Seminar SonicWall Secure SD-WAN: Design und Betrieb

Seminarbeschreibung

Das Seminar vermittelt die Planung und Umsetzung einer qualitätsgesteuerten WAN-Pfadauswahl. Leitungen, Messziele, Anwendungsklassen, Richtlinien, Routing, NAT, Standort-VPN, Failover-Verhalten, Monitoring und Fehleranalyse werden als ein zusammenhängender Datenpfad behandelt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Kompetenzziele
  2. Zielgruppe und Vorkenntnisse
  3. Lernblock 1: SD-WAN-Design, Leitungen und Qualitätsziele
  4. Lernblock 2: SD-WAN-Gruppen, Messungen und Richtlinien
  5. Lernblock 3: Routing, Pfadauswahl und Erreichbarkeit
  6. Lernblock 4: NAT-Richtlinien systematisch entwickeln
  7. Lernblock 5: SD-WAN mit Standort-VPN verbinden
  8. Lernblock 6: Site-to-Site-VPN konfigurieren
  9. Lernblock 7: SD-WAN-Monitoring und Fehleranalyse
  10. Lernblock 8: Monitoring, Protokollierung und Alarmierung
  11. Lernblock 9: Methodische Fehleranalyse
  12. Lernblock 10: Abschließende Praxiswerkstatt
  13. Einordnung in den Lernpfad

Kompetenzziele

  • Architektur und Abhängigkeiten des Lernpfads SD-WAN fachlich einordnen.
  • Konfigurationen aus einem dokumentierten Sollzustand in nachvollziehbaren Schritten umsetzen.
  • Wirksamkeit durch Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Fehlerfalltests belegen.
  • Betrieb, Änderung, Sicherung und Diagnose in wiederholbare Verfahren überführen.

Zielgruppe

Netzwerk-, WAN- und Firewall-Administratoren sowie technische Standortarchitekten.

Vorkenntnisse

Gute Kenntnisse zu Routing, NAT, Firewallregeln und IPsec-Standortkopplung.

Lernblock 1: SD-WAN-Design, Leitungen und Qualitätsziele

Mehrere WAN-Pfade werden nach Anwendung, Qualität und Ausfallverhalten statt nur nach statischer Priorität genutzt.

  1. Provider, Bandbreiten, Adressierung, Latenz, Verlust und betriebliche Abhängigkeiten erfassen.
  2. Kritische Anwendungen und zulässige Qualitätsgrenzen in Serviceklassen gliedern.
  3. Messziele und Prüfintervalle so wählen, dass der tatsächliche Anwendungspfad bewertet wird.
  4. Primär-, Ersatz- und Lastverteilungsszenarien je Serviceklasse festlegen.
  5. Routing, NAT, VPN und Sicherheitsprüfung als Abhängigkeiten in den Entwurf aufnehmen.

Praxisübung: Erstellung eines SD-WAN-Konzepts für zwei Leitungen und drei Anwendungsklassen.

Lernblock 2: SD-WAN-Gruppen, Messungen und Richtlinien

Pfadsteuerung wird aus messbaren Qualitätswerten und eindeutigen Richtlinien aufgebaut.

  1. WAN-Interfaces prüfen und in geeignete SD-WAN-Gruppen aufnehmen.
  2. Leistungsobjekte oder Messprofile mit Ziel, Intervall und Grenzwerten anlegen.
  3. Pfadauswahl für kritische, interaktive und allgemeine Anwendungen getrennt konfigurieren.
  4. NAT-, Routing- und Zugriffsregeln auf die möglichen Ausgangspfade abstimmen.
  5. Normalbetrieb, Qualitätsverschlechterung und vollständigen Ausfall kontrolliert testen.

Praxisübung: Konfiguration einer anwendungsabhängigen Pfadwahl mit messwertgesteuertem Fallback.

Lernblock 3: Routing, Pfadauswahl und Erreichbarkeit

Eine nachvollziehbare Routingstruktur verhindert asymmetrische Pfade und erleichtert die Fehleranalyse.

  1. Direkt verbundene, statische und dynamisch gelernte Routen in einer Pfadübersicht zusammenführen.
  2. Metriken, Prioritäten und Fallback-Pfade für jede relevante Zielgruppe festlegen.
  3. Policy-basierte Routen nur für klar begründete Sonderfälle definieren.
  4. Rückwege und mögliche Asymmetrien bereits vor der Regelprüfung kontrollieren.
  5. Routingentscheidungen mit Diagnosewerkzeugen und gezielten Testpaketen nachvollziehen.

Praxisübung: Erstellung einer redundanten Pfadsteuerung und Prüfung des Rückwegs für mehrere Zielnetze.

Lernblock 4: NAT-Richtlinien systematisch entwickeln

NAT wird getrennt von Zugriffsregeln geplant, damit Adressumsetzung und Berechtigung eindeutig bleiben.

  1. Quell-, Ziel-, Dienst- und Interfacebezug jedes Datenflusses vor der Umsetzung erfassen.
  2. Original- und übersetzte Objekte mit konsistentem Namensschema anlegen.
  3. Ausgehende, eingehende und ausgenommene Datenflüsse getrennt modellieren.
  4. Regelreihenfolge auf Überschneidungen und unbeabsichtigte Schattenregeln prüfen.
  5. Umsetzung mit Paketmonitor, Verbindungsübersicht und Gegenstellenprotokoll validieren.

Praxisübung: Konfiguration von Source NAT, veröffentlichtem Dienst und einer gezielten NAT-Ausnahme.

Lernblock 5: SD-WAN mit Standort-VPN verbinden

Standortkopplung und Pfadsteuerung werden gemeinsam geplant, damit der Tunnelzustand die gewünschte Redundanz abbildet.

  1. Tunnel je Leitung oder logischem Pfad mit eindeutiger Zuordnung planen.
  2. Routen und Selektoren so gestalten, dass mehrere Tunnel ohne Mehrdeutigkeit nutzbar sind.
  3. Qualitätsmessungen über oder zu den relevanten Gegenstellen konfigurieren.
  4. Pfadrichtlinien für interne Anwendungen und zentrale Dienste festlegen.
  5. Leitungs- und Tunnelausfälle einzeln sowie kombiniert testen.

Praxisübung: Aufbau einer redundanten Standortkopplung über zwei WAN-Pfade.

Lernblock 6: Site-to-Site-VPN konfigurieren

Der Tunnel wird zusammen mit Routing, NAT-Ausnahmen und Zugriffsregeln als vollständiger Datenpfad umgesetzt.

  1. VPN-Typ und Adressierungsmodell anhand der Routing- und Redundanzanforderung auswählen.
  2. Lokale und entfernte Gateways, Identitäten und Vorschläge konsistent konfigurieren.
  3. Netzdefinitionen oder Tunnelinterfaces anlegen und erforderliche Routen ergänzen.
  4. NAT-Ausnahmen und Zugriffsregeln für beide Richtungen explizit umsetzen.
  5. Tunnelaufbau, Nutzdatenverkehr, Rückweg und Wiederaufbau mit kontrollierten Tests prüfen.

Praxisübung: Aufbau eines standortübergreifenden Tunnels mit bidirektionalem Test und dokumentierter Regelabhängigkeit.

Lernblock 7: SD-WAN-Monitoring und Fehleranalyse

Leistungswerte werden mit Routing, Sitzungen und Anwendungserfahrung korreliert.

  1. Leitungsstatus, Messwerte, Pfadentscheidung und tatsächliche Sitzung gemeinsam betrachten.
  2. Abweichungen zwischen konfiguriertem Grenzwert und beobachtetem Verhalten identifizieren.
  3. Fehler nach Messziel, Provider, Routing, NAT, Richtlinie oder Anwendung trennen.
  4. Failover-Flapping durch geeignete Schwellen, Hysterese und Wiederanlaufwerte begrenzen.
  5. Kapazitäts- und Qualitätsberichte für regelmäßige Provider- und Betriebsbewertung erstellen.

Praxisübung: Analyse eines instabilen Pfadwechsels und Anpassung der Mess- und Rückkehrparameter.

Lernblock 8: Monitoring, Protokollierung und Alarmierung

Betriebsdaten werden so erfasst, dass Abweichungen früh sichtbar und Vorfälle rekonstruierbar werden.

  1. Relevante System-, Sicherheits-, VPN- und Administrationsereignisse nach Priorität klassifizieren.
  2. Lokale Aufbewahrung, zentrale Weiterleitung und Zeitsynchronisation aufeinander abstimmen.
  3. Dashboards und Filter für Tagesbetrieb, Störung und Sicherheitsvorfall definieren.
  4. Alarmgrenzen mit Zuständigkeit, Eskalationsweg und Bearbeitungsfrist versehen.
  5. Regelmäßig einen vollständigen Ereignisweg vom Auslöser bis zur zentralen Anzeige testen.

Praxisübung: Aufbau eines Betriebsdashboards und Prüfung einer Alarmkette anhand eines kontrollierten Ereignisses.

Lernblock 9: Methodische Fehleranalyse

Eine feste Diagnosefolge verhindert ungezielte Änderungen und verkürzt die Wiederherstellung.

  1. Fehlerbild, Zeitpunkt, betroffene Nutzer, letzte Änderungen und erwartetes Verhalten präzise erfassen.
  2. Problem einer Schicht, einem Datenpfad und einem reproduzierbaren Testfall zuordnen.
  3. Hypothesen priorisieren und für jede Hypothese ein eindeutiges Prüfkriterium festlegen.
  4. Nur eine Variable je Schritt ändern und Beobachtung sowie Ergebnis protokollieren.
  5. Lösung verifizieren, temporäre Änderungen zurücknehmen und Ursache dauerhaft dokumentieren.

Praxisübung: Bearbeitung eines vorbereiteten Störungsfalls mit Diagnoseprotokoll und Ursachenbegründung.

Lernblock 10: Abschließende Praxiswerkstatt

Die zuvor erarbeiteten Bausteine werden in einem zusammenhängenden Szenario geplant, umgesetzt und geprüft.

  1. Ausgangslage, Anforderungen, Schutzbedarf und messbare Abnahmekriterien analysieren.
  2. Zielkonfiguration und Arbeitsschritte mit Abhängigkeiten und Rückfallpunkten planen.
  3. Konfiguration in einer nachvollziehbaren Reihenfolge umsetzen und Zwischenstände sichern.
  4. Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Wiederherstellungstests durchführen.
  5. Ergebnis, Abweichungen, Betriebsübergabe und offene Maßnahmen dokumentieren.

Praxisübung: Durchgängige Umsetzung eines Szenarios mit technischer Abnahme und Betriebsübergabe.

Einordnung in den Lernpfad

Der Kurs gehört zum Lernpfad SD-WAN. Die angesetzte Dauer von 2 Tagen folgt aus Umfang, Abhängigkeiten und notwendigem Praxisanteil. Für den produktiven Einsatz werden die erarbeiteten Checklisten, Testfälle und Betriebsnachweise als wiederverwendbare Arbeitsgrundlage geführt.

Fachbereichsleitung, Trainingsleitung und Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Netzwerk-, WAN- und Firewall-Administratoren sowie technische Standortarchitekten.
Voraussetzungen: Gute Kenntnisse zu Routing, NAT, Firewallregeln und IPsec-Standortkopplung.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fehleranalyse
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - alle Seminare mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Buchung
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmenden
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja
Verpflegung: Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen wahlweise vegetarisch
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Stream gespeichert 2 Tage
Luzern 2 Tage
Bern 2 Tage
Inhaus / Firmenseminar 2 Tage
Sankt Gallen 2 Tage
Basel 2 Tage
Winterthur 2 Tage
Zürich 2 Tage
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