Das 2-tägige Format behandelt browserbasierte und programmatische Zugriffe ohne lokal installierten Netzwerkclient nach dem BeyondCorp-Prinzip. Der Schwerpunkt liegt auf nachvollziehbaren Arbeitsschritten, kontrollierten Tests und einer Konfiguration, die sich in betrieblichen Umgebungen reproduzieren lässt.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Seminarinhalte
- BeyondCorp-Modell und clientloser Zugriffspfad
- Web-Service und Identity-Aware Proxy
- Browseranmeldung, Redirect und Sitzung
- OAuth-2.0-Client-Credentials für Workloads
- Bearer-Zugriff und Tokenvalidierung
- Kontextbezogene Policies für Web und API
- Session-Laufzeit, Logout und Widerruf
- Reverse-Proxy-Header und Backend-Vertrauen
- Diagnose von Redirect-, Token- und Policy-Fehlern
- Praxisübungen
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Methodik
Zielsetzung
Webanwendungen, APIs und Workloads über clientlose Zugriffswege absichern, Authentisierung sauber integrieren und Sitzungen kontrolliert verwalten.
Seminarinhalte
Modul 1: BeyondCorp-Modell und clientloser Zugriffspfad
Dieses Modul erschließt BeyondCorp-Modell und clientloser Zugriffspfad. Fachliche Einordnung, Sicherheitswirkung und praktische Umsetzung werden so verbunden, dass Entscheidungen und Konfigurationsfolgen nachvollziehbar bleiben.
- Schritt 1: Ausgangslage, Schutzbedarf und beteiligte Akteure für „BeyondCorp-Modell und clientloser Zugriffspfad“ erfassen.
- Schritt 2: Komponenten, Vertrauensgrenzen und Datenflüsse in einem nachvollziehbaren Zielbild zuordnen.
- Schritt 3: einen zulässigen und einen unzulässigen Zugriffspfad anhand des Zielbilds durchspielen.
- Schritt 4: Annahmen, offene Risiken und technische Entscheidungen in einer belastbaren Architekturunterlage festhalten.
Modul 2: Web-Service und Identity-Aware Proxy
Dieses Modul erschließt Web-Service und Identity-Aware Proxy. Fachliche Einordnung, Sicherheitswirkung und praktische Umsetzung werden so verbunden, dass Entscheidungen und Konfigurationsfolgen nachvollziehbar bleiben.
- Schritt 1: Backend, Protokoll, Namensraum, Erreichbarkeit und Schutzbedarf für „Web-Service und Identity-Aware Proxy“ aufnehmen.
- Schritt 2: Namespace, Service und Weiterleitungsparameter deklarativ anlegen und die Auflösung kontrollieren.
- Schritt 3: Zugriff über den vorgesehenen Client- oder clientlosen Pfad mit passenden Identitäten durchführen.
- Schritt 4: Routing, Richtlinienentscheidung und Dienstprotokollierung prüfen sowie Fehlkonfigurationen korrigieren.
Modul 3: Browseranmeldung, Redirect und Sitzung
Dieses Modul erschließt Browseranmeldung, Redirect und Sitzung. Fachliche Einordnung, Sicherheitswirkung und praktische Umsetzung werden so verbunden, dass Entscheidungen und Konfigurationsfolgen nachvollziehbar bleiben.
- Schritt 1: Identitätstypen, Attribute, Gruppenbezüge und Authentisierungsanforderungen für „Browseranmeldung, Redirect und Sitzung“ festlegen.
- Schritt 2: Identitätsressourcen und Anmeldeverfahren konfigurieren sowie erforderliche Claims zuordnen.
- Schritt 3: Anmeldung und Sitzungsaufbau mit regulären und abweichenden Identitätsmerkmalen testen.
- Schritt 4: Claims, Gerätebezug, Sitzung und Richtlinienentscheidung prüfen und sicherheitsrelevante Befunde dokumentieren.
Modul 4: OAuth-2.0-Client-Credentials für Workloads
Dieses Modul erschließt OAuth-2.0-Client-Credentials für Workloads. Fachliche Einordnung, Sicherheitswirkung und praktische Umsetzung werden so verbunden, dass Entscheidungen und Konfigurationsfolgen nachvollziehbar bleiben.
- Schritt 1: Identitätstypen, Attribute, Gruppenbezüge und Authentisierungsanforderungen für „OAuth-2.0-Client-Credentials für Workloads“ festlegen.
- Schritt 2: Identitätsressourcen und Anmeldeverfahren konfigurieren sowie erforderliche Claims zuordnen.
- Schritt 3: Anmeldung und Sitzungsaufbau mit regulären und abweichenden Identitätsmerkmalen testen.
- Schritt 4: Claims, Gerätebezug, Sitzung und Richtlinienentscheidung prüfen und sicherheitsrelevante Befunde dokumentieren.
Modul 5: Bearer-Zugriff und Tokenvalidierung
Dieses Modul erschließt Bearer-Zugriff und Tokenvalidierung. Fachliche Einordnung, Sicherheitswirkung und praktische Umsetzung werden so verbunden, dass Entscheidungen und Konfigurationsfolgen nachvollziehbar bleiben.
- Schritt 1: Bedrohungen, Angriffsflächen, Vertrauensgrenzen und Missbrauchsszenarien für „Bearer-Zugriff und Tokenvalidierung“ modellieren.
- Schritt 2: präventive Kontrollen, minimale Berechtigungen und sichere Standardwerte in der Konfiguration umsetzen.
- Schritt 3: Umgehungs-, Fehlbedienungs- und Rechteausweitungsszenarien kontrolliert testen.
- Schritt 4: Befunde bewerten, Härtungsmaßnahmen priorisieren und die Wirksamkeit durch erneute Tests belegen.
Modul 6: Kontextbezogene Policies für Web und API
Dieses Modul erschließt Kontextbezogene Policies für Web und API. Fachliche Einordnung, Sicherheitswirkung und praktische Umsetzung werden so verbunden, dass Entscheidungen und Konfigurationsfolgen nachvollziehbar bleiben.
- Schritt 1: Schutzobjekt, Subjekt, Kontextmerkmale und gewünschte ALLOW- beziehungsweise DENY-Entscheidung definieren.
- Schritt 2: die Regel für „Kontextbezogene Policies für Web und API“ mit CEL oder OPA/Rego umsetzen und mit eindeutiger Priorität zuordnen.
- Schritt 3: Grenzfälle in einer Testmatrix aus erlaubten, verweigerten und unvollständigen Anfragen ausführen.
- Schritt 4: Entscheidungsweg und Auswertungsdaten untersuchen, Regelkonflikte beseitigen und die Policy versionieren.
Modul 7: Session-Laufzeit, Logout und Widerruf
Dieses Modul erschließt Session-Laufzeit, Logout und Widerruf. Fachliche Einordnung, Sicherheitswirkung und praktische Umsetzung werden so verbunden, dass Entscheidungen und Konfigurationsfolgen nachvollziehbar bleiben.
- Schritt 1: Identitätstypen, Attribute, Gruppenbezüge und Authentisierungsanforderungen für „Session-Laufzeit, Logout und Widerruf“ festlegen.
- Schritt 2: Identitätsressourcen und Anmeldeverfahren konfigurieren sowie erforderliche Claims zuordnen.
- Schritt 3: Anmeldung und Sitzungsaufbau mit regulären und abweichenden Identitätsmerkmalen testen.
- Schritt 4: Claims, Gerätebezug, Sitzung und Richtlinienentscheidung prüfen und sicherheitsrelevante Befunde dokumentieren.
Modul 8: Reverse-Proxy-Header und Backend-Vertrauen
Dieses Modul erschließt Reverse-Proxy-Header und Backend-Vertrauen. Fachliche Einordnung, Sicherheitswirkung und praktische Umsetzung werden so verbunden, dass Entscheidungen und Konfigurationsfolgen nachvollziehbar bleiben.
- Schritt 1: Bedrohungen, Angriffsflächen, Vertrauensgrenzen und Missbrauchsszenarien für „Reverse-Proxy-Header und Backend-Vertrauen“ modellieren.
- Schritt 2: präventive Kontrollen, minimale Berechtigungen und sichere Standardwerte in der Konfiguration umsetzen.
- Schritt 3: Umgehungs-, Fehlbedienungs- und Rechteausweitungsszenarien kontrolliert testen.
- Schritt 4: Befunde bewerten, Härtungsmaßnahmen priorisieren und die Wirksamkeit durch erneute Tests belegen.
Modul 9: Diagnose von Redirect-, Token- und Policy-Fehlern
Dieses Modul erschließt Diagnose von Redirect-, Token- und Policy-Fehlern. Fachliche Einordnung, Sicherheitswirkung und praktische Umsetzung werden so verbunden, dass Entscheidungen und Konfigurationsfolgen nachvollziehbar bleiben.
- Schritt 1: Normalzustand, Service-Level, Abhängigkeiten und relevante Zustandsindikatoren für „Diagnose von Redirect-, Token- und Policy-Fehlern“ festlegen.
- Schritt 2: Cluster-, Komponenten- und Ressourcenstatus systematisch erfassen und eine belastbare Baseline bilden.
- Schritt 3: ein typisches Fehlerbild kontrolliert erzeugen und anhand von Logs, Metriken und Zustandsdaten eingrenzen.
- Schritt 4: Störung beheben, Wirksamkeit nachweisen und die Arbeitsschritte als Runbook dokumentieren.
Praxisübungen
- eine interne Webanwendung clientlos veröffentlichen.
- Browser- und Workloadzugriff mit getrennten Identitäten konfigurieren.
- Token- und Sitzungslaufzeiten sowie Widerruf praktisch prüfen.
- Redirect-Schleifen, ungültige Claims und verweigerte API-Aufrufe diagnostizieren.
Zielgruppe
Web- und API-Plattformteams, IAM-Fachkräfte, Entwickler, Sicherheitsarchitekten und Anwendungsbetreiber.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in HTTP, TLS, Cookies, OAuth 2.0, OIDC und Zero-Trust-Konzepten.
Methodik
Zwei Tage sind erforderlich, weil Browser-Sitzungen, Redirect-Flows, OAuth-Client-Credentials, Bearer-Zugriffe und Richtlinienwirkungen getrennt aufgebaut und anschließend in einem durchgängigen Anwendungsszenario verbunden werden. Die Durchführung kombiniert fachliche Einordnung, Demonstration, angeleitete Konfiguration, eigenständige Laborphasen, Positiv- und Negativtests sowie eine strukturierte Fehleranalyse. Jeder Themenblock endet mit einer prüfbaren Konfiguration und einer dokumentierten Kontrollliste.
Fachbereichsleitung und Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage, ca. 6 Stunden pro Tag; Beginn am 1. Tag 10:00 Uhr, am 2. Tag 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | mindestens 2, höchstens 8 |
| Zielgruppe: | Web- und API-Plattformteams, IAM-Fachkräfte, Entwickler, Sicherheitsarchitekten und Anwendungsbetreiber |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in HTTP, TLS, Cookies, OAuth 2.0, OIDC und Zero-Trust-Konzepten |
| Durchführung: | Praxisorientiertes Präsenz- oder Live-Online-Seminar mit Laborübungen |
| Inhouse: | auf Anfrage |
Seminartermine
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