Das Gesamtprogramm richtet sich an Teams, die in kurzer Zeit ein gemeinsames, belastbares Verständnis der gesamten Vertrauenskette benötigen. Es verbindet Protokollmechanik, Credential-Engineering, vLEI-Governance, alternative Architekturmodelle und konkrete Umsetzungsentscheidungen.
Inhaltsübersicht
- Seminarprofil
- Zielgruppe
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisanteile
- Voraussetzungen
Seminarprofil
Alle Einzelthemen werden komprimiert, aber systematisch behandelt. Der Kurs ersetzt keine mehrwöchige Implementierungsausbildung, liefert jedoch das vollständige Orientierungs-, Entwurfs- und Entscheidungswissen für Pilotierung, Beschaffung, Architekturfreigabe und Programmsteuerung.
Zielgruppe
Technische und fachliche Programmleitungen, Enterprise- und Security-Architekten, Lead Developer, IAM-Verantwortliche, Compliance- und Governance-Teams sowie Entscheider aus regulierten Branchen.
Lernziele
- den gesamten KERI/ACDC/vLEI-Stack konsistent erklären
- vLEI-Rollen, Credentials, Governance und technische Trust Chain verbinden
- alternative Trust-Architekturen anhand derselben Kriterien vergleichen
- Interoperabilität, Datenschutz, Betrieb und Assurance gemeinsam entwerfen
- einen priorisierten Einführungs- und Qualifizierungsplan erstellen
Seminarinhalte
Schritt 1: Vertrauen, Identität und Nachweis sauber trennen
Der Einstieg ordnet Authentifizierung, Autorisierung, Attribution, Attestierung und Credential-Verifikation. Administrative, kryptographische und vertragliche Vertrauensanker werden getrennt erfasst.
- Beweisziele definieren
- Trust Anchors benennen
- Assurance-Anforderungen dokumentieren
Schritt 2: KERI-Grundmechanik verstehen
AIDs, Inception, Key Event Logs, Pre-Rotation, Thresholds, Delegation, Witnesses und Watchers werden in einer zusammenhängenden Schlüsselkontrollarchitektur dargestellt.
- Schlüsselzustand ableiten
- Rotation und Recovery beurteilen
- Duplicity-Evidenz einordnen
Schritt 3: CESR und ACDC zusammensetzen
CESR liefert die selbstbeschreibende Darstellung; ACDC bindet Daten, Schema, Regeln und Quellen an überprüfbare Identifikatoren. Ein Credential-Graph wird von der Struktur bis zur Statusprüfung aufgebaut.
- SAIDs und Attachments prüfen
- Edges und Rules modellieren
- Registry-Status einbeziehen
Schritt 4: IPEX und Disclosure-Flows gestalten
Ausgabe und Präsentation werden als gestufter Austausch mit Apply, Offer, Agree, Grant, Admit und Spurn modelliert. Datenschutz und vertragliche Offenlegungsbedingungen werden in die Zustandslogik integriert.
- Least Disclosure anwenden
- Austauschzustände absichern
- Auditfähigkeit ohne Vollkopie herstellen
Schritt 5: vLEI-Ökosystem und Rollen verstehen
GLEIF, QVI, Legal Entity, LAR, OOR, ECR und Verifier werden in ihrer Governance- und Credential-Beziehung eingeordnet. Die Kette von der Root-Identität bis zur handelnden Person wird nachvollzogen.
- Credential-Typen abgrenzen
- Issuance- und Revocation-Verantwortung zuordnen
- Autorisierungsketten prüfen
Schritt 6: vLEI technisch integrieren
KERI-Infrastruktur, ACDC-Profile, Registries, Schema-Veröffentlichung, IPEX und Verifier-Services werden als Betriebsarchitektur zusammengesetzt.
- Komponenten und SLAs bestimmen
- Trust Chain und Statusprüfung implementieren
- Anwendungsintegration entkoppeln
Schritt 7: PKI, DID/VC und OpenID4VC vergleichen
Klassische Zertifikatsketten, DID-basierte Identifier, VC-Formate, Wallet-Protokolle und Federation werden mit KERI/ACDC verglichen. Stärken, Abhängigkeiten und Migrationsbrücken werden transparent gemacht.
- Datenmodell und Transport trennen
- Rotation und Revocation vergleichen
- hybride Trust Stores planen
Schritt 8: Privacy und Workload Identity einbeziehen
Selective Disclosure, AnonCreds, SD-JWT, SPIFFE/SPIRE, mTLS und Attestation ergänzen die personenbezogenen und organisatorischen Nachweise um Datenschutz- und Maschinenidentitätsanforderungen.
- Korrelation minimieren
- Workload und Organisation verknüpfen
- kurzlebige Credentials und Policy einsetzen
Schritt 9: Governance, Assurance und Betrieb festlegen
Policy, Rollen, Zulassung, Audits, Incident Handling, Change Management, Monitoring und Wiederherstellung werden in einen gemeinsamen Betriebsrahmen überführt.
- Kontrollziele und Evidenzen definieren
- Notfall- und Ausschlussprozesse planen
- Servicequalität messbar machen
Schritt 10: Roadmap und Lernpfad erstellen
Zum Abschluss werden Use Cases priorisiert, Pilotgrenzen festgelegt und die passenden Vertiefungsseminare ausgewählt. Architekturentscheidungen erhalten klare Validierungs- und Abnahmekriterien.
- Quick Wins und Grundlagen trennen
- Kompetenzlücken erfassen
- Pilot, Skalierung und Regelbetrieb staffeln
Praxisanteile
- End-to-End-Trust-Chain auf einem Whiteboard modellieren
- Credential- und Rollenmatrix für vLEI erstellen
- Technologievergleich mit eigenen Kriterien durchführen
- Pilotarchitektur und Testkatalog skizzieren
- individuelle Seminar- und Einführungsreihenfolge festlegen
Voraussetzungen
Solides Verständnis von IAM, APIs, Public-Key-Kryptographie und verteilten Systemen. Technische Teilnehmer sollten JSON und Signaturverfahren kennen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Technische und fachliche Programmleitungen, Enterprise- und Security-Architekten, Lead Developer, IAM-Verantwortliche, Compliance- und Governance-Teams sowie Entscheider aus regulierten Branchen. |
| Voraussetzungen: | Solides Verständnis von IAM, APIs, Public-Key-Kryptographie und verteilten Systemen. Technische Teilnehmer sollten JSON und Signaturverfahren kennen. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen, Architektur- und Fallstudienarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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