Seminar MID Innovator – Datenbank-Reengineering, Vergleich und DDL

Das Seminar zeigt einen kontrollierten Kreislauf zwischen bestehender Datenbank und Innovator-Modell. Bestandsstrukturen werden importiert, verglichen, fachlich eingeordnet, bereinigt und anschließend als nachvollziehbare Änderungs- und DDL-Pakete an die technische Umsetzung übergeben.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • Datenbankschemata über JDBC und DDL reproduzierbar importieren.
  • Modell und Datenbank mit dem Database Manager strukturiert vergleichen.
  • Technische Strukturen in konzeptionelle Modelle rückführen und dokumentieren.
  • Änderungen mit Abhängigkeiten, Risiken und Rollback kontrollieren.
  • DDL, Prüfprotokolle und Übergabedokumentation für Releases erzeugen.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Bestandsaufnahme und Reengineering-Ziel

Schwerpunkt: Datenbankplattform, Schemas, Umfang, Berechtigungen, Namensregeln, Zielmodell und Schutzbedarf.

  1. Reengineering-Umfang, Zielsetzung und auszuschließende Objekte definieren.
  2. Datenbankversion, Treiber, Verbindungsweg und erforderliche Leserechte prüfen.
  3. Namens- und Mappingregeln zwischen technischer und konzeptioneller Ebene festlegen.
  4. Sicherung, Testsystem und Abnahmekriterien für den Import vorbereiten.

Arbeitsergebnis: Freigegebener Reengineering- und Importplan.

2. Import über JDBC oder DDL

Schwerpunkt: Importassistent, Verbindung, Objektfilter, Tabellen, Views, Schlüssel, Indizes, Datentypen und Wiederholbarkeit.

  1. JDBC-Verbindung oder DDL-Datei mit passender Plattformkonfiguration auswählen.
  2. Schemas und Objektarten gezielt filtern und Importvorschau kontrollieren.
  3. Import in einen abgegrenzten Modellbereich durchführen und Meldungen auswerten.
  4. Importkonfiguration speichern und mit einem zweiten Lauf auf Wiederholbarkeit testen.

Arbeitsergebnis: Vollständig importiertes und protokolliertes Datenbankschema.

3. Database Manager und Schemavergleich

Schwerpunkt: Modellseite, Datenbankseite, Unterschiede, Zuordnung, Vergleichsbefehle und Konfliktbewertung.

  1. Modell und Zielsystem mit identischem Scope im Database Manager laden.
  2. Neue, geänderte, fehlende und nicht zuordenbare Objekte klassifizieren.
  3. Unkritische Unterschiede von fachlich oder betrieblich relevanten Änderungen trennen.
  4. Für jede Differenz Übernahme-, Ignorier- oder Klärungsentscheidung dokumentieren.

Arbeitsergebnis: Bewerteter und freigegebener Differenzkatalog.

4. Rückführung in das konzeptionelle Modell

Schwerpunkt: Entitäten, Attribute, Beziehungen, Views, technische Altlasten, Begriffe und fachliche Semantik.

  1. Tabellen und Spalten nach fachlicher Bedeutung und Verantwortungsdomäne gruppieren.
  2. Konzeptionelle Entitäten, Attribute und Beziehungen aus dem physischen Bestand ableiten.
  3. Technische Hilfsstrukturen und historische Altlasten kenntlich machen.
  4. Fachliche Begriffe, Definitionen und Zuordnungen mit Domänenverantwortlichen prüfen.

Arbeitsergebnis: Nachvollziehbares konzeptionelles Zielmodell.

5. Änderungsdesign und Abhängigkeitsprüfung

Schwerpunkt: Tabellenänderung, Schlüssel, Constraints, Views, Indizes, Datenmigration, Downstream-Nutzung und Impact.

  1. Geplante fachliche Änderung zuerst im konzeptionellen Modell umsetzen.
  2. Änderung kontrolliert auf das physische Schema abbilden.
  3. Auswirkungen auf Views, Schnittstellen, Prozesse, Berichte und Ladejobs analysieren.
  4. Datenmigration, Downtime, Kompatibilität und Rollback als Change-Paket ergänzen.

Arbeitsergebnis: Vollständiger technischer Änderungsentwurf.

6. DDL-Generierung und technische Prüfung

Schwerpunkt: Generierungsoptionen, Reihenfolge, Plattformsyntax, Vorher-Nachher-Prüfung und Testdeployment.

  1. Generierungsumfang und Zielplattform für das freigegebene Änderungsset wählen.
  2. DDL erzeugen und Reihenfolge von Tabellen, Constraints, Views und Indizes kontrollieren.
  3. Skript in einer Testdatenbank ausführen und Fehler beziehungsweise Warnungen dokumentieren.
  4. Erneuten Vergleich durchführen und Soll-Ist-Gleichheit nachweisen.

Arbeitsergebnis: Getestetes DDL- und Verifikationspaket.

7. Release, Dokumentation und Regelbetrieb

Schwerpunkt: Baseline, Freigabe, Versionierung, Rollback, Dokumentation und wiederkehrender Schemaabgleich.

  1. Modellbaseline, DDL, Testnachweis und Freigabeentscheidung zusammenführen.
  2. Produktionsreihenfolge, Sicherung und Rücksetzverfahren dokumentieren.
  3. Datenmodell- und Datenbankdokumentation aus dem freigegebenen Stand erzeugen.
  4. Regelmäßigen Vergleich und Behandlung ungeplanter Datenbankänderungen definieren.

Arbeitsergebnis: Auditfähiges Release- und Reengineering-Verfahren.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Import eines Beispielschema über DDL oder JDBC.
  • Klassifikation und Bewertung eines Modell-Datenbank-Vergleichs.
  • Ableitung eines konzeptionellen Modells aus technischen Tabellen.
  • Planung einer Schemaänderung mit Impact- und Rollbackanalyse.
  • DDL-Generierung, Testdeployment und erneuter Soll-Ist-Vergleich.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Datenbankadministration, Data Architecture, Datenmodellierung, Softwareentwicklung, Data Engineering und technische Projektleitung.

Voraussetzungen: Praktische Kenntnisse relationaler Datenbanken, SQL, Schlüssel- und Constraintkonzepten sowie grundlegende Innovator-Bedienung.

Didaktik und Arbeitsweise

Fachliche Einordnungen wechseln mit Demonstrationen, strukturierten Konfigurations- oder Modellierungsschritten, Praxisübungen und kontrollierten Fehlerfällen. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe im eigenen Umfeld wiederholt werden können.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Datenbankadministration, Data Architecture, Datenmodellierung, Softwareentwicklung, Data Engineering und technische Projektleitung.
Voraussetzungen: Praktische Kenntnisse relationaler Datenbanken, SQL, Schlüssel- und Constraintkonzepten sowie grundlegende Innovator-Bedienung.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
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