Organisationen und kritische Dienste sollten häufig nicht von einem einzelnen Schlüssel kontrolliert werden. KERI-Gruppen-AIDs verbinden kryptographische Schwellen mit einer nachvollziehbaren Ereignishistorie und ermöglichen verteilte Kontrolle ohne einen einzigen dauerhaften Master-Key.
Inhaltsübersicht
- Seminarprofil
- Zielgruppe
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisanteile
- Voraussetzungen
Seminarprofil
Der Kurs verbindet Schwellenlogik, Protokollablauf und organisatorische Governance. Eine Gruppenidentität wird aufgebaut, rotiert, delegiert und unter Ausfall- und Konfliktbedingungen betrieben.
Zielgruppe
Security-Architekten, KERI-Entwickler, Key-Custody-Teams, Betreiber kritischer Plattformen, Governance-Verantwortliche und Auditoren.
Lernziele
- Gruppen-AIDs und Teilnehmer-AIDs korrekt modellieren
- Signatur- und Next-Key-Thresholds risikogerecht festlegen
- gemeinsame Eventerzeugung und Koordination absichern
- Teilnehmerwechsel, Ausfall und Konflikte beherrschen
- Delegation und Governance für Gruppenidentitäten verbinden
Seminarinhalte
Schritt 1: Kontrollmodell und Teilnehmerrollen festlegen
Mitglieder, Koordinatoren, Signer, Beobachter und Recovery-Verantwortliche werden getrennt. Die Gruppe erhält keine diffuse Verantwortung, sondern nachvollziehbare individuelle Schlüsselbeiträge.
- Teilnehmer-AIDs und Gruppen-AID trennen
- Rollen und Berechtigungen dokumentieren
- Interessenkonflikte und Vier-Augen-Prinzip berücksichtigen
Schritt 2: Thresholds entwerfen
Gewichtete und ungewichtete Schwellen werden anhand von Risiko, Verfügbarkeit und Kollusionsschutz bewertet. Current- und Next-Key-Thresholds müssen zusammenpassen, ohne Recovery unmöglich zu machen.
- Quorum berechnen
- Ausfalltoleranz bestimmen
- Kollusions- und Blockaderisiken abwägen
Schritt 3: Gruppen-Inception koordinieren
Die Teilnehmer erzeugen Beiträge, prüfen ein gemeinsames Ereignis und liefern Signaturen. Unterschiedliche Sichtstände und fehlerhafte Beiträge werden vor Veröffentlichung erkannt.
- gemeinsamen Event-Digest bestätigen
- Signaturen sammeln und ordnen
- unvollständige Runden abbrechen
Schritt 4: Rotation und Teilnehmerwechsel durchführen
Schlüsselwechsel, Aufnahme, Austritt und Entzug von Teilnehmern werden als kontrollierte Rotation behandelt. Next-Key-Commitments werden so geplant, dass alte Teilnehmer nicht unbemerkt Kontrolle behalten.
- neue Schwellen vorbereiten
- Alt- und Neumitglieder sauber trennen
- stale Beiträge zurückweisen
Schritt 5: Delegierte Gruppen aufbauen
Eine Gruppen-AID wird von einer übergeordneten Organisation delegiert oder delegiert selbst operative Identitäten. Beide Eventketten und die kooperative Autorisierung werden geprüft.
- Delegationsgrenzen festlegen
- Anchoring und Seals validieren
- Re-Delegation und Entzug planen
Schritt 6: Ausfall, Konflikt und Governance behandeln
Nicht erreichbare Signer, widersprüchliche Vorschläge, absichtliche Blockade und kompromittierte Teilnehmer werden in technische und organisatorische Maßnahmen übersetzt.
- Timeouts und Ersatzverfahren definieren
- Beweise für Fehlverhalten sichern
- Eskalation und Notrotation festlegen
Praxisanteile
- Threshold-Matrix für unterschiedliche Risikoklassen erstellen
- Gruppen-Inception und Rotation modellieren
- Teilnehmeraustritt mit Next-Key-Änderung planen
- delegierte Gruppen-AID und Konfliktfall prüfen
Voraussetzungen
KERI-Kenntnisse zu AIDs, Key Event Logs, Rotation und Thresholds. Grundverständnis verteilter Systeme und Signaturverfahren.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Security-Architekten, KERI-Entwickler, Key-Custody-Teams, Betreiber kritischer Plattformen, Governance-Verantwortliche und Auditoren. |
| Voraussetzungen: | KERI-Kenntnisse zu AIDs, Key Event Logs, Rotation und Thresholds. Grundverständnis verteilter Systeme und Signaturverfahren. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen, Architektur- und Fallstudienarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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