Ein ACDC-Ökosystem ist nur so belastbar wie seine Schemas, Statusmodelle und Prüfregeln. Unklare Semantik, unkontrollierte Versionierung und schwache Registry-Prozesse führen trotz korrekter Kryptographie zu nicht interoperablen oder fachlich unbrauchbaren Nachweisen.
Inhaltsübersicht
- Seminarprofil
- Zielgruppe
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisanteile
- Voraussetzungen
Seminarprofil
Der Kurs arbeitet wie ein Architektur- und Entwicklungsworkshop. Aus einer fachlichen Anforderung entstehen ein Schema, ein Credential-Profil, ein Registry-Modell, eine Kette von Abhängigkeiten und eine automatisierbare Prüfspezifikation.
Zielgruppe
Daten- und Lösungsarchitekten, Entwickler, Schema-Verantwortliche, Produktverantwortliche, Governance-Teams, QA Engineers und Integrationsspezialisten.
Lernziele
- fachliche Aussagen in stabile Credential-Schemas überführen
- SAID-basierte Versionierung und Veröffentlichung beherrschbar gestalten
- Issuance- und Revocation-Registries sicher dimensionieren
- Ketten, Regeln und Disclosure-Varianten konsistent entwerfen
- Testkataloge für positive, negative und migrationsbezogene Fälle erstellen
Seminarinhalte
Schritt 1: Anforderungen in Claims zerlegen
Geschäftliche Aussagen werden in atomare, prüfbare Claims, Identifikatoren, Zeitbezüge und Verantwortlichkeiten zerlegt. Daten, die nur beschreibend sind, werden von Daten getrennt, die eine Autorisierung oder Rechtswirkung tragen.
- Claim-Katalog erstellen
- Semantik und Datentypen festlegen
- unnötige personenbezogene Daten entfernen
Schritt 2: Schema und Credential-Profil entwickeln
Aus dem Claim-Katalog entsteht ein kompositionsfähiges Schema. Pflichtfelder, Erweiterungspunkte, Constraints und kontrollierte Vokabulare werden so definiert, dass verschiedene Implementierungen dieselben Aussagen gleich interpretieren.
- Schema-Komposition planen
- Validierungsregeln präzisieren
- Erweiterungen ohne Bedeutungsbruch ermöglichen
Schritt 3: SAID und Versionierung organisieren
Jede veröffentlichte Schemafassung wird als unveränderliches Objekt behandelt. Kompatible Ergänzungen, inkompatible Änderungen, Deprecation und Migrationsfenster werden in eine nachvollziehbare Versionierungsstrategie überführt.
- Änderungsklassen definieren
- Schema-SAITs und Freigaben verwalten
- Parallelbetrieb mehrerer Fassungen planen
Schritt 4: Edges und Regeln modellieren
Credential-Ketten werden anhand fachlicher Voraussetzungen und delegierter Befugnisse aufgebaut. Regeln beschreiben zulässige Nutzung, Bedingungen, Fristen und Offenlegungsgrenzen, ohne die Kryptographie mit fachlicher Auslegung zu verwechseln.
- Quellen- und Autorisierungskanten trennen
- Regelgruppen strukturieren
- Ketten auf Vollständigkeit und Richtung prüfen
Schritt 5: Registry-Architektur entwerfen
Issuance, Revocation, Statusabfrage und Hochverfügbarkeit werden als eigener Dienst betrachtet. Die Teilnehmer bestimmen Konsistenzanforderungen, Caching, Ausfallverhalten, Beobachterrollen und Wiederanlaufverfahren.
- Statusereignisse und Indizes definieren
- Verfügbarkeit und Aktualität abwägen
- Manipulations- und Rollback-Schutz einplanen
Schritt 6: Disclosure-Formen und Datenschutz prüfen
Vollständige, komprimierte, schema-komprimierte, partielle und selektive Darstellungen werden gegen die Anforderungen des Use Cases geprüft. Der Entwurf minimiert Korrelation und verhindert unnötige Datenkopien.
- Offenlegungsprofile definieren
- Korrelationstreiber erkennen
- Prüfbarkeit trotz Datenminimierung erhalten
Schritt 7: Validierungs- und Teststrategie erstellen
Die Prüflogik wird in deterministische Schritte und maschinenlesbare Testfälle überführt. Neben korrekten Nachweisen werden manipulierte SAIDs, falsche Ketten, ungültige Statuswerte und veraltete Schemas getestet.
- Golden Samples pflegen
- Negativtests systematisieren
- Interoperabilitätstests zwischen Implementierungen planen
Schritt 8: Betrieb und Change-Prozess festlegen
Verantwortlichkeiten für Schemafreigabe, Registry-Betrieb, Incident Handling und Migration werden verbindlich zugeordnet. Ein Release- und Rückfallverfahren schließt den Engineering-Prozess ab.
- RACI und Freigabegates festlegen
- Rollback ohne Identitätsverwechslung planen
- Betriebskennzahlen und Alarmierung definieren
Praxisanteile
- fachliche Anforderungen in ein ACDC-Schema überführen
- kompatible und inkompatible Schemaänderungen klassifizieren
- eine Credential-Kette mit Edges und Regeln modellieren
- Registry- und Verifikationstests einschließlich Negativfällen erstellen
Voraussetzungen
Solide JSON- und API-Kenntnisse sowie Grundverständnis von ACDC, SAIDs und digitalen Signaturen. Erfahrung mit JSON Schema erleichtert die Übungen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Daten- und Lösungsarchitekten, Entwickler, Schema-Verantwortliche, Produktverantwortliche, Governance-Teams, QA Engineers und Integrationsspezialisten. |
| Voraussetzungen: | Solide JSON- und API-Kenntnisse sowie Grundverständnis von ACDC, SAIDs und digitalen Signaturen. Erfahrung mit JSON Schema erleichtert die Übungen. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, strukturierte Übungen, Architektur- und Fallstudienarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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