Seminarbeschreibung
Das Kompaktseminar vermittelt einen belastbaren Einstieg in Firewall-Grundkonfiguration, Segmentierung, NAT, Regeln, Sicherheitsdienste, Standort- und Fernzugriff sowie zentrale Bestands- und Betriebsübersicht. Der Umfang ist bewusst breiter als ein Fachseminar und stärker verdichtet als der vier- oder fünftägige Administrationspfad.
Inhaltsverzeichnis
- Kompetenzziele
- Zielgruppe und Vorkenntnisse
- Lernblock 1: Plattformarchitektur, SonicOS 8 und Lizenzmodell
- Lernblock 2: Grundkonfiguration und sichere Administration
- Lernblock 3: Interfaces, Zonen und Sicherheitsgrenzen
- Lernblock 4: VLANs und Netzwerksegmentierung
- Lernblock 5: NAT-Richtlinien systematisch entwickeln
- Lernblock 6: Zugriffsregeln nach dem Minimalprinzip
- Lernblock 7: Intrusion Prevention, Malware-Schutz und Sicherheitsprofile
- Lernblock 8: IKE, IPsec und kryptografische Grundlagen
- Lernblock 9: Site-to-Site-VPN konfigurieren
- Lernblock 10: Remote-Access-Architektur und Clientauswahl
- Lernblock 11: SSL-VPN und Zugriffsrichtlinien konfigurieren
- Lernblock 12: Geräteaufnahme und Bestandsstruktur
- Lernblock 13: Zentrales Monitoring und Betriebssteuerung
- Lernblock 14: Abschließende Praxiswerkstatt
- Einordnung in den Lernpfad
Kompetenzziele
- Architektur und Abhängigkeiten des Lernpfads Kompakt fachlich einordnen.
- Konfigurationen aus einem dokumentierten Sollzustand in nachvollziehbaren Schritten umsetzen.
- Wirksamkeit durch Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Fehlerfalltests belegen.
- Betrieb, Änderung, Sicherung und Diagnose in wiederholbare Verfahren überführen.
Zielgruppe
Administratoren und technische Verantwortliche, die in kurzer Zeit einen praxisorientierten Gesamtüberblick mit eigener Konfiguration benötigen.
Vorkenntnisse
Grundkenntnisse zu TCP/IP, Subnetting, Routing und VLANs.
Lernblock 1: Plattformarchitektur, SonicOS 8 und Lizenzmodell
Die technische Einordnung schafft eine belastbare Grundlage für alle folgenden Konfigurationsschritte.
- Firewall-Modelle, virtuelle Varianten und typische Einsatzgrenzen nach Standortgröße und Datenverkehr einordnen.
- Management-, Daten- und Sicherheitsebene voneinander abgrenzen und ihre Abhängigkeiten dokumentieren.
- SonicOS-Version, Firmwarestand, registrierte Dienste und Laufzeiten in einer Bestandsübersicht erfassen.
- Lizenzierte Sicherheitsdienste den vorgesehenen Schutzfunktionen und den betroffenen Datenpfaden zuordnen.
- Eine Zielarchitektur mit Verantwortlichkeiten, Administrationswegen und Freigabeprozess festlegen.
Praxisübung: Bestandsaufnahme einer bereitgestellten Appliance oder Laborinstanz und Erstellung eines kompakten Architekturblatts.
Lernblock 2: Grundkonfiguration und sichere Administration
Die Basiskonfiguration wird so aufgebaut, dass spätere Änderungen nachvollziehbar und risikoarm erfolgen.
- Managementzugang über ein dediziertes Netz oder eine klar begrenzte Verwaltungszone planen.
- Gerätenamen, Zeitzone, DNS, NTP und Benachrichtigungsparameter konsistent konfigurieren.
- Administrative Konten nach Rollen trennen und nicht benötigte Standardzugänge deaktivieren.
- Zugriffsprotokolle, erlaubte Quellnetze und Sitzungsgrenzen für die Verwaltung einschränken.
- Ausgangskonfiguration sichern, Prüfsumme und Ablageort protokollieren und einen Rückweg definieren.
Praxisübung: Einrichtung eines gehärteten Managementzugangs einschließlich Rollenprüfung und Konfigurationssicherung.
Lernblock 3: Interfaces, Zonen und Sicherheitsgrenzen
Interfaces und Zonen bilden das technische Gerüst für Regeln, NAT, VPN und Sicherheitsdienste.
- Physische und logische Interfaces anhand des Netzplans eindeutig benennen und adressieren.
- Zonen nach Schutzbedarf statt nur nach technischer Topologie definieren.
- Managementdienste je Interface auf das notwendige Minimum reduzieren.
- Interzonen-Kommunikation als explizite Datenflussmatrix erfassen.
- Konnektivität schrittweise mit Gateway-, ARP- und Erreichbarkeitstests prüfen.
Praxisübung: Aufbau einer mehrzonigen Laborstruktur mit LAN, DMZ, WAN und Managementsegment.
Lernblock 4: VLANs und Netzwerksegmentierung
Segmentierung begrenzt Ausbreitungswege und vereinfacht die Durchsetzung unterschiedlicher Schutzprofile.
- VLAN-Bedarf aus Rollen, Anwendungen, Standorten und Schutzklassen ableiten.
- VLAN-Subinterfaces mit eindeutiger Kennzeichnung, Tag und Adressierung anlegen.
- DHCP-, Relay- oder statische Adressierung je Segment kontrolliert bereitstellen.
- Erlaubte Übergänge zwischen Segmenten mit einem Minimalprinzip festlegen.
- Segmentgrenzen durch Positiv- und Negativtests sowie Protokollauswertung verifizieren.
Praxisübung: Einrichtung von Benutzer-, Server- und Gastsegmenten einschließlich kontrollierter Übergänge.
Lernblock 5: NAT-Richtlinien systematisch entwickeln
NAT wird getrennt von Zugriffsregeln geplant, damit Adressumsetzung und Berechtigung eindeutig bleiben.
- Quell-, Ziel-, Dienst- und Interfacebezug jedes Datenflusses vor der Umsetzung erfassen.
- Original- und übersetzte Objekte mit konsistentem Namensschema anlegen.
- Ausgehende, eingehende und ausgenommene Datenflüsse getrennt modellieren.
- Regelreihenfolge auf Überschneidungen und unbeabsichtigte Schattenregeln prüfen.
- Umsetzung mit Paketmonitor, Verbindungsübersicht und Gegenstellenprotokoll validieren.
Praxisübung: Konfiguration von Source NAT, veröffentlichtem Dienst und einer gezielten NAT-Ausnahme.
Lernblock 6: Zugriffsregeln nach dem Minimalprinzip
Regeln werden aus dokumentierten Geschäftsanforderungen abgeleitet und technisch eng begrenzt.
- Anforderung in Quelle, Ziel, Dienst, Benutzerbezug, Zeitfenster und Schutzprofil zerlegen.
- Wiederverwendbare Adress- und Dienstobjekte mit eindeutigen Namen erstellen.
- Spezifische Freigaben vor allgemeinen Regeln positionieren und implizite Abhängigkeiten vermeiden.
- Protokollierung und Kommentar so setzen, dass Zweck und Genehmigung später erkennbar bleiben.
- Regel mit erlaubten und ausdrücklich unerlaubten Testfällen prüfen und das Ergebnis dokumentieren.
Praxisübung: Umsetzung einer abgestuften Regelbasis für Benutzer, Server, Administration und Gastzugriffe.
Lernblock 7: Intrusion Prevention, Malware-Schutz und Sicherheitsprofile
Die Sicherheitsdienste werden risikobasiert aktiviert, abgestimmt und in kontrollierten Schritten ausgerollt.
- Verfügbare Schutzdienste, Signaturstatus und Lizenzlaufzeiten kontrollieren.
- Schutzprofile nach Datenfluss und Kritikalität statt als pauschale Globaleinstellung entwickeln.
- Erkennungs- und Blockiermodus zunächst für ausgewählte Verkehrsgruppen festlegen.
- Ausnahmen nur mit konkreter Begründung, begrenztem Geltungsbereich und Ablaufdatum erstellen.
- Treffer, Fehlalarme und Leistungswerte regelmäßig auswerten und Profile nachschärfen.
Praxisübung: Aktivierung eines abgestuften Schutzprofils und Auswertung kontrollierter Testereignisse.
Lernblock 8: IKE, IPsec und kryptografische Grundlagen
Ein gemeinsames Verständnis der Aushandlungsphasen verhindert widersprüchliche Parameter an den Gegenstellen.
- Authentisierung, Schlüsselaustausch und Datenverschlüsselung den jeweiligen Aushandlungsphasen zuordnen.
- Algorithmen, Schlüssellängen, Lebenszeiten und Perfect Forward Secrecy nach Sicherheitsvorgabe auswählen.
- Pre-Shared Keys und Zertifikate hinsichtlich Betrieb, Wechsel und Skalierbarkeit vergleichen.
- Lokale und entfernte Netze sowie mögliche Adressüberschneidungen vollständig erfassen.
- NAT-Traversal, Dead Peer Detection und Wiederaufbauverhalten für den Einsatzfall festlegen.
Praxisübung: Ableitung eines kompatiblen und gehärteten Vorschlagssatzes für zwei vorgegebene Gegenstellen.
Lernblock 9: Site-to-Site-VPN konfigurieren
Der Tunnel wird zusammen mit Routing, NAT-Ausnahmen und Zugriffsregeln als vollständiger Datenpfad umgesetzt.
- VPN-Typ und Adressierungsmodell anhand der Routing- und Redundanzanforderung auswählen.
- Lokale und entfernte Gateways, Identitäten und Vorschläge konsistent konfigurieren.
- Netzdefinitionen oder Tunnelinterfaces anlegen und erforderliche Routen ergänzen.
- NAT-Ausnahmen und Zugriffsregeln für beide Richtungen explizit umsetzen.
- Tunnelaufbau, Nutzdatenverkehr, Rückweg und Wiederaufbau mit kontrollierten Tests prüfen.
Praxisübung: Aufbau eines standortübergreifenden Tunnels mit bidirektionalem Test und dokumentierter Regelabhängigkeit.
Lernblock 10: Remote-Access-Architektur und Clientauswahl
Fernzugriff wird nach Anwendung, Endgerät, Identität und notwendiger Netzreichweite gestaltet.
- Anwendungsfälle in Webzugriff, vollständigen Netzwerktunnel und administrativen Sonderzugriff gliedern.
- Geeigneten Client- oder Portalzugang für Betriebssysteme und Geräteeigentum festlegen.
- Adresspools, DNS, Routen, Split-Tunneling und erreichbare Zielnetze planen.
- Benutzergruppen, Geräteanforderungen und Freigabezeiten in einer Zugriffsmatrix dokumentieren.
- Kapazität, Zertifikate, Supportweg und Notfallzugang in das Betriebsmodell aufnehmen.
Praxisübung: Entwurf eines Remote-Access-Konzepts für interne Geräte, externe Partner und Administration.
Lernblock 11: SSL-VPN und Zugriffsrichtlinien konfigurieren
Der Fernzugriff wird mit klaren Benutzerrechten und begrenzten Zielnetzen in Betrieb genommen.
- SSL-VPN-Bereich, Adresspool, DNS und Clientrouten ohne Überschneidungen konfigurieren.
- Benutzer oder Verzeichnisgruppen den vorgesehenen Diensten und Zielnetzen zuordnen.
- Firewallregeln für den Verkehr aus der SSL-VPN-Zone minimal freigeben.
- Clientprofil, Verbindungsparameter und Zertifikatsprüfung für die unterstützten Plattformen festlegen.
- Anmeldung, Adressvergabe, Namensauflösung, Zielzugriff und Abmeldung vollständig testen.
Praxisübung: Einrichtung eines gruppenbasierten Fernzugriffs mit unterschiedlichem Zielumfang.
Lernblock 12: Geräteaufnahme und Bestandsstruktur
Geräte werden kontrolliert angebunden, inventarisiert und erst danach in gemeinsame Verwaltungsprozesse überführt.
- Gerätebestand, SonicOS-Version, Registrierung und Erreichbarkeit vor der Aufnahme verifizieren.
- Gerät der richtigen Organisation und Gruppe zuordnen und Eigentümer dokumentieren.
- Synchronisationsrichtung und Umgang mit vorhandener lokaler Konfiguration festlegen.
- Erstinventur von Interfaces, Objekten, Regeln, Diensten und Warnungen durchführen.
- Anbindung mit Statusprüfung, Teständerung und lokalem Rückweg vollständig abnehmen.
Praxisübung: Aufnahme mehrerer Laborgeräte in eine vorbereitete Gruppen- und Rollenstruktur.
Lernblock 13: Zentrales Monitoring und Betriebssteuerung
Der zentrale Überblick wird auf wenige aussagekräftige Zustände, Abweichungen und Verantwortlichkeiten ausgerichtet.
- Gerätezustand, Konnektivität, Lizenzstatus, Firmware und Sicherheitsereignisse priorisieren.
- Filter und Ansichten für Tagesbetrieb, Störung und Wartungsplanung erstellen.
- Alarmregeln mit Schwellwert, Empfänger, Eskalation und Bearbeitungsfrist definieren.
- Wiederkehrende Abweichungen in Wartungs- oder Standardänderungen überführen.
- Dashboarddaten stichprobenartig mit dem lokalen Gerätezustand abgleichen.
Praxisübung: Aufbau einer Betriebsansicht für eine Standortgruppe und Bearbeitung eines simulierten Alarms.
Lernblock 14: Abschließende Praxiswerkstatt
Die zuvor erarbeiteten Bausteine werden in einem zusammenhängenden Szenario geplant, umgesetzt und geprüft.
- Ausgangslage, Anforderungen, Schutzbedarf und messbare Abnahmekriterien analysieren.
- Zielkonfiguration und Arbeitsschritte mit Abhängigkeiten und Rückfallpunkten planen.
- Konfiguration in einer nachvollziehbaren Reihenfolge umsetzen und Zwischenstände sichern.
- Positiv-, Negativ-, Ausfall- und Wiederherstellungstests durchführen.
- Ergebnis, Abweichungen, Betriebsübergabe und offene Maßnahmen dokumentieren.
Praxisübung: Durchgängige Umsetzung eines Szenarios mit technischer Abnahme und Betriebsübergabe.
Einordnung in den Lernpfad
Der Kurs gehört zum Lernpfad Kompakt. Die angesetzte Dauer von 3 Tagen folgt aus Umfang, Abhängigkeiten und notwendigem Praxisanteil. Für den produktiven Einsatz werden die erarbeiteten Checklisten, Testfälle und Betriebsnachweise als wiederverwendbare Arbeitsgrundlage geführt.
Fachbereichsleitung, Trainingsleitung und Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Administratoren und technische Verantwortliche, die in kurzer Zeit einen praxisorientierten Gesamtüberblick mit eigener Konfiguration benötigen. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu TCP/IP, Subnetting, Routing und VLANs. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fehleranalyse |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - alle Seminare mit Trainer vor Ort; Webinar nur bei ausdrücklicher Buchung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmenden |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen wahlweise vegetarisch |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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