Witnesses ersetzen keine Controller und stimmen nicht über fachliche Wahrheit ab. Sie bestätigen den beobachteten Eventzustand eines AID und erhöhen Verfügbarkeit sowie Nachweisbarkeit. Watchers ergänzen dieses Modell durch unabhängige Beobachtung und Konflikterkennung.
Inhaltsübersicht
- Seminarprofil
- Zielgruppe
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisanteile
- Voraussetzungen
Seminarprofil
Der Kurs analysiert Topologien, Schwellen und Fehlerszenarien. Teilnehmer dimensionieren Witness-Pools, prüfen Receipts, erkennen Duplicity und entwerfen Monitoring sowie Betriebsprozesse.
Zielgruppe
KERI-Architekten und Entwickler, Betreiber von Witness- und Watcher-Infrastruktur, Security Operations, Auditoren und Plattformverantwortliche.
Lernziele
- Witness- und Watcher-Rollen korrekt abgrenzen
- Receipts und KERLs gegen Schwellenregeln validieren
- verfügbare und resiliente Witness-Topologien entwerfen
- Duplicity und inkonsistente Event-Sichten erkennen
- Monitoring, Incident Handling und Service Levels definieren
Seminarinhalte
Schritt 1: Direkten und indirekten Modus unterscheiden
Die direkte Gegenparteiprüfung wird vom indirekten, durch Witness-Receipts unterstützten Modus abgegrenzt. Es wird geklärt, welche zusätzliche Aussage Receipts liefern und welche nicht.
- Controller-Signatur und Witness-Receipt trennen
- Verfügbarkeit von Wahrheit unterscheiden
- Verifier-Verantwortung erhalten
Schritt 2: Witness-Pool und Schwellen planen
Anzahl, Betreiberdiversität, geografische Verteilung, Netzpfade und Schwellen werden nach Bedrohungsmodell dimensioniert. Mehr Witnesses sind nicht automatisch sicherer, wenn Betreiber- oder Infrastrukturabhängigkeiten gleich bleiben.
- Fehler- und Angriffstoleranz berechnen
- gemeinsame Ausfallursachen erkennen
- Rotation des Pools vorbereiten
Schritt 3: Receipts und KERLs validieren
Controller-Events, Witness-Receipts und veröffentlichte KERLs werden zusammengeführt. Die Prüflogik berücksichtigt Reihenfolge, Threshold, Event-Digest und aktuelle Witness-Konfiguration.
- Receipt an Event binden
- veraltete Witness-Sets erkennen
- fehlende und widersprüchliche Receipts behandeln
Schritt 4: Watcher und Discovery einsetzen
Watcher beobachten Event-Historien und können Duplicity-Evidenz liefern. Discovery und Endpoint-Auflösung werden so gestaltet, dass der Verifier nicht blind einer einzelnen Quelle folgt.
- unabhängige Beobachtung organisieren
- OOBI- und Endpoint-Daten prüfen
- mehrere Sichten konsolidieren
Schritt 5: Duplicity und Partitionen analysieren
Netzpartition, Verzögerung, Datenverlust und absichtliche doppelte Ereignisse werden voneinander unterschieden. Die Reaktion reicht von erneuter Abfrage bis zur Quarantäne des AID.
- Konfliktkriterien definieren
- Evidenz manipulationsarm sichern
- automatische und manuelle Eskalation trennen
Schritt 6: Betrieb und Monitoring aufbauen
Latenz, Receipt-Quote, Event-Rückstand, Datenbankzustand, Zertifikate beziehungsweise Transport, Ressourcenverbrauch und Erreichbarkeit werden überwacht. Wartung darf die geforderte Schwelle nicht unbemerkt unterschreiten.
- SLOs und Alarmierung definieren
- Rolling Maintenance planen
- Backup, Restore und Replay testen
Praxisanteile
- Witness-Schwellen für mehrere Bedrohungsmodelle berechnen
- Receipt- und KERL-Daten validieren
- Partition und Duplicity auseinanderhalten
- Monitoring- und Betriebscheckliste für einen Witness-Pool erstellen
Voraussetzungen
KERI-Grundlagen, Key Event Logs, Thresholds und digitale Signaturen. Netzwerk- und Betriebskenntnisse sind hilfreich.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | KERI-Architekten und Entwickler, Betreiber von Witness- und Watcher-Infrastruktur, Security Operations, Auditoren und Plattformverantwortliche. |
| Voraussetzungen: | KERI-Grundlagen, Key Event Logs, Thresholds und digitale Signaturen. Netzwerk- und Betriebskenntnisse sind hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen, Architektur- und Fallstudienarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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