Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Abgedeckte Themenfelder
- Modul 1: Tag 1: Anforderungen und Zieltopologie
- Modul 2: Tag 1 und 2: Local Bridge, SecureNAT und Layer-3-Segmentierung
- Modul 3: Tag 2 und 3: Cascade, VPN Bridge und Standortkopplung
- Modul 4: Tag 3: EtherIP, L2TPv3 und heterogene Router
- Modul 5: Tag 3 und 4: Dynamic DNS, NAT-Traversal und VPN Azure
- Modul 6: Tag 4: Clusterdesign und Skalierung
- Modul 7: Tag 5: Ausfalltests, Wartung und Gesamtübung
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Praxisnutzen
Zielsetzung
Dieses Intensivformat richtet sich an Teams, die SoftEther nicht nur als Zugangsdienst, sondern als Bestandteil einer mehrstufigen Netzwerkarchitektur einsetzen. Der Schwerpunkt liegt auf kontrollierten Datenpfaden, Schleifenvermeidung, Standortkopplung und nachgewiesener Ausfallsicherheit.
Innerhalb von fünf Tagen wird eine mehrstandortige, segmentierte und hochverfügbare Zielarchitektur entwickelt, praktisch aufgebaut, belastet und in definierten Fehlerfällen getestet.
Abgedeckte Themenfelder
Bündelt Architektur und Planung, Ethernet-Bridging, SecureNAT und virtuelle Netze, Site-to-Site-VPN, VPN Azure, Dynamic DNS und NAT-Traversal sowie Clustering, Hochverfügbarkeit und Skalierung.
Modul 1: Tag 1: Anforderungen und Zieltopologie
Remote Access, Standortkopplung und Verfügbarkeit werden in ein konsistentes Netzdesign überführt.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Standorte, Segmente, Anwendungen, Schutzbedarfe und Serviceziele erfassen.
- Schritt 2: Layer-2- und Layer-3-Anforderungen sowie Protokollzwänge trennen.
- Schritt 3: Virtual Hubs, Server-, Bridge- und Clusterrollen im Zielbild platzieren.
- Schritt 4: Adressierung, Routing, Rückwege und Fehlerdomänen dokumentieren.
Praxisübung
Ein mehrstandortiges Ausgangsbild wird in eine prüfbare Zieltopologie übersetzt.
Kontrollpunkte
- Keine Adressüberschneidung.
- Rückwege sind vollständig.
- Fehlerdomänen sind sichtbar.
Modul 2: Tag 1 und 2: Local Bridge, SecureNAT und Layer-3-Segmentierung
Virtuelle und physische Netze werden ohne unnötige Broadcast-Ausdehnung verbunden.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Virtual-Hub-Verhalten und MAC- sowie IP-Tabellen analysieren.
- Schritt 2: Local Bridge mit geeigneter Schnittstelle und kontrolliertem VLAN-Verhalten einrichten.
- Schritt 3: SecureNAT und virtuellen DHCP-Dienst für ein isoliertes Segment konfigurieren.
- Schritt 4: Virtuelle Layer-3-Switches und restriktive Segmentrouten aufbauen.
Praxisübung
Drei Hubs werden über Bridge, SecureNAT und Routing mit klarer Trennung verbunden.
Kontrollpunkte
- Layer-2-Bereich ist begrenzt.
- DHCP-Verantwortung ist eindeutig.
- Segmentregeln bestehen Negativtests.
Modul 3: Tag 2 und 3: Cascade, VPN Bridge und Standortkopplung
Standorte werden über kontrollierte L2- oder L3-Pfade verbunden.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: L2- gegenüber L3-Kopplung anhand Anwendungen und Broadcastbedarf auswählen.
- Schritt 2: Zentrale und initiierende Seite einer Cascade sowie Dienstkonto festlegen.
- Schritt 3: VPN Bridge oder Serverrolle am Außenstandort konfigurieren.
- Schritt 4: Verbindung, Wiederverbindung, Schleifenrisiko und Ausfall eines Standortpfads testen.
Praxisübung
Zentrale und zwei Außenstellen werden als schleifenfreie Standortkopplung aufgebaut.
Kontrollpunkte
- Kein redundanter Layer-2-Ring.
- Dienstkonto ist minimal berechtigt.
- Wiederverbindung wird überwacht.
Modul 4: Tag 3: EtherIP, L2TPv3 und heterogene Router
Externe Router werden als definierte Site-to-Site-Endpunkte integriert.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: EtherIP- und L2TPv3-over-IPsec-Einsatzgrenzen und Identifikatoren festlegen.
- Schritt 2: Clientgeräteinträge, zugeordneten Hub und Authentisierungsobjekt konfigurieren.
- Schritt 3: IPsec-Pfad, NAT, Firewall und Routing auf beiden Seiten prüfen.
- Schritt 4: Interoperabilität, Wiederanlauf und Fehlerprotokoll mit einem Testplan abnehmen.
Praxisübung
Ein heterogener Router wird an einen zentralen Virtual Hub angebunden.
Kontrollpunkte
- Identifikator und Konto sind eindeutig.
- IPsec-Pfad ist dokumentiert.
- Fehlerfall lässt sich aus Logs ableiten.
Modul 5: Tag 3 und 4: Dynamic DNS, NAT-Traversal und VPN Azure
Schwierige Netzübergänge werden mit einer klaren Präferenz- und Rückfalllogik behandelt.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Direkte Erreichbarkeit, Portweiterleitung, Dynamic DNS, NAT-Traversal und Relaybedarf bewerten.
- Schritt 2: Dynamic-DNS-Zuordnung und Zertifikatsnamen konsistent planen.
- Schritt 3: NAT-Traversal sowie VPN Azure in einer isolierten Testkonfiguration prüfen.
- Schritt 4: Sicherheits-, Datenschutz-, Leistungs- und Betriebsgrenzen dokumentieren und Fallback definieren.
Praxisübung
Drei Netzsituationen werden mit einem verbindlichen Konnektivitäts-Entscheidungsbaum gelöst.
Kontrollpunkte
- Direkter Pfad wird bevorzugt.
- Relay- oder Traversalnutzung ist bewusst freigegeben.
- Fallback wird praktisch getestet.
Modul 6: Tag 4: Clusterdesign und Skalierung
Die Zielarchitektur erhält passende Redundanz und ausreichende Reserve.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Serviceziele und Fehlerdomänen in Clusteranforderungen übersetzen.
- Schritt 2: Controller, Member, statische und dynamische Hubs zuordnen.
- Schritt 3: Management-, Cluster- und Nutzdatenpfade getrennt bereitstellen.
- Schritt 4: Kapazität, N-plus-eins-Reserve und externe Lastverteilung planen.
Praxisübung
Die mehrstandortige Lösung wird in ein skalierbares Clusterzielbild überführt.
Kontrollpunkte
- Hub-Typen sind begründet.
- Ein Memberverlust ist kapazitiv abgedeckt.
- Externe Einzelabhängigkeiten sind erkannt.
Modul 7: Tag 5: Ausfalltests, Wartung und Gesamtübung
Architektur und Betrieb werden in realistischen Fehler- und Wartungsszenarien verifiziert.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Member-, Controller-, WAN-, DNS- und Identitätsausfall einzeln simulieren.
- Schritt 2: Sitzungen, Datenpfad, Lastverteilung und Wiederverbindung messen.
- Schritt 3: Wartungs- und Upgrade-Reihenfolge mit Rückfall durchführen.
- Schritt 4: Architekturdokumentation, Testprotokoll und Betriebsfreigabe abschließen.
Praxisübung
Eine komplette Standort- und Clusterstörung wird nach vorbereitetem Testbuch durchgeführt.
Kontrollpunkte
- Ausfallwirkung entspricht dem Ziel.
- Wiederanlauf ist messbar.
- Dokumentation enthält Rest- und Restrisiken.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Netzwerkarchitektur, Senior-Network-Engineering, Datacenter- und Plattformbetrieb, technische Projektleitung und Hochverfügbarkeitsplanung
Voraussetzungen: Sehr gute Kenntnisse in Ethernet, VLAN, IPv4, Routing, NAT, DHCP, VPN und grundlegender SoftEther-Administration
Praxisnutzen
Das Format bündelt die komplexesten Netzwerk- und Verfügbarkeitsthemen in einer zusammenhängenden Laborwoche und verhindert widersprüchliche Einzelkonfigurationen.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Netzwerkarchitektur, Senior-Network-Engineering, Datacenter- und Plattformbetrieb, technische Projektleitung und Hochverfügbarkeitsplanung |
| Voraussetzungen: | Sehr gute Kenntnisse in Ethernet, VLAN, IPv4, Routing, NAT, DHCP, VPN und grundlegender SoftEther-Administration |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
