Das Vertiefungsseminar behandelt robuste Prozessmodelle für lange Laufzeiten, asynchrone Verarbeitung, technische und fachliche Fehler, Transaktionsgrenzen, Nachrichtenkorrelation, Kompensation und Migration. Der Schwerpunkt liegt auf reproduzierbarem Verhalten unter Last, Störung und Änderung.
Inhaltsübersicht
- Lernziele und fachliche Einordnung
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisübungen und Laborszenarien
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele
- Fortgeschrittene BPMN-Konstrukte anhand ihrer Laufzeitsemantik sicher auswählen.
- Asynchrone Fortsetzungen, Jobs und Transaktionsgrenzen gezielt zur Entkopplung einsetzen.
- Fachliche Fehler, technische Störungen, Timeouts und Wiederholungen voneinander trennen.
- Nachrichten, Signale und Ereignisse zuverlässig korrelieren und entprellen.
- Lange laufende Instanzen versionieren, migrieren und kontrolliert wiederanlaufen lassen.
Schrittweise Seminarinhalte
1. Laufzeitsemantik fortgeschrittener BPMN-Modelle
Schwerpunkt: Execution Tree, Scope, Token, Aktivität, Subprozess, Call Activity, Multi-Instance, Boundary Event und Variablenlebenszyklus.
- Ausgangslage, fachliche Ziele, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „1. Laufzeitsemantik fortgeschrittener BPMN-Modelle“ erfassen.
- Relevante Modelle, Konfigurationen, Daten, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Execution Tree, Scope, Token, Aktivität, Subprozess, Call Activity, Multi-Instance, Boundary Event und Variablenlebenszyklus strukturiert darstellen.
- Die erforderlichen Modellierungs-, Entwicklungs- oder Administrationsschritte in einer vorbereiteten Laborumgebung reproduzierbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Datenzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederholungsfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis ein technisches Semantikmodell für komplexe Prozessinstanzen dokumentieren, fachlich abnehmen, versionieren und in einen wiederverwendbaren Standard überführen.
2. Asynchrone Fortsetzungen und Jobausführung
Schwerpunkt: Async Before, Async After, Job Executor, Exklusivität, Warteschlangen, Priorität, Wiederholungen, Dead Letter und Locking.
- Ausgangslage, fachliche Ziele, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „2. Asynchrone Fortsetzungen und Jobausführung“ erfassen.
- Relevante Modelle, Konfigurationen, Daten, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Async Before, Async After, Job Executor, Exklusivität, Warteschlangen, Priorität, Wiederholungen, Dead Letter und Locking strukturiert darstellen.
- Die erforderlichen Modellierungs-, Entwicklungs- oder Administrationsschritte in einer vorbereiteten Laborumgebung reproduzierbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Datenzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederholungsfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine belastbare Strategie für asynchrone Prozessabschnitte dokumentieren, fachlich abnehmen, versionieren und in einen wiederverwendbaren Standard überführen.
3. Transaktionen, Idempotenz und Seiteneffekte
Schwerpunkt: Transaktionsgrenzen, externe Systeme, doppelte Zustellung, technische Schlüssel, Retry, Teilzustände und Kompensationsbedarf.
- Ausgangslage, fachliche Ziele, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „3. Transaktionen, Idempotenz und Seiteneffekte“ erfassen.
- Relevante Modelle, Konfigurationen, Daten, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Transaktionsgrenzen, externe Systeme, doppelte Zustellung, technische Schlüssel, Retry, Teilzustände und Kompensationsbedarf strukturiert darstellen.
- Die erforderlichen Modellierungs-, Entwicklungs- oder Administrationsschritte in einer vorbereiteten Laborumgebung reproduzierbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Datenzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederholungsfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis ein idempotentes Integrations- und Transaktionsmuster dokumentieren, fachlich abnehmen, versionieren und in einen wiederverwendbaren Standard überführen.
4. Fachliche Fehler und technische Störungen
Schwerpunkt: Error Events, Escalation, Incident, Boundary Events, Event Subprocesses, Error Mapping, Fehlercodes und Eskalationspfade.
- Ausgangslage, fachliche Ziele, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „4. Fachliche Fehler und technische Störungen“ erfassen.
- Relevante Modelle, Konfigurationen, Daten, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Error Events, Escalation, Incident, Boundary Events, Event Subprocesses, Error Mapping, Fehlercodes und Eskalationspfade strukturiert darstellen.
- Die erforderlichen Modellierungs-, Entwicklungs- oder Administrationsschritte in einer vorbereiteten Laborumgebung reproduzierbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Datenzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederholungsfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis eine nachvollziehbare Fehlerklassifikation mit Behandlungsmatrix dokumentieren, fachlich abnehmen, versionieren und in einen wiederverwendbaren Standard überführen.
5. Timer, Nachrichten, Signale und Korrelation
Schwerpunkt: Timerdefinitionen, Message Correlation, Business Keys, Correlation Keys, Event Subscriptions, Race Conditions und Duplikate.
- Ausgangslage, fachliche Ziele, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „5. Timer, Nachrichten, Signale und Korrelation“ erfassen.
- Relevante Modelle, Konfigurationen, Daten, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Timerdefinitionen, Message Correlation, Business Keys, Correlation Keys, Event Subscriptions, Race Conditions und Duplikate strukturiert darstellen.
- Die erforderlichen Modellierungs-, Entwicklungs- oder Administrationsschritte in einer vorbereiteten Laborumgebung reproduzierbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Datenzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederholungsfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis ein getestetes Ereignis- und Korrelationsdesign dokumentieren, fachlich abnehmen, versionieren und in einen wiederverwendbaren Standard überführen.
6. Kompensation und Saga-Muster
Schwerpunkt: Compensation Events, Undo-Aktivitäten, irreversible Schritte, Reihenfolge, Statusmodell, manuelle Nacharbeit und Audit.
- Ausgangslage, fachliche Ziele, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „6. Kompensation und Saga-Muster“ erfassen.
- Relevante Modelle, Konfigurationen, Daten, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Compensation Events, Undo-Aktivitäten, irreversible Schritte, Reihenfolge, Statusmodell, manuelle Nacharbeit und Audit strukturiert darstellen.
- Die erforderlichen Modellierungs-, Entwicklungs- oder Administrationsschritte in einer vorbereiteten Laborumgebung reproduzierbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Datenzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederholungsfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen kontrollierten Kompensationsablauf für verteilte Transaktionen dokumentieren, fachlich abnehmen, versionieren und in einen wiederverwendbaren Standard überführen.
7. Dynamik, Migration und laufende Instanzen
Schwerpunkt: Prozessversionen, Modelländerungen, Migration Plans, Variablenkonvertierung, Aktivitätszuordnung, Batch-Migration und Rollback.
- Ausgangslage, fachliche Ziele, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „7. Dynamik, Migration und laufende Instanzen“ erfassen.
- Relevante Modelle, Konfigurationen, Daten, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Prozessversionen, Modelländerungen, Migration Plans, Variablenkonvertierung, Aktivitätszuordnung, Batch-Migration und Rollback strukturiert darstellen.
- Die erforderlichen Modellierungs-, Entwicklungs- oder Administrationsschritte in einer vorbereiteten Laborumgebung reproduzierbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Datenzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederholungsfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen abgesicherten Migrationsplan für laufende Instanzen dokumentieren, fachlich abnehmen, versionieren und in einen wiederverwendbaren Standard überführen.
8. Performance und Diagnose komplexer Modelle
Schwerpunkt: Historie, Variablenumfang, Abfragen, Jobstau, Incident-Analyse, Hotspots, Indexierung, Metriken und Lasttests.
- Ausgangslage, fachliche Ziele, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „8. Performance und Diagnose komplexer Modelle“ erfassen.
- Relevante Modelle, Konfigurationen, Daten, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Historie, Variablenumfang, Abfragen, Jobstau, Incident-Analyse, Hotspots, Indexierung, Metriken und Lasttests strukturiert darstellen.
- Die erforderlichen Modellierungs-, Entwicklungs- oder Administrationsschritte in einer vorbereiteten Laborumgebung reproduzierbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Datenzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederholungsfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen technischen Diagnose- und Optimierungsleitfaden dokumentieren, fachlich abnehmen, versionieren und in einen wiederverwendbaren Standard überführen.
9. Referenzprozess und Betriebsübergabe
Schwerpunkt: Ende-zu-Ende-Szenario, Störungssimulation, Wiederanlauf, Betriebskennzahlen, Runbooks, Freigabe und Dokumentation.
- Ausgangslage, fachliche Ziele, Schutzbedarf und Abnahmekriterien für den Themenblock „9. Referenzprozess und Betriebsübergabe“ erfassen.
- Relevante Modelle, Konfigurationen, Daten, Rollen und Abhängigkeiten anhand von Ende-zu-Ende-Szenario, Störungssimulation, Wiederanlauf, Betriebskennzahlen, Runbooks, Freigabe und Dokumentation strukturiert darstellen.
- Die erforderlichen Modellierungs-, Entwicklungs- oder Administrationsschritte in einer vorbereiteten Laborumgebung reproduzierbar umsetzen.
- Funktion, Berechtigungen, Datenzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv-, Negativ- und Wiederholungsfällen prüfen.
- Als Arbeitsergebnis einen produktionsreifen Referenzprozess mit Betriebsunterlagen dokumentieren, fachlich abnehmen, versionieren und in einen wiederverwendbaren Standard überführen.
Praxisübungen und Laborszenarien
- Aufbau eines asynchronen Langläuferprozesses mit technischen und fachlichen Fehlerpfaden.
- Implementierung einer idempotenten Nachrichtenkorrelation mit Duplikat- und Timeoutbehandlung.
- Simulation einer verteilten Transaktion mit Kompensation und manueller Nacharbeit.
- Migration laufender Instanzen auf eine geänderte Prozessversion mit Prüf- und Rückfallplan.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Erfahrene Prozessentwickler, Softwareentwicklung, Integration, Solution Architecture und technischer Plattformbetrieb.
Voraussetzungen: Sichere BPMN-2.0-Grundlagen, praktische Flowable-Modellierung und Erfahrung mit transaktionalen Anwendungen oder Integrationen.
Didaktik und Arbeitsweise
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Schrittfolgen, praktische Übungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit Modelle, Konfigurationen und Betriebsabläufe nachvollziehbar, wiederholbar und teamfähig bleiben.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Erfahrene Prozessentwickler, Softwareentwicklung, Integration, Solution Architecture und technischer Plattformbetrieb |
| Voraussetzungen: | Sichere BPMN-2.0-Grundlagen, praktische Flowable-Modellierung und Erfahrung mit transaktionalen Anwendungen oder Integrationen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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