Seminar / Training
Der Nutzen einer Device Farm hängt wesentlich davon ab, ob reale Geräte zuverlässig aufgenommen, klassifiziert, verfügbar gehalten und konfliktfrei zugeteilt werden. Das Seminar entwickelt einen vollständigen Geräte-Lebenszyklus für Testinium Device Farm von der Inventarisierung bis zur Aussonderung.
Inhaltsverzeichnis
- Seminarziel
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- 1. Gerätebestand und Nutzungskriterien planen
- 2. Geräte standardisiert aufnehmen
- 3. Basiskonfiguration und Gerätezustand
- 4. Pools und Zuordnungsmodelle gestalten
- 5. Reservierungen und Nutzungskonflikte steuern
- 6. Verfügbarkeit und Gesundheitskontrollen
- 7. Rücksetzung und Wiederfreigabe
- 8. Wartung, Austausch und Aussonderung
- Praxisübungen
Seminarziel
Ziel ist ein steuerbarer Gerätebestand mit nachvollziehbaren Pools, Reservierungsregeln, Gesundheitskontrollen und Wartungsprozessen. Geräte können danach standardisiert bereitgestellt, passend zugeordnet, überwacht, zurückgesetzt und wieder freigegeben werden.
Zielgruppe
Device-Lab- und Plattformadministration, Mobile QA, Testmanagement, technische Anwendungsbetreuung und Servicebetrieb.
Voraussetzungen
Grundlagen mobiler Endgeräte und Testprozesse. Für praktische Übungen sind administrative Zugriffsrechte auf eine Übungsumgebung hilfreich.
Seminarinhalte
Die Inhalte werden anhand eines durchgängigen Übungsszenarios erarbeitet. Jeder Themenblock folgt einer nachvollziehbaren Arbeitsfolge aus Einordnung, Konfiguration, Durchführung, Kontrolle und Dokumentation.
1. Gerätebestand und Nutzungskriterien planen
Ein zweckmäßiger Bestand basiert auf Testanforderungen statt auf zufälliger Geräteverfügbarkeit. Plattform, Betriebssystem, Display, Leistung und Marktrelevanz werden gemeinsam betrachtet.
- Schritt 1: Bestehende Anwendungen und unterstützte Zielgruppen erfassen.
- Schritt 2: Erforderliche Geräte- und Betriebssystemklassen ableiten.
- Schritt 3: Pflichtgeräte, repräsentative Geräte und Sonderfälle unterscheiden.
- Schritt 4: Bestandsziel, Reserve und Austauschbedarf dokumentieren.
2. Geräte standardisiert aufnehmen
Jedes neue Gerät erhält einen reproduzierbaren Aufnahmeprozess. Technische Identität, Besitz, Zustand und Verantwortlichkeit werden eindeutig festgehalten.
- Schritt 1: Gerät physisch prüfen und Eigentums- sowie Standortdaten erfassen.
- Schritt 2: Betriebssystemstand, Serienkennung und technische Merkmale inventarisieren.
- Schritt 3: Anbindung und Erkennung durch die Device-Farm-Komponenten testen.
- Schritt 4: Gerät mit eindeutigem Namen, Status und Verantwortlichem registrieren.
3. Basiskonfiguration und Gerätezustand
Eine definierte Basiskonfiguration verhindert Unterschiede, die nichts mit dem Testgegenstand zu tun haben. Systemoptionen und Wartungsregeln werden standardisiert.
- Schritt 1: Sprache, Region, Zeitzone, Bildschirmsperre und Entwickleroptionen festlegen.
- Schritt 2: Erforderliche Zertifikate, Profile und Netzkonfigurationen bereitstellen.
- Schritt 3: Unzulässige Konten, Apps und persönliche Daten entfernen.
- Schritt 4: Basiskonfiguration prüfen und als Rücksetzungsprofil dokumentieren.
4. Pools und Zuordnungsmodelle gestalten
Pools fassen Geräte nach Verwendungszweck und Zugriffsregeln zusammen. Eine klare Poolstruktur vereinfacht Auswahl, Sicherheit und Kapazitätsplanung.
- Schritt 1: Poolkriterien wie Plattform, Projekt, Schutzbedarf und Exklusivität definieren.
- Schritt 2: Gemeinsame, projektbezogene und reservierte Pools voneinander trennen.
- Schritt 3: Geräte nach nachvollziehbaren Regeln zuordnen.
- Schritt 4: Poolzuordnung mit repräsentativen Benutzerrollen testen.
5. Reservierungen und Nutzungskonflikte steuern
Live Testing und Automation konkurrieren um dieselben physischen Ressourcen. Reservierungsregeln schaffen Vorhersehbarkeit und verhindern blockierte Geräte.
- Schritt 1: Reservierungsarten und maximal zulässige Zeitfenster festlegen.
- Schritt 2: Prioritäten für reguläre Tests, Freigaben und Störungsanalysen definieren.
- Schritt 3: Überziehung, Nichtnutzung und vorzeitige Freigabe regeln.
- Schritt 4: Konfliktfälle simulieren und Eskalationsweg dokumentieren.
6. Verfügbarkeit und Gesundheitskontrollen
Ein Gerät kann sichtbar sein und trotzdem unbrauchbar werden. Gesundheitskontrollen verbinden Erreichbarkeit, Ladezustand, Speicher, Verbindung und Testfähigkeit.
- Schritt 1: Kriterien für verfügbar, belegt, gestört, in Wartung und gesperrt definieren.
- Schritt 2: Regelmäßige Prüfungen für Verbindung, Akku, Speicher und Startfähigkeit planen.
- Schritt 3: Automatische und manuelle Kontrollen in eine Checkliste überführen.
- Schritt 4: Fehlerhafte Geräte aus dem Pool nehmen und Diagnose anstoßen.
7. Rücksetzung und Wiederfreigabe
Nach einer Sitzung wird der Zustand kontrolliert bereinigt. Die Wiederfreigabe erfolgt erst nach erfolgreicher Prüfung.
- Schritt 1: Sitzungsartefakte und Diagnoseinformationen sichern.
- Schritt 2: Anwendungsdaten, Konten, Berechtigungen und temporäre Dateien bereinigen.
- Schritt 3: Basiskonfiguration und technische Erreichbarkeit erneut prüfen.
- Schritt 4: Gerät mit dokumentiertem Ergebnis in den vorgesehenen Pool zurückführen.
8. Wartung, Austausch und Aussonderung
Geräte altern, erhalten keine Updates mehr oder werden wirtschaftlich unzweckmäßig. Ein Lebenszyklusmodell hält den Bestand sicher und aussagekräftig.
- Schritt 1: Wartungsintervalle und Verantwortliche je Geräteklasse festlegen.
- Schritt 2: Akkuzustand, Defekte, Updatefähigkeit und Nutzungshäufigkeit bewerten.
- Schritt 3: Austausch- und Ersatzverfahren mit minimaler Unterbrechung durchführen.
- Schritt 4: Daten sicher löschen, Inventar aktualisieren und Gerät kontrolliert aussondern.
Praxisübungen
- Aufbau eines Geräteinventars mit Pflichtfeldern, Statusmodell und Verantwortlichkeiten.
- Entwurf einer Poolstruktur für gemeinsame, projektspezifische und geschützte Geräte.
- Simulation konkurrierender Reservierungen mit Prioritäts- und Eskalationsregeln.
- Durchführung einer Gesundheitskontrolle und dokumentierten Wiederfreigabe.
Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Device-Lab- und Plattformadministration, Mobile QA, Testmanagement, technische Anwendungsbetreuung und Servicebetrieb. |
| Voraussetzungen: | Grundlagen mobiler Endgeräte und Testprozesse. Für praktische Übungen sind administrative Zugriffsrechte auf eine Übungsumgebung hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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