Seminar Flatcar Container Linux – Container-Runtimes mit containerd, Docker und Incus

Seminar / Training

Flatcar ist auf Container-Workloads ausgerichtet und stellt dafür schlanke Laufzeitumgebungen bereit. Das Seminar ordnet Docker, containerd und Incus ein, behandelt cgroups, Registry-Zugriffe, Logging, systemd-Integration, Laufzeitanpassungen und die sichere Diagnose typischer Start-, Netzwerk- und Storage-Probleme.

Lernziele

  • Container-Runtimes und ihre Einsatzgrenzen auf Flatcar unterscheiden
  • Docker- und containerd-basierte Workloads reproduzierbar betreiben
  • Incus für geeignete Systemcontainer- und VM-Szenarien einordnen
  • Registry-Authentisierung, cgroups, Logging und Ressourcensteuerung konfigurieren
  • Runtime-Fehler systematisch analysieren und beheben

Inhaltsübersicht

  1. Runtime-Architektur und Auswahl
  2. Docker-Dienste auf Flatcar
  3. containerd und CRI-nahe Nutzung
  4. Incus auf Flatcar
  5. Registries, cgroups und Sicherheit
  6. Runtime-Troubleshooting

Kapitel 1: Runtime-Architektur und Auswahl

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: OCI-Modell; containerd; Docker Engine; Incus.

  1. Schritt 1: Ausgangslage, Zielzustand und Abhängigkeiten für OCI-Modell erfassen.
  2. Schritt 2: containerd anhand fachlicher, technischer und betrieblicher Kriterien strukturieren.
  3. Schritt 3: Docker Engine mit messbaren Prüfkriterien und klaren Verantwortlichkeiten bewerten.
  4. Schritt 4: Entscheidungen zu Incus in einer nachvollziehbaren Architektur- oder Betriebsmatrix dokumentieren.

Praxisübung: Mehrere Beispielworkloads werden den geeigneten Runtimes zugeordnet und anhand von Isolation, Bedienmodell und Betriebsaufwand bewertet.

Kapitel 2: Docker-Dienste auf Flatcar

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Daemon-Konfiguration; systemd-Unit; Journald-Logging; Netzwerk und Volumes.

  1. Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für Daemon-Konfiguration festlegen.
  2. Schritt 2: systemd-Unit in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
  3. Schritt 3: Journald-Logging in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
  4. Schritt 4: Netzwerk und Volumes als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.

Praxisübung: Ein Docker-Workload wird als systemd-Dienst mit kontrolliertem Pull, Neustartverhalten, persistentem Volume und Journald-Ausgabe betrieben.

Kapitel 3: containerd und CRI-nahe Nutzung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Namespaces; Images und Snapshots; ctr und crictl; Runtime-Konfiguration.

  1. Schritt 1: Sollzustand und Prüfkriterien für Namespaces festlegen.
  2. Schritt 2: Den aktuellen Zustand von Images und Snapshots mit geeigneten Systemwerkzeugen erfassen.
  3. Schritt 3: ctr und crictl kontrolliert durchführen und technische Auswirkungen währenddessen beobachten.
  4. Schritt 4: Abweichungen im Bereich Runtime-Konfiguration behandeln und den Ablauf als Runbook festhalten.

Praxisübung: Images und Container werden in getrennten Namespaces verwaltet; Status, Logs und Ressourcen werden mit den passenden Werkzeugen geprüft.

Kapitel 4: Incus auf Flatcar

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Systemcontainer; virtuelle Maschinen; Storage Pools; Netzwerkprofile.

  1. Schritt 1: Konfigurationsziel und erforderliche Eingaben für Systemcontainer festlegen.
  2. Schritt 2: virtuelle Maschinen in versionierten Dateien umsetzen und vor der Bereitstellung syntaktisch prüfen.
  3. Schritt 3: Storage Pools in einer isolierten Testumgebung anwenden und mit Status-, Log- und Funktionsprüfungen verifizieren.
  4. Schritt 4: Netzwerkprofile als Änderungs- oder Fehlerfall testen und den Rücknahmeweg dokumentieren.

Praxisübung: Eine kleine Incus-Testumgebung wird aufgebaut und hinsichtlich Host-Erweiterung, Persistenz und Updateverträglichkeit bewertet.

Kapitel 5: Registries, cgroups und Sicherheit

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Registry-Authentisierung; Zertifikate; cgroup v2; Ressourcenlimits.

  1. Schritt 1: Schutzbedarf, Bedrohungen und zulässige Vertrauensgrenzen für Registry-Authentisierung bestimmen.
  2. Schritt 2: Zertifikate nach dem Prinzip minimaler Rechte konfigurieren und versionieren.
  3. Schritt 3: Die Wirksamkeit der Kontrolle für cgroup v2 mit erlaubten und unerlaubten Testfällen prüfen.
  4. Schritt 4: Nachweise, Ausnahmen und Wiederherstellungsweg für Ressourcenlimits dokumentieren.

Praxisübung: Ein geschützter Registry-Zugriff wird eingerichtet und ein Container erhält überprüfbare CPU-, Speicher- und Prozessgrenzen.

Kapitel 6: Runtime-Troubleshooting

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Startfehler; Image-Pull; Netzwerk; Storage und Logs.

  1. Schritt 1: Das Fehlerbild im Bereich Startfehler reproduzieren und eine unveränderte Zeitlinie sichern.
  2. Schritt 2: Logs, Statusdaten und Abhängigkeiten zu Image-Pull erfassen und gegeneinander abgleichen.
  3. Schritt 3: Die Ursache durch gezielte Prüfungen von Netzwerk eingrenzen und die kleinste wirksame Korrektur anwenden.
  4. Schritt 4: Wiederherstellung, Nachkontrolle und Prävention für Storage und Logs in einem Runbook festhalten.

Praxisübung: Ein absichtlich fehlerhafter Workload wird von der systemd-Unit über Runtime-Status und Netzwerk bis zur Ursache eingegrenzt und wiederhergestellt.

Methodik und Arbeitsumgebung

Inhaltsverzeichnis des Kapitels: Lernform; Laboraufbau; Validierung; Fehlerfälle und Rücknahme.

Vortrag, technische Einordnung, Live-Demonstrationen und geführte Übungen wechseln sich ab. Jede Konfiguration wird in einer isolierten Laborumgebung erstellt, versioniert, geprüft, angewendet und anhand von Status-, Log- und Funktionskontrollen abgenommen. Fehlerfälle und Rücknahmewege sind Bestandteil der Übungen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, 2. Tag: 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Linux-Administration, DevOps, Container-Plattformbetrieb, Entwicklerteams und technische Anwendungsbetreuung.
Voraussetzungen: Linux- und Container-Grundkenntnisse, Erfahrung mit systemd und grundlegendes Netzwerkverständnis.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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