritt 3: Bedrohungen und mögliche Auswirkungen entlang eines Testlaufs identifizieren.
  4. Schritt 4: Risiken priorisieren und verantwortliche Risikoeigentümer benennen.

2. Governance und Verantwortlichkeiten

Sicherheitsanforderungen benötigen klare Zuständigkeiten und überprüfbare Regeln. Plattformbetrieb, Projekte und Fachbereiche werden in ein Governance-Modell eingebunden.

  1. Schritt 1: Entscheidungs-, Freigabe- und Kontrollrollen festlegen.
  2. Schritt 2: Verbindliche Richtlinien für Geräte-, App-, Konto- und Datennutzung formulieren.
  3. Schritt 3: Ausnahmen mit Begründung, Befristung und Kompensationsmaßnahmen regeln.
  4. Schritt 4: Regelmäßige Kontroll- und Berichtstermine definieren.

3. Identitäten und minimale Berechtigungen

Persönliche und technische Identitäten werden getrennt verwaltet. Zugriffe richten sich nach Aufgabe, Projekt und Schutzbedarf.

  1. Schritt 1: Kontenarten und zulässige Authentifizierungswege inventarisieren.
  2. Schritt 2: Rollenprofile mit minimal notwendigen Rechten erstellen.
  3. Schritt 3: Technische Zugänge für CI/CD und Automation separat absichern.
  4. Schritt 4: Konten und Rechte regelmäßig rezertifizieren und nicht mehr benötigte Zugriffe entziehen.

4. Gerätehärtung und physischer Schutz

Reale Geräte können Daten speichern, manipuliert oder entwendet werden. Baseline, Standortschutz und Rücksetzung bilden zusammen eine Sicherheitskontrolle.

  1. Schritt 1: Freigegebene System- und Entwickleroptionen je Plattform definieren.
  2. Schritt 2: Sperr-, Update-, Netzwerk- und Installationsregeln festlegen.
  3. Schritt 3: Physische Aufbewahrung, Zugang und Inventarkontrolle dokumentieren.
  4. Schritt 4: Gerätezustand vor Freigabe und nach jeder Nutzung kontrollieren.

5. Sichere App- und Artefaktbehandlung

Anwendungsdateien und Testpakete werden auf Herkunft, Integrität, Freigabe und Lebenszyklus geprüft.

  1. Schritt 1: Zulässige Artefaktherkünfte und verantwortliche Freigaben bestimmen.
  2. Schritt 2: Version, Build, Prüfsumme und Projektbezug erfassen.
  3. Schritt 3: Zugriff und Aufbewahrung auf den notwendigen Nutzerkreis begrenzen.
  4. Schritt 4: Veraltete oder zurückgezogene Artefakte kontrolliert sperren und löschen.

6. Testdaten, Konten und Geheimnisse

Produktivdaten und echte Kundenzugänge sind für Tests besonders kritisch. Testdaten werden minimiert, synthetisiert oder kontrolliert maskiert.

  1. Schritt 1: Benötigte Datenfelder und Schutzklassen aus den Testfällen ableiten.
  2. Schritt 2: Synthetische oder freigegebene Daten statt unnötiger Echtdaten verwenden.
  3. Schritt 3: Passwörter, Tokens und Schlüssel in einer Secret-Verwaltung ablegen.
  4. Schritt 4: Gültigkeit, Rotation, Bereinigung und Löschung verbindlich regeln.

7. Aufzeichnungen, Logs und Datenschutz

Screenshots, Videos und Logs können personenbezogene oder vertrauliche Inhalte enthalten. Erfassung und Zugriff werden zweckgebunden gestaltet.

  1. Schritt 1: Erforderliche Diagnoseartefakte und ihren Zweck festlegen.
  2. Schritt 2: Datensparsame Testkonten und Bildschirminhalte vorbereiten.
  3. Schritt 3: Zugriff, Aufbewahrung und Löschfristen je Artefakt definieren.
  4. Schritt 4: Weitergabe und Export mit Prüfung und dokumentierter Berechtigung absichern.

8. Netzwerk- und Integrationssicherheit

Device Farm, mobile Geräte, Testsysteme und CI/CD kommunizieren über mehrere Vertrauensgrenzen. Verbindungen werden minimiert und überwacht.

  1. Schritt 1: Daten- und Steuerungsflüsse zwischen allen Komponenten darstellen.
  2. Schritt 2: Notwendige Kommunikationsrichtungen und Endpunkte bestimmen.
  3. Schritt 3: Verschlüsselung, Zertifikatsprüfung und Proxy-Regeln festlegen.
  4. Schritt 4: Nicht benötigte Verbindungen schließen und zulässige Pfade regelmäßig testen.

9. Protokollierung, Audit und Nachweisführung

Kontrollen müssen anhand geeigneter Nachweise überprüfbar sein. Protokolle werden mit Verantwortlichkeiten und Prüfintervallen verbunden.

  1. Schritt 1: Sicherheitsrelevante Ereignisse und administrativen Änderungen definieren.
  2. Schritt 2: Aufbewahrung, Schutz und Zugriff auf Auditdaten festlegen.
  3. Schritt 3: Regelmäßige Kontrollberichte und Stichproben planen.
  4. Schritt 4: Feststellungen verfolgen und Korrekturmaßnahmen bis zum Wirksamkeitsnachweis dokumentieren.

10. Sicherheitsvorfälle und Wiederherstellung

Verdächtige Zugriffe, verlorene Geräte oder offengelegte Zugangsdaten benötigen einen vorbereiteten Reaktionsablauf.

  1. Schritt 1: Meldekriterien und Schweregrade für Device-Farm-Vorfälle definieren.
  2. Schritt 2: Betroffene Konten, Geräte, Artefakte und Datenflüsse eingrenzen.
  3. Schritt 3: Zugriffe sperren, Beweise sichern und sichere Wiederherstellung durchführen.
  4. Schritt 4: Ursache, Auswirkungen, Meldepflichten und Präventionsmaßnahmen dokumentieren.

Praxisübungen

  • Erstellung eines Schutzbedarfs- und Risikomodells für Geräte, Apps, Testdaten und Aufzeichnungen.
  • Entwurf eines minimalen Rollenmodells für Plattformbetrieb, Projekte und CI/CD.
  • Prüfung eines Testlaufs auf Datenschutz- und Aufbewahrungsrisiken.
  • Durchspielen eines Sicherheitsvorfalls mit technischem Konto und betroffenem Testgerät.

Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Informationssicherheit, Datenschutz, Compliance, Plattformadministration, Testmanagement, DevOps, interne Revision und technische Projektleitung.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse von Informationssicherheit, Datenschutz und Zugriffssteuerung. Kenntnisse mobiler Testprozesse sind hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
Stream live 2 Tage
Stream gespeichert 2 Tage
Bern 2 Tage
Luzern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
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Luzern 2 Tage
Bern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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