Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Modul 1: Identitätsarchitektur und Authentisierungswahl
- Modul 2: Active-Directory- und Domänenanbindung
- Modul 3: RADIUS-Integration
- Modul 4: X.509-Zertifikate und Vertrauenskette
- Modul 5: Richtlinien, Gruppen und Notfallzugang
- Modul 6: Abnahme, Audit und Fehlerdiagnose
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Praxisnutzen
Zielsetzung
Eine zentrale Identitätsanbindung verbessert Steuerbarkeit und Nachvollziehbarkeit, vergrößert jedoch den Abhängigkeits- und Fehlerraum. Das Seminar behandelt daher nicht nur die technische Konfiguration, sondern auch Ausfallverhalten, Vertrauensgrenzen, Tests und kontrollierte Notfallzugänge.
Active Directory beziehungsweise NT-Domäne, RADIUS und Zertifikatsauthentisierung können risikogerecht ausgewählt, eingerichtet, getestet und überwacht werden. Identitätsfehler lassen sich von Transport-, Zertifikats- und Richtlinienfehlern unterscheiden.
Modul 1: Identitätsarchitektur und Authentisierungswahl
Authentisierungsverfahren werden nach Schutzbedarf, Clientfähigkeit und Betriebsabhängigkeit ausgewählt.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Benutzergruppen, Geräteklassen, Protokolle und geforderte Nachweisstärke erfassen.
- Schritt 2: Lokales Kennwort, NT-Domäne beziehungsweise Active Directory, RADIUS und Zertifikat vergleichen.
- Schritt 3: Primäre und alternative Verfahren einschließlich Sperr- und Ausfallverhalten festlegen.
- Schritt 4: Datenflüsse, Vertrauensanker, Zeitabhängigkeiten und Protokollquellen dokumentieren.
Praxisübung
Für interne, externe und administrative Zugänge wird eine Authentisierungsmatrix erstellt.
Kontrollpunkte
- Verfahren passt zum Clientprotokoll.
- Sperrung wirkt in der vorgesehenen Zeit.
- Ausfallverhalten ist ausdrücklich beschlossen.
Modul 2: Active-Directory- und Domänenanbindung
Domänenbasierte Anmeldung wird mit klaren Infrastrukturvoraussetzungen eingerichtet.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: DNS-Auflösung, Domänenzeit, Netzwerkpfade und Servermitgliedschaft beziehungsweise Plattformvoraussetzungen prüfen.
- Schritt 2: Authentisierungsserver und erforderliche Konten oder Rechte kontrolliert konfigurieren.
- Schritt 3: Testbenutzer mit gültigem, falschem, abgelaufenem und gesperrtem Kennwort prüfen.
- Schritt 4: Domänenfehler anhand von SoftEther-, Betriebssystem- und Verzeichnisdienstprotokollen korrelieren.
Praxisübung
Eine Domänenanmeldung wird eingerichtet und mit vier Lebenszykluszuständen getestet.
Kontrollpunkte
- Zeitabweichung liegt innerhalb der Vorgabe.
- Gesperrte Konten werden abgewiesen.
- Fehlerquelle ist in den beteiligten Logs nachvollziehbar.
Modul 3: RADIUS-Integration
RADIUS wird mit verlässlicher Netz-, Geheimnis- und Antwortbehandlung angebunden.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: RADIUS-Server, Quelladresse, Ports, gemeinsames Geheimnis und Zeitlimits festlegen.
- Schritt 2: Virtual Hub und Benutzerobjekte für RADIUS-Authentisierung konfigurieren.
- Schritt 3: Accept, Reject, Timeout, falsches Geheimnis und nicht erreichbaren Server getrennt testen.
- Schritt 4: Redundanz, Protokollierung, Paketverlust und Antwortzeit in den Betriebsmonitor aufnehmen.
Praxisübung
Eine RADIUS-Anbindung wird mit Positiv-, Negativ- und Ausfalltests abgenommen.
Kontrollpunkte
- Gemeinsames Geheimnis ist geschützt.
- Timeout wird nicht mit Ablehnung verwechselt.
- Redundanzverhalten ist getestet.
Modul 4: X.509-Zertifikate und Vertrauenskette
Zertifikatsbasierte Benutzer- und Serverauthentisierung wird vollständig geprüft.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Aussteller, Vertrauenskette, Schlüsselverwendung, Namen, Gültigkeit und Sperrkonzept definieren.
- Schritt 2: Vertrauenswürdige Zertifizierungsstellen im passenden Virtual Hub hinterlegen.
- Schritt 3: Benutzerobjekt und Zertifikat eindeutig zuordnen und eine Testanmeldung durchführen.
- Schritt 4: Falschen Aussteller, abgelaufenes Zertifikat, Namensabweichung und widerrufenen Zugang als Negativfälle prüfen.
Praxisübung
Eine kleine Test-PKI wird für Benutzer- und Serverzertifikate in den VPN-Zugang integriert.
Kontrollpunkte
- Vertrauenskette ist vollständig.
- Privater Schlüssel verbleibt geschützt.
- Negativfälle werden eindeutig abgewiesen.
Modul 5: Richtlinien, Gruppen und Notfallzugang
Identität wird in ein minimales Zugriffs- und Ausfallmodell überführt.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Gruppen und Sicherheitsrichtlinien den fachlichen Rollen zuordnen.
- Schritt 2: Mehrfachanmeldung, Sitzungszahl, Routing, Bridging und Bandbreite nach Rolle begrenzen.
- Schritt 3: Notfallkonto mit starker Sicherung, eng begrenztem Ursprungsnetz, kurzer Gültigkeit und Nutzungskontrolle definieren.
- Schritt 4: Regelmäßige Rezertifizierung und Deaktivierung nicht mehr benötigter Konten planen.
Praxisübung
Ein rollenbasiertes Zugriffsmodell einschließlich streng begrenztem Notfallzugang wird umgesetzt.
Kontrollpunkte
- Rollen erhalten nur erforderliche Rechte.
- Notfallkonto ist nicht für den Alltag nutzbar.
- Rezertifizierung besitzt Termin und Verantwortlichkeit.
Modul 6: Abnahme, Audit und Fehlerdiagnose
Die gesamte Identitätskette wird reproduzierbar getestet und überwacht.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Testmatrix für Konto-, Zertifikats-, RADIUS-, Domänen-, Zeit- und Netzfehler erstellen.
- Schritt 2: Client-, SoftEther-, Identitäts- und PKI-Ereignisse über gemeinsame Zeitstempel korrelieren.
- Schritt 3: Kennzahlen für Fehlanmeldungen, Timeouts, Zertifikatsablauf und Ausfall externer Dienste definieren.
- Schritt 4: Betriebs- und Auditnachweis mit Konfiguration, Tests, Ausnahmen und offenen Risiken abschließen.
Praxisübung
Ein gemischter Fehlerfall wird anhand der Testmatrix bis zur eindeutig belegten Ursache untersucht.
Kontrollpunkte
- Transport und Identität werden getrennt geprüft.
- Auditnachweis enthält auch Negativtests.
- Ablauf- und Ausfallrisiken werden überwacht.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: IAM, Netzwerkadministration, PKI, IT-Security, Infrastrukturintegration und Third-Level-Support
Voraussetzungen: Kenntnisse in Verzeichnisdiensten, RADIUS, X.509, TLS, DNS, Zeitdiensten und SoftEther-Grundadministration
Praxisnutzen
Das Seminar schafft eine konsistente Identitätsarchitektur, reduziert lokale Sonderkonten und liefert konkrete Testfälle für Anmeldung, Sperrung, Ablauf, Ausfall und Wiederanlauf.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | IAM, Netzwerkadministration, PKI, IT-Security, Infrastrukturintegration und Third-Level-Support |
| Voraussetzungen: | Kenntnisse in Verzeichnisdiensten, RADIUS, X.509, TLS, DNS, Zeitdiensten und SoftEther-Grundadministration |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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