Seminar Flatcar Container Linux – Butane und Ignition

Seminar / Training

Butane beschreibt den gewünschten Maschinenzustand in lesbarem YAML und erzeugt daraus die von Ignition beim ersten Start angewendete JSON-Konfiguration. Das Seminar führt von der Bootlogik über Benutzer, Dateien, Datenträger und systemd bis zu dynamischen Daten, Konfigurationszusammenführung, Validierung und reproduzierbaren Tests.

Lernziele

  • Bootprozess, Einmaligkeit und Fehlergrenzen von Ignition verstehen
  • Butane-Konfigurationen strukturiert, versioniert und streng validiert erstellen
  • Benutzer, Dateien, Datenträger, Netzwerke und systemd-Einheiten deklarieren
  • Dynamische Daten und wiederverwendbare Konfigurationsbausteine sicher einsetzen
  • Provisionierung lokal testen, diagnostizieren und produktionsreif freigeben

Inhaltsübersicht

  1. Bootprozess und Ausführungsmodell
  2. Butane-Struktur und strikte Validierung
  3. Benutzer, SSH und Dateien
  4. Datenträger und Dateisysteme
  5. systemd- und Netzwerkkonfiguration
  6. Dynamische Daten und Konfigurationsbausteine
  7. Lokale Tests mit QEMU
  8. Produktionsmuster und Freigabe

Kapitel 1: Bootprozess und Ausführungsmodell

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: initramfs-Phase; erste Initialisierung; Konfigurationsquelle; Fehlerzustände.

  1. Schritt 1: Ausgangslage, Zielzustand und Abhängigkeiten für initramfs-Phase erfassen.
  2. Schritt 2: erste Initialisierung anhand fachlicher, technischer und betrieblicher Kriterien strukturieren.
  3. Schritt 3: Konfigurationsquelle mit messbaren Prüfkriterien und klaren Verantwortlichkeiten bewerten.
  4. Schritt 4: Entscheidungen zu Fehlerzustände in einer nachvollziehbaren Architektur- oder Betriebsmatrix dokumentieren.

Praxisübung: Der Start eines Knotens wird anhand der Ignition-Phasen nachvollzogen; Erfolgs- und Fehlerpfade werden als Ablaufdiagramm dokumentiert.

Kapitel 2: Butane-Struktur und strikte Validierung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: variant und version; YAML-Struktur; butane --strict; Ignition-JSON.

  1. Schritt 1: Eine passende Flatcar-Variante und Spezifikationsversion festlegen und die Datei mit einem eindeutigen Dokumentkopf beginnen.
  2. Schritt 2: Benötigte Abschnitte in YAML ergänzen und Einrückung, Datentypen sowie Dateimodi vor der Umwandlung prüfen.
  3. Schritt 3: Die Konfiguration mit butane --strict in Ignition-JSON umwandeln und Warnungen als Fehler behandeln.
  4. Schritt 4: Das erzeugte JSON maschinenlesbar validieren, mit der Quellversion verknüpfen und nur als Build-Artefakt verteilen.

Praxisübung: Eine minimale Butane-Datei wird erstellt, streng validiert, in JSON umgesetzt und versionskontrolliert abgelegt.

Kapitel 3: Benutzer, SSH und Dateien

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: passwd-Bereich; SSH-Schlüssel; Dateiinhalte; Berechtigungen.

  1. Schritt 1: Schutzbedarf, Bedrohungen und zulässige Vertrauensgrenzen für passwd-Bereich bestimmen.
  2. Schritt 2: SSH-Schlüssel nach dem Prinzip minimaler Rechte konfigurieren und versionieren.
  3. Schritt 3: Die Wirksamkeit der Kontrolle für Dateiinhalte mit erlaubten und unerlaubten Testfällen prüfen.
  4. Schritt 4: Nachweise, Ausnahmen und Wiederherstellungsweg für Berechtigungen dokumentieren.

Praxisübung: Ein administrativer Benutzer mit minimalen Rechten sowie mehrere Konfigurationsdateien mit korrekten Eigentümern und Modi werden angelegt.

Kapitel 4: Datenträger und Dateisysteme

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Partitionen; Dateisysteme; LUKS; Mount Units.

  1. Schritt 1: Datenklasse, Gerätepfad und Wiederherstellungsziel für Partitionen festlegen.
  2. Schritt 2: Dateisysteme deklarativ einrichten und Abhängigkeiten zu Boot, Netzwerk oder Diensten definieren.
  3. Schritt 3: Integrität, Persistenz und Ausfallverhalten von LUKS mit kontrollierten Tests prüfen.
  4. Schritt 4: Sicherung, Wiederanbindung und Rückfall für Mount Units dokumentieren.

Praxisübung: Ein zusätzlicher Datenträger wird partitioniert, formatiert, optional verschlüsselt und über eine systemd-Mount-Unit eingebunden.

Kapitel 5: systemd- und Netzwerkkonfiguration

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Service Units; Drop-ins; networkd-Dateien; Abhängigkeiten.

  1. Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für Service Units festlegen.
  2. Schritt 2: Drop-ins in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
  3. Schritt 3: networkd-Dateien in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
  4. Schritt 4: Abhängigkeiten als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.

Praxisübung: Ein Containerdienst und eine statische Netzwerkkonfiguration werden gemeinsam bereitgestellt und in korrekter Startreihenfolge geprüft.

Kapitel 6: Dynamische Daten und Konfigurationsbausteine

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Metadaten; Remote-Ressourcen; Config Merge; Integritätsprüfung.

  1. Schritt 1: Eingaben, Zustandsgrenzen und gewünschtes Ergebnis für Metadaten modellieren.
  2. Schritt 2: Remote-Ressourcen als wiederverwendbaren, versionierten Automatisierungsbaustein implementieren.
  3. Schritt 3: Config Merge mit Plan-, Syntax- und Integrationstests gegen eine isolierte Umgebung prüfen.
  4. Schritt 4: Drift, Fehler und Rücknahme im Bereich Integritätsprüfung automatisiert erkennen und dokumentieren.

Praxisübung: Eine Basiskonfiguration wird mit umgebungsspezifischen Daten kombiniert, ohne Geheimnisse oder unprüfbare Inhalte in die Quelle einzubauen.

Kapitel 7: Lokale Tests mit QEMU

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Testimage; serielle Konsole; journalctl -u ignition*; Wiederholungszyklus.

  1. Schritt 1: Das Fehlerbild im Bereich Testimage reproduzieren und eine unveränderte Zeitlinie sichern.
  2. Schritt 2: Logs, Statusdaten und Abhängigkeiten zu serielle Konsole erfassen und gegeneinander abgleichen.
  3. Schritt 3: Die Ursache durch gezielte Prüfungen von journalctl -u ignition* eingrenzen und die kleinste wirksame Korrektur anwenden.
  4. Schritt 4: Wiederherstellung, Nachkontrolle und Prävention für Wiederholungszyklus in einem Runbook festhalten.

Praxisübung: Eine fehlerhafte Konfiguration wird lokal gestartet, anhand der Ignition-Logs korrigiert und bis zum reproduzierbaren erfolgreichen Boot iteriert.

Kapitel 8: Produktionsmuster und Freigabe

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Repository-Struktur; CI-Prüfung; Artefaktversion; Rollout-Freigabe.

  1. Schritt 1: Eingaben, Zustandsgrenzen und gewünschtes Ergebnis für Repository-Struktur modellieren.
  2. Schritt 2: CI-Prüfung als wiederverwendbaren, versionierten Automatisierungsbaustein implementieren.
  3. Schritt 3: Artefaktversion mit Plan-, Syntax- und Integrationstests gegen eine isolierte Umgebung prüfen.
  4. Schritt 4: Drift, Fehler und Rücknahme im Bereich Rollout-Freigabe automatisiert erkennen und dokumentieren.

Praxisübung: Für eine Beispielorganisation wird eine Build- und Freigabekette von Butane-Quelle bis signiertem Provisionierungsartefakt entworfen.

Methodik und Arbeitsumgebung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Lernform; Laboraufbau; Validierung; Fehlerfälle und Rücknahme.

Vortrag, technische Einordnung, Live-Demonstrationen und geführte Übungen wechseln sich ab. Jede Konfiguration wird in einer isolierten Laborumgebung erstellt, versioniert, geprüft, angewendet und anhand von Status-, Log- und Funktionskontrollen abgenommen. Fehlerfälle und Rücknahmewege sind Bestandteil der Übungen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Linux-Administration, DevOps, SRE, Cloud Engineering, Plattformteams und technische Architektinnen und Architekten.
Voraussetzungen: Sichere Linux-Grundkenntnisse, YAML- und JSON-Grundverständnis sowie Erfahrung mit systemd und Shell-Kommandos.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Basel 3 Tage
Winterthur 3 Tage
Zürich 3 Tage
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Luzern 3 Tage
Bern 3 Tage
Inhaus / Firmenseminar 3 Tage
Sankt Gallen 3 Tage
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