Seminar SonicWall Intensivseminar: Operations, Automatisierung und Lifecycle

Seminarbeschreibung

Das Intensivseminar bündelt zentrale Verwaltung, Reporting, Compliance-Prüfung, Unified Management, REST-API-Automatisierung, virtuelle Firewalls, Migration und geregelte Lifecycle-Prozesse. Ziel ist ein skalierbarer Betrieb mit reproduzierbaren Änderungen und belastbarer Nachweisführung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Kompetenzziele
  2. Zielgruppe und Vorkenntnisse
  3. Lernblock 1: NSM-Architektur, Mandanten und Rollen
  4. Lernblock 2: Geräteaufnahme und Bestandsstruktur
  5. Lernblock 3: Objekte, Vorlagen und zentrale Richtlinien
  6. Lernblock 4: Änderungsfreigabe, Commit und Bereitstellung
  7. Lernblock 5: Zentrales Monitoring und Betriebssteuerung
  8. Lernblock 6: Berichte, Zeitpläne und Nachweisführung
  9. Lernblock 7: Konfigurationsprüfung und Compliance-Abweichungen
  10. Lernblock 8: Unified Management und SAMI-Betriebsübersicht
  11. Lernblock 9: REST-API, Authentisierung und sicherer Zugriff
  12. Lernblock 10: Inventarisierung und lesende Automatisierung
  13. Lernblock 11: Objekte und Richtlinien automatisiert ändern
  14. Lernblock 12: Automatisierungsbetrieb, Protokollierung und Governance
  15. Lernblock 13: NSv-Architektur und Plattformauswahl
  16. Lernblock 14: NSv bereitstellen und in das Netzwerk integrieren
  17. Lernblock 15: NSv-Betrieb, Sicherung und Fehleranalyse
  18. Lernblock 16: Migrationsanalyse und Zielplanung
  19. Lernblock 17: Zielkonfiguration vorbereiten und bereinigen
  20. Lernblock 18: Umschaltung, Abnahme und Rückfall
  21. Lernblock 19: Konfigurationssicherung, Firmwarepflege und Rückfallplanung
  22. Lernblock 20: Änderungsmanagement und Betriebsdokumentation
  23. Lernblock 21: Produktübergreifende Ereigniskorrelation
  24. Lernblock 22: Abschließende Praxiswerkstatt
  25. Einordnung in den Lernpfad

Kompetenzziele

  • Architektur und Abhängigkeiten des Lernpfads Intensiv fachlich einordnen.
  • Konfigurationen aus einem dokumentierten Sollzustand in nachvollziehbaren Schritten umsetzen.
  • Wirksamkeit durch Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Fehlerfalltests belegen.
  • Betrieb, Änderung, Sicherung und Diagnose in wiederholbare Verfahren überführen.

Zielgruppe

Senior-Administratoren, Plattformverantwortliche, Automatisierungsentwickler und technische Betriebsarchitekten.

Vorkenntnisse

Erfahrung mit SonicWall-Firewalls, zentraler Administration, Skripting-Grundlagen und strukturiertem Änderungsmanagement.

Lernblock 1: NSM-Architektur, Mandanten und Rollen

Die zentrale Verwaltung wird mit klarer Trennung von Organisationen, Geräten und administrativen Zuständigkeiten aufgebaut.

  1. Organisations-, Mandanten- und Gerätestruktur anhand der Betriebsverantwortung entwerfen.
  2. Administrative Rollen nach Lesen, Ändern, Freigeben und Berichten voneinander trennen.
  3. Lizenz-, Konnektivitäts- und Zeitvoraussetzungen für die Geräteanbindung prüfen.
  4. Namenskonventionen für Gruppen, Vorlagen, Objekte und Richtlinien festlegen.
  5. Notfallzugriff auf lokale Geräteverwaltung als kontrollierten Rückweg dokumentieren.

Praxisübung: Entwurf einer NSM-Struktur für mehrere Standorte und getrennte Betreiberrollen.

Lernblock 2: Geräteaufnahme und Bestandsstruktur

Geräte werden kontrolliert angebunden, inventarisiert und erst danach in gemeinsame Verwaltungsprozesse überführt.

  1. Gerätebestand, SonicOS-Version, Registrierung und Erreichbarkeit vor der Aufnahme verifizieren.
  2. Gerät der richtigen Organisation und Gruppe zuordnen und Eigentümer dokumentieren.
  3. Synchronisationsrichtung und Umgang mit vorhandener lokaler Konfiguration festlegen.
  4. Erstinventur von Interfaces, Objekten, Regeln, Diensten und Warnungen durchführen.
  5. Anbindung mit Statusprüfung, Teständerung und lokalem Rückweg vollständig abnehmen.

Praxisübung: Aufnahme mehrerer Laborgeräte in eine vorbereitete Gruppen- und Rollenstruktur.

Lernblock 3: Objekte, Vorlagen und zentrale Richtlinien

Wiederverwendbare Bausteine reduzieren Inkonsistenzen, benötigen aber klare Vererbungs- und Ausnahmegrenzen.

  1. Globale, gruppenbezogene und gerätespezifische Objekte nach Wiederverwendbarkeit klassifizieren.
  2. Vorlagen für standardisierte Basiseinstellungen und Sicherheitsprofile entwickeln.
  3. Vererbung, Überschreibung und lokale Ausnahme anhand konkreter Standorte testen.
  4. Richtlinienänderung mit Beschreibung, Verantwortlichem und Gültigkeitsbereich vorbereiten.
  5. Konflikt- und Vorschauprüfung durchführen, bevor eine Änderung zur Bereitstellung freigegeben wird.

Praxisübung: Erstellung einer Standortvorlage mit kontrollierter lokaler Abweichung.

Lernblock 4: Änderungsfreigabe, Commit und Bereitstellung

Zentrale Änderungen werden wie ein nachvollziehbarer Produktionsprozess geplant, geprüft und verteilt.

  1. Änderungsumfang und betroffene Geräte durch eine Vorschau eindeutig bestimmen.
  2. Technische Validierung, Vier-Augen-Freigabe und Wartungsfenster in den Ablauf einbauen.
  3. Bereitstellung zunächst auf eine Pilotgruppe oder ein Einzelgerät begrenzen.
  4. Jobstatus, Gerätereaktion und Abweichungen bis zum Abschluss überwachen.
  5. Erfolg prüfen, Fehler gezielt zurücknehmen und Änderungsnachweis abschließen.

Praxisübung: Durchführung einer gestuften Richtlinienbereitstellung mit Pilot, Freigabe und Rollback.

Lernblock 5: Zentrales Monitoring und Betriebssteuerung

Der zentrale Überblick wird auf wenige aussagekräftige Zustände, Abweichungen und Verantwortlichkeiten ausgerichtet.

  1. Gerätezustand, Konnektivität, Lizenzstatus, Firmware und Sicherheitsereignisse priorisieren.
  2. Filter und Ansichten für Tagesbetrieb, Störung und Wartungsplanung erstellen.
  3. Alarmregeln mit Schwellwert, Empfänger, Eskalation und Bearbeitungsfrist definieren.
  4. Wiederkehrende Abweichungen in Wartungs- oder Standardänderungen überführen.
  5. Dashboarddaten stichprobenartig mit dem lokalen Gerätezustand abgleichen.

Praxisübung: Aufbau einer Betriebsansicht für eine Standortgruppe und Bearbeitung eines simulierten Alarms.

Lernblock 6: Berichte, Zeitpläne und Nachweisführung

Berichte werden von der betrieblichen oder prüferischen Fragestellung her aufgebaut und nicht nur nach verfügbaren Diagrammen.

  1. Empfänger, Fragestellung, Zeitraum, Datenumfang und Schutzbedarf des Berichts festlegen.
  2. Geeignete Geräte, Gruppen und Ereignisklassen als Datenbasis auswählen.
  3. Berichtsvorlage mit konsistenten Kennzahlen und verständlicher Gliederung konfigurieren.
  4. Zeitplan, Aufbewahrung und kontrollierte Verteilung definieren.
  5. Bericht auf Vollständigkeit, Zeitbezug und Abweichungen zur Primärquelle prüfen.

Praxisübung: Erstellung eines monatlichen Sicherheits- und Verfügbarkeitsberichts für eine Gerätegruppe.

Lernblock 7: Konfigurationsprüfung und Compliance-Abweichungen

Konfigurationen werden gegen definierte Sollwerte geprüft, damit riskante Änderungen früh erkannt werden.

  1. Prüfbare Sollvorgaben aus Härtungsstandard, Betriebsmodell und internen Richtlinien ableiten.
  2. Regeln für kritische Einstellungen, unzulässige Dienste und überbreite Freigaben definieren.
  3. Prüfung auf ausgewählte Geräte anwenden und Befunde nach Risiko klassifizieren.
  4. Falschpositive Ergebnisse von echten Abweichungen trennen und begründet behandeln.
  5. Korrektur, Ausnahmegenehmigung und erneute Prüfung als geschlossenen Prozess dokumentieren.

Praxisübung: Aufbau einer kleinen Compliance-Baseline und Bearbeitung mehrerer Abweichungsbefunde.

Lernblock 8: Unified Management und SAMI-Betriebsübersicht

Eine produktübergreifende Sicht bündelt Zustände und Arbeitsabläufe, ohne die fachlichen Detailwerkzeuge zu ersetzen.

  1. Verfügbare SonicWall-Dienste und Geräte den verantwortlichen Organisationen zuordnen.
  2. Einheitliche Identität, Rollen und Mandantentrennung für den Zugriff planen.
  3. Produkte schrittweise anbinden und den Datenstatus je Integration kontrollieren.
  4. Zentrale Übersichten, Hinweise und Aufgaben nach betrieblicher Priorität ordnen.
  5. Vom zentralen Befund in das zuständige Fachsystem wechseln und den Fall dort abschließen.

Praxisübung: Aufbau eines produktübergreifenden Betriebsboards mit definiertem Bearbeitungsweg.

Lernblock 9: REST-API, Authentisierung und sicherer Zugriff

Automatisierung beginnt mit einem minimal berechtigten Zugang und einer reproduzierbaren Testumgebung.

  1. API-Freigabe, unterstützte Funktionen und Versionsabhängigkeiten der Zielsysteme prüfen.
  2. Technisches Konto mit eng begrenzter Rolle und geschützter Anmeldeinformation einrichten.
  3. Managementquellen, Transportverschlüsselung und Zertifikatsprüfung verbindlich festlegen.
  4. Anfrageaufbau, Ressourcenpfade, Methoden, Statuscodes und Rückgabedaten nachvollziehen.
  5. Ersten nur lesenden Aufruf ausführen und Ergebnis sowie Fehlerfall protokollieren.

Praxisübung: Sicherer Aufbau einer API-Sitzung und Abruf einer strukturierten Bestandsinformation.

Lernblock 10: Inventarisierung und lesende Automatisierung

Lesende Abläufe liefern schnell Nutzen und bilden die Grundlage für kontrollierte Änderungen.

  1. Benötigte Geräte-, Interface-, Objekt- und Regelattribute in einem Zielschema definieren.
  2. Abfragen paginiert und mit eindeutiger Fehlerbehandlung ausführen.
  3. Rückgabedaten normalisieren und technische Kennungen von Anzeigenamen unterscheiden.
  4. Ergebnisse auf Vollständigkeit, Dubletten und unerwartete Nullwerte prüfen.
  5. Inventar mit Zeitstempel, Quellsystem und Prüfergebnis revisionsfähig ablegen.

Praxisübung: Erstellung eines automatisierten Inventars für Interfaces, Objekte und Richtlinien.

Lernblock 11: Objekte und Richtlinien automatisiert ändern

Schreibende Automatisierung wird idempotent, validierbar und mit klarer Rücknahme umgesetzt.

  1. Sollzustand und vorhandenen Zustand vor jeder Änderung miteinander vergleichen.
  2. Objekte zuerst anlegen oder aktualisieren und Abhängigkeiten eindeutig auflösen.
  3. Richtlinienänderung in einer Test- oder Kandidatenphase vorbereiten.
  4. Validierungs- und Commit-Schritt ausführen und Jobstatus bis zum Ende überwachen.
  5. Ergebnis erneut auslesen, Funktion testen und bei Abweichung kontrolliert zurücknehmen.

Praxisübung: Automatisierte Anlage eines Adressobjekts und einer begrenzten Regel mit anschließendem Soll-Ist-Vergleich.

Lernblock 12: Automatisierungsbetrieb, Protokollierung und Governance

Skripte werden wie produktive Betriebswerkzeuge versioniert, geprüft und überwacht.

  1. Parameter, Geheimnisse und Umgebungswerte strikt vom Programmcode trennen.
  2. Trockenlauf, Eingabevalidierung und Freigabeschritt für kritische Änderungen vorsehen.
  3. Jeden Lauf mit Benutzer, Ziel, Änderung, Ergebnis und Korrelationskennung protokollieren.
  4. Fehlerklassen, Wiederholungslogik und sichere Abbruchbedingungen definieren.
  5. Versionierung, Testfälle, Codeprüfung und geregelte Außerbetriebnahme organisieren.

Praxisübung: Überführung eines einfachen Skripts in einen kontrollierten Änderungsablauf mit Trockenlauf und Protokoll.

Lernblock 13: NSv-Architektur und Plattformauswahl

Die virtuelle Firewall wird passend zu Hypervisor, Cloud-Netzwerk und benötigter Leistung dimensioniert.

  1. Einsatzfall, Datenpfad, Sicherheitszonen und Verantwortungsgrenze zwischen Plattform und Firewall beschreiben.
  2. Unterstützte Virtualisierungs- oder Cloudplattform sowie passendes NSv-Leistungsprofil auswählen.
  3. Virtuelle Schnittstellen, Portgruppen, Subnetze, Routen und öffentliche Adressen planen.
  4. Lizenzierung, Registrierung, Managementweg und Wiederherstellungszugang festlegen.
  5. HA-, Skalierungs- und Sicherungsanforderungen plattformspezifisch dokumentieren.

Praxisübung: Entwurf einer NSv-Zielarchitektur für ein virtualisiertes Rechenzentrum oder eine Cloud-Umgebung.

Lernblock 14: NSv bereitstellen und in das Netzwerk integrieren

Die virtuelle Instanz wird mit kontrollierter Schnittstellenzuordnung und abgesichertem Erstzugang eingerichtet.

  1. Vorlage oder Abbild aus vertrauenswürdigem Bestand bereitstellen und Ressourcen zuweisen.
  2. Virtuelle Netzwerkkarten in der vorgesehenen Reihenfolge den Zonen und Netzen zuordnen.
  3. Erstzugang absichern, Systemparameter setzen und Instanz registrieren.
  4. Routing, Cloud-Routentabellen, Sicherheitsgruppen oder Portgruppen konsistent ergänzen.
  5. Datenpfad mit Erreichbarkeits-, NAT- und Regeltests schrittweise abnehmen.

Praxisübung: Bereitstellung einer NSv-Laborinstanz mit Management-, Vertrauens- und Außenschnittstelle.

Lernblock 15: NSv-Betrieb, Sicherung und Fehleranalyse

Virtuelle Firewalls benötigen abgestimmte Verfahren zwischen Netzwerk-, Plattform- und Security-Betrieb.

  1. Systemzustand, virtuelle Ressourcen, Interfacezähler und Plattformereignisse gemeinsam überwachen.
  2. Konfigurationssicherung und plattformspezifische Wiederherstellungsverfahren voneinander unterscheiden.
  3. Firmwarepflege mit Snapshot- oder Sicherungsstrategie, Wartungsfenster und Rückfallplan durchführen.
  4. Fehler zwischen Gastinstanz, virtuellem Switch, Cloud-Routing und äußerem Netzwerk eingrenzen.
  5. Kapazitätsänderungen und Lizenzgrenzen vor einer Skalierung oder Migration prüfen.

Praxisübung: Diagnose eines gestörten virtuellen Datenpfads unter Einbeziehung von Firewall- und Plattforminformationen.

Lernblock 16: Migrationsanalyse und Zielplanung

Vor der technischen Umsetzung werden Bestand, Abhängigkeiten und Zielzustand vollständig transparent gemacht.

  1. Hardware, SonicOS-Version, Lizenzen, Interfaces, Objekte, Regeln, NAT und VPNs inventarisieren.
  2. Nicht mehr benötigte oder widersprüchliche Konfigurationen als Bereinigungsbestand markieren.
  3. Zielplattform anhand von Durchsatz, Sicherheitsdiensten, Portbedarf, Wachstum und HA-Anforderung dimensionieren.
  4. Funktionsunterschiede und Konvertierungsgrenzen zwischen Quell- und Zielversion erfassen.
  5. Abnahmekriterien, Wartungsfenster, Kommunikationsweg und Rückfallpunkt verbindlich festlegen.

Praxisübung: Erstellung einer Migrationsmatrix aus einer bereitgestellten Beispielkonfiguration.

Lernblock 17: Zielkonfiguration vorbereiten und bereinigen

Die neue Umgebung wird vor dem Umschalttermin soweit wie möglich außerhalb des Produktivpfads aufgebaut.

  1. Zielgerät registrieren, lizenzieren, aktualisieren und mit einer sicheren Basiskonfiguration versehen.
  2. Konvertierte Konfiguration abschnittsweise prüfen, statt sie ungeprüft vollständig zu übernehmen.
  3. Interfaces, Zonen, Objekte, NAT, Regeln und VPNs mit der freigegebenen Sollmatrix abgleichen.
  4. Veraltete Kryptografie, überbreite Regeln und nicht mehr benötigte Objekte vorab korrigieren.
  5. Offline- und Laborprüfungen durchführen und eine signierte Freigabeversion sichern.

Praxisübung: Vorbereitung einer bereinigten Zielkonfiguration mit dokumentierter Differenz zur Quelle.

Lernblock 18: Umschaltung, Abnahme und Rückfall

Die Produktivsetzung folgt einer festen Reihenfolge und wird anhand vorab definierter Kriterien entschieden.

  1. Letzte Änderungen einfrieren, aktuelle Sicherungen erstellen und Startfreigabe dokumentieren.
  2. Verbindungen kontrolliert trennen, Zielsystem anschließen und Provider- sowie Switchzustände prüfen.
  3. Management, Routing, DNS, zentrale Dienste, veröffentlichte Dienste und VPNs in Prioritätsreihenfolge testen.
  4. Sicherheitsprotokolle, Leistungswerte und Benutzerstichproben während der Stabilisierungsphase beobachten.
  5. Bei überschrittener Abbruchschwelle geordnet zurückfallen; andernfalls Abnahme und Nacharbeiten festhalten.

Praxisübung: Simulation eines Cutovers mit Abnahmecheckliste, Störfall und begründeter Go- oder Rückfallentscheidung.

Lernblock 19: Konfigurationssicherung, Firmwarepflege und Rückfallplanung

Änderungen und Updates werden mit gesichertem Ausgangszustand, Prüfplan und dokumentiertem Rückweg durchgeführt.

  1. Aktuelle Konfiguration, Zertifikate, Lizenzstatus und Geräteinformationen vollständig sichern.
  2. Release- und Kompatibilitätsprüfung für Zielversion, Dienste und Gegenstellen durchführen.
  3. Wartungsfenster, Kommunikationsplan, Erfolgskriterien und Abbruchschwellen festlegen.
  4. Update in der vorgesehenen Reihenfolge ausführen und jeden Neustart kontrollieren.
  5. Funktionstest, Protokollprüfung und gegebenenfalls Rückfall auf den gesicherten Zustand durchführen.

Praxisübung: Simulation eines Firmwarewechsels mit Checkliste, Funktionstest und dokumentierter Rückfallentscheidung.

Lernblock 20: Änderungsmanagement und Betriebsdokumentation

Technische Änderungen werden mit klarer Anforderung, Prüfung, Freigabe und Rücknahme durchgeführt.

  1. Anlass, Ziel, betroffene Systeme und Geschäftsrisiko der Änderung erfassen.
  2. Technischen Plan, Abhängigkeiten, Testfälle und Rückfallweg vollständig beschreiben.
  3. Freigabe und Wartungsfenster vor Beginn prüfen und Ausgangszustand sichern.
  4. Änderung schrittweise umsetzen und jeden Kontrollpunkt protokollieren.
  5. Abnahme, Restarbeiten und aktualisierte Betriebsdokumentation abschließen.

Praxisübung: Durchführung eines vollständigen Muster-Changes von der Anforderung bis zur Abnahme.

Lernblock 21: Produktübergreifende Ereigniskorrelation

Ein Vorfall wird über Firewall, Endpoint, Identität, E-Mail und Zugriffsdienste hinweg als zusammenhängende Zeitachse untersucht.

  1. Ausgangspunkt, Zeitraum, betroffene Identität und erste technische Indikatoren festlegen.
  2. Ereignisse aus den relevanten Systemen auf eine gemeinsame Zeitbasis bringen.
  3. Benutzer-, Geräte-, Datei-, Ziel- und Sitzungsbezüge zu einer Chronologie verbinden.
  4. Eindämmungsmaßnahmen nach Wirkung und Betriebsrisiko priorisieren.
  5. Ursache, Reichweite, Maßnahmen und vorbeugende Änderungen nachvollziehbar dokumentieren.

Praxisübung: Bearbeitung eines mehrstufigen Angriffsszenarios mit E-Mail-, Endpoint- und Firewallereignissen.

Lernblock 22: Abschließende Praxiswerkstatt

Die zuvor erarbeiteten Bausteine werden in einem zusammenhängenden Szenario geplant, umgesetzt und geprüft.

  1. Ausgangslage, Anforderungen, Schutzbedarf und messbare Abnahmekriterien analysieren.
  2. Zielkonfiguration und Arbeitsschritte mit Abhängigkeiten und Rückfallpunkten planen.
  3. Konfiguration in einer nachvollziehbaren Reihenfolge umsetzen und Zwischenstände sichern.
  4. Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Wiederherstellungstests durchführen.
  5. Ergebnis, Abweichungen, Betriebsübergabe und offene Maßnahmen dokumentieren.

Praxisübung: Durchgängige Umsetzung eines Szenarios mit technischer Abnahme und Betriebsübergabe.

Einordnung in den Lernpfad

Der Kurs gehört zum Lernpfad Intensiv. Die angesetzte Dauer von 5 Tagen folgt aus Umfang, Abhängigkeiten und notwendigem Praxisanteil. Für den produktiven Einsatz werden die erarbeiteten Checklisten, Testfälle und Betriebsnachweise als wiederverwendbare Arbeitsgrundlage geführt.

Fachbereichsleitung, Trainingsleitung und Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Senior-Administratoren, Plattformverantwortliche, Automatisierungsentwickler und technische Betriebsarchitekten.
Voraussetzungen: Erfahrung mit SonicWall-Firewalls, zentraler Administration, Skripting-Grundlagen und strukturiertem Änderungsmanagement.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fehleranalyse
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - alle Seminare mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Buchung
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmenden
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja
Verpflegung: Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen wahlweise vegetarisch
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Zürich 5 Tage
Stream live 5 Tage
Stream gespeichert 5 Tage
Luzern 5 Tage
Bern 5 Tage
Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
Sankt Gallen 5 Tage
Basel 5 Tage
Winterthur 5 Tage
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Inhaus / Firmenseminar 5 Tage
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