Seminar Flatcar Container Linux – Update-Strategien, Release-Kanäle und Image-Verifikation

Seminar / Training

Flatcar aktualisiert das Betriebssystem atomar über aktive und passive Partitionen. Das Seminar behandelt Stable, Beta, Alpha und LTS, update-engine, Wartungsfenster, Reboot-Koordination, manuelle und abgeschottete Updates, Imageprüfung, Canary-Verfahren und den kontrollierten Rückfall auf einen bekannten Stand.

Lernziele

  • Release-Kanäle und Risikoklassen passend zur Umgebung auswählen
  • A/B-Updateablauf und Status von update-engine sicher interpretieren
  • Wartungsfenster und Reboot-Koordination für Einzelknoten und Cluster konfigurieren
  • Manuelle, Proxy- und Air-Gap-Updates kontrolliert durchführen
  • Images verifizieren, Rollouts testen und Rollbacks belastbar vorbereiten

Inhaltsübersicht

  1. Release-Kanäle und Freigabemodell
  2. A/B-Update und update-engine
  3. Reboot-Strategien und Wartungsfenster
  4. Manuelle, Proxy- und Air-Gap-Updates
  5. Image-Verifikation und Canary-Test
  6. Rollback und Wiederanlauf

Kapitel 1: Release-Kanäle und Freigabemodell

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Stable; Beta; Alpha; LTS und Promotion.

  1. Schritt 1: Ausgangslage, Zielzustand und Abhängigkeiten für Stable erfassen.
  2. Schritt 2: Beta anhand fachlicher, technischer und betrieblicher Kriterien strukturieren.
  3. Schritt 3: Alpha mit messbaren Prüfkriterien und klaren Verantwortlichkeiten bewerten.
  4. Schritt 4: Entscheidungen zu LTS und Promotion in einer nachvollziehbaren Architektur- oder Betriebsmatrix dokumentieren.

Praxisübung: Eine Kanalstrategie für Entwicklung, Vorproduktion, Produktion und langfristig stabile Systeme wird mit klaren Wechselregeln erstellt.

Kapitel 2: A/B-Update und update-engine

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: aktive und passive Partition; Download und Verifikation; Update-Status; erfolgreicher Boot.

  1. Schritt 1: Sollzustand und Prüfkriterien für aktive und passive Partition festlegen.
  2. Schritt 2: Den aktuellen Zustand von Download und Verifikation mit geeigneten Systemwerkzeugen erfassen.
  3. Schritt 3: Update-Status kontrolliert durchführen und technische Auswirkungen währenddessen beobachten.
  4. Schritt 4: Abweichungen im Bereich erfolgreicher Boot behandeln und den Ablauf als Runbook festhalten.

Praxisübung: Der komplette Updatezustand wird vor, während und nach einem Update mit update_engine_client -status verfolgt.

Kapitel 3: Reboot-Strategien und Wartungsfenster

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: locksmithd; reboot, etcd-lock und off; Zeitfenster; Kubernetes-Koordination.

  1. Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für locksmithd festlegen.
  2. Schritt 2: reboot, etcd-lock und off in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
  3. Schritt 3: Zeitfenster in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
  4. Schritt 4: Kubernetes-Koordination als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.

Praxisübung: Ein Wartungsfenster wird konfiguriert und für einen Cluster mit geordnetem Drain- und Reboot-Ablauf getestet.

Kapitel 4: Manuelle, Proxy- und Air-Gap-Updates

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: flatcar-update; Update-Payload; Proxy; abgeschottete Übertragung.

  1. Schritt 1: Sollzustand und Prüfkriterien für flatcar-update festlegen.
  2. Schritt 2: Den aktuellen Zustand von Update-Payload mit geeigneten Systemwerkzeugen erfassen.
  3. Schritt 3: Proxy kontrolliert durchführen und technische Auswirkungen währenddessen beobachten.
  4. Schritt 4: Abweichungen im Bereich abgeschottete Übertragung behandeln und den Ablauf als Runbook festhalten.

Praxisübung: Ein Update-Payload wird kontrolliert bereitgestellt, auf einem isolierten Knoten angewendet und nach dem Neustart geprüft.

Kapitel 5: Image-Verifikation und Canary-Test

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Prüfsumme und Signatur; Release-Information; Testknoten; Stop-Kriterien.

  1. Schritt 1: Schutzbedarf, Bedrohungen und zulässige Vertrauensgrenzen für Prüfsumme und Signatur bestimmen.
  2. Schritt 2: Release-Information nach dem Prinzip minimaler Rechte konfigurieren und versionieren.
  3. Schritt 3: Die Wirksamkeit der Kontrolle für Testknoten mit erlaubten und unerlaubten Testfällen prüfen.
  4. Schritt 4: Nachweise, Ausnahmen und Wiederherstellungsweg für Stop-Kriterien dokumentieren.

Praxisübung: Ein neues Image wird verifiziert, auf einem Canary-Knoten getestet und erst nach technischen Abnahmekriterien für die nächste Welle freigegeben.

Kapitel 6: Rollback und Wiederanlauf

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: vorherige Partition; manueller Rückfall; Dienstabnahme; Ursachenanalyse.

  1. Schritt 1: Das Fehlerbild im Bereich vorherige Partition reproduzieren und eine unveränderte Zeitlinie sichern.
  2. Schritt 2: Logs, Statusdaten und Abhängigkeiten zu manueller Rückfall erfassen und gegeneinander abgleichen.
  3. Schritt 3: Die Ursache durch gezielte Prüfungen von Dienstabnahme eingrenzen und die kleinste wirksame Korrektur anwenden.
  4. Schritt 4: Wiederherstellung, Nachkontrolle und Prävention für Ursachenanalyse in einem Runbook festhalten.

Praxisübung: Ein fehlerhafter Updatepfad wird auf den vorherigen Stand zurückgeführt und mit einer vollständigen Nachkontrolle abgeschlossen.

Methodik und Arbeitsumgebung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Lernform; Laboraufbau; Validierung; Fehlerfälle und Rücknahme.

Vortrag, technische Einordnung, Live-Demonstrationen und geführte Übungen wechseln sich ab. Jede Konfiguration wird in einer isolierten Laborumgebung erstellt, versioniert, geprüft, angewendet und anhand von Status-, Log- und Funktionskontrollen abgenommen. Fehlerfälle und Rücknahmewege sind Bestandteil der Übungen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Linux-Administration, Plattformbetrieb, DevOps, SRE, Kubernetes-Betrieb, Release- und Patch-Management.
Voraussetzungen: Flatcar- und systemd-Grundkenntnisse, Erfahrung mit Wartungsfenstern und grundlegendes Verständnis von Hochverfügbarkeit.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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