Seminar SonicWall Switches und SD-Branch

Seminarbeschreibung

Das Seminar behandelt Planung, Konfiguration und Betrieb eines standardisierten Filialnetzes mit SonicWall-Switches. VLANs, Trunks, Access-Ports, PoE, Uplinks, lokale Sicherheitsmaßnahmen, zentrale Sicht und die Integration mit Firewall und WLAN werden praktisch umgesetzt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Kompetenzziele
  2. Zielgruppe und Vorkenntnisse
  3. Lernblock 1: Switch- und SD-Branch-Architektur
  4. Lernblock 2: VLANs, Ports, PoE und Uplinks konfigurieren
  5. Lernblock 3: Switch-Sicherheit, Monitoring und Fehleranalyse
  6. Lernblock 4: VLANs und Netzwerksegmentierung
  7. Lernblock 5: Interfaces, Zonen und Sicherheitsgrenzen
  8. Lernblock 6: Integrierter Filialbetrieb
  9. Lernblock 7: Monitoring, Protokollierung und Alarmierung
  10. Lernblock 8: Änderungsmanagement und Betriebsdokumentation
  11. Lernblock 9: Abschließende Praxiswerkstatt
  12. Einordnung in den Lernpfad

Kompetenzziele

  • Architektur und Abhängigkeiten des Lernpfads SD-Branch fachlich einordnen.
  • Konfigurationen aus einem dokumentierten Sollzustand in nachvollziehbaren Schritten umsetzen.
  • Wirksamkeit durch Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Fehlerfalltests belegen.
  • Betrieb, Änderung, Sicherung und Diagnose in wiederholbare Verfahren überführen.

Zielgruppe

Netzwerk-, Firewall- und Standortadministratoren sowie technische Rollout-Verantwortliche.

Vorkenntnisse

Grundkenntnisse zu Ethernet, VLANs, Spanning Tree, IP-Adressierung und Firewallsegmentierung.

Lernblock 1: Switch- und SD-Branch-Architektur

Switching, Firewall und WLAN werden als gemeinsamer Standortpfad mit klarer VLAN- und Verwaltungsstruktur geplant.

  1. Portbedarf, Uplinks, PoE-Leistung, VLANs, Redundanz und Wachstumsreserve erfassen.
  2. Managementmodell und Zuordnung zu Firewall oder zentraler Verwaltung festlegen.
  3. Trunk-, Access-, Telefon-, WLAN- und Administrationsports im Portplan kennzeichnen.
  4. Loop-Schutz, Linkaggregation und Uplink-Redundanz passend zur Topologie einplanen.
  5. Standortstandard aus Benennung, VLAN-Zuordnung und Sicherheitsvorgaben erstellen.

Praxisübung: Entwurf eines standardisierten Filialstandorts mit Firewall, Switch und Access Points.

Lernblock 2: VLANs, Ports, PoE und Uplinks konfigurieren

Der Switch wird schrittweise vom Managementzugang bis zum produktiven Endgeräteport eingerichtet.

  1. Switch aufnehmen, Firmware- und Managementstatus prüfen und eindeutig benennen.
  2. VLANs und Uplink-Trunks gemäß freigegebenem Segmentierungsplan konfigurieren.
  3. Access-Ports mit VLAN, Geschwindigkeit, PoE und Beschreibung je Gerätetyp anlegen.
  4. Linkaggregation und Schleifenschutz auf den vorgesehenen Verbindungen aktivieren.
  5. Portzustände, MAC-Lernen, VLAN-Pfade und PoE-Verbrauch mit Testgeräten verifizieren.

Praxisübung: Konfiguration eines Filialswitches mit Trunk, Benutzerport, Telefonport und Access-Point-Port.

Lernblock 3: Switch-Sicherheit, Monitoring und Fehleranalyse

Portzugriffe und Topologieänderungen werden überwacht, damit lokale Fehler und unzulässige Anschlüsse erkennbar bleiben.

  1. Nicht verwendete Ports deaktivieren und Managementzugriff auf ein separates Segment begrenzen.
  2. Port- oder Identitätskontrollen nach Geräteklasse und technischer Unterstützung auswählen.
  3. Uplink-, PoE-, Fehler- und Topologieereignisse in eine Betriebsansicht aufnehmen.
  4. Störungen anhand von Link, VLAN, MAC-Tabelle, PoE und Gegenstelle schrittweise eingrenzen.
  5. Konfigurationsstand sichern und Abweichungen zum Standortstandard regelmäßig prüfen.

Praxisübung: Diagnose eines Endgeräts mit Link, aber falscher VLAN-Zuordnung und fehlender Erreichbarkeit.

Lernblock 4: VLANs und Netzwerksegmentierung

Segmentierung begrenzt Ausbreitungswege und vereinfacht die Durchsetzung unterschiedlicher Schutzprofile.

  1. VLAN-Bedarf aus Rollen, Anwendungen, Standorten und Schutzklassen ableiten.
  2. VLAN-Subinterfaces mit eindeutiger Kennzeichnung, Tag und Adressierung anlegen.
  3. DHCP-, Relay- oder statische Adressierung je Segment kontrolliert bereitstellen.
  4. Erlaubte Übergänge zwischen Segmenten mit einem Minimalprinzip festlegen.
  5. Segmentgrenzen durch Positiv- und Negativtests sowie Protokollauswertung verifizieren.

Praxisübung: Einrichtung von Benutzer-, Server- und Gastsegmenten einschließlich kontrollierter Übergänge.

Lernblock 5: Interfaces, Zonen und Sicherheitsgrenzen

Interfaces und Zonen bilden das technische Gerüst für Regeln, NAT, VPN und Sicherheitsdienste.

  1. Physische und logische Interfaces anhand des Netzplans eindeutig benennen und adressieren.
  2. Zonen nach Schutzbedarf statt nur nach technischer Topologie definieren.
  3. Managementdienste je Interface auf das notwendige Minimum reduzieren.
  4. Interzonen-Kommunikation als explizite Datenflussmatrix erfassen.
  5. Konnektivität schrittweise mit Gateway-, ARP- und Erreichbarkeitstests prüfen.

Praxisübung: Aufbau einer mehrzonigen Laborstruktur mit LAN, DMZ, WAN und Managementsegment.

Lernblock 6: Integrierter Filialbetrieb

Firewall, Switch, WLAN und WAN-Pfade werden als einheitlicher Standortservice betrieben.

  1. Standortstandard mit Geräten, VLANs, SSIDs, Leitungen und Sicherheitsprofilen definieren.
  2. Konfigurationen in zentralen Vorlagen oder wiederverwendbaren Bausteinen abbilden.
  3. Neuen Standort in kontrollierter Reihenfolge aufnehmen und jede Schicht testen.
  4. Gesundheitszustände und Alarme in einer gemeinsamen Betriebsansicht zusammenführen.
  5. Störung vom Benutzerzugang über LAN oder WLAN bis zum WAN- und Sicherheitsdienst verfolgen.

Praxisübung: Bereitstellung und Abnahme einer vollständigen Laborfiliale.

Lernblock 7: Monitoring, Protokollierung und Alarmierung

Betriebsdaten werden so erfasst, dass Abweichungen früh sichtbar und Vorfälle rekonstruierbar werden.

  1. Relevante System-, Sicherheits-, VPN- und Administrationsereignisse nach Priorität klassifizieren.
  2. Lokale Aufbewahrung, zentrale Weiterleitung und Zeitsynchronisation aufeinander abstimmen.
  3. Dashboards und Filter für Tagesbetrieb, Störung und Sicherheitsvorfall definieren.
  4. Alarmgrenzen mit Zuständigkeit, Eskalationsweg und Bearbeitungsfrist versehen.
  5. Regelmäßig einen vollständigen Ereignisweg vom Auslöser bis zur zentralen Anzeige testen.

Praxisübung: Aufbau eines Betriebsdashboards und Prüfung einer Alarmkette anhand eines kontrollierten Ereignisses.

Lernblock 8: Änderungsmanagement und Betriebsdokumentation

Technische Änderungen werden mit klarer Anforderung, Prüfung, Freigabe und Rücknahme durchgeführt.

  1. Anlass, Ziel, betroffene Systeme und Geschäftsrisiko der Änderung erfassen.
  2. Technischen Plan, Abhängigkeiten, Testfälle und Rückfallweg vollständig beschreiben.
  3. Freigabe und Wartungsfenster vor Beginn prüfen und Ausgangszustand sichern.
  4. Änderung schrittweise umsetzen und jeden Kontrollpunkt protokollieren.
  5. Abnahme, Restarbeiten und aktualisierte Betriebsdokumentation abschließen.

Praxisübung: Durchführung eines vollständigen Muster-Changes von der Anforderung bis zur Abnahme.

Lernblock 9: Abschließende Praxiswerkstatt

Die zuvor erarbeiteten Bausteine werden in einem zusammenhängenden Szenario geplant, umgesetzt und geprüft.

  1. Ausgangslage, Anforderungen, Schutzbedarf und messbare Abnahmekriterien analysieren.
  2. Zielkonfiguration und Arbeitsschritte mit Abhängigkeiten und Rückfallpunkten planen.
  3. Konfiguration in einer nachvollziehbaren Reihenfolge umsetzen und Zwischenstände sichern.
  4. Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Wiederherstellungstests durchführen.
  5. Ergebnis, Abweichungen, Betriebsübergabe und offene Maßnahmen dokumentieren.

Praxisübung: Durchgängige Umsetzung eines Szenarios mit technischer Abnahme und Betriebsübergabe.

Einordnung in den Lernpfad

Der Kurs gehört zum Lernpfad SD-Branch. Die angesetzte Dauer von 2 Tagen folgt aus Umfang, Abhängigkeiten und notwendigem Praxisanteil. Für den produktiven Einsatz werden die erarbeiteten Checklisten, Testfälle und Betriebsnachweise als wiederverwendbare Arbeitsgrundlage geführt.

Fachbereichsleitung, Trainingsleitung und Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Netzwerk-, Firewall- und Standortadministratoren sowie technische Rollout-Verantwortliche.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Ethernet, VLANs, Spanning Tree, IP-Adressierung und Firewallsegmentierung.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fehleranalyse
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - alle Seminare mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Buchung
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmenden
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja
Verpflegung: Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen wahlweise vegetarisch
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
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